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16.09.2011
prime select AG: Seit fünf Monaten keine Ausschüttung

Florian Gleich © GSM
Florian Gleich © GSM
Florian Gleich, Chef des Policenaufkäufers prime select AG und der Immobilienbeteiligungsgesellchaft GSM GmbH aus der Leonrodstraße 68 in München, ist ein Vorstand und Geschäftsführer, den die Kunden beinahe jederzeit und sogar auf seinem Handy erreichen konnten.

Seit einigen Wochen herrscht jedoch Funkstille. Auch die Telefonzentrale könne nicht zum Vorstand durchstellen, heißt es aus Vermittlerkreisen. Die Vermittler wissen langsam nicht mehr, was sie den Kunden noch sagen sollen, die ihre Lebensversicherungen gekündigt hatten und den Rückkaufswert komplett als Darlehen an die prime select AG oder an die Vorgängergesellschaft GSM AG aus Greiz abtraten.

Die Prime Select und GSM (Gesellschaft für professionelles Sachwert Management) wollten die Kundengelder verwenden, um Wohnungen oder ganze Wohnanlagen aus Insolvenzverwertungen zu 40 Prozent ihres Wertes zu kaufen, zu sanieren und danach mit großem Gewinn wieder zu verkaufen. Die Kunden werden dafür monatlich mit hohen Ausschüttungen von 8 bis 18 Prozent jährlicher Rendite belohnt.

Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair<br /> © Kanzlei Lachmair & Kollegen
Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair
© Kanzlei Lachmair & Kollegen
"Doch seit März mit Ausnahme des April haben die Kunden keine Auszahlung mehr erhalten", berichtet ein Vermittler dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net. Seine Kollegen hätten ihm das auch für deren Kunden bestätigt. Die ersten Anleger haben sich bereits einen Anwalt genommen. Der Münchener Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair reichte erste zivilrechtliche Entschädigungsklagen ein.

Staatsanwaltschaft und Kripo München ermitteln wegen verbotswidriger Bankgeschäfte

Und auch die Staatsanwaltschaft und Kripo München hätten Florian Gleich und sein Team ins Visier genommen.

Rechtsanwalt Lachmair fand heraus:

Zitat:


Dort wird unter dem Aktenzeichen 311 Js 45296/09 gegen Florian Gleich und diverse seiner Firmen ermittelt. Wie es heißt, geht es dabei nicht nur um verbotswidrige Bankgeschäfte, die jedenfalls die Gleich-Gesellschaft GSM AG ganz offensichtlich betrieben hat. Die hat im übrigen schon 2009 einen Verlust in Höhe von knapp 500.000 Euro ausgewiesen. Es stellt sich schon die Frage, ob die Gesellschaft vor diesem Hintergrund überhaupt zur Rückzahlung der Darlehen in der Lage ist, die ihr seitens prime select ausweislich des "Beteiligungsexposes" gewährt worden sind.

Wie begründet das Ganze ist, zeigt schon der Umstand, dass auch die prime select AG in 2009 einen Verlust von zirka 4,1 Millionen Euro verbuchen musste. Erfolgreiche Geschäfte sehen anders aus, auch der Tenor der bisherigen Informationen zum Beispiel auf der Homepage des Unternehmens lässt eigentlich andere Schlüsse zu. Dass das Ganze sehr nach einem Schneeballsystem aussieht, bei dem die letzten bekanntlich die Hunde beißen, liegt auf der Hand.

Wir haben schon seit längerem Zweifel an dem Geschäftsmodell der prime select. Die angeblich betriebenen Immobiliengeschäfte klingen zu schön, um wahr zu sein. Dass wir da nicht ganz falsch liegen, zeigt die aktuelle Entwicklung.


Seit fast drei Jahren lautet der Verkaufsspruch von Florian Gleich und seinen Mannen: "Tauschen Sie ihre wertlose Geldanlage in eine wertstabile - und verdoppeln Sie dabei Ihr Vermögen."

