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20.06.2011
KK Royal Nimmersatt Kai-Uwe Klug in U-Haft

Convent Protzmakler Kai-Uwe Klug (Foto © KK Royal Basement GmbH) stolperte eigenartigerweise zunächst nicht über die vielen Käufer seiner so genannten Steuerspar-Wohnungen, an denen er sich mit doppelten Preisen und Finanzierungen ohne Eigenkapital dumm und dusselig verdiente.

Es war die eigene Nimmersattheit, die dafür sorgte, dass der "größte Angeber Berlins" (Spiegel TV) nun am 19. Juni 2011 seinen 30. Geburtstag nicht in seinem Loft im Paul-Lincke-Ufer 8c in Berlin-Kreuzberg, sondern in einer Zelle der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit verbringen durfte und da auch eine Weile bleiben muss.

Kai-Uwe Klug hatte wohl die eigene Firma KK Royal Basement GmbH (später IWC Management GmbH) und deren Tochter Steuerleuchte GmbH in der Brandenburgischen Straße 39 in Berlin-Wilmersdorf als Selbstbedienungsladen betrachtet. Nachdem er aus der Tochterfirma über einen Strohmann einen hohen sechsstelligen Betrag für eigene Zwecke abgezweigt haben soll, bekam der Boss eine Anzeige und musste im Jahre 2009 deshalb das erste Mal für einen Tag in U-Haft. Allerdings ging es da nach seinen eigenen Worten gegenüber Spiegel TV "nur" um Veruntreuung. Doch die schnell wiedergewonnene Freiheit des Maklers, der sich auf rund 100 selbstgedrehten Videos im Internet gern mit Hummer, Lamborghinis oder Bentleys und seiner schlossähnlichen Villa (Foto © KK Royal Basement GmbH) in Wolzig bei Friedersdorf (Dahme-Spreewald) zur Erholung seiner Mitarbeiter zeigte, sollte aber nur von kurzer Dauer sein.

Convent Denn bei der damaligen Razzia in der Firmenzentrale bei der KK Royal Basement GmbH und Steuerleuchte GmbH in Berlin-Wilmersdorf und der Festnahme von Klug durch das Sondereinsatzkommando (SEK) stießen die Ermittler auf Dokumente, die den Boss nicht nur als Einzeltäter belasteten, sondern den Verdacht auf gewerbs- und bandenmäßigen Anlagebetrug begründeten.

Am 16. Juni 2011 schlugen die Fahnder erneut zu:

Letzten Donnerstag, drei Tage vor Klugs Geburtstag, schlugen die Ermittler erneut zu. Diesmal stürmten Polizei und Staatsanwaltschaft zwischen 7 und 8 Uhr 30 Berliner Wohnungen und Geschäftsräume. Die Haftbefehle an Kai-Uwe Klug und drei weiteren Maklern aus seinem Immobilien-Netzwerk, Christos Drame, Hartmut Siebrandt alias Dr. Lindemann und einem gewissen Herrn Hon, wurden vollstreckt. Der vermutete Schaden liegt annähernd im Millionenbereich. Nach Informationen der BILD-Zeitung soll Kai-Uwe Klug zudem engen Kontakt zu Mitgliedern einer kriminellen arabischen Großfamilie haben. Spiegel-TV-Reporter waren denn auch typisch bei Dreharbeiten in Wilmersdorf behindert worden: "Kamera aus oder ich mach Kamera kaputt."

Warum beim mutmaßlichen Anlagebetrüger Klug das SEK aufgeboten wurde, kann sowohl mit der Nähe von Klug zur polizeibekannten Familie zu tun haben. Oder aber auch mit seinen Videos, auf denen er selbst mit einem Gewehr schießt und in die Kamera ruft: "Wir bilden unsere eigenen Kämpfer aus. Wir erobern Berlin. Wir werden euch alle abschlachten." Dazu machte er die typische Handbewegung des Kehledurchschneidens gegen seinen Hals. An der Einfriedung des Firmenpools seiner Villa in Wolzig sorgt ein großes Graffiti für Angst und Schrecken: Ein Pistolenschuss pustet einem Affen das Gehirn aus dem Schädel.

