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30.08.2011
Jagdfelds Fundus: Objekte top - Rendite flop

Fundus-Chef Anno August<br /> Jagdfeld (64) vor seinem<br /> Hotel Adlon in Berlin Mitte<br /> © Fundus
Fundus-Chef Anno August
Jagdfeld (64) vor seinem
Hotel Adlon in Berlin Mitte
© Fundus
Seit Herbst 2008 bekommen die 4.400 Anleger des Jagdfeld Hotel Adlon Fundus Fonds 31 keinen Cent Rendite aus dem 223 Millionen Euro schweren Fonds, mit dem 1994 das legendäre Berliner Hotel Adlon am Brandenburger Tor wiedererrichtet wurde.

Der Fonds bekommt auch nur von einem Pächter pünktlich die Pacht. Das ist die Kempinski Gruppe. Der zweite Pächter, die Adlon Holding, die der Familie Jagdfeld gehört, braucht schon seit zwei Jahren bis zum Ende 2011 keine Pacht zu bezahlen. Derjenige, der die Pacht einfordern könnte, ist der Fondsinitiator, persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer Anno August Jagdfeld (64). Doch er ist zugleich Oberhaupt der Familie Adlon, die im Hotel Restaurants, Bars, eine Weinhandlung und ein Luxusbad betreibt.

Über diesen Interessenkonflikt soll nun am 27. September 2011 das Landgericht Aachen verhandeln, was von unzufriedenen Anlegern angeschoben wurde. Die rund 220 Fondsrebellen, die sich zu einer Schutzgemeinschaft zusammengeschlossen hatten und Hilfe beim Berliner Anlegerschutzanwalt Thomas Fritsch (56) aus Grunewald holten, mussten aber letztes Wochenende eine schwere Schlappe einstecken.

Eigentlich wollten sie den Fonds-Chef stürzen und beriefen am 26. August 2011 im Hotel Adlon eine außerordentliche Gesellschafterversammlung ein. Fritsch hatte zuvor alle Anleger angeschrieben und um ein Mandat ersucht. 2.000 Anleger hatten ihm dieses im Vorfeld erteilt. Aber 856 Anleger schwenkten während der nächtlichen Versammlung dann doch wieder um. Am Ende stimmte die große Mehrheit von 3.256 Anlegern (74 Prozent) gegen den Abwahlantrag der eigens gegründeten "Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger", der auch Großinvestor Signal Iduna angehörte, und bestätigte damit Jagdfeld weiterhin als Fondsgeschäftsführer.

Sieg mit der Steuerdrohung

Fritsch, der auf der Versammlung sprach, erschien vielen der zumeist älteren Geldgeber etwas zu forsch. Der staatsmännisch wirkende Fondsmogul dagegen riss die Anleger spielend auf seine Seite. Und das nicht nur wegen seines Charismas. Jagdfeld packte die Anleger bei der tief verwurzelten Angst vor Steuern. Ein Auswechseln des Kommanditisten führe zu einer höheren Steuerbelastung für den Fonds, malte Jagdfeld den 800 persönlich Anwesenden aus. Die Schutzgemeinschaft wollte für Jagdfeld eine extra dafür gegründete Hotel Lorenz A. Verwaltungs GmbH als neuen Komplementär installieren. Rebellen-Anwalt Fritsch war auf diesen Steuer-Angriff nur ungenügend vorbereitet. Die Stimmung kippte zugunsten von Jagdfeld.

Das Hotel Adlon sei im Übrigen nach wie vor das profitabelste Luxushotel in Berlin, verkündete Jagdfelds Sprecher Christian Plöger. Im Topf des Fonds sind zur Zeit 14 Millionen Euro Gewinnrücklagen. Doch es drücken auch Schulden. Im Jahre 2016 müssen auf einen Schlag 160 Millionen Euro Kredit an die Credit Suisse zurückgezahlt werden. Der Kreditvertrag stellt auch harte Bedingungen. Fallen die liquiden Mittel des Fonds unter 150 Prozent der Zinsverpflichtungen, darf der Fonds nicht mehr selbst entscheiden und benötigt die Zustimmung des Kreditgebers.

Zur Nichtzahlung einer Pacht der Adlon Holding an den Fonds bis Ende 2011 gebe es aus Sicht von Anno August Jagdfeld wegen der Wirtschaftskrise und einiger Sonderfaktoren keine Alternative, egal, ob das Aachener Landesgericht in knapp einem Monat die diesbezüglichen Gesellschafterbeschlüsse 2009 und 2010 für nichtig erklärt.

Die Anleger sollen deshalb auf der außerordentlichen Versammlung in der Nacht zu Samstag auch gleich mitbeschlossen haben, dass die erwirtschafteten Überschüsse einbehalten werden, um die Kredite des Fonds umzuschulden, wie Hotelreservierung.de vermeldet. Vielen Anlegern wurde erst jetzt klar, dass die von Banken und Finanzvertrieben verkauften Anteile sie bei dem geschlossenen Fonds zu Mitunternehmern machten - mit allen Risiken des Hotelgeschäfts. Sie können ihre Anteile meistens nur unter dem ursprünglichen Preis über die Börse abgeben. Die Anteile des Berliner Hotels Adlon werden dort nur noch zu 20 Prozent des Nominalwerts gehandelt.

Anleger in Heiligendamm verzichteten auf 90 Prozent

Die meisten Anleger entschieden sich, dem Altmeister Jagdfeld weiter zu vertrauen. Im Fall des Grandhotels Heiligendamm an der Ostsee (Fundus Fonds 34) schaffte Jagdfeld sogar das Kunststück, dass die Anleger ebenfalls mit 74 Prozent einem Kapitalschnitt zustimmten und damit auf 90 Prozent ihrer Einlage verzichten. Dennoch sind die Anleger mit Geldnachschüssen einverstanden. Betroffen sind 1.900 Anleger, die bereits 130 Millionen Euro eingezahlt hatten. Das Nobelhotel liegt wohl zu abgelegen, wurde zu wenig gebucht und erlitt Verluste. Ein Vertrag mit Kempinski wurde gekündigt, Jagdfeld übernahm selbst das Management und baut den Komplex weiter aus und lässt Strandvillen restaurieren.

Nach Informationen der Welt am Sonntag werden für den Ausbau von Heiligendamm noch 41 Millionen Euro benötigt, bislang seien aber erst acht Millionen Euro gezeichnet. Gelinge dies nicht, drohe die Insolvenz. Jagdfeld könne die Kritik verstehen: "Ich hätte viel lieber zufriedene Anleger". Nach bislang 800 verwirklichten Projekten wollte er mit dem Adlon und dem Ostseebad sein Lebenswerk krönen.

Doch, dass seine Prachtbauten in Schieflagen geraten, scheint nicht an ihm selbst zu liegen. Auch andere Projektentwickler haben sich offenbar verrechnet. Und sogar schlechter als er, zwei sitzen sogar hinter Gittern:

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