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24.11.2011
Cash Group AG: Hartl flüchtet vor italienischen Investoren

 Arthur Hartl (links) stellte sein Goldprojekt sogar<br /> Fürst  Albert II. von Monaco (53) vor © Hartl
Arthur Hartl (links) stellte sein Goldprojekt sogar
Fürst Albert II. von Monaco (53) vor © Hartl
Da hat sich Arthur Hartl (34) von der Cash Group AG aus Baar (Schweiz) und Mannheim (Baden-Württemberg) offenbar mit den Falschen angelegt.

Aus Angst vor italienischen Investoren, die Hartl verfolgen, weil er ihr Geld nicht in Goldbