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06.05.2011
Songdo - digitale Freihandelszone in Südkorea

Convent Steuerfreiheit für multinationale Unternehmen, Währungsfreiheit und Arbeitskräfte mit der höchsten Arbeitsstundenzahl der Welt (über 2.300 Stunden im Jahr, 30 Prozent mehr als in den USA) - das bietet die seit 7. August 2009 eröffnete Retortenstadt Songdo, die gerade für 80 Billionen US-Dollar inmitten der Freihandelszone Incheon in Südkorea für 75.000 Einwohner und mit Arbeitsplätzen für 300.000 Pendler ausgebaut wird.

Der Clou daran: Es ist die erste vollkommen digital vernetzte Stadt (ubiquitous city oder auch U-City) und zugleich energienachhaltigste Stadt der Welt, bei der man mit einem intelligenten Energienetz (smart grids) und intelligenten Stromzählern (smart meter) bestimmen kann, ob man Windstrom vom Chinesischen Meer oder Solarenergie eines lokalen Kleinstkraftwerks nutzen möchte. Ganz Südkorea ist im Green-Growth-Fieber. Besonders deutsches Know How ist gefragt.

Am 1. Juli 2011 Freihandelsabkommen mit der EU

Da kommt aktuell diese Nachricht gerade Recht. Am 1. Juli 2011 fällt die letzte Hürde, die deutsche Unternehmer noch davon abgehalten haben könnte, sich in Südkorea niederzulassen oder mit dem asiatischen Tigerstaat Handel zu treiben: Dann tritt endlich das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea in Kraft.

Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e.V. aus Berlin, bewertete das Freihandelsabkommen gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net sehr positiv:

Zitat:


Das Freihandelsabkommen wird für viele deutsche Firmen neue Chancen eröffnen. Der Abbau von rund 99 Prozent aller Zölle und der verbesserte Marktzugang etwa bei öffentlichen Ausschreibungen, Investitionen und Dienstleistungen, bedeuten einen großen Schritt nach vorn für die bilaterale Zusammenarbeit.

Weitere Verbesserungen beim Schutz geistigen Eigentums sowie bei Standards und Zertifizierungen stehen ebenfalls weit oben auf der Wunschliste der deutschen Firmen. Von der Beseitigung tarifärer und nicht-tarifärer Handelshemmnisse wird die deutsche Wirtschaft in besonderem Maße profitieren. Denn Deutschland ist Koreas wichtigster Wirtschaftspartner in Europa - rund 40 Prozent aller EU-Exporte nach Korea stammen aus Deutschland. Auch von Koreas strategischem Kurs zu "Green Growth" erhoffen sich deutsche Firmen neue Geschäftschancen. Bei umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Technologien gehören deutsche Unternehmen zur Weltspitze.

Die deutsche Wirtschaft setzt in Zukunft mehr denn je auf eine enge Partnerschaft mit dem Hightech-Land und G-20-Mitglied Südkorea - der Nummer 3 unserer wichtigsten Handelspartner in Asien, nach China und Japan.


Eine Besonderheit sollte man über den südkoreanischen Markt wissen:

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