Klug erklärte der Märkischen Allgemeinen Zeitung, die Vorlage für das Graffiti stamme von einem bekannten Aktionskünstler, der auf seine Art gegen Tierversuche eines Kosmetikkonzerns protestiere. "Mir hat es gefallen, ich habs an meine Hauswand malen lassen und mir nichts Böses dabei gedacht", sieht sich Klug in der Rolle des zu unrecht gescholtenen Buhmanns. Vorbehalte gegen sein Tun und ihn führt er auf sein auffälliges Aussehen ? der muskelbepackte, durchtrainierte Körper ist mit Tatoos übersät ? zurück.

Während Klug seine besten Vermittler nach eigenen Worten in der Wolziger Villa mit eingetragener Grundschuld in Höhe von 3 Millionen Euro wie an König Arthurs Tafelrunde speisen lassen wollte und die Fleißigsten mit einer echten Breitling-Armbanduhr belohnte, wissen viele Kunden nicht, ob sie überhaupt noch am Monatsende Geld übrig haben, um die Kredite für die überteuerten Wohnungen bedienen zu können.

So der Schlosser Ingolf Seiffert und seine Frau, die Erzieherin Kerstin Seiffert, aus Blankenburg im Harz, die zusammen ein Monatseinkommen von 2.401 Euro haben. Die Überraschung kam schon einen Monat nach dem Kauf der Leipziger Wohnung in Höhe von 117.000 Euro. Statt 46 Euro, wie die KK Royal und die Steuerleuchte versprochen hatten, betrug die Zuzahlung 360 Euro pro Monat. Für die Unterschrift unter den Kaufvertrag waren die Seifferts extra mit dem Firmen-Bentley (B-KK ...) aus dem Harz abgeholt und zum Berliner Notar gefahren worden. "Nach drei Stunden Überzeugungsarbeit haben wir unterschrieben", erinnert sich der Schlosser Seiffert im Fernsehinterview.

Gewinn werden die Seifferts nie machen. Den haben die royalen Makler in Höhe von geschätzten 30.000 Euro sich gleich beim Kauf als Provision in die Tasche gesteckt. Gutachter Ortwin Kober stellte später eine mangelhafte Sanierung fest, die keinen Kaufpreis von 2.000 Euro pro Quadratmeter rechtfertigen würde. Ein Weiterverkauf sei höchstens zur Hälfte des Preises möglich.

Finanziert wurde von der Online-Bank Deutschte Kreditbank (DKB), der ehemaligen Staatsbank der DDR, aus Berlin. Jürgen Blache von der Schutzgemeinschaft für geschädigte Kapitalanleger (SgK) aus Berlin-Schöneberg bemängelt gegenüber Spiegel TV: "Keiner der Erwerber war persönlich bei der DKB. Alles lief über Vermittler. Oder die Kredite wurden zu Hause von den Kunden unterschrieben. Uns sind 1.000 ähnliche Fälle bekannt."

Die DKB weist die Vorwürfe von sich. Man sei nun einmal eine Online-Bank. Der Kunde sei selbst verantwortlich, welchen Vermittler er sich für das Kreditgeschäft suche. Eine schöne Verklärung der Realität.

Der Schlosser Knut Jarisch und die Technische Zeichnerin Elke Jarisch aus Dresden kauften eine Wohnung von Klug, ohne sie je gesehen oder überhaupt einen Wohnungsschlüssel überreicht bekommen zu haben. Der Mitarbeiter der KK Royal Basement GmbH erzählte am Telefon, er sei vom Wirtschaftsinstitut für Statistik, das es überhaupt nicht gibt. Er sollte nur herausfinden, ob das Monatsnetto über oder unter 2.000 Euro liegt. Da es bei den Jarischs drüber lag, kamen sie für die Steuerleuchte GmbH in Betracht.

