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11.11.2011
FSE Platinum AG pleite - Genussrechte wertlos

"Wachsendes Vermögen ist eine Frage des Partners!" So präsentierte Dr. Rudolf Witt bisher seine Maklerfirma FSE Platinum AG (frühere Namen Epeku AG und Eupek AG) aus Bremen und Hamburg, die er im Jahre 1998 gründete. Mehr als 100 Außendienstmitarbeiter würden 40.000 Kundenverträge betreuen. Viele Kunden gaben ihre Lebensversicherung auf und legten das Geld und weitere Monatszahlungen in Genussrechte der FSE Platinum AG an. Die versprach eine Policenaufwertung von 300 Prozent innerhalb von 16 Jahren - doch nun ist die Gesellschaft pleite.

Das Geld sollte in Immobilien angelegt werden und Gewinne durch Sanierung, Verkauf und Vermietung erzielt werden. "Aber das Geld wurde nicht, wie von FSE Platinum versprochen, in Immobilien investiert", teilte die Pressestelle der Verbraucherzentrale Hamburg heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit. "Verbraucher, die Genussrechte am Unternehmen erworben haben, müssen nun um drei Millionen Euro bangen; ihnen droht der Totalverlust der Geldanlage."

Am 2. November 2011 hat das Amtsgericht Hamburg gegen die FSE Platinum AG das Insolvenzverfahren eröffnet, Aktenzeichen 67 a IN 453/11. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Karsten Töller bestellt.

Die Anleger müssten sofort handeln, um ihre Verluste nicht weiter zu erhöhen.

"Wir raten Anlegern dringend, sofort alle Einzugsermächtigungen für die FSE Platinum AG zu widerrufen und sämtliche Zahlungen an das Unternehmen einzustellen", teilte Gabriele Schmitz, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg, mit. "Vielleicht ist es sogar noch möglich, die zuletzt abgebuchte Rate von der eigenen Bank zurückholen zu lassen."

Vertrag wegen arglistiger Täuschung und Kapitalanlagebetrugs kündigen

Darüber hinaus sollten betroffene Verbraucher den mit dem Finanzdienstleister geschlossenen Vertrag außerordentlich wegen arglistiger Täuschung und Kapitalanlagebetrugs beim Insolvenzverwalter kündigen, rät die Verbraucherzentrale weiter. Als Begründung können die Betroffenen darauf verweisen, dass ihr Geld ja nicht zweckbestimmt verwendet wurde.

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen

Um auch der Staatsanwaltschaft, die bereits in dem Fall ermittelt, das Ausmaß des Schadens und Täuschungsmanövers deutlich zu machen, empfiehlt die Verbraucherzentrale den Geschädigten zudem, Strafanzeige zu erstatten. "FSE Platinum hat viele Anleger mit Faltblättern geworben, deren Versprechen in eklatantem Widerspruch zu den deutlichen Risikohinweisen im Emissionsprospekt standen", so Schmitz.

FSE Platinum AG musste Schrottimmobilien-Verkauf rückabwickeln

Man kann der FSE Platinum AG jedoch keine Inaktivität beim Wohnungsmakeln vorwerfen. Nur, dass die Vermittler mehr auf ihre Vermittler-Provision als auf die Werthaltigkeit der Immobilien geachtet haben sollen.

Die Platinum AG / Epeku AG wurde vom Oberlandesgericht Hamburg am 26. August 2009 zum Schadenersatz wegen einer Schrottimmobilie verurteilt (6 U 221/08). Die Platinum AG hatte einem Käufer in der Oeltingsallee in Pinneberg eine Eigentumswohnung als werthaltiges Objekt und als sichere und auskömmliche Anlage aufgeschwatzt und ihn in einen um 40.000 Euro überhöhten Darlehensvertrag gedrängt. Eine Rendite sei unter diesen Bedingungen nicht zu erwirtschaften gewesen, stellte ein Gerichtsgutachter fest. Die Platinum AG musste die überteuerte Immobilie wieder zurücknehmen und den geprellten Käufer entschädigen.

