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17.09.2008
Die Methoden des Kapitalanlagenbetrugs - Opfer, Täter und Schadenfall
New York - Die jährlichen Schäden durch Kapitalanlagenbetrug belaufen sich alleine im Euro-Raum auf über 100 Milliarden Euro. Hinzu kommen volkswirtschaftliche Folgeschäden. Kapitalanlagenbetrug wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft, doch den Tätern ist kaum beizukommen, denn die ?Qualität? der Betrügereien nimmt stetig zu. Über die Methoden der Täter, den Fehlern ihrer Opfer und das Vorgehen im Schadenfall sprachen wir mit dem GoMoPa-Experten Dr. jur Thomas Schulte.

Eines Ihrer Fachgebiete ist der Kapitalanlagenbetrug. Gibt es Ihrer Ansicht nach einen ganz bestimmten Opfer- bzw. Tätertyp?

Dr. Schulte: ?Das klassische Opfer eines Kapitalanlagenbetruges ist männlich, mittleren Alters und ebenso habgierig wie der Betrügende. Mit ausgeklügelter Strategie bedienen die Täter die Dummheit, die Eitelkeit und die Gier ihrer Opfer. Es treten bei den betrügerischen Angeboten immer wiederkehrende Muster auf, die Anlegern als Warnsignale dienen könnten.?

Die Opfer sind also dumm?

Dr. Schulte: ?Ich maße mir kein Urteil über den IQ der Opfer an. Im Gegenteil, unter den Betroffenen sind hochintelligente Menschen. Selbst erfahrene Manager fallen immer wieder auf präsentierte Prestigeobjekte und attraktive, rhetorisch gewandte Personen hinein.?

Sind die Täter zu raffiniert? Welche Methoden benutzen sie?

Dr. Schulte: ?Die Täter bedienen sich der Verschleierungstaktik und lassen ihre Klientel stets im Unklaren wie die Geldvermehrung im Einzelnen funktionieren soll. Die Anlage-Aktivitäten werden dabei in Wirtschaftsbereichen entfaltet, die dem Geldanleger vollkommen unbekannt sind. Außerdem wird das angepriesene Investment emotional positiv besetzt. Gern wird auch die Wundergläubigkeit unvorsichtiger Kapitalanleger ausgenutzt. Auch als Werbeträger eingesetzte Prominente sind eine beliebte Ablenkung um die wahre Absicht zu verschleiern. Außerdem werden Kapitalanlagen gern als Rettungsboot verkauft. ?Komm? schnell an Bord, bevor das Schiff untergeht?.?

Sie erwähnten, die Täter seien ebenso habgierig wie ihre Opfer. Wie sieht der klassische Tätertyp aus?

Dr. Schulte: ? Der Täter ist ein Versager, der nur eines gut kann: Lügen. Als erstes belügt er sich selber. Ein guter Betrüger stellt sich nicht vor und ist immer unterwegs. Er verfügt über nichtssagende Visitenkarten und eine hübsche Büroadresse. Der clevere Kapitalanlagenbetrüger fällt zudem durch große Mobilität auf. Das Unternehmen und die dahinter stehenden Personen sind für die getäuschten Anleger nur im Vorfeld und bis Vertragsabschluss erreichbar. Darüber hinaus vermeiden Täter jegliche Beweise ihrer Verstrickung und arbeiten arbeitsteilig. Viele Personen und mündliche Zusagen verwirren die Geschädigten.?

Wie ist das System der Täter aufgebaut?

Dr. Schulte: ?Die Täter beziehen ihr größtes Opfers als Haftungsträger des Unternehmens ein oder bieten ihm eine Nebentätigkeit. Auf die Art kommen keine Fragen und das Opfer ist mit ein paar Tausend Euro ruhig gestellt. Um die Seriosität von Unternehmen und Anlage zu zeigen, wird ein deutsches Treuhandkonto eingerichtet. Der eigentliche Verkauf der ?Geldanlage? erfolgt über ein Provisionsmodell - möglichst durch Personen, die wiederum selber ahnungslos sind oder ihre Augen zu verschließen suchen ? hohe Provisionen locken. Das eigentliche Verkaufsgespräch wird möglichst unter Zeitdruck abgewickelt. Hilfreich sind auch komplizierte und schlecht lesbare Unterlagen. Um die Vertrauenswürdigkeit eines Projektes aufzuzeigen, verwenden die Berater häufig Videos von Fernsehbeiträgen aus den Vereinigten Staaten. Eine ansprechend und professionell gestaltete Internetseite mit einem schwer zu identifizierenden Firmennamen ist zumeist Grundbestandteil des zeitgemäßen Betrugsmodells.?

Sind die Opfer völlig ahnungslos?

Dr. Schulte: ?Aufgrund der psychologisch geschickt aufgebauten Hemmschwelle, sich seine eigene Gutgläubigkeit selbst einzugestehen, wird der Anleger gut gemeinte Hinweise zunächst ablehnen und aufgrund der vermeintlich eigenen Sachnähe darauf vertrauen, dass die Anlage seriös ist. Dies ist den Anlagebetrügern bewusst und von ihnen gewollt.?

Wie vermeidet es ein Anleger einen Betrug?

Dr. Schulte: ?Vielfach reicht es schon, sich die Kompetenzträger bzw. Anlagevermittler genauer anzuschauen, insbesondere ihre Vita. Was hat er vorher gemacht? Warum bietet er unter neuem Namen ein altes Produkt an? Wieso bietet er nun ein völlig anderes Produkt an und versucht, sein altes Produkt schlecht zureden? Häufig ist ein Indiz für eine dubiose Anlageform der Umstand, dass der Ansprechpartner nur schwer identifizierbar ist. Eindrucksvolle Namensangaben und Titel auf dem Briefkopf und sowie unerreichbare Telefonnummern ersetzten nicht den persönlichen Kontakt. Eine kurze Suchanfrage im Internet mit einer Namensangabe und den Hintermänner bringt oft erstaunliche Ergebnisse.?

Was tun, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist?

Dr. Schulte: ?Jedes Zögern rächt sich im Nachhinein. Wichtig ist zunächst eine umfangreiche Beweissicherung. Sämtliche die betrügerische Anlage betreffenden Umstände sind deutlich zu dokumentieren. Die kleinsten Dinge können später eine entscheidende Bedeutung bekommen. Dabei ist darauf zu achten, dass Datum, Ort, beteiligte Personen und Inhalte peinlich genau protokolliert werden. Danach sind sämtliche Informationen über die Vermittlerseite zu sammeln. Wichtig ist eine Dokumentation aller relevanten Kontoauszüge, Überweisungsbelege und Rechnungen. Vor Gericht muss das Opfer den Nachweis einer Falschberatung führen.?

Wo bekommt man professionelle Hilfe?

Dr. Schulte: ?Weitere Schritte sollten in enger Abstimmung mit einem auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt sinnvoll geprüft werden. Ein guter Anwalt erarbeitet mit dem Mandanten eine individuelle Strategie zur Durchsetzung des Schadenersatzanspruches. Sollte eine außergerichtliche Einigung mit dem Anlagebetrüger nicht zustande kommen, gilt es nun, die richtige Strategie für den Prozess zu bestimmen. Meist ist es sinnvoll, den Schadensersatzanspruch an ein Familienmitglied oder nahen Verwandten zu übertragen, um im Prozess selbst als Zeuge auftreten zu können und so in die Beweissituation zu erleichtern.?

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