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18.05.2010
Schiffsfonds-Rendite: die bayerische Art zu teilen?

7,5 Millionen Euro soll der bayerische Vermögensberater Michael Lange aus München in diesem Jahr für seinen neuen Schiffsfonds "ML Schiffsinvest 1" seit Prospektstart am 7. Januar bereits eingesammelt haben, teilte Lange dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit. Der Schiffsfonds sei revolutionär, weil er im Gegensatz zu normalen Fonds 99 Prozent der Anlegergelder in Sachwerte (Schiffe) investiere.

Und das gehe nur, weil sich die Emittenten erst nach der Investition bezahlen lassen und keine Vertriebskosten schon vorab abziehen würden. Auch die Geschäftsführung und die Treuhandschaft gebe es zunächst einmal gratis. Bei "normalen" Fonds verschwinden in der Regel vorab 20 Prozent auf den Konten der Emittenten. Das sei hier nicht der Fall, so Michael Lange.

Fondsexperte Knut Weitkamp<br />
aus Münster © Weitkamp
Fondsexperte Knut Weitkamp
aus Münster © Weitkamp
Auch der Fondsanalyst Diplomkaufmann Knut Weitkamp aus Münster (NRW), der mit seiner Hunekes Gesellschaft für Investitionsanalysen mbH schon 1.500 Fonds bewertete, kommt bei dem "Michael Lange Schiffsinvest 1" zu dem Urteil, dass es sich anscheinend um eine "neuartige Form der privaten Vermögensbildung von Initiatoren von Schiffsfonds" handelt. Allerdings nicht im positiven Sinne, sondern als Mogelpackung für die Anleger.

Die an sich löbliche spätere Bezahlung der Fondsemittenten und die dadurch möglich gewordene 99prozentige Investition des Kapitals in die Schiffe werde leider als Blendwerk benutzt, um dahinter etwas zu verbergen. Nämlich eine ungleiche Aufteilung der Gewinne.

Die Lange-Gruppe werde wesentlich stärker an den Fondsgewinnen beteiligt als die Anleger, weil die Lange-Gruppe mit ihren Fondsanteilen keine Rücklagen bilden müssten, die von Gewinnen ausgeschlossen sind. Die Anleger sollen aber solche vom Gewinn ausgeschlossenen Rücklagen bilden müssen. Sie sollen zu 90 Prozent ihres eingezahlten Kapitals von den Gewinnen ausgeschlossen sein.

Der für den Laien schwer zu durchschauende Trick bestehe laut Weitkamp darin, dass Anleger von der geplanten Gesamtinvestition in Höhe von 50 Millionen Euro einen Mammutanteil von 48,8 Millionen Euro bezahlen sollen, aber nur zehn Prozent dieses Anlegeranteils, nämlich rund 4,9 Millionen Euro, werden tatsächlich an den Gewinnausschüttungen beteiligt. 90 Prozent (also rund 43,9 Millionen Euro) würden von den Fondsinitiatoren lediglich als so genannte Rücklage in den Büchern geführt, hätten weder ein Stimmrecht, noch würden sie an Gewinnen oder Verlusten beteiligt.

Die Gründungsgesellschafter um Michael Lange seien von dieser Aufsplittung nicht betroffen. Ihre Einlage in Höhe von 1,2 Millionen Euro nehme zu 100 Prozent an den Gewinnaussschüttungen teil. Dadurch würde die Lange-Gruppe einen internen Zinsfuß zwischen 60 und 70 Prozent bei den Gewinnen einheimsen, obwohl sie nur 2,4 Prozent des Kapitals stelle. Die Masse der normalen Anleger käme auf einen internen Zinsfuß an Gewinnen von nur 6 Prozent, weil ja 90 Prozent ihres eingesetzten Kapitals gar nicht arbeiten würde.

Und damit nicht genug: Selbst wenn die Anleger bei mies laufendem Fonds gar keine Gewinnausschüttungen bekämen, bliebe die Lange-Gruppe am Ende dennoch in jedem Fall der Gewinner. Ihr steht laut Prospekt (Seite 66) bei Auflösung des Fonds eine End-Vergütung von 19,74 Prozent auf die 90prozentige Rücklage der Anlegergelder zu. Bei Vollplatzierung des Fonds wären das rund 8,7 Millonen Euro und zwar von Geldern, die nie an den Gewinnen des Fonds teilnehmen durften. Die Zahlung ist auch fällig, wenn der Fonds in Insolvenz geht.

GoMoPa.net wollte von Michael Lange wissen: Wie erklären Sie dieses Missverhältnis bei der Gewinnverteilung?

Michael Lange schickte zwar eine lange Antwort, aber darin verlor er kein Wort über die ungleiche Abtrennung von 90 Prozent des Anlegerkapitals als so genannte Rücklage, die nicht an den Gewinnen des Fonds teilnehme. Auf der Seite 66 des Prospektes heißt es lediglich: "Die Hauptmerkmale der Anteile der Gründungsgesellschafter und die der Anleger weichen in den folgenden Punkten voneinander ab: Die Anleger müssen einen Teilbetrag von 90 Prozent der Zeichnungssumme in Rücklagen leisten. Zur Erbringung der Rücklage sind die Gründungsgesellschafter nicht verpflichtet." Von Michael Lange gab es dazu gegenüber GoMoPa.net keinen Kommentar.

Lediglich zur Frage, warum auf dieses Rücklagekapital auch noch rund 8,7 Millionen Euro an Provisionen für die Initiatoren fällig würden, teilte Michael Lange gegenüber GoMoPa.net mit:

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Dokumente zum Thema
» Prospekt ML Schiffsinvest 1 vom 7. Januar 2010
» Analyse von Knut Weitkamp des "ML Schiffsinvest 1"

Link zum Thema
» Lange Vermögensberatung GmbH

 

Stichwörter zum Thema

» Schiffsinvestment Schiffsfonds Fondskosten Gewinnverteilung 

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Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#4 - Kommentar von Schiffsinvestor am 19.05.2010 16:30
Ich danke GoMoPa für diesen exzellent recherchierten Artikel. Die Informationen bestärken mich in meinem Argwohn, daß das von Herrn Lange bereits seit längerem ausgerufene neue Vergütungsmodell ("kein Agio, wir verdienen erst, wenn das Schiff Geld verdient") einen Haken hat. In der Tat ein genial konstruiertes Cash-Cow Modell, das für "Otto Normalanleger" nur schwer zu durchschauen ist.

Nochmals "DANKE" für diesen Beitrag! 

#5 - Kommentar von Awak am 09.07.2014 00:27
Keep on writing and chuiggng away!


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