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07.12.2010
Bulgarien-EU-Steueroase: Investments - bevor der Euro kommt

Lothar Matthäus © Matthäus
Lothar Matthäus © Matthäus
Ab dem Jahre 2012 wird Bulgarien, das seit 1. Januar 2007 der EU angehört, den Euro einführen, so dass sich bis zum Einpendeln des Währungswechsels besonders günstige Investments ergeben. Lothar Matthäus zum Beispiel investiert in Sonnenenergie.

Der bulgarische Nationaltrainer und deutsche Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus kauft Genussrechte des ersten bulgarischen Solarfonds, meldet das "Das Investment" aus Hamburg. Anbieterin der Beteiligung ist seit 25. Oktober 2010 die Infinite Energy Deutschland, eine Tochter der Infinite Energy Holding AG, aus Düren bei Köln.

Der Fonds (BulgarSol GmbH & Co. KG) finanziert einen bulgarischen Solarpark nahe Varna mit einer Gesamtleistung von 4,8 MWp (4.800 Megawatt Spitzenleistung). Die Mindestbeteiligung liegt bei 25.000 Euro, plus 5 Prozent Agio. Die Genussrechte (ISIN: DE000A0TGNC4/WKN: A0TGNC) werden mit 7 Prozent jährlich verzinst.

?Ich glaube an Bulgarien?, sagt Matthäus. Dieses Land biete ein enormes Entwicklungspotenzial, die Menschen seien motiviert und ausgesprochen leistungsbereit?.

Tjalling Halbertsma, Vorstandsvorsitzender der Infinite Energy Holding AG schätzt ein: ?Bulgarien ist im europäischen Solarmarkt aktuell einer der interessantesten Investitionsstandorte. Die energiepolitischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen sind, anders als beispielsweise in Spanien, eindeutig und langfristig geregelt.?

Devnya-Solarpark erstes Projekt in Bulgarien-Portfolio

Convent Die Infinite Energy Gruppe investiert in Bulgarien in ein Projektportfolio mit einer Gesamtleistung von 19,2 MWp (19.200 Megawatt Spitzenleistung. Das erste Projekt, der Devnya-Solarpark (Foto © Infinite Energy Group), ist bereits in Betrieb genommen. Die Stromabnahmepreise sind in Bulgarien gesetzlich reguliert. Das EU-Land weist eine solide Einspeisevergütung auf. Darüber hinaus besteht eine gesetzliche Abnahmeverpflichtung des erzeugten Stroms durch die regionalen Stromverteiler. Für den Devnya-Solarpark wurden entsprechende Verträge mit der bulgarischen Tochter eines deutschen Energiekonzerns abgeschlossen. Die Stromabnahme ist für mindestens 25 Jahre garantiert. Die voraussichtlichen Gesamterlöse betragen laut Emittent rund 1,95 Millionen Euro pro Jahr.

Hoher Investitionsbedarf

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Bulgariens. Über 5.000 deutsche Firmen sind im Handel mit Bulgarien tätig, davon sind 1.200 vor Ort vertreten. Das Gesamthandelsvolumen 2007 erreichte zirka 35 Milliarden Euro, das Handelsvolumen mit Deutschland zirka 3,7 Milliarden Euro (10,5 Prozent). Die deutschen Exporte nach Bulgarien beliefen sich im im Jahre 2008 nach Angaben des Auwärtigen Amtes auf 2,3 Milliarden Euro, die Importe aus Bulgarien auf 1,4 Milliarden Euro. Über die Hälfte entfiel auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Seit März 2004 besteht in Sofia die Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer (DBIHK), die bereits über 350 Mitglieder zählt.

Die ausländischen Direktinvestitionen erreichten 2007 einen Höchstwert von 5,7 Milliarden Euro und 2008 einen Wert von 5,4 Milliarden Euro. Mit Investitionen in Höhe von 605 Millionen Euro (11,2 Prozent) im Jahr 2008 lag Deutschland an dritter Stelle der ausländischen Investoren hinter Österreich und den Niederlanden.

Der hohe Investitionsbedarf der bulgarischen Wirtschaft, der zusammen mit niedrigen Löhnen und gut ausgebildetem Personal viele Chancen für langfristig orientierte Investoren, insbesondere in lohnintensiven Fertigungsbereichen (Maschinenbau, Nahrungsmittelverarbeitung, Kfz-Teileherstellung, Textilproduktion, Softwareentwicklung) bietet, wird jedoch trotz dieser Entwicklung noch einige Zeit fortbestehen. Gute Aussichten für Investitionen bestehen unter anderem auch weiterhin im Tourismusbereich. Mehr als 580.000 Deutsche besuchten laut Auswärtigem Amt im Jahre 2008 Bulgarien.Ausbaufähig erscheint besonders der Bereich Individualtourismus, insbesondere Öko-, Wander-, und Bädertourismus, aber auch der Wintersportbereich.

Das Investitionsklima für Ausländer ist im Wesentlichen gut, trotz erheblicher Defizite im Justizbereich.

Warum Bulgarien eine echte Steueroase ist, wie hoch die Lohnkosten sind, welche Schnäppchen im Immobilienmarkt möglich sind und vor welchen Gaunereien man sich in Bulgarien in Acht nehmen muss, lesen Sie im » kostenpflichtigen Bereich von GoMoPa.net.



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