
22.09.2008
Der Trust des Herrn Rosenberg - Vertrauen schafft man anders
New York - Ein schier unglaubliches Finanzierungsangebot macht die Asset Protection Corporation einem Kunden. Man garantiere eine Finanzierung, wenn folgende Grundbedingungen erfüllt wären: Selbstdarstellung des Kreditnehmers und Absicherungseinzahlung eines Satzes von 0,4% der beantragten Kreditsumme auf ein "Sonderkonto". Der Zinssatz beträgt 3 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 5 oder 10 Jahren mit einer weiteren Option von 5 Jahren. Es gebe keine Besicherung der Objekte und die Auszahlung erfolge über die Schweiz oder Liechtenstein.
In Lugano, der drittgrößte Finanzplatz der Schweiz, trifft man sich in der Hotellobby des Splendide Royale, ein 5-Sterne Hotel in der Riva Caccia. Auftritt Herr Michael Rosenberg, ein Mann in den besten Jahren, angeblich Halter der Asset Protection Trust Corporation mit Sitz in Panama. In seiner Begleitung befindet sich Herr Stefano Peters, der sich als Justiziar vorstellt. Der schlanke und sehr gepflegte Herr outet sich als Liebhaber von Harley Davidson Motorrädern. Eine Leidenschaft, die er sich mit Herrn Rosenberg teile.
Das Vertragswerk wird vorgelegt. Mit seiner Unterschrift erklärt sich der Kreditnehmer bereit, 0,4 Prozent der Kreditsumme auf einem von den Herren Rosenberg und Peters zu bestimmendes Konto zu hinterlegen. Inhaber dieses Kontos ist erneut ein Trust. Der Bürgschaftsbetrag soll dort eingezahlt werden und würde dann befreit, wenn die beantragte Kreditsumme auf einem anderen Konto bereit stünde. Für das letztere werden zwei Unterschriften geleistet, fürs erste Konto nur die Daten zwecks Einzahlung.
Doch dem Kunden kommen Bedenken. Zahlt er gutgläubig auf das zweite Konto ein, verliert er die Kontrolle über das Guthaben. Für das erste Konto, das Krediteingangskonto, gibt es dann zwar zwei Unterschriften vom Geber und vom Nehmer, aber der Kredit käme wie angekündigt 40 Tage nach Leistung der Bürgschaft.
?Und wenn er nicht kommt??, fragt der potentielle Kunde. Dann solle eine Rückzahlung der Bürgschaft erfolgen, so die Antwort der Herren Rosenberg und Peters.
Das Angebot der Herren Rosenberg ist bedenklich, denn eine Vorauszahlung ist weder üblich noch legal. Jede anfallende Bearbeitungsgebühr oder Versicherungsprämie wird vom Darlehensbetrag bei der Auszahlung einbehalten, sofern dies vertraglich vereinbart wurde. Jede andere Vorgangsweise erweckt den Verdacht, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.
So reagierte auch der Kunde. Er unterschrieb den Vertrag nicht und suchte sich einen seriösen Kreditgeber.
... Fortsetzung » lesen.
In Lugano, der drittgrößte Finanzplatz der Schweiz, trifft man sich in der Hotellobby des Splendide Royale, ein 5-Sterne Hotel in der Riva Caccia. Auftritt Herr Michael Rosenberg, ein Mann in den besten Jahren, angeblich Halter der Asset Protection Trust Corporation mit Sitz in Panama. In seiner Begleitung befindet sich Herr Stefano Peters, der sich als Justiziar vorstellt. Der schlanke und sehr gepflegte Herr outet sich als Liebhaber von Harley Davidson Motorrädern. Eine Leidenschaft, die er sich mit Herrn Rosenberg teile.
Das Vertragswerk wird vorgelegt. Mit seiner Unterschrift erklärt sich der Kreditnehmer bereit, 0,4 Prozent der Kreditsumme auf einem von den Herren Rosenberg und Peters zu bestimmendes Konto zu hinterlegen. Inhaber dieses Kontos ist erneut ein Trust. Der Bürgschaftsbetrag soll dort eingezahlt werden und würde dann befreit, wenn die beantragte Kreditsumme auf einem anderen Konto bereit stünde. Für das letztere werden zwei Unterschriften geleistet, fürs erste Konto nur die Daten zwecks Einzahlung.
Doch dem Kunden kommen Bedenken. Zahlt er gutgläubig auf das zweite Konto ein, verliert er die Kontrolle über das Guthaben. Für das erste Konto, das Krediteingangskonto, gibt es dann zwar zwei Unterschriften vom Geber und vom Nehmer, aber der Kredit käme wie angekündigt 40 Tage nach Leistung der Bürgschaft.
?Und wenn er nicht kommt??, fragt der potentielle Kunde. Dann solle eine Rückzahlung der Bürgschaft erfolgen, so die Antwort der Herren Rosenberg und Peters.
Das Angebot der Herren Rosenberg ist bedenklich, denn eine Vorauszahlung ist weder üblich noch legal. Jede anfallende Bearbeitungsgebühr oder Versicherungsprämie wird vom Darlehensbetrag bei der Auszahlung einbehalten, sofern dies vertraglich vereinbart wurde. Jede andere Vorgangsweise erweckt den Verdacht, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.
So reagierte auch der Kunde. Er unterschrieb den Vertrag nicht und suchte sich einen seriösen Kreditgeber.
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