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18.10.2011
PKV: Maklerexperten GmbH spürt versteckte Tarife auf

© Maklerexperten GmbH
© Maklerexperten GmbH
"Leider können wir nichts machen." Das ist wohl der häufigste Satz, den langjährige Mitglieder von ihrer Privaten Krankenversicherung zu hören bekommen, wenn sie sich nach einer Beitragsreduzierung erkundigen.

Für einen Wechsel zu einer anderen Gesellschaft sind sie zu alt (der Monatsbeitrag wird nach Eintrittsalter berechnet) oder zu krank (es erfolgen ablehnende Gesundheitsprüfungen). Außerdem würde man seine Altersrückstellung verlieren, die man sich über die Jahre mit seinen Beiträgen automatisch innerhalb des Versicherungsunternehmens aufgebaut hat.

Bleibt also nur, innerhalb des Unternehmens nach einem preisgünstigeren Tarif zu suchen. Doch die eigene Versicherung hat überhaupt kein Interesse daran, die Monatsbeiträge (ihre Einnahmen) zu senken. Und die Versicherungsagenten werden nach Umsatzvolumen eingruppiert und honoriert, bei einer Beitragssenkung würden sie ihren Verdienst-Status unterhöhlen und bekämen nicht mal Provision für die zusätzliche Arbeit einer Optimierung der Beiträge.

Eigeninitiativen (allein oder mit Hilfe eines außenstehenden Beraters) gelingen den verzweifelten Beitragszahlern meist nur, indem sie enorm abspecken und auf Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer verzichten oder den jährlichen Selbstbehalt auf ein paar Tausender erhöhen.

"Das muss nicht sein und passiert nur aus Unkenntnis", weiß Versicherungsmakler Stephan Schreiber von der Maklerexperten GmbH aus Neu-Isenburg in Hessen. Und da nimmt Schreiber auch viele seiner Maklerkollegen nicht aus. "Man kann nur in die Tarife innerhalb eines Unternehmens wechseln, die man kennt", erläutert Schreiber das Dilemma aller betroffenen Makler und Versicherungskunden gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

Convent "Viele Tarife werden von den Versicherern verschwiegen. Sie wurden im Laufe der Jahre einfach für Neukunden geschlossen und kommen nun in der Außendarstellung der Versicherer gar nicht mehr vor. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Tarife innerhalb des Unternehmens nicht weiter existieren. Das Versicherungsgesetz gesteht jedem Versicherer Tarifwechsel zur Beitragsoptimierung zu."

Vergleichsdatenbank findet auch versteckte Tarife

Doch wie soll man die versteckten Tarife der Versicherer finden? "Das geht nur mit Insiderwissen. Das Unternehmen Maklerexperten GmbH (Alex von Dziengel) hat in elf Jahren Betreuung von Krankenversicherungskunden eine Datenbank zusammengetragen, die es ermöglicht, viele Tausend Tarifkombinationen miteinander zu vergleichen. Mit diesem Wissens-Kapital haben wir zunächst unseren eigenen Klienten geholfen. Und weil es uns tatsächlich gelang, bei zwei Dritteln unser Betreuten 100 Euro, bei jedem Zweiten 200 Euro und bei jedem Zehnten sogar 400 Euro im Monat an Beitragsersparnis herauszuholen, ohne dass die Versicherten größere Leistungseinbussen hinnehmen mussten, haben wir vor gut einem Jahr beschlossen, diese Dienstleistung Jedem anzubieten. Wir wenden uns im Besonderem an Versicherungsvermittler und Endkunden."

GoMoPa.net: Was hat der Vermittler davon?

Schreiber: "Die Berater erweisen ihren Klienten einen zusätzlichen Service, der den Beratern ein sehr gutes Erfolgshonorar einbringt und den Klienten ein volleres Portemonnaie beschert. Geld, dass die Klienten möglicherweise wieder gewinnbringend bei ihrem Berater anlegen wollen. Um Letzteres kümmern wir uns nicht. Wir machen nur die Krankenversicherungs-Tarifoptimierung. Das heisst, wir nehmen Niemandem den Kundenbestand weg und geben ihm dennoch eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit.

Außerdem ist unsere Finanzdienstleistung ein guter Türöffner bei Neukunden. Denn wer sagt schon nein, wenn er gefragt wird: Wollen Sie bei Ihrem bisherigen Vertrag 150 oder 200 Euro im Monat sparen? Sie haben kein Risiko, Sie sagen, ob es Ihnen gefällt oder nicht."

GoMoPa.net: Woher kommt die Provision?

Schreiber: "Wir werden von den Versicherungskunden bezahlt, und das nur auf Erfolgsbasis. Dass heißt, wenn wir keinen besseren Tarif finden sollten oder der Kunde trotz unseres ausführlichen Tarifvergleichs dennoch in seinem alten Tarif bleiben möchte, bekommen wir gar nichts. Ansonsten zahlt der Kunde die Hälfte des im 1. Jahr eingesparten Beitrages. Zu Gunsten des Kunden wird eine Erhöhung des Selbstbehaltes berücksichtigt und von der Jahresersparnis abgezogen.

Ein Beispiel. Der Kunde spart im Monat 200 Euro. Das sind im Jahr 2.400 Euro. Uns würde nun ein Honorar in Höhe von 1.200 Euro zustehen, zahlbar einmalig, nach drei Monaten oder in sechs Monatsraten. Hat der Kunde nun statt 500 Euro einen Selbstbehalt von 1.000 Euro im Jahr und hätte er diesen neuen Selbstbehalt auch in den vorherigen Jahren erreicht, dann reduziert sich sein Honorar in diesem Fall auf 950 Euro."

GoMoPa.net: Muss der Kunde mit seiner Versicherung verhandeln?

Schreiber: "Nein, der Kunde erteilt uns einen Auftrag und eine Vollmacht. Den Rest erledigen wir. Der Kunde bekommt am Ende von uns einen ausführlichen Vergleich seines bisherigen Zustands und unseres Vorschlages. Er ist nicht verpflichtet, unseren Vorschlag anzunehmen. Aber meistens überzeugen die Fakten."

GoMoPa.net: Lassen sich das die Versicherer einfach so gefallen?

Schreiber: "Oh nein, es gibt Fälle, wo die Versicherer nicht kooperativ sind. Manche Kunden berichten uns sogar, dass sie angerufen werden, nachdem wir bei der Gesellschaft den ein oder anderen Tarif für den Kunden angefragt haben und wissen wollen, wie hoch der Beitrag unter Einrechnung der Altersrückstellung ausfallen würde. Man würde den Kunden sogar falsche Dinge erzählen, zum Beispiel, dass Sie in jedem Fall bei einem Wechsel Leistungen verlieren würden."

GoMoPa.net: Für wen ist denn die Tarif-Optimierung besonders interessant?

Schreiber: "Rentner zahlen fast immer zuviel. Je länger der Kunde versichert ist, desto größer ist die Chance einer Optimierung. Auch Versicherte ohne Selbstbeteiligung oder mit geringer Selbstbeteiligung verschenken viel Geld. Möglichkeiten gibt es auch bei Kunden, bei denen Unternehmen fusionierten (Berlin-Kölnische / Gothaer Krankenversicherung; DKV / Victoria oder DBV /AXA). Viele veraltete Tarife sind dann für Neukunden nicht mehr zugänglich. Aber alle Alt-/Bestandskunden können nach wie vor diese alten nutzen. Da steckt viel Potential, wenn man die alten Tarife kennt.

Umgekehrt hat zum Beispiel die Deutsche Krankenversicherung den Tarif für die Neuen Bundesländer BSK geschlossen. Inzwischen geht es vielen BSK-Kunden besser und Sie hätten gern ein besseres Leistungsspektrum ohne Begrenzung der Gebührenordnung, Erhöhung der zahnärztlichen Leistungen. Auch hier können wir helfen."

GoMoPa.net: Das wäre ja eine Leistungsverbesserung statt Einsparung, was kostet die?

Schreiber: "Dafür bekommen wir einen Monatsbeitrag als Honorar."

GoMoPa.net: Versicherungskunden finden alles Nötige auf Ihrer Webseite PKV-Tarifoptimierung. Makler haben eine besondere Verantwortung, wie informieren Sie diese?

Schreiber: Wir führen regelmäßig Online-Konferenzen durch. Sie dauern eine Dreiviertel Stunde. Die nächsten sind am 21. Oktober und 28. Oktober 2011, jeweils um 10 Uhr. Die Anmeldungen erfolgen über unsere Webseite."

GoMoPa.net: Wie überzeugen sie die kritischen Makler-Kollegen?

Schreiber: "Unsere Erfolgsquote liegt bei über 75 Prozent. Die erreichte durchschnittliche Beitragsersparnis liegt bei 42 Prozent."

GoMoPa.net: Herr Schreiber, wir danken für das Interview.

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