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01.09.2010
Bauträger Gabau zahlt für falsche Steuerversprechen

Seine vor vielen Jahren verlegten Spann-Bodenbeläge im Berliner Hotel Adlon, im Kölner Hyatt oder im Leipziger Fürstenhof kann der Badener Fußbodenspezialist Peter G. (67) noch heute getrost vorzeigen. Seine sanierten denkmalgeschützten Wohnungen, die er als Bauträger in Leipzig anbot, wurden jedoch für einige Käufer zum finanziellen Grab.

Die versprochenen Steuererstattungen kamen gar nicht, weil die Sanierungsarbeiten schon größtenteils abgeschlossen waren und deshalb vom Finanzamt überhaupt nicht anerkannt wurden oder im Fall von Dachgeschoss-Ausbauten nichts mit Denkmalschutz zu tun hatten.

Die falschen Steuerversprechen habe Peter G. nicht selbst abgegeben, versuchte er Ansprüche von geprellten Anlegern abzuwimmeln. Er habe im Jahre 2004 einen externen Vertrieb mit dem Verkauf seiner Wohnungen in der Ferdinand-Jost-Straße in Leipzig beauftragt.

Dieser Vertrieb war die Treuconcept Financial Consulting GmbH von Klaus-Peter G. und seiner Tochter Denise G. vom Berliner Kurfürstendamm in Charlottenburg. Die am 2. Juli 2003 in Salzkotten in Nordrhein-Westfalen gegründete Wirtschafts- und Unternehmensberatungsgesellschaft, die am 22. August 2007 ihren Sitz nach Berlin verlegte, hätte die falschen Versprechen an die Käufer gegeben. G. warf ins Feld, dass er sich denn auch ein Jahr später, also im Jahre 2005, von dem Lügen-Vertrieb Treuconcept getrennt habe.

Die Landgerichte Heidelberg und Potsdam verurteilten die Gabau

Doch diese Ausrede nutzt dem Bauträger herzlich wenig. Er muss die Sünden seines Ex-Vertriebes ausbaden. Allerdings macht er das nicht freiwillig. Die Anlegerschutz-Kanzlei Resch Rechtsanwälte aus Berlin-Charlottenburg erstritt jetzt für die ersten beiden Käufer der Gabau-Schrottimmobilien, so nennt man Verlust-Konstruktionen, mit denen man nie Gewinn machen kann, in der Leipziger Ferdinand-Jost-Straße empfindliche Urteile gegen die Gabau GmbH & Co. KG aus Leimen.

Zuerst gaben die Richter am Landgericht Heidelberg einem Käufer Recht und verurteilten am 6. August 2010 die Gabau zur Rückabwicklung des Kaufvertrages und zum Schadensersatz. Dann folgten die Richter am Landgericht in Potsdam. Auch sie sahen das Recht beim Käufer und erließen am 17. August 2010 ebenfalls ein Urteil zur Rückabwicklung und Schadensersatz durch den Bauträger.



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