GoMoPa: Nycomed (vormals Altana Pharma AG): Milliardenpoker um Sodbrenn- und Raucherlungen-Pillen
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
20. Oktober 2017
888 User online, 50.487 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


13.05.2011
Nycomed (vormals Altana Pharma AG): Milliardenpoker um Sodbrenn- und Raucherlungen-Pillen

Hakan Björklund © Nycomed
Hakan Björklund © Nycomed
Der Schwede Hakan Björklund steht seit 12 Jahren an der Spitze des dänischen Pharmariesen Nycomed mit Operationszentrale in Opfikon in der Schweiz und Standorten in Konstanz, Singen, Barsbüttel und Oranienburg.

Für seinen Konzern mit 12.500 Mitarbeitern, der mehrheitlich Nordic Capital und Credit Suisse gehört, war die Übernahme der Altana Pharma AG im Dezember 2006 für 4,7 Milliarden Euro aus heutiger Sicht ein Schnäppchen. Der in Wesel in NRW ansässige Chemiekonzern Altana AG trennte sich damals von seiner Pharmasparte, weil das Patent für seinen einzigen Verkaufshit Pantoprazol gegen Magengeschwüre und chronisches Sodbrennen im Jahre 2009/2010 auslief und man dann mit Umsatzeinbrüchen rechnen musste.

Der Arzt Björklund wusste, wie er die vermeintlich kranke Altana Pharma AG (vormals Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH) aus Konstanz hochprofitabel halten und damit fein für einen gewinnbringenden Weiterverkauf herzurichten hatte, um der Nycomed Gruppe vielleicht endlich einmal soviel Geld in die Kassen spülen zu können, dass es der Nycomed zu ihrem lang ersehnten Börsengang reichen würde. Rund 10 Milliarden Euro wären eine Hausnummer. Björklund steht gerade davor, sein Ziel zu erreichen, zumindest, was das Geld anbelangt. Ein Milliarden-Verkauf von Nycomed mit einem Riesengewinn für Björklund ist in greifbare Nähe gerückt:

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



Ab sofort können Sie unsere Pressemeldungen auch via Einzelabruf kostenpflichtig erwerben. Holen Sie sich unsere Pressemeldung - Jetzt kaufen!

 

Beiträge zum Thema
» Nycomed-Besitzer Blackstone
» Altana-Aktionäre Klaus Zapf (Umzüge) und Susanne Klatten (BMW-Quandt)

Kategorien zum Thema
» Private Equity
» Urteile & Recht

 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Erich Gropper am 25.01.2012 09:42
19. Januar 2012 | Kommentar zum Fall Nycomed

"Die Verantwortlichen gehören aufgeknüpft"

Konstanz (gro). Die Bilanz ist eindrucksvoll: Rund 2000 Existenzen vernichtet und dabei mindestens 5 Milliarden Euro verdient, und das alles in knapp 6 Jahren. Hakan Björklund, der Chef von Nycomed dürfte zufrieden sein, und wahrscheinlich wird ihm in diesen Tagen ein fürstlicher Bonus überwiesen. Die Stadt Konstanz und ihre Bürger erben dagegen noch ein paar tausend Quadratmeter leer stehende Gewerbeflächen mehr. Der bis vor wenigen Jahren ertragreich wirtschaftende Konstanzer Pharmakonzern Altana Pharma ist endgültig abgewickelt. Mit dem Verkauf der Firma beauftragt war das New Yorker Bankhaus Goldman Sachs. Ein früherer Manager der Bank, der heute in der Schweiz lebt, sagt, anderswo würden die Verantwortlichen eines derart rücksichtlosen Geschäfts im Knast landen, in manchen Ländern für ein solches Verbrechen sogar ?aufgeknüpft?.

Feldfrüchte sind etwas anderes als Männer und Frauen

Die Frage ist: Wer sind die Verantwortlchen ? und was haben sie angerichtet? Dass mit Firmen gehandelt wird, kann man wohl weder den Verkäufern noch den Käufern vorwerfen. Im Grunde handeln sie nicht anders als Marktfrauen und ihre Kundschaft mit Kartoffeln und Radieschen. Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise. Statt Kartoffeln oder Hühnchen werden eben Unternehmen verkauft und gekauft. Doch so einfach ist es nicht. Feldfrüchte sind etwas anderes als Männer und Frauen. Wer mit Unternehmen handelt, handelt immer auch mit Menschen. Und wenn sie überflüssig werden, werden sie beiseite geräumt und möglichst schnell vergessen. Die Gesetze der so genannten freien Marktwirtschaft erlauben das.


