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10.05.2010
VIT AG: Aktienbluff mit Altöl

Der angebliche Altöl-Recycling-Prototyp der VIT-AG<br />© VIT 2009
Der angebliche Altöl-Recycling-Prototyp der VIT-AG
© VIT 2009
Aus ölverseuchtem Boden neues Dieselöl zu machen, das klingt doch gut. Und wer wäre nicht schwach geworden, wenn einem bei einem solchen Engagement auch noch eine Rendite von 52,5 Prozent in nur zwei Monaten winkt?

Das versprach nämlich die VIT Visionary Innovative Technologies AG International Group mit Sitzen im Schweizer Flums und Brunnen und in der deutschen Hauptstadt, Berlin, Stadtbezirk Wilhelmsruh, bei ihrem angekündigten Börsengang zum 18. März 2010. Doch der fiel ins Wasser. Und auch die Besichtigungen der Prototyp-Anlage für das "weltweit erste mobile Altöl-Recycling-System", zu der Ende April 2010 angeblich alle Aktionäre in die Berliner Firmenzentrale Kopenhagener Straße 70-72 a eingeladen wurden, gab es offenbar nur als Behauptung auf der Firmeninternetseite.

Für 2.500 Euro ein Anrecht<br /> auf VIT-Aktien gekauft: Heil-<br />praktiker Heiko Christmann<br /> (42) aus Hamm ©Christmann
Für 2.500 Euro ein Anrecht
auf VIT-Aktien gekauft: Heil-
praktiker Heiko Christmann
(42) aus Hamm ©Christmann
Einer, der auf die Verlockungen der VIT AG hereingefallen ist, ist der niedergelassene Naturheilpraktiker Heiko Christmann (42) aus Hamm in Rheinland-Pfalz (Rhein-Sieg-Kreis). Er habe am 5. Mai 2010 Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaften Berlin (Sitz der Firma), Bochum (Sitz des Anderkonto-Rechtsanwalts Steffen Bundrück) und Bonn (zuständig für den Wohnort von Opfer Christmann) geschickt, nachdem er niemanden mehr unter den angegebenen VIT-Telefonnummern erreichen konnte.

Bis auf eine Ausnahme. Christmann: "Plötzlich hatte ich nach mehreren Versuchen den Rechtsanwalt Steffen Bundrück am Telefon, an den ich im Januar 2.500 Euro für den Erwerb von 1.250 Stück Aktien bezahlte, die mit großem Gewinn an mich übertragen werden sollten, sobald die VIT AG an der Frankfurter Börse im Freiverkehr notiert werde. Der Termin ist seit fast zwei Monaten überschritten und niemand ist zu erreichen, sagte ich dem Anwalt. Was ist mit meinem Geld, wollte ich von ihm wissen. Ja, das tue ihm leid, sagte Bundrück. Die Gelder seien weitergeschoben worden. Der Aufsichtsratsvorsitzende habe mit dem Geld etwas getan, was er nicht hätte tun sollen. Über das Geld, was noch auf dem Anderkonto sei, bekämen alle Zeichnungsschein-Käufer in kürze eine Mitteilung. Aber es kam kein Schreiben."

Kein Prototyp in Berlin zu finden

Der Heilpraktiker ließ nicht locker. "Letzten Dienstag schickte ich einen Freund nach Berlin. Er hat an der angegebenen Adresse nichts gefunden", sagt Christmann (42) gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net. An der Stelle hätten neben einer Halle mit dem Prototypen eigentlich vier Töchterfirmen der VIT AG zu finden sein müssen: die VIT EnvironmentSystems AG und deren Töchter VIT Solution GmbH (nennt sich auch RS Refining Solution GmbH) und VIT TEC GmbH sowie die PR-Firma VIT Marketing GmbH. Das VIT-Quartett war laut ihren Internetauftritten dafür zuständig, neben dem Prototypen am Forschungsstandort Kopenhagener Straße 70 bis 72 a in Berlin-Wilhelmsruh im Industriegebiet von Berlin-Spandau in der Staakener Straße (ohne Hausnummer) eine Fertigungshalle für die 1. Pilotanlage im 24-Stunden-Betrieb und sogar ein Technikum zu bauen. Nichts von alledem konnte der beauftragte Freund des Heilpraktikers aus Hamm finden.

"Die denken offensichtlich gar nicht daran, eine mobile Altöl-Recycling-Anlage zu bauen. Und auch nicht daran, an die Börse zu gehen", sinniert der Heilpraktiker seinem übereilten Geschäft hinterher. Er hat laut Kleingedrucktem in seinem Bonus-Aktienkaufvertrag 2 Euro für eine Aktie im Wert von 0,007 Euro, also unter einem Cent, bezahlt. In der Hoffnung, dass er für die Aktie beim Börsengang dann 3,05 Euro mit der versprochenen Ankaufsgarantie erhalten werde. "So hat mir das der Verkäufer gesagt, der mich im Januar aus der Schweiz bei einem Werbeanruf zu dem Investment überredet hat", erinnert sich Christmann. Hätte das Geschäft gestimmt, wären aus seinen 2.500 Euro von Januar bis März 3.812,50 Euro geworden. Das wäre für Christmann ein satter Gewinn von 1.312,50 Euro in zwei Monaten. Doch das sollte nicht sein.

Die Revisionsstelle schied aus

Christmanns Traum starb endgültig, als am Freitag (7. Mai 2010) die VIT AG ihre Revisionsstelle verlor. Nun kontrolliert niemand mehr die Bücher der AG, um der Generalversammlung über die Verwendung der Mittel zu berichten. Wie das Schweizer Handelsregister meldete, ist der Revisor Hansjörg Müller mit seiner B + H Treuhand AG aus der Kantonstraße 13 in Buchrain in Luzern (Schweiz) aus der VIT Visionary Innovative Technologies AG ausgeschieden. Die Unterschriften der Revisionsstelle sind erloschen, heißt es im Amtsdeutsch.

Den Verwaltungsrat kann man mieten

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