Convent Konkret sah das Angebot so aus (Grafik © prime select AG): Man gibt zum Beispiel 50.000 Euro Kapital als Darlehen und konnte sich dann aussuchen, ob man 9 Jahre lang monatlich 800 Euro und zum Schluss im zehnten Jahr monatlich 1.150 Euro erhalten möchte oder ob sich die monatliche Auszahlung langsam von 250 Euro auf 3.000 Euro innerhalb von zehn Jahren steigern soll. Im ersten Fall würden 100.200 Euro ausgezahlt, im zweiten Fall sogar 126.000 Euro.

Gibt es schon einen Kunden, der sein Kapital verdoppelt hat?

Ein Vermittler zu GoMoPa.net: "Geht ja nicht, das Angebot gibt es ja erst seit 2008."

Warum haben dann die Makler das Angebot vermittelt?

Die 17 Makler und Vermittler der prime select AG wurden in der firmeneigenen Akademie geschult. Die Argumente klangen überzeugend. "Für die Lebensversicherung bekommt doch der Kunde nur noch magere 2,5 Prozent", rechtfertigt ein Vermittler seine Empfehlung zur Policenabtretung an die prime select AG.

Und was ist mit dem Todesfallschutz, den man mit der Policenabtretung verliert?

"Das kann man auf Wunsch anders und günstiger absichern. Die Familien der Kunden bekommen bei einer Kapitallebensversicherung im Todesfall nur die garantierte Versicherungssumme von vielleicht 30.000 Euro. Für monatlich 10 Euro kann man mit einer Risikolebensversicherung sogar 150.000 Euro bei Tod versichern."

Doch das Entscheidende sei aber gewesen, dass die prime select AG das Geld der Kunden in Häuser anzulegen versprach. Im Falle einer Insolvenz seien die Häuser schließlich noch da.

Aber genau diese Häuser erweisen sich nun angeblich als Problem, weil sie niemand kaufen könne. Das sei der Grund, warum die prime select AG ihre Zahlungsverpflichtungen fünf Monate lang bis heute nicht erfüllen konnte.

Wohnungskäufer bekämen keine Kredite

Convent Der telefonisch kaum noch erreichbare Vorstand der prime select AG (er lässt das von der Telefonzentrale mit Bankwechsel, Umzug und Aufspielen neuer Bankensoftware erklären ) schickte am 17. Juni 2011 endlich an alle Anleger einen Brief. Darin erklärte Florian Gleich, dass die Geschäftsleitung beschlossen habe, die Zahlung für drei Monate auszusetzen. Die Zahlungen würden aber nachgeholt und mit 6,62 Prozent verzinst.

Gleich verwies in dem Brief darauf, dass seit Aufnahme der Geschäftstätigkeit im Oktober 2008 ein ansehnlicher Immobilienbestand aufgebaut worden sei und es im Jahre 2010 auch die ersten Verkäufe gegeben habe. Aber im Augenblick würden die Verkäufe wegen der Finanzkrise daran scheitern, dass die potentiellen Käufer der Immobilien von ihren Banken keine Darlehen bekämen. Man versuche nun, den Käufern zu helfen, indem man selbst Kontakte zu möglichen Kreditgebern aufbaue. Wegen der fehlenden Verkaufserlöse könne man vorübergehend die Ausschüttungen nicht zahlen.

Kreditbearbeiter seien zu lahm

Convent Es herrschte danach weiter Funkstille und Ratlosigkeit. Am 9. September 2011 meldete sich der prime select-Boss noch einmal zu Wort, diesmal per E-Mail.

Die Begründung diesmal: Jetzt fehle es nicht mehr an Kreditgebern. Jetzt läge es an der "teilweise verzögerten Bearbeitung der abwickelnden Stellen, vor allem seitens der Behörden, der Banken und der Bausparkassen."

Aber im Laufe dieses Septembers werde zumindest das Augustgeld an die Anleger ausgezahlt, versprach Gleich. Und schränkte aber sofort ein, dass das Geld "im Falle des Eintretens weiterer für uns nicht vorhersehbarer Verzögerungen möglicherweise nur als Teilbetrag" ausbezahlt werde.

"Was sollen wir nur tun?", kommentiert ein Vermittler die E-Mail von Gleich gegenüber GoMoPa.net.

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