Berenberg Bank distanzierte sich von FSE Platinum AG

Die Platinum AG verbreitete im letzten Jahr in einer Pressemitteilung, dass sie einen starken Kooperationspartner habe: die Joh. Berenberg Gosseler & Co. KG - Berenberg Bank in Hamburg. Die fand das gar nicht lustig. Der Rechtsanwalt der Bank, Dr. Klaus von Gierke, teilte GoMoPa.net mit: "Unsere Mandantin hat keinerlei Beratungsmandat für die FSE Platinum AG übernommen. Sie arbeitet auch sonst in keiner Form mit der FSE Platinum AG zusammen."

Die Vorstände der FSE Platinum AG, Jörg Krämer (42) und Detlef Wagner (50), unterschrieben eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung gegenüber der Berenberg Bank, so eine Behauptung nicht mehr aufzustellen.

Aber die Platinum AG hatte ja noch eine zweite Referenz. Im Sommer 2010 gab die FSE Platinum AG bekannt, dass sie für den Zweitmarkt für Kapitallebensversicherungs-Policen mit einem starken Partner kooperiere:

Christian (46, links) und Hans-Michael<br /> Daudert (47) aus Rostock
Christian (46, links) und Hans-Michael
Daudert (47) aus Rostock
11 Champions AG

Die 11 Champions AG der Brüder Christian (46) und Hans-Michael Daudert (47) aus Rostock versteht sich als "Privates Vermögens-Management für Fußballprofis & Trainer". Die Daudert-Brüder finanzcoachen Fußballer, die schon mal mit einer Anlage auf die Nase gefallen sind, wie im Jahre 2008 den FC-Köln-Star Matthias Scherz (43), der mit anderen 79 Anlegern 1,4 Millionen Euro in das Album Energia des Tenors Jose Carreras (65) investierten und zu 33 Prozent am Verkaufsgewinn beteiligt werden sollten. Die Scheibe verkaufte sich aber nur 3.500 Mal.

Offenbar gehen die beiden Brüder, die früher als Offiziere der DDR-Handelsflotte zur See gefahren sind, davon aus, dass es beim zweiten Mal nicht mehr so weh tut. Denn trotz eines Umschulungsabschlusses an der Uni Freiburg als Diplomvolkswirt im Jahre 2000 und eines selbst geschriebenen Buches "Geld schießt Tore" bewiesen die Brüder im Umgang mit Geld nicht immer ein glückliches Händchen. Ihr Motto lautet: "Gute Vermögensmanager kosten Geld, schlechte das Vermögen!"

Christian Daudert versuchte, einen Strukturvertrieb mit Finanzvermittlern aufzuziehen. Die Firma hieß Heimvorteil Investorenvermittlung für kommunale Projekte GmbH und residierte An der See 14 in Rostock. Die Firma unterhielt Geschäftsräume in der Landsberger Allee in Berlin Marzahn und führte hier Woche für Woche Schulungen für Strukturvertriebler aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt durch. Am 23. Mai 2002 wurde die Firma gesamtvollstreckt, nachdem die Erlöse aus der Schuldenmasse verteilt waren.

Bruder Hans-Michael Daudert musste ein Jahr später auf Beschluss der Gesellschafterversammlung seine Firma platt-form marketing für Fußballprofis GmbH in der Schillerstraße 3 in Rostock wieder auflösen. Die platt-form ging aus der zuvor an gleicher Stelle residierenden Geldtrainer GmbH hervor, die Seminare für professionelles Vermögensmanagement abhalten wollte.

Diese gescheiterte Firma war wiederum der zweite Versuch. Der erste Versuch in der Schillerstraße 3 in Rostock nannte sich ABC Telefontraining GmbH.

Aber nun haben die beiden Brüder ja die 11 Champions AG in der Kröpeliner Straße 34 in Rostock. Doch wo legt diese AG nun die anvertrauten Gelder der Sportler und der Kleinsparer der FSE Platinum AG an?

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