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22.06.2011
Die zwei Arbeitswelten des AWD

Convent Beim Allgemeinen Wirtschaftsdienst AWD GmbH gibt es zwei grundverschiedene Arten von Jobs. Zum einen festangestellte IT-Projektleiter, Bank- und Versicherungskaufleute als Call Center Agenten oder Volljuristen im Handelsrecht - alle in der Servicezentrale in Hannover mit Festgehalt.

Und Freie Handelsvertreter, die sich jeden Cent durch Verkauf von Fonds, Versicherungen oder Immobilien selbst verdienen müssen. Die AWD-Arbeitswelt kann gegensätzlicher kaum sein.


Für die 500 festangestellten Mitarbeiter, davon 30 Neueinstellungen in diesem Jahr, in der Service-Zentrale des Allgemeinen Wirtschaftsdienstes AWD in Hannover sollen goldene arbeitnehmerfreundliche Zeiten herrschen. Das Institut CRF Deutschland aus Düsseldorf jedenfalls kürte den AWD in diesem Jahr für übertroffene Standards bei Vergütungen & Sozialleistungen, Karrierechancen sowie Aus- und Weiterbildungschancen zu einem der 101 "Top Arbeitgeber Deutschlands" (Ausriss der CRF-Seite).

Sozial steht der AWD mit dieser Auszeichnung in einer Reihe mit der Deutschen Bank, Coca Cola, Kaufland oder der WestLB, die den Titel ebenfalls bekamen. Den festangestellten AWD-Mitarbeitern winken ein Einstiegsgehalt von 40.000 Euro, Gleitzeit, Betriebskindergarten, Mitarbeiterrestaurant mit internationaler Küche und Fitnessraum.

"Das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter liegt uns am Herzen", heißt es auf der Homepage von Deutschlands zweitgrößtem Strukturvertrieb für Finanzprodukte, der sich selbst "Ihr persönlicher Finanzoptimierer" nennt und krisensichere Jobs verspricht. Schließlich habe der Bürger so die Argumentation, in guten Zeit Geld zum Investieren. Und in schlechten Zeiten müssten die Kunden ihre Finanzen optimieren. So gesehen, haben Finanzberater immer was zu tun.

Der AWD beschäftigt nach eigenen Angaben gleich 5.500 lizenzierte Finanzberater in 500 Repräsentanzen. Alle auf selbständiger Basis. Verdient wird nach Leistung, sprich nach Umsatz. Es sind allesamt freie Handelsvertreter. 226 von ihnen haben das Unternehmen seit 2009 wieder verlassen. Denn freier Finanzberater eines Strukturvertriebes ist ein Beruf ohne Gehalt, ohne Sozialabsicherung, ohne geregelte Arbeitszeit, ohne Urlaubsgeld, ohne Mutterschaftsanspruch, ohne Tarife und ohne Streikmöglichkeit. Aber dafür stehen die Finanzberater in sektenähnlicher Abhängigkeit von Provisionen für Versicherungen und Geldanlagen.

Denn am Anfang gewährt der AWD neuen freien Finanzberatern Vorschüsse auf künftig zu verdienende Provisionen. Werden dann zu wenig Verträge vermittelt oder bereits abgeschlossene wieder gekündigt, kommt man aus dem Minus nur schwer wieder heraus. Ein AWD-Mann aus der Führungsebene, der inzwischen zur Konkurrenz gewechselt ist, verriet dem WDR: "Nur drei bis vier Prozent geht es finanziell sehr gut. Zehn bis fünfzehn Prozent können davon leben. 75 bis 80 Prozent haben das Niveau eines Hartz-IV-Empfängers."

Auf der anderen Seite wird einem suggeriert, fahre gefälligst das oder das Auto, wie sieht das sonst aus? Weiter geht es über Bürokostenbeteiligungen, die enorm hoch sind. Viele übernehmen sich damit. Aber der Zulauf ist dennoch ungebrochen. Es ist die Verheißung des schnellen Geldes. Der einstige Verkäufer Carsten Maschmeyer, der den AWD 1988 gründete, ist heute Multimillionär - und die Ausnahme.

Der ehemalige AWD-Finanzberater Christian Harms aus Hamburg stieg nach drei Jahren im Jahre 2005 mit einem persönlichen Schuldensaldo von 16.000 Euro aus. Er weiß von Kollegen, "dass die locker 30.000 oder 50.000 Euro auf der Uhr stehen haben", wie man so in Fachkreisen sagt. "Und das kriegen die nicht so schnell wieder abgearbeitet", verriet Harms in einem Fernsehinterview.

Ein Vorteil beim AWD besteht in der Möglichkeit, beim IHK in drei Jahren nebenher seinen Abschluss als Versicherungskaufmann zu bekommen. Als entscheidenden Nachteil empfanden viele selbständige AWD-Berater, dass sie in der Vergangenheit jeden Monat 80 Euro an den AWD für eine Beratungssoftware zahlen mussten, ohne die sie ihren Job gar nicht hätten erledigen können.

Zwei Finanzberater, die inzwischen gekündigt haben, empfanden das als so ungerecht, dass sie gegen dieses Abkassieren des AWDs bei seinen Mitarbeitern bis vor den Bundesgerichtshof zogen und dort einen bedeutungsvollen Sieg für alle freien Handelsvertreter errangen:

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