GoMoPa: So pokerte die Deutsche Bank Kommunen in den Ruin
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
23. Juni 2017
1.127 User online, 50.443 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


10.06.2010
So pokerte die Deutsche Bank Kommunen in den Ruin

Jahrelang verkaufte die Deutsche Bank an notleidende Kommunen hochriskante "Spread-Ladder-Swaps". Das sei, wie das Oberlandesgericht Stuttgart kürzlich feststellte, eine Art Glücksspiel, bei dem man um die Differenz zwischen kurzfristigen und langfristigen Zinsen von Finanzprodukten wettet. Allerdings musste sich das Gericht von einem Finanzmathematiker erst einmal die komplizierte Zinswette erklären lassen, zwei Stunden lang.

Die Kommunen, denen das Wasser bis zum Hals stand, vertrauten bei dem Angebot der Deutschen Bank wohl nur auf die möglichen Gewinnversprechen und kapierten bei den sehr komplizierten Rechen-Konstrukten offenbar gar nicht, dass sie mit ihrem laienhaften Finanzwissen gegen die Bankcomputer spielen sollten. Bank und Kunde waren bei diesem Glücksspiel Gegner. Die Gewinne der Deutschen Bank waren zwangsläufig die Verluste der Gemeinden. Und die Laien verloren naturgemäß haushoch und rutschten anschließend in eine noch tiefere Schuldenkrise.

Deutsche Bank "kein Finanzberater"?

Nun wollen die Kommunen die Deutsche Bank wegen Falschberatung belangen. Doch die Bank hat eine schöne Ausrede. Wie das Fernsehmagazin PlusMinus herausfand, stehe in einer Präsentation der Bank, man sei kein Finanzberater. Wer das Geschäft nicht verstehe, solle selbst Auskünfte einholen. In der Präsentation heiße es weiter: Die Deutsche Bank verstehe sich als Handelspartner, nicht als Berater. Offenbar wollte die Deutsche Bank also ihren Kunden das eigene Produkt nicht erklären.

Beispiel Pforzheim. Die Stadt Pforzheim prüft jetzt ebenfalls eine Klage gegen die Deutsche Bank, nachdem ein mittelständischer Unternehmer im März 2010 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart einen Sieg in Millionenhöhe errungen hat.

Die Geschichte von Pforzheim und der Deutschen Bank beginnt im Jahr 2004: Pforzheim ist pleite, hat 250 Millionen Euro Schulden. Hohe Zinsen ? Jahr für Jahr. Die höchste Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg, Kinderarmut und wenig Chancen für die Jugend. Die Deutsche Bank will helfen und verkauft ein Zinsderivat. Eine Wette mit dramatischen Folgen: Die Schulden wachsen um 20 Millionen.

Eine Pforzheimerin sagte jetzt vor laufender Kamera: ?Ich hab gar nicht gewusst, dass so was üblich ist oder dass so etwas überhaupt gemacht werden darf.? Und weiter: "Natürlich bin ich da auch sauer, dass die Bank das angeboten hat", sagt die Pforzheimerin. "Ich finde es unredlich."

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



Ab sofort können Sie unsere Pressemeldungen auch via Einzelabruf kostenpflichtig erwerben. Holen Sie sich unsere Pressemeldung - Jetzt kaufen!

 

Beitrag zum Thema
» CMS Spread Ladder Swaps - (Opfer riskanter Zinsgeschäfte)

Kategorien zum Thema
» Erfahrungen mit Banken
» Kapitalanlage

 

Stichwörter zum Thema

» Zinswetten Glücksspiel Bankprodukte Bankberatung 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegen 2 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

#4 - Kommentar von Oliver Linde am 12.06.2010 07:42
Was hat das "Pforzheim"-Foto mit dem ausgebrannten Auto mit der Stadt Pforzheim zu tun?

#5 - Kommentar von Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulte am 17.02.2011 11:02
Bankenvertreter jammert vor höchstem deutschen Gericht ? bei Grundsatzentscheidung zum Schadenersatz droht Finanzkrise

Berlin, Februar 2010 ? Der Bundesgerichtshof verhandelte am 08.02.2010 eine Revision über eine Entscheidung, bei der ein Anleger von einer Bank Schadenersatz verlangte und in den ersten beiden Instanzen mit seiner Schadenersatzklage gescheitert war. Anstatt still und heimlich mit den geschädigten Anlegern über Lösungs- und Kompensationsmöglichkeiten zu verhandeln und ernsthaft die Interessen der Kunden zu berücksichtigen hatte das Finanzinstitut es auf die Klagewelle angelegt. Es ging und geht immer noch ein Teufelswerk namens: ?CMS-Spread-Ladder-Swap?.

Worum gehts? Die Betroffenen melden sich bei den Rechtsanwälten und erklären Geschichten wie folgt: "Ich bin in einen Lampenladen gegangen und man hat mir erzählt eine Kerze sei eine optimale Lösung, um eine Wohnung zu beleuchten. So ein Teufelszeug wie eine Glühbirne soll ich nicht nehmen. Jetzt fühle ich mich falsch beraten, weil eine Glühbirne viel besser ist als eine Kerze; modern, schick, stinkt nicht. Weil aber mehr Gewinn gemacht werden kann mit Kerzen, wurden diese natürlich verkauft. Das jetzt verhandelte Produkt ist aber ungefähr so wie Napalm zur Beleuchtung des Hauses. Klebt und brennt selbst dann, wenn man es löschen will. Nach dem Löschen geht es wieder an und brennt und brennt und brennt?"


Es handelt sich um ein Produkt mit einer Zinswette nach verschiedenen Formeln und Variablen, die zum Zeitpunkt der Wette noch nicht feststehen. Zudem ist die Kündbarkeit begrenzt, so dass Verluste sich kumulieren können. Eine explosive Zukunftswette. Vornehmer drückt es allerdings der Bundesgerichtshof auf seiner Internetseite aus, was hier nachzulesen ist.


Rechtlich umstritten ist bisher, ob die Bank haftet zur Zahlung von Schadenersatz. Diskutiert wurden Nichtigkeit der Verträge, mangelnde Transparenz, Täuschung oder fehlerhafte Kapitalanlageberatung und/ oder ?vermittlung. Wie auch immer das höchste deutsche Gericht entscheidet, lamentieren hilft nicht und schon gar kein Argument darf sein: "Es droht eine zweite Finanzkrise, falls das Gericht Schadenersatz zuspricht." Ganz im Gegenteil: Aus Schmerzen kann man nur lernen und besser werden. Die ganzen Klagewellen und das Misstrauen in die Finanzindustrie der letzten Jahre hat sich nicht entwickelt, weil die Kunden plötzlich alle eine Begehrensneurose entwickelt haben. Nein; die Krise ist hausgemacht, weil die Angebote der Banken häufig nur dem Provisionsinteresse der Banken gedient haben.

Dieses strukturelle Versagen muss aufhören, damit die Banken nicht mehr jammern müssen über die frechen Kunden, die sich beschweren und klagen. Warum mussten denn biederen Unternehmen und Kommunen Finanzprodukte diese Finanzprodukte verkauft werden? Es steht zu hoffen, dass das Urteil des Gerichts die Produktgestalter und Verkäufer bei den Banken zur Einsicht bringt nachdem der Gesetzgeber nur zaghafte Versuche macht, den Rechtsbereich weiter zu regulieren. Die Mandanten sind in der Regel sehr realistisch und wollten eine ordentliche Beratung mit einem ordentlichen Produkt; sie beauftragen nur dann einen Rechtsanwalt, wenn es unbedingt sein muss.

Eine Glosse von RA Dr. Thomas Schulte aus Berlin


Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:


 

» LION E-Mobility AG: Verschreckt die Amerika-Wandel ...   23.06.2017

» UDI Immo Sprint Festzins I: Mickrige Zinsen und Ri ...   21.06.2017

» Medius und Opalenburg Immobilienfonds: Unseriöse ...   19.06.2017

» S&K, SAM AG, Opalenburg: Willfährige Figuren als ...   15.06.2017

» Razzia bei PWB Rechtsanwälte Kanzlei im Roten Tur ...   15.06.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen