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29.09.2011
DSK-Leasing: Vom Kommanditisten zum Aktionär der AutoBank AG?

Fondsgesellschafter und Bankbesitzer in einem:<br /> Gerhard Fischer (links) und Eduard Unzeitig<br /> © DSK Leasing
Fondsgesellschafter und Bankbesitzer in einem:
Gerhard Fischer (links) und Eduard Unzeitig
© DSK Leasing
In zwei schriftlichen Abstimmungen hätten angeblich mehr als 80 Prozent aller Anleger der Auflösung der Fondsgesellschaft DSK-Leasing GmbH & Co. KG aus Oberhaching bei München zugestimmt und sollen ihre Kommanditbeteiligungen in Vorzugsaktien der AutoBank AG aus Wien umtauschen.

Die Abstimmung ist kaum überprüfbar und löst bei einigen Anlegern, die sich von der Berliner Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte vertreten lassen, Verwunderung aus.

Denn trotz guter Geschäftsentwicklung im letzten Jahr mit 28,5 Millionen Euro Neugeschäft gegenüber 2009 mit nur 14,2 Millionen Euro Neugeschäft soll die Kommanditgesellschaft zum Jahresende liquidiert werden.

Begründet werde das damit, dass die Kommanditgesellschaft nur Kosten verursachen würde und die für 2012 prognostizierte Gewinnzone wohl nicht zu stemmen sei. Die weit über 1.000 laufenden Leasing-Verträge (der Renner der DSK sind die "jungen Gebrauchten" ohne monatliche Service-Pauschale, aber mit Mobilitätsgarantie) sollen an die Wiener AutoBank AG übergeben werden, an der die DSK-Leasing 50 Prozent minus eine Aktie besitzt.

Auflösung der Gesellschaft manifestiere einen Verlust von 75 Prozent, und die DSK ist ihre Auszahlungsverpflichtungen los

Der Nachteil bei der unplanmäßigen Liquidierung bestehe für die Anleger nach Auskunft der Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte darin, dass die Anleger anschließend weder weitere Ausschüttungen noch ihre bislang eingezahlten 60 Millionen Euro Einlagen zurückbekommen. Das gehe auch gar nicht, weil nur noch 15 Millionen Euro an Einlagen vorhanden seien.

Aber nicht einmal diese 15 Millionen Euro an Einlagen sei die Gesellschaft gewillt auszuzahlen. Die Anleger sollen ihre Kapitalkonten in Vorzugsaktien der AutoBank umtauschen. Die Fonds-Gesellschaft besitzt 4,5 Millionen Aktien von insgesamt 9.143.152 Stückaktien. Hiervon sind 3 Millionen Aktien so genannte Vorzugsaktien. Diese sollen, wenn die Liquidation Erfolg hat, den Anlegern direkt übertragen werden.

Warum ist der geplante Wandel vom Fonds-Kommanditisten zum Aktionär der AutoBank AG ein schlechtes Geschäft?

Aus zwei Gründen: Vorzugsaktien sind kaum zu Geld zu machen. Und Dividenden gibt es bei der AutoBank AG vorerst auch nicht.

Die Vorzugsaktien werden nämlich gar nicht an der Börse gehandelt. Will man sie an die Frau oder den Mann bringen, wird man sie schwer oder gar nicht los. Dividenden auf Aktien will der Bankvorstand Gerhard Fischer nach eigenen Worten erstmals im Jahre 2012 vorschlagen. Die AutoBank ist im November 2010 an die Börse gegangen und hat dort 1,9 Millionen Aktien zum Festpreis von 2,50 Euro verkauft, weil sie die dadurch eingespielten 4,7 Millionen Euro zur Erhöhung des Eigenkapitals brauchte.

Die Bank befindet sich in einem Teufelskreis. Je mehr Verträge sie finanziert, desto mehr Eigenkapital muss sie zurückstellen. Als Bank untersteht sie anders als die DSK Leasing GmbH & Co. KG, die nur Leasingverträge finanziert und keine Kredite ausreicht, der Solvabilitätsordnung an ihrem Sitz in Österreich. Demnach sind die Kreditvolumen im Schnitt mit 8 Prozent Eigenmitteln zu unterlegen. Die Gewinne der jungen AutoBank werden hauptsächlich für den Aufbau der Eigenmittel verwendet. Dieses Problem hatten die Kommanditisten bislang nicht, als Aktionäre haben sie es dann schon. Die AutoBank ist eine reine Autobank und macht nach eigener Darstellung keine anderen Geschäfte außer Autofinanzierungen.

Dr. Christian M. Schulter, Rechtsanwalt - Associate von der Kanzlei Dr. Schulte und Partner erläuterte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net:

Zitat:


Die offenbar große Zustimmung kann auch schon deshalb nicht nachvollzogen werden, da die konkreten Folgen für den jeweiligen Anleger selbst noch gar nicht einzuschätzen sind. So besteht offenbar noch nicht einmal zwischen der AutoBank AG und der DSK-Leasing GmbH & Co. KG zu bestimmten Punkten Einigkeit.

So wurde von Seiten der DSK-Leasing den Anleger mitgeteilt, dass die AutoBank AG die Einbeziehung der Vorzugsaktien, die den Anleger angeboten wurden, zum Börsenhandel bereits in Aussicht gestellt hätte. Die AutoBank AG selbst lässt jedoch in dem von ihr in Auftrag gegebenen und abgesegneten Gutachten der Midas Research erklären, dass ein Börsenhandel der Vorzugsaktien nicht vorgesehen sei.

Während die DSK-Leasing in ihrem Schreiben an die Anleger vom 29.07.2011 noch vorgibt, dass die AutoBank AG bereits die Einbeziehung der Vorzugsaktien zum Börsenhandel in Aussicht gestellt hätte (vergleiche Seite 2 unten), wird im Gutachten der Midas Research auf Seite 23 ausdrücklich klargestellt, dass eine Börseneinführung der Vorzugsaktien nicht vorgesehen sei, da anderenfalls die Gefahr bestehe, dass aus dem Börsenhandel mit Stammaktien Liquidität entzogen würde.

Haben die Anleger, die hier zugestimmt haben, diesen Widerspruch überhaupt bemerkt?

Dies ist allerdings für die Anleger der DSK-Leasing von elementarer Bedeutung. Werden die erworbenen Aktien der AutoBank AG nicht zum Börsenhandel zugelassen, besteht die Gefahr, dass man auf den Aktien endgültig sitzen bleibt, sofern niemand einem diese in der Zukunft abkauft.

Während die Beteiligung an der DSK-Leasing noch auf eine bestimmte Laufzeit begrenzt war, bleiben die Aktien der AutoBank AG möglicherweise ein Leben lang beim Aktionär, ohne dass dieser hieraus einen monetären Vorteil erlangen kann.


Doch es kommt für die Kommanditisten noch dicker:


Bei dem vorgesehenen Umtausch der Fondsbeteiligungen gegen Bank-Vorzugsaktien würden aber nur Kapitalkonten im Plus bedacht. Die Anleger, die ein Minus auf dem Kapitalkonto haben, gingen leer aus. Oder müssten auch noch die bereits erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen.

Hiervon betroffen seien vor allem DSK-Anleger der Variante Classic. Die konnten mit einem Einmalbetrag ab 10.000 Euro einsteigen. Deren Konten seien jetzt meist im Minus. Sie müssten bei Liquidierung der Gesellschaft bis zur Höhe ihrer Einlage persönlich für Schulden gegenüber Banken und anderen Gläubigern haften. Selbst Ausschüttungen, die sie gar nicht bezogen hatten, sondern in der Anlageform Plus wieder anlegten, müssten zur Begleichung von Schulden der Gesellschaft von den Kommanditisten bezahlt werden.

Rechtsanwalt Sven Tintemann, der viele Anleger aus Fonds der Rothmann Gruppe (zu denen die DSK Leasing GmbH & Co. KG gehört) in den letzten Jahren für die Kanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte betreut hat, gibt den dringenden Rat: "Als Anleger sollte man somit zunächst auf den Stand der Kapitalkonten achten. Nur Anleger, deren Konten saldiert noch im Plus sind, können überhaupt Aktien erwarten."

Dreist: Bei der Wahl über die Auflösung des Fonds hätten die Anleger auch gleich einer aktuellen verringerten Auszahlung zugestimmt

Mit der schriftlichen Abstimmung hätten die Anleger angeblich einer verringerten Auszahlung zugestimmt - 1,6 anstatt 10 Prozent. Dr. Schulter teilte dazu GoMoPa.net mit:

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