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15.11.2011
WGF AG: das potentielle Schneeballsystem des Pino Sergio

WGF AG-Vorstand Pino Sergio aus Düsseldorf<br /> © Eigendarstellung Ausriss Webseite WGF AG
WGF AG-Vorstand Pino Sergio aus Düsseldorf
© Eigendarstellung Ausriss Webseite WGF AG
Auch wenn der in Rimini geborene und in Düsseldorf aufgewachsene einstige Pizza-Hut-Bäcker und heutige Immobilienkaufmann Pino Sergio bei der pünktlichen Rückzahlung seiner zweiten Hypothekenanleihe in Höhe von 30 Millionen Euro aus dem Jahre 2006 an die Anleger eigens hervorhebt "Neuplatzierungen von Anleihen wurden für die Rückzahlung nicht genutzt", so muss sich die von ihm im Jahre 2003 gegründete WGF AG (Westfälische Grundbesitz und Finanzverwaltung AG) dennoch den Vorwurf gefallen lassen, es bestehe eine potentielle Liquiditätsgefahr und die Rückzahlung der ständig neu aufgelegten Hypothekenanleihen könne auch durch ein - in den Wertpapierprospekten der WGF umschriebenes - Schneeballsystem erfolgen.

Diese Meinung hatte Rechtsanwalt Klaus Dittke aus Düsseldorf Mitte Juli 2011 vertreten. Pino Sergio wollte ihm diese Kommentierung mit einer einstweiligen Verfügung verbieten. Doch Rechtsanwalt Dittke hat vom Landgericht Köln Recht bekommen. Das Landgericht Köln urteilte am 21. September 2011 (Aktenzeichen 28 O 596/11): Es sei entsprechend den Bedingungen der WGF-Hypothekenanleihen möglich, dass Geld aus neuen Anleihen verwandt wird, um Altgläubiger der WGF AG zu befriedigen.

Das Gericht urteilte weiter: "Je nach dem, in welchem Umfang neues Geld zur Bedienung von Altschulden verwandt wird ... besteht damit die Gefahr einer Liquiditätskrise, in der Altschulden nicht mehr im Umfang der bestehenden Rückzahlungsverpflichtungen beglichen werden können."

Gegenüber Börse online räumte die WGF-Zentrale in Düsseldorf noch am 22. September 2011 ein, sie habe 2010 beim Verkauf von Immobilien Verluste hinnehmen müssen. Hierzu die Financial Times Deutschland vom selben Tag: "Für die Anleger der sieben von WGF begebenen Hypothekenanleihen mit fast 218 Millionen Euro Gesamtvolumen per Ende 2010 und zwei Genussscheinen sind nachhaltige Gewinne aber wichtig."

Rechtsanwalt Klaus Dittke aus Düsseldorf<br /> © Eigendarstellung Ausriss Webseite DSKP
Rechtsanwalt Klaus Dittke aus Düsseldorf
© Eigendarstellung Ausriss Webseite DSKP
Rechtsanwalt Dittke kam bei seinen Recherchen zu dem Ergebnis, dass die als Sicherheit dienenden Immobilien der WGF AG enorm hoch beliehen seien. Ihre Mieteinkünfte seien 2010 nicht hoch genug gewesen, um die laufenden Personal- und Zinskosten zu decken. Die Deckung der laufenden Kosten setze erhebliche Verkaufsgewinne der Immobilien voraus, was unklar sei.

Das Landgericht Köln schrieb hierzu in seiner 13seitigen Urteilsbegründung: "Diese zwischen den Parteien unstreitige Tatsachengrundlage und die daraus resultierende potentielle Liquiditätsgefahr wird im Rahmen des rechtlich Zulässigen als Schneeballsystem kommentiert."

Pino Sergio konnte heute nicht nur die 30 Millionen Euro an die Anleger zurückgeben, er habe auch die Zinsen für das letzte halbe Jahr für diese Anleihe gleich mit überwiesen. "Die Mittel zur Tilgung der Anleihe stammen aus dem gut laufenden operativen Geschäft, also aus Immobilienverkäufen, Mieterträgen und Erträgen aus Immobilien-Dienstleistungen", gab der Vorstandsvorsitzende in einer Presseaussendung bekannt.

