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12.01.2011
DIG-Immobilien-Fonds: Planlos ins Ökoabenteuer?

Die Fonds-Anleger der Deutschen Immobilien Gesellschaft (DIG) Premium Select GbR und der DIG Premium Select GbR 2 von Klaus-Peter Wehner vom Schöneberger Ufer 47 aus Berlin Tiergarten (ARGOVENT GESELLSCHAFT FÜR INVESTITIONSENTWICKLUNGEN MBH) durften bislang zu Recht davon ausgehen, dass ihre seit vier Jahren für die Altersvorsorge eingezahlten Gelder in Millionenhöhe wie versprochen auch zum Kauf und zur Verwaltung von attraktiven Wohnimmobilien in Großstädten verwendet wird, obwohl die bislang veröffentlichten Mittelver- wendungsberichte nur wenige konkrete Investitionsbeispiele aufführten.

Immerhin wollte die DIG aus dem 50 Millionen Euro schweren Topf ihres geschlossenen Immobilienfonds "DIG Premium Select GbR2" im Jahre 2008 noch für 3 Millionen Euro Altbauimmobilien in Berlin Kreuzberg und Neukölln kaufen und damit Mieteinnahmen in Höhe von 230.000 Euro erzielen. Über die restlichen 47 Millionen Euro wurde kein genauer Investitionsplan bekannt gegeben.

Stattdessen wurden nun die Anleger der beiden Fonds "DIG Premium Select GbR" und "DIG Premium Select GbR 2" Ende 2010 von einem Rundschreiben überrascht, in dem ihnen beinahe beiläufig mitgeteilt wurde, dass das Geschäftsfeld neben den Immobilien auch auf "erneuerbare Energien" ausgedehnt werden soll. Was als allgemeine Mitteilung in den Anschreiben an die Anleger dargestellt wird, entpuppt sich allerdings als weitereichende Änderung des Gesellschaftsvertrages.

Anleger sollen sich bis 20. Januar 2011 entscheiden

Der Investitionszweck und die angepriesene Sicherheit von Immobilien wird mit dem neuen Investitionsfeld grundlegend geändert. Eine Aufklärung über Risiken erfolgt im Rundschreiben nicht. Dennoch sollen sich die Anleger bis zum 20. Januar 2011 für Investitionen in erneuerbare Energien anstelle von Immobilien entscheiden.

Diese Frist ist aufgrund der vergangenen Feiertage und den fehlenden Informationen nicht nur viel zu kurz bemessen. Die Anleger wissen im Grunde gar nicht, wofür sie sich da tatsächlich entscheiden sollen. Denn die Geschäftsführung lässt die Gesellschafter im Unklaren darüber, in welche Unternehmen auf dem Markt der erneuerbaren Energien künftig investiert werden soll. DIG-Fondsmanager legen den Gesellschaftern (Anlegern) überhaupt kein Investitionskonzept vor.

Es wird durch die Geschäftsführung nicht dargestellt, in welchem Umfang das neue Geschäftsfeld das bisherige ergänzen oder vielleicht sogar verdrängen soll. Führt der nach eigenen Angaben professionelle Immobilienvermittler und -verwalter seine Fonds-Anleger auf ein riskantes Glatteis?

Das dürfte den Interessen der meisten DIG-Anleger widerstreben, war doch gerade der Sicherheitsaspekt entscheidend dafür, dass sie Beteiligungen bei der DIG zeichneten. Etliche Anleger hatten sich wegen der ursprünglich angepriesenen Sicherheit in der Vergangenheit von einigen Strukturvertrieben sogar dazu überreden lassen, ihre Lebensversicherungen zu verkaufen oder aufzukündigen und das Geld bei der DIG als Altersvorsorge anzulegen.

Welcher Gefahr setzt die DIG nun ihren Anlegergeldern aus? Auf dem eher zweifelhaften Markt der "erneuerbaren Energien? konnten sich in den letzten Jahren nur wenig Unternehmen halten, viele gingen in die Pleite. Windparkbesitzer mussten schmerzvoll erfahren, dass die Windräder gar nicht die prognostizierten Mengen Strom lieferten, weil sich die Räder untereinander den Wind "stahlen" und somit behinderten. Rhapsölproduzenten wurden von der Rhapsölsteuer kalt erwischt. Und der Photovoltaikmarkt ist ein riesiges Schlachtfeld mit vielen Firmen-Leichen geworden.

Photovoltaik-Markt schrumpft

Fachleute, wie der SolarWorld-AG-Chef Frank Asbeck aus Bonn, schätzen ein, dass der deutsche Photovoltaik-Markt in diesem Jahr von sieben auf fünf Gigawatt neu installierter Leistung schrumpfen wird. "Das bedeutet Umsatzeinbußen von rund 40 Prozent im größten Markt der Welt", sagte er der boerse.ARD. Während die SolarWorld AG, die letztes Jahr die päpstliche Audienzhalle in Rom mit Solarmodulen eingedeckt hat, zu den Gewinnern gehöre, gäbe es drei Todeskandidaten: die Conergy AG aus Hamburg, Q-Cells SE aus Bitterfeld-Wolfen und Solon SE aus Berlin.

Das geht aus einer Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft hervor. Autor Wolfgang Hummel fand heraus. "Die Gefahr ist groß, dass die drei Unternehmen vom Markt verschwinden." Die deutschen Solarzellen- und Solarmodulhersteller seien nicht wettbewerbsfähig mit den chinesischen Rivalen wie Suntech Power oder Yingli, die 30 bis 40 Prozent billiger produzieren würden. Zudem ließen hohe Schulden und eine geringe Finanzkraft den Unternehmen nur wenig Spielraum für Wachstum und die Expansion im Ausland, meint Hummel.

Bei Solon kritisiert der Wissenschaftler den schwachen Service und die zu teuren Produkte. Conergy leide unter der Abhängigkeit von zu vielen Zell- und Modullieferanten. Außerdem habe Conergy keine klare Marktpositionierung. Und Q-Cells wiederum wirft er vor, sich zu lange auf das margenschwache Geschäft mit Solarzellen konzentriert zu haben. Die Aktien der drei Unternehmen brachen ein. Q-Cells und Conergy gehören zu den schwächsten Werten im TecDax. SolarWorld habe als einziger Deutscher gegen die Chinesen eine Chance, so die wissenschaftliche Studie.

Auf diesem Markt erneuerbarer Energien will nun der darin unerfahrene Immobilienprofi DIG einsteigen. Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net wollte von Geschäftsführer Klaus-Peter Wehner wissen:

1.) Warum soll das Investitionskonzept geändert werden?
2.) Warum sollen hohe Risiken eingegangen werden?
3.) In welche Unternehmen wollen Sie investieren, wie sieht der Investitionsplan aus?
4.) Warum sollen die Anleger Hals über Kopf, ohne Plan, ohne Risikoaufklärung in wenigen Tagen über ein neues Investitionskonzept entscheiden?

GoMoPa.net bekam keine Antwort.

Wie sollten sich DIG-Anleger bei so vielen offenen Fragen verhalten?

Berliner Rechtsanwalt<br /> Manfred Resch<br /> © Resch-Rechtsanwälte
Berliner Rechtsanwalt
Manfred Resch
© Resch-Rechtsanwälte
"Wir können den Anlegern der DIG Premium Select GbR und der DIG Premium Select GbR 2 letztendlich nicht zur Erweiterung des Geschäftsfeldes der DIG auf die erneuerbaren Energien raten", so Rechtsanwalt Manfred Resch von der Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte (24 Anwälte, 60 Mitarbeiter) aus Berlin Charlottenburg. "Die Gefahren eines Totalverlustes erachten wir vor dem Hintergrund eines bisher nicht vorgelegten Investitionskonzepts als erheblich."

Rechtsanwalt Resch weiter: "Aus den hier bekannten Mittelverwendungsnachweisen lässt sich schon nicht entnehmen, wie die Geschäftsführung der DIG das Geld der Anleger bereits bisher in Immobilien investiert hat. Das Zahlenmaterial ist hierzu völlig unergiebig. Die Erweiterung auf ein neues Geschäftsfeld halten wir daher nicht für angebracht, zumal sich daraus auch weitreichende Änderungen des Investitionsplanes der Gesellschaft ergeben. Hierzu macht die DIG aber bisher keine Angaben."

Die beiden DIG-Fonds wurden von der Gesellschaft für Investitionsentwicklungen mbH ArgoVent aus Berlin aufgelegt. Die ArgoVent beschreibt auf ihrer Webseite als ihren Tätigkeitsschwerpunkt die Bildung von Fondsgesellschaften und die Erstellung der Beteiligungskonzepte in einzelne Grundstücksgesellschaften. Der Geschäftsführer ist Klaus-Peter Wehner. Im Rahmen dieser Aufgaben und zur Kapitaleinwerbung werden Fonds gegründet wie die DIG Fonds.

Bereits im Mai 2008 musste die Anlegerschutzkanzlei Resch Anlegern dieser DIG Fonds zur Seite springen. Manfred Resch: "Wir vertreten unter anderen Anleger, die über die Rostocker Firma East Wirtschaftsberatung Ltd., eine Abspaltung der dubiosen Vertriebsorganisation von Christian Heberle, in die Fonds investiert haben. In dem uns bekannten Fall wurden die Anleger überredet, eine bestehende Lebensversicherung aufzukündigen und stattdessen dieses Geld unter anderem in die DIG Premium Select zu investieren. Darüber hinaus sollen Ratenzahlungen eine Altersvorsorge aufbauen. Wir haben erhebliche Zweifel, ob dieses Konzept aufgehen wird. Wir haben deshalb die Beteiligung aus wichtigem Grunde fristlos aufgekündigt."

Die Kanzlei Resch bietet Betroffenen eine kostenlose Ersteinschätzung des Falles an. Die Anleger erfahren, wie die Erfolgsaussichten sind und welche Kosten gegebenenfalls gerichtlich oder außergerichtlich entstehen werden.

Das schlechte Beispiel von Debi Select aus Bayern

Droht den DIG-Anlegern möglicherweise ein ähnliches Schicksal wie den Anlegern in den Debi Select Fonds aus Landshut in Bayern? Der Debi Select Vertrieb hatte im Jahre 2009 von rund 1.000 Anlegern 40 Millionen Euro eingesammelt und dabei mit einem risikoarmen, extra abgesicherten Spezialfactoring geworben. Debi Select wollte am schnellen Kauf und Verkauf von kommunal abgesicherten Kreditforderungen im Zusammenhang mit Ökostrom-Investitionen verdienen und eine jährliche Rendite von 8,25 Prozent erwirtschaften. Das klang gut und sicher.

Doch Ende vorigen Jahres stellte sich heraus, dass Debi-Select-Anlegergelder in Millionenhöhe in Wahrheit in den Billigstromanbieter Teldafax aus Troisdorf bei Köln geflossen sein sollen. Diese Teldafax ist nach Aussagen ihres Ex-Finanzvorstandes seit Oktober 2009 eigentlich pleite. die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt seit Ende letzten Jahres wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung und Beihilfe zum Betrug (AZ: 410 Js 511/10). Bei einer Pleite ist das Geld der Debi Select Anleger, das so sicher angelegt werden sollte, verloren. (GoMoPa berichtete)

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