Am Ende besaßen die Jarischs für 123.000 Euro eine Drei-Zimmer-Wohnung in der Ludwigstraße 55 in Leipzig, die Klug drei Wochen zuvor für 54.000 Euro ersteigert hatte und die sich hinterher ohne weitere Investitionen als unvermietbar heraussstellte. Die Zuzahlung der Jarischs aus dem Steuersparmodell sollte 150 Euro betragen. In Wirklichkeit zahlen die Jarischs monatlich 750 Euro dazu. Ihr Kredit läuft erst im Jahre 2040 aus.

Elke Jarisch sagte Spiegel TV: "Uns war nicht klar, dass wir eine Wohnung kaufen sollten. Uns wurde gesagt, dass wir nur zwei Jahre lang eine Wohnung finanzieren müssten, dann könnten wir austreten und hätten 2.000 Euro Gewinn durch Steuernsparen gemacht." Eine unverschämte Lüge, wie die Jarischs heute wissen.

Das Landgericht Berlin hat die Steuerleuchte GmbH inzwischen zur Zahlung von 91.000 Euro an geprellte Kunden verurteilt. Aber durch einen geschickten Schachzug von Klug bekommen die Opfer dennoch kein Geld. Klug hatte als faktischer Geschäftsführer der Steuerleuchte GmbH vier im Firmenbestand befindliche Wohnungen in Leipzig an eine Firma namens IWC Management GmbH verkauft, deren Geschäftsführer er ebenfalls ist und die nach Informationen von Spiegel TV seiner Freundin gehören soll. Anschließend meldete er die Steuerleuchte GmbH insolvent. Die geprellten Kunden gehen nun leer aus.

Der Berliner Rechtsanwalt Jochen Resch, kommentiert die Verhaftung von Klug gegenüber GoMoPa.net so:

Anwalt und Vereinschef<br />
Jochen Resch<br />
© Kanzlei Resch Berlin<br />
Anwalt und Vereinschef
Jochen Resch
© Kanzlei Resch Berlin

Zitat:


Er war die schrillste Gestalt auf dem Berliner Immobilienvertriebsmarkt. Kai Klug und eine Reihe seiner Männer, unter anderen Hartmut Siebrandt, alias Dr. Siebrandt, Dr. Lindemann oder Dr. Siebert, sind am Mittwoch in Berlin verhaftet worden. Ihnen wird bandenmäßiger Betrug vorgeworfen.

Kai Klug gründete eine Vielzahl von Unternehmungen. Seine Vertriebsorganisationen hatten so klangvolle Namen wie KK Royal Basement oder Steuerfüchse, Steueradler. Letzter Aufguss war die WFV (Wirtschaftsberatung für Verbraucher), mit der Christos Drame versuchte, überteuerte Wohnungen in der Ludwigstraße in Leipzig zu verkaufen. Uns war die Truppe durch rüde Verkaufsmethoden aufgefallen. Insbesondere Hartmut Siebrandt schaffte es unzählige Male, oft als Bundessteuerberater, den ahnungslosen Opfern weis zu machen, sie seien im Rahmen eines Steuersparprogramms ausgewählt, zehn Jahre eine steuerlich geförderte Wohnung zu erhalten. Diese werde dann anschließend mit Gewinn wieder weiterverkauft.

Dabei handelt es sich regelmäßig um weit überteuerte Wohnungen. Tatsächlich ist der Erwerb mit einer hohen monatlichen Zuzahlung verbunden und der Verkauf nach 10 Jahren ist wegen des überhöhten Kaufpreises illusorisch. Faktisch sind die Erwerber über 30 Jahre an den Kredit gebunden und werden weit mehr als das Doppelte der Kreditsumme an Zins und Tilgung zurückzahlen.


Sollte Klug nun wegen gewerbs- und bandenmäßigen Anlagebetruges verurteilt werden, müsste er seine Opfer entschädigen, falls noch Geld da ist.

Links zum Thema
» Resch Rechtsanwälte zu Kai Klug
» Spiegel TV filmte die Verhaftung am 16. Juni 2011
» El Presidente Mahmoud Al-Z. - der Pate von Berlin

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Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Brümer Andteas am 16.10.2012 21:26
Ja, ja! Jedem das was er verdient!


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