
25.09.2008
Schwarzgeld? Nein, Danke!
New York - Wer sein bereits versteuertes Geld zur Bank bringt, macht oft genug ein säuerliches Gesicht, denn der Staat kassiert einen nicht unerheblichen Teil der erhaltenen spärlichen Zinsen für Quellensteuer, Kapitalertragssteuer oder Erbschaftssteuer ab. Vom hart erarbeiteten Geld bleibt nicht wirklich viel übrig.
Die meisten Anlagemöglichkeiten werfen so gut wie nichts ab. Der Staat sichert sich bei Kapitalerträgen bis zu 50 Prozent. Außerdem muss der Inflationsverlust eingerechnet werden.
In Deutschland ist es als Deutscher kaum möglich, hohe Zinserträge zu erwirtschaften, ohne dass der Fiskus zuschlägt. Wenn ein Bundesbürger mit voller Geldbörse oder auch nur sein Geld die Grenze überquert, ändert sich die Situation schlagartig. In Europa ist die Steuerpflicht an den Wohnsitz gebunden. Sobald das Geld nicht mehr im Land des Wohnsitzes ist, findet der Besitzer Konditionen vor, die einheimischen Geldern nicht eingeräumt werden.
Im Prinzip ist jedes Land mit seinen steuerlichen Vorteilen, aus der Sicht des Auslands, eine Steueroase. Große Unternehmen etwa verteilen deshalb ihre Standorte gekonnt über die Länder der Welt. Sie picken sich den besten Standort für das jeweilige Bedürfnis heraus. Firmen genießen hier tatsächlich einige Vorteile. Die EU unterstützt solche Standortfreiheit sogar ausdrücklich.
Das heißt aber nicht, dass auch Privatpersonen derart umschichten dürfen. Wenn jemand sein Geld ins Ausland bringt, bezichtigt ihn der eigene Staat schnell der Steuerhinterziehung. Praktisch sämtliche Grenzkontrollmaßnahmen werden mit dem Kampf gegen Schwarzgeld und kriminelle Geldwäsche rechtfertigt.
Aus diesem Grunde wird das Bankgeheimnis gelockert oder ganz aufgehoben. Die Folge davon ist, dass immer mehr Geld ins Ausland abwandert. Also verschärft man die staatlichen Kontrollen und Deklarationspflichten und provoziert damit eine Geldfluchtspirale. Denn Diskretion in Geldangelegenheiten ist für den Bürger ein hohes kulturelles Gut.
Für denjenigen Steuerzahler, der größere Summen Bargeld ins Ausland schafft und über den Verbleib des Geldes keine Auskunft zu geben vermag, kann es teuer werden.
... Fortsetzung » lesen.
Die meisten Anlagemöglichkeiten werfen so gut wie nichts ab. Der Staat sichert sich bei Kapitalerträgen bis zu 50 Prozent. Außerdem muss der Inflationsverlust eingerechnet werden.
In Deutschland ist es als Deutscher kaum möglich, hohe Zinserträge zu erwirtschaften, ohne dass der Fiskus zuschlägt. Wenn ein Bundesbürger mit voller Geldbörse oder auch nur sein Geld die Grenze überquert, ändert sich die Situation schlagartig. In Europa ist die Steuerpflicht an den Wohnsitz gebunden. Sobald das Geld nicht mehr im Land des Wohnsitzes ist, findet der Besitzer Konditionen vor, die einheimischen Geldern nicht eingeräumt werden.
Im Prinzip ist jedes Land mit seinen steuerlichen Vorteilen, aus der Sicht des Auslands, eine Steueroase. Große Unternehmen etwa verteilen deshalb ihre Standorte gekonnt über die Länder der Welt. Sie picken sich den besten Standort für das jeweilige Bedürfnis heraus. Firmen genießen hier tatsächlich einige Vorteile. Die EU unterstützt solche Standortfreiheit sogar ausdrücklich.
Das heißt aber nicht, dass auch Privatpersonen derart umschichten dürfen. Wenn jemand sein Geld ins Ausland bringt, bezichtigt ihn der eigene Staat schnell der Steuerhinterziehung. Praktisch sämtliche Grenzkontrollmaßnahmen werden mit dem Kampf gegen Schwarzgeld und kriminelle Geldwäsche rechtfertigt.
Aus diesem Grunde wird das Bankgeheimnis gelockert oder ganz aufgehoben. Die Folge davon ist, dass immer mehr Geld ins Ausland abwandert. Also verschärft man die staatlichen Kontrollen und Deklarationspflichten und provoziert damit eine Geldfluchtspirale. Denn Diskretion in Geldangelegenheiten ist für den Bürger ein hohes kulturelles Gut.
Für denjenigen Steuerzahler, der größere Summen Bargeld ins Ausland schafft und über den Verbleib des Geldes keine Auskunft zu geben vermag, kann es teuer werden.
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