Hakan Björklund machte kein Geheimnis aus seiner Absicht

Dass es mit den Beschäftigten der Altana Pharma AG so weit kommen würde, zeichnete sich früh ab. Bis zum Verkauf im Jahre 2007 wartete das Konstanzer Vorzeigeunternehmen alle 12 Monate auf mit der Bekanntgabe steigender Umsätze und stolzer Erträge. Und dann wurde der weltweit agierende Pharmakonzern an eine Firma verhökert, die mit Verlusten aufwartete statt mit eigenem Geld. Nycomed war nichts anderes als eine materielle Hülle. Hinter der glänzenden Aussenhaut wurde bei Nycomed sofort am personellen Abbau der alten Altana Pharma gearbeitet. Die Grundlagenforschung wurde eingestampft, andere Bereiche, die der so genannten Verschlankung im Wege standen, wurden abgestossen oder eingestellt, darunter auch Produktionsstätten, die erst wenige Jahre zuvor neu gebaut worden waren. Hakan Björklund verlegte den Firmensitz an den Flughafen Zürich-Kloten und wollte die nagelneue, noch nicht einmal bezogene Konzernzentrale an der Konstanzer Byk-Guldenstrasse für ein Drittel ihres Herstellungspreises verscherbeln. Der Nycomed-Chef machte jedenfalls nie ein Geheimnis aus seinen Absichten: Das Unternehmen solle restrukturiert und in möglichst wenigen Jahren mit möglichst hohem Gewinn weiterverkauft werden.

Für die Investoren hat sich das Warten gelohnt

Nun hat es mit dem Weiterverkauf fast doppelt so lange gedauert wie beabsichtigt. Doch für die Investmentabteilung der Cr?dit Suisse und für Nordig Capital hat sich das Warten gelohnt. Mit fast 10 Milliarden Euro wurde ein stolzer Preis erzielt, der mindestens 5 Milliarden Überschuss in die Kasse der Investoren spülen dürfte. Auch Takeda dürfte hochzufrieden sein. Mit den zusammengelegten Vertriebsnetzen der Altana Pharma AG und der Nycomed verschaffte sich der grösste japanische Pharmakonzern den lange ersehnten breiten Marktzugang in Osteuropa, auf dem indischen Subkontinent und in China. Angesichts solcher Erfolge dürften die Gewinner dieses Deals die endgültige Vernichtung von insgesamt 2000 guten Arbeitsplätzen alleine in Konstanz als unvermeidlichen Kollateralschaden ohne grössere innere Qualen verkraften.


Ein Satz um Grundgesetz ist zu wenig

Der Fehler einer solchen Unternehmenspolitik liegt In der rein materiellen Ausrichtung. Während jeder Handwerksmeister, der seinen Betrieb verkauft, darauf achtet, dass möglichst alle Mitarbeiter bei einem Eigentümerwechsel ihre Arbeitsplätze behalten können, verschwenden die genannten Investoren und ihre Helfershelfer keinen Gedanken daran, Arbeitsplätze zu erhalten, die Existenz von Familien weiter zu sichern und das Wohl einer Stadt und ihrer Bürger zu berücksichtigen. Dass eine solche Rücksichtslosigkeit möglich ist, liegt auch daran, dass es die Politiker versäumt haben, ein verbindliches Regelwerk aufzubauen, Gesetze zu schaffen, die einen solchen Raubbau wie in Konstanz verhindern. Dass es mit der im Grundgesetz verankerten Maxime, wonach Eigentum auch Verpflichtungen mit sich bringe, nicht getan ist, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben.

Gesetze, die den Raubbau verhindern

Jetzt rufen Politiker dazu auf, sich am kommenden Dienstag, am 24. Januar, an einer Demonstration auf der Konstanzer Marktstätte zu beteiligen, an einer Protestversammlung, die sich gegen die im japanischen Osaka residierende Takeda Ltd. wendet, weil sie in Konstanz 700 Arbeitsplätze streicht. Die Empörung ist ehrenwert, kommt aber zu spät und ist falsch adressiert. Es wäre es sinnvoller, sofort einen überparteilichen Arbeitskreis zu bilden, der sich der Aufgabe widmet, den rücksichtslosen Handel mit Firmen und ihren Beschäftigten durch taugliche Gesetze zu verhindern. Kommen solche Gesetze nicht, wird eines Tages möglicherweise auch hierzulande der eine oder andere aufgeknüpft.

25. Januar 2012 | Takeda (Osaka) weltweit auf Restrakturierungs-Kurs
Falsch adressierte Empörung: Den Reibach machen Banken

Konstanz (gro) So wünscht man sich den Christdemokraten Frank Hämmerle öfter: als wilden Piraten mit Augenklappe und zorniger Kritik an herzlosem Gewinnstreben. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Demonstration gegen den angekündigten, massenhaften Abbau von Arbeitsplätzen am Dienstagnachmittag sogar einen Landesminister (der Finanzen) nach Konstanz brachte. Der Sozialdemokrat Rainer Stickelberger zeigte sich zwar ebenso entsetzt darüber wie der Grüne Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank, dass der japanische Pharmakonzern Takeda derart viele ?hochqualifizierte Mitarbeiter? entlassen und damit den Pharmastandort Konstanz beerdigen wird. Tatsächlich aber sind Empörung und Protest an die falsche Adresse gerichtet. Den spätkapitalistischen Reibach macht nicht Takeda. Den machen die Monsterbankjen Nordic-Capital und Cr?dit Suisse.

Die Stickelbergers sind es, die es so genau nehmen

Christoph Nix, der bei der Kundgebung als einer der Letzten auf der Marktstätte das Wort ergriff, traf noch am besten den Ton der Wirklichkeit: Die Angestellten der von Takeda aufgekauften Firma namens Nycomed, sagte Nix, seien weder "Helden, noch Samurai". Der Theaterintendant machte damit anschaulich, dass man mit Menschen nicht umgehen darf wie mit Kunstfiguren: Menschen sind verletzlich, haben Familie, sind voller Sorgen und Hoffnungen. Und deswegen angewiesen auf Verständnis und Solidarität. Die Frage aber ist geblieben: Wer ist denn so gierig, wer nimmt Geld so wichtig, dass für Menschen nichts mehr übrig blelbt? Tatsächlich können wir das alle wissen, auch Landrat Hämmerle und OB Frank, Nycomed-Betriebsratsvorsitzender Rolf Benz und wahrscheinllch auch Minister Stickelberger: Den Reibach haben Susanne Klatten, die reichste Frau Deutschlands sowie Nordic Capital und der Private-Equity-Fonds der Cr?dit Suisse gemacht.


"Geronnene Arbeit" in Höhe von Millionen

Vor allem "geronnene Arbeit" (Karl Marx) war es, was Susanne Klatten, die Tochter und Erbin des deutschen Grossindustriellen Herbert Quandt 2007 als Altana Pharma AG Konstanz für 4,7 Millarden Euro an die dänische Nycomed verkaufte, und dies . obwohl Altana-Chef Nikolaus Schweikart noch kurz zuvor dem Konstanzer Oberbürgermeister das Gegenteil "in die Hand versprochen" (Horst Frank) hatte. Kurioserweise hielt Schweikart unmittelbar nach dem baldfolgenden Verkauf der Altana Pharma AG an die Nycomed Gmbh an der Frankfurter Uni eine Vorlesungsreihe zum Thema ?Ethik im Unternehmen? zugesprochen. Die wenig ethische Wirklichkeit manifestierte sich umgehend in einem massiven Abbau der Arbeitsplätze in Konstanz.

Deutschlandweit Hunderte von Arbeitsplätzen überflüssig

Von den über 2000 Arbeitsplätzen bei Altana Parma in Konstanz Ende 2007 sind bis heute rund 1100 abgeschafft. Und nun stehen von den 900 verbliebenen Arbeitsplätzen mindestens 700 auf der Kippe. Hinzu kommen rund 400 hoch gefährdete Beschäftigungsverhältnisse von Aussendienstmitarbeitern. Takeda hat bekannt gegeben, dass deutschlandweit 1200 Beschäftigungsverhältnisse überflüssig werden, weil sich die Kompetenzen des alten Firmenkonglomerats und jene des hergebrachten überschneiden würden.


Arbeitsamt fordert zusätzliche Arbeitskräfte

Die Verhandlungspartner haben die Struktur der fraglichen, für die Zusammenführung ausersehenen Unternehmen von Anfang gekannt. Klatten und ihre Beauftragten hatten es in der Hand, den Verkauf an Nycomed an Bedingungen zu verknüpfen Verkäufern der mit Nycomed verschmolzenen Atana AG, die Bedingungen für einen Weiterverkauf, der dann erfolgte, als Nycomed für die vorhandenen Eigentümer und für Takeda über 9 Millioen Euro haben wollten und für die Unternehmen schliesslich über 9 Milliarden kassierten. Takeda dagegen, das weltweit etwa 30.000 Männer und Frauen beschäftigt, steigt rund um den Globus etwa 2800 Arbeitsplätze, ungefähr so viel, wie die Europäische Union (EU) im kleinen Griechenland gestrichen haben will. Mit anderen Worten: Es lebe die Globalisierung!
 


Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:
 

CAPTCHA code


 

» Euro-Traders S.R.L.: Einstiger Autokönig Ricci Sa ...   19.10.2017

» Trauer um GoMoPa-Fachautor Jürgen Roth: Kein Umfa ...   17.10.2017

» Siemens Aktienbetrug? "Die Haupthand" von Solingen ...   16.10.2017

» Schwarze Kassen und Schmiergeld? Airbus-Chef Thoma ...   13.10.2017

» Kfz-Markenwerkstätten: Vom Hersteller zum Schumme ...   12.10.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen