GoMoPa: Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Prinz Max von und zu Liechtenstein
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28. Juni 2017
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03.12.2010
Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Prinz Max von und zu Liechtenstein

Convent Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Prinz Max von und zu Liechtenstein (41, Foto) wegen des Verdachts auf schweren Betrug eingeleitet, wie die Behörde bestätigt.

Ein Hamburger Kunde habe die Liechtensteiner LGT-Bank, deren Chef der Fürstensohn ist, angezeigt, da die Bank von ihm und von anderen Kunden über Jahre hinweg Millionen an Gebühren für geheime Steuerspar-Stiftungen kassiert haben soll, deren Geheimhaltung die Bank gar nicht habe gewährleisten können.

Der Hamburger hatte etliche Summen in eine, wie ihm versichert worden sei, streng geheime Steuerspar-Stiftung eingezahlt. Spätestens, als der LGT-Bank im Jahre 2003 eine CD mit Kundendaten gestohlen worden war und dadurch etliche Fälle von Steuerhinterziehung von deutschen Kunden aufgedeckt wurden, die zum Beispiel auch zur Hausdurchsuchung des früheren Postchefs Klaus Zumwinkel im Jahre 2008 führten, hätte der Bankkunde seiner Meinung nach von der fürstlichen Bank gewarnt werden müssen.

Die LGT-Bank in Vaduz in Liechtenstein © LGT
Die LGT-Bank in Vaduz in Liechtenstein © LGT
Stattdessen habe ihn die LGT-Bank dumm sterben lassen, um weiter an ihm zu verdienen. Anstatt den Kunden über das Risiko einer Entdeckung im Zusammenhang mit dem CD-Diebstahl aufzuklären, habe die Bank jahrelang von ihm zu Unrecht weiter Gebühren für die vermeintlich geheime Steuerspar-Stiftung erhalten.

"Hätte mein Mandant von dem Datendiebstahl erfahren, er hätte die Stiftung sofort aufgelöst", sagte dessen Anwalt der Financial Times Deutschland. Das Schweigen der Bank sei mutmaßlich Kalkül gewesen, um weiterhin Geld von diesem und anderen Kunden zu kassieren.

Welche Konsquenzen die Daten-CD in sich barg, die der Bundesnachrichtendienst einem untreuen Banker abgekauft hatte, zeigt das Beispiel des deutschen Ex-Postchefs. Auch Klaus Zumwinkel hatte darauf vertraut, dass seine "Devotion Family Foundation" vor dem deutschen Fiskus bei der fürstlichen Bank in Liechtenstein sicher sei. Zumwinkel hatte die Steuerspar-Stiftung 1986 mit dem Geld aus dem väterlichen Erbe seiner Familie gegründet. Sein Vater und sein Onkel besaßen eine Kaufhaus- und Lebensmittelkette, die sie 1973 an den Kölner Rewe-Konzern verkauften. Klaus Zumwinkel erbte 1,2 Millionen Euro, auf die er 970.000 Euro Steuern hätte zahlen müssen.

"Ich bin damals so beraten worden, dass man versteuertes Geld nicht noch einmal versteuern sollte", erklärte er bei seinem Prozeß im Januar 2009 in Bochum. Der Vorsitzende Richter Wolfgang Mittrup kommentierte: "Tja, damals war vieles anders." Warum Zumwinkel nicht Amnestieangebote für Steuerflüchtlinge genutzt habe? Zumwinkel: "Ich fürchtete Indiskretionen und ein berufliches Desaster." Zumwinkel wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von rund einer Million Euro verurteilt.

Die Chance, dass der Hamburger Kunde gegen den Liechtensteiner Bankchef und zugleich zweitältesten Sohn des Liechtensteiner Fürsten Hans-Adam II. vor Gericht gewinnen könnte, steht nicht schlecht. Ein Gericht in Liechtenstein hat bereits einem anderen deutschen Kunden wegen der Vorgänge rund um den CD-Diebstahl Recht gegeben und dem Deutschen eine Entschädigung in Höhe von rund 7,3 Millionen Euro zugesprochen. Das Landgericht in Vaduz begründete seine Entscheidung damit, dass das Institut den Bankkunden zu spät über das Datenleck informierte und ihm dadurch die Chance genommen habe, sich selbst bei deutschen Behörden anzuzeigen und ein Verfahren zu vermeiden.

Um wieviel Geld der Hamburger geschädigt wurde und was der Liechtensteiner Prinz mit seiner eigenen geheimen Stiftung gemacht hatte, nachdem die CD gestohlen worden war, lesen Sie im kostenpflichtigen Bereich von GoMoPa.net.



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