
30.06.2010
Inflation: Flucht ins Ackerland
Seit zwei Jahren decken sich die Bundesländer verstärkt mit Ackerland ein und wappnen sich damit vor einer möglichen Inflationskrise. Die Länder nutzen dabei ein uraltes Vorkaufsrecht aus und schlagen damit viele Privatinvestoren aus dem Rennen, die vergeblich versuchen, vor Gericht gegen die ihnen vor der Nase weggeschnappten Landkäufe vorzugehen.
Auf diesen neuen Trend der Bundesländer machte jetzt der Vorsitzende des Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG), Dr. Willy Boß, mit Sitz in Berlin aufmerksam. Boß schätzte ein: "Das gesetzliche Vorkaufsrecht wird auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt immer wichtiger."
Boß sieht deutliche Anzeichen für eine "Flucht in die Sachwerte" als Folge der Finanzkrise. Seinen Angaben zufolge haben vor allem die Landgesellschaften in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern das Vorkaufsrecht wieder vermehrt ausgeübt, ferner auch Brandenburg, und zwar die dort als Siedlungsgesellschaft zugelassene Landgesellschaft Sachsen-Anhalt.
Im Jahr 2009 haben die gemeinnützigen Landgesellschaften das Vorkaufsrecht nach dem Reichssiedlungs- und Grundstückverkehrsgesetz in 95 Fällen ausgeübt und dabei insgesamt 688 Hektar erworben. Dies bedeutet eine abermalige deutliche Steigerung gegenüber den vorangegangenen Jahren.
Doppelt so viele Landkäufe wie 2001
Allein in den letzten beiden Jahren wurden somit jeweils rund doppelt so viele Flächen im Rahmen des Vorkaufsrechts erworben wie im Schnitt seit 2001. Geprüft wurde das Vorkaufsrecht 2009 in rund 425 Fällen mit insgesamt etwa 3. 000 Hektar.
Für 2010 rechnen die Landgesellschaften mit einer Fortsetzung des Trends.
... Fortsetzung » lesen.
Auf diesen neuen Trend der Bundesländer machte jetzt der Vorsitzende des Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG), Dr. Willy Boß, mit Sitz in Berlin aufmerksam. Boß schätzte ein: "Das gesetzliche Vorkaufsrecht wird auf dem landwirtschaftlichen Bodenmarkt immer wichtiger."
Boß sieht deutliche Anzeichen für eine "Flucht in die Sachwerte" als Folge der Finanzkrise. Seinen Angaben zufolge haben vor allem die Landgesellschaften in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern das Vorkaufsrecht wieder vermehrt ausgeübt, ferner auch Brandenburg, und zwar die dort als Siedlungsgesellschaft zugelassene Landgesellschaft Sachsen-Anhalt.
Im Jahr 2009 haben die gemeinnützigen Landgesellschaften das Vorkaufsrecht nach dem Reichssiedlungs- und Grundstückverkehrsgesetz in 95 Fällen ausgeübt und dabei insgesamt 688 Hektar erworben. Dies bedeutet eine abermalige deutliche Steigerung gegenüber den vorangegangenen Jahren.
Doppelt so viele Landkäufe wie 2001
Allein in den letzten beiden Jahren wurden somit jeweils rund doppelt so viele Flächen im Rahmen des Vorkaufsrechts erworben wie im Schnitt seit 2001. Geprüft wurde das Vorkaufsrecht 2009 in rund 425 Fällen mit insgesamt etwa 3. 000 Hektar.
Für 2010 rechnen die Landgesellschaften mit einer Fortsetzung des Trends.
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