GoMoPa: Prominentes Opfer zahlte 300.000 Euro an falschen Geheimbund
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05.10.2010
Sarah Kern zahlte 300.000 Euro an falschen Geheimbund

Convent Der Geheimbund Illuminati, der die Herrschaft über Menschen durch Aufklärung und sittliche Verbesserung überflüssig machen wollte, wurde in Bayern schon im Jahre 1785 verboten und hat dort seine Aktivitäten eingestellt.

Der nach dem Ersten Kreuzzug (christliche Rückeroberung Jerusalems 1096-1099) gegründete Templerorden existiert noch heute und hat seine Zentrale in München.

Dort residiert die Ordenszentrale zwar im neugotischen Ex-Schloss des Hofgoldschmiedes und Juweliers Karl Winterhalter, aber der äußere Schein von Reichtum trügt: Denn die Mönchritter nennen sich nicht umsonst "Arme Ritterschaft". Die Mitglieder der Bruderschaft erhalten nichts außer Unterhalt und Kleidung. Und sie brechen ihr Brot mit den Ärmsten. Der Orden verteilt jedes Jahr in der bayerischen Landeshautstadt 40.000 Essen an Bedürftige.

Das alles hat die Münchener Stil-Ikone Sarah Kern (42) offensichtlich nicht gewusst. Denn ausgerechnet ihrem Trauzeugen Roman K. (58), der bei der zweiten Vermählung der Modedesignerin mit dem Unternehmer Goran Munizaba (33) am 16. August 2008 in engstem Familienkreis dabei sein durfte, vertraute das Ex-Playboy-Model und die jetzige Modeschöpferin vom Shoppingsender HSE24 für dessen Geheimbund 300.000 Euro an.

Der Trauzeuge versprach Sarah Kern, die sich selbst als "kleine Millionärin" bezeichnet und in ihrer ersten Ehe (1995 bis 1999) mit dem Hemdenkönig Otto Kern (60) verheiratet war, eine wundersame Geldvermehrung. Roman K. sei ein Mitglied der "Illuminati des Templerordens", einer geheimen Bruderschaft in Liechtenstein, behauptete er von sich selbst. Sarah Kern gab später zu ?Ich wusste gar nichts von Illuminaten, musste das Wort erst googeln". Dennoch überwies sie ihm zwei Mal größere Summen Geld - das erste Mal gleich 180.000 Euro auf ein Konto in der Schweiz.

Nicht aus Wohltätigkeit, sondern um schnell noch reicher zu werden. Roman K. versprach, dank einflussreicher Freunde könne er gängige Bankgesetze außer Kraft setzen. Unglaubliche vier bis acht Prozent Gewinn seien täglich möglich. Einmal versprach Roman K. sogar eine Rendite von 1.000 Prozent. Die 300.000 Euro der Kern wollte der Freund innerhalb eines Jahres in 10 Millionen Euro verwandeln.



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