Ein wichtiger Liquiditäts- und Ertragsfaktor sei seit Beginn des 2. Halbjahres 2011 der Verkauf von Projektentwicklungen. Der Pressesprecher des Unternehmens, Dr. Heinrich Raatschen, verweist darauf, dass im September 2011 das Holiday Inn Express Hotel Frankfurt veräußert wurde, nachdem die WGF AG dort ein leerstehendes Büroobjekt erworben, es zum Hotel ausgebaut und erfolgreich vermietet hatte.

Schaut man sich die Pressemitteilungen der WGF AG über einen längeren Zeitraum an, fällt auf, dass sich Verkäufe und Investitionen so ziemlich die Waage halten. Sie wechseln sich faktisch ab. Am 5. September 2011 meldete die WGF AG den Verkauf eines Boardinghouses mit 36 Apartments an einen Privatinvestor in Düsseldorf. Am 10. September meldete die WGF AG den Kauf von zehn Lebensmittelmärkten in NRW. Am 30. September kam die Meldung über den Verkauf von 21 Märkten an den Immobilienfonds Captiva Capital Partners III ELP.

Am 4. Oktober dann wieder ein Einkauf, diesmal eine Büroimmobilie in Düsseldorf, die der Mailänder Stararchitekt Citterio betreuen soll. Am nächsten Tag wurde der Verkauf des Holyday Inn Express in Frankfurt am Main gemeldet. Und am 10. November 2011 veröffentlichte die WGF den Kauf eines 16.600-Quadratmeter-Grundstücks in Berlin Prenzlauer Berg, auf dem man bis 2015 insgesamt 350 Wohnungen plus Kita und Discounter bauen will.

Die acht Hypothekenanleihen der WGF AG<br /> im Überblick © Eigendarstellung Ausriss Webseite WGF AG
Die acht Hypothekenanleihen der WGF AG
im Überblick © Eigendarstellung Ausriss Webseite WGF AG
Die aufgenommen Hypothekendarlehen werden im selben Tempo aufgenommen. 2004 die erste Anleihe über 20 Millionen Euro (im Juli 2009 zurückgezahlt). Am 15. November 2006 die zweite Anleihe über 30 Millionen Euro (heute zurückgezahlt). Am 15. Mai 2008 die dritte Anleihe über geplante 50 Millionen (Rückzahlungstermin: 14. März 2013). Am 15. Februar 2009 die vierte Anleihe über geplante 50 Millionen Euro (Rückzahlungstermin: 14. Februar 20014). Am 1. Dezember 2009 die fünfte Anleihe über geplante 100 Millionen Euro (Rückzahlung: 30. November 2016).

Am 15. Juni 2010 die sechste Anleihe über geplante 100 Millionen Euro (Rückzahlungstermin: 14. Dezember 2012). Am 15. November 2010 die siebte Anleihe über geplante 100 Millionen Euro (Rückzahlungstermin: 14. Mai 2015). Seit 1. August 2011 wird die achte Anleihe über geplante 50 Millionen Euro eingesammelt (Rückzahlungstermin: 31. Juli 2017).

Und Pino Sergio hat noch lange nicht genug:

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Es liegen 3 Kommentare zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Krüger am 29.12.2011 09:19
Die ganze Diskussion kann man doch abkürzen: das LG Köln findet es nachvollziehbar, dass die WGF als Schneeballsystem bewertet wird. Ende.

Unverständlich finde ich, dass Herr Dittke diese Meldung von seiner Website entfernt hat. Dies erweckt den Eindruck, als sei der von der WGF gekauft worden, damit die WGF nicht länger mit dem Makel Schneeballsystem behaftet ist.

#1 - Kommentar von Shamrock am 29.01.2012 11:41
Neuigkeiten:
1. WGF musste (meine persönliche Vermutung: auf Druck der Ermittlungsbehörden) wahrheitswidrige Veröffentlichungen im Bundesanzeiger korrigieren.
2. WGF mußte erneut AR-Mitglied ersetzen, welches nach nicht mal 12 Monaten wieder aussteigen wollte.
3. WGF hat PR-Aktivitäten nahezu vollständig eingestellt.
4. RA Dittke hat alle Meldungen zur WGF von seiner homepage und PR-Seiten entfernen lassen.
5. Andere RA stehen bereit (Freunde von Dittke)?

#2 - Kommentar von Miriam am 27.02.2013 17:50
Pino Sergio nach diesem Bericht zu folge ein Betrüger. Das wundert mich nicht.
Meiner Meinung nach gehören solche Menschen weggesperrt. Der ist ja eine Gefahr für die Öffentlichkeit, denk man an die ganzen Anleger die ihr Spareinlagen an ihn vertraut haben.

Miri


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