
26.11.2008
Bergbaugigant BHP Billiton lässt Mega-Übernahme von Rio Tinto platzen
Bergbaugigant BHP Billiton lässt Mega-Übernahme von Rio Tinto platzen
Eine der größten Firmenfusionen aller Zeiten ist geplatzt: Der britisch-australische Bergbauriese BHP Billiton wollte seinen Konkurrenten Rio Tinto schlucken - doch nun muss das Unternehmen wegen der Finanzkrise einen Rückzieher machen. Europas Stahlindustrie-Bosse können aufatmen.
Sydney - Die Finanzkrise hat einen der größten Übernahme-Versuche aller Zeiten platzen lassen: Der britisch-australische Bergbauriese BHP Billiton wollte seinen Konkurrenten Rio Tinto feindlich übernehmen. Doch nun lässt BHP Billiton seine Pläne fallen, wie der Konzern heute in Sydney mitteilte. BHP-Chef Marius Kloppers sagte, der tiefe scharfe Fall der Rohstoffpreise habe die "Risiko-Dimensionen" des Projekts geändert.
BHP Billiton begründete den Schritt unter anderem mit Bedenken wegen des weltweiten Konjunkturabschwungs. BHP Billiton wollte Rio Tinto ursprünglich für 150 Milliarden Dollar übernehmen und den Kauf mit eigenen Aktien bezahlen. Nun trifft die Wirtschaftskrise den Bergbaugiganten BHP Billiton hart: Der Konzern muss 450 Millionen US-Dollar abschreiben, außerdem fallen wegen eines Nachfragerückgangs nach Nickel Einmalkosten in Höhe von rund 2,1 Milliarden Dollar vor Steuern an.
Als größte Hürde für den Kauf hatte ohnehin die nötige Zustimmung der EU-Kommission gegolten. Im Blickpunkt stand dabei vor allem der Markt für Eisenerz. Der Konzern hatte Anfang November angekündigt, Bedenken der EU-Wettbewerbshüter ausräumen zu wollen. Die EU-Kommission hatte gefordert, dass sich BHP Billiton bei einer Übernahme von Rio Tinto von einigen Unternehmensteilen trennen müsse.
Die beiden Unternehmen dominieren die Förderung wichtiger Rohstoffe wie Kohle, Uran, Kupfer, Aluminium, Gold und Diamanten. Der anvisierte Zusammenschluss der beiden Konzerne hatte weltweit die Furcht genährt, der neue Riese könne künftig die Preise diktieren. So hätte beispielsweise bei der Eisenerzförderung eine marktbeherrschende Stellung gedroht. Auch die europäische Stahlindustrie wehrte sich heftig gegen die Fusion.
Autor: Rainer Holbe e-mail Web: www.gomopa.net Telefon: +49-30-2123366-0
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Eine der größten Firmenfusionen aller Zeiten ist geplatzt: Der britisch-australische Bergbauriese BHP Billiton wollte seinen Konkurrenten Rio Tinto schlucken - doch nun muss das Unternehmen wegen der Finanzkrise einen Rückzieher machen. Europas Stahlindustrie-Bosse können aufatmen.
Sydney - Die Finanzkrise hat einen der größten Übernahme-Versuche aller Zeiten platzen lassen: Der britisch-australische Bergbauriese BHP Billiton wollte seinen Konkurrenten Rio Tinto feindlich übernehmen. Doch nun lässt BHP Billiton seine Pläne fallen, wie der Konzern heute in Sydney mitteilte. BHP-Chef Marius Kloppers sagte, der tiefe scharfe Fall der Rohstoffpreise habe die "Risiko-Dimensionen" des Projekts geändert.
BHP Billiton begründete den Schritt unter anderem mit Bedenken wegen des weltweiten Konjunkturabschwungs. BHP Billiton wollte Rio Tinto ursprünglich für 150 Milliarden Dollar übernehmen und den Kauf mit eigenen Aktien bezahlen. Nun trifft die Wirtschaftskrise den Bergbaugiganten BHP Billiton hart: Der Konzern muss 450 Millionen US-Dollar abschreiben, außerdem fallen wegen eines Nachfragerückgangs nach Nickel Einmalkosten in Höhe von rund 2,1 Milliarden Dollar vor Steuern an.
Als größte Hürde für den Kauf hatte ohnehin die nötige Zustimmung der EU-Kommission gegolten. Im Blickpunkt stand dabei vor allem der Markt für Eisenerz. Der Konzern hatte Anfang November angekündigt, Bedenken der EU-Wettbewerbshüter ausräumen zu wollen. Die EU-Kommission hatte gefordert, dass sich BHP Billiton bei einer Übernahme von Rio Tinto von einigen Unternehmensteilen trennen müsse.
Die beiden Unternehmen dominieren die Förderung wichtiger Rohstoffe wie Kohle, Uran, Kupfer, Aluminium, Gold und Diamanten. Der anvisierte Zusammenschluss der beiden Konzerne hatte weltweit die Furcht genährt, der neue Riese könne künftig die Preise diktieren. So hätte beispielsweise bei der Eisenerzförderung eine marktbeherrschende Stellung gedroht. Auch die europäische Stahlindustrie wehrte sich heftig gegen die Fusion.
Autor: Rainer Holbe e-mail Web: www.gomopa.net Telefon: +49-30-2123366-0
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