
16.02.2011
Litigation PR: Einflussnahme auf Richter und Staatsanwälte

Als der Boss des weltgrößten privaten Rohstoffhändlers, der Iraner Vahid Alaghband (58, Foto © ZDF) von der Balli Group Plc aus London, am 23. November 2005 wegen eines Kreditbetruges vor ein deutsches Gericht gestellt wurde, konnte ihm der beste Anwalt nicht mehr helfen.
Denn, egal, wie das Duisburger Landgericht entschieden hätte, allein die Anklage bedeutete für Alaghband und sein Unternehmen das berufliche Todesurteil. "Alle Banken schlossen sofort die Kreditlinie oder verlängerten sie nicht", blickt Alaghband im ZDF-Magazin Frontal 21 auf die schlimme Zeit zurück.
Dass Alaghband nach 11 Monaten Untersuchungshaft in einer Doppelstockzelle der JVA Duisburg schließlich als freier Mann mit einem wiederhergestellten Ruf den Gerichtssaal verlassen durfte, weil die Staatsanwaltschaft den Betrugsvorwurf fallen ließ, hat der Multimillionär einem Mann aus einem Berliner Hinterhof-Büro zu verdanken.

Sein Name ist Uwe Wolff (Foto © ZDF). Und sein Geschäft ist die Litigation PR. Das bedeutet, eine prozessbegleitende Öffentlichkeit herzustellen, die nicht von allein entsteht, sondern, die man gezielt zugunsten des Angeklagten steuern muss. Und diese Öffentlichkeit schließt Staatsanwälte und Richter mit ein.
Sie meinen, das geht nicht? Und ob das geht. Wolff, der inzwischen viele Klienten aus der Wirtschaft hat, beweist es immer wieder.
Im Fall von Alaghband lief die Litigation PR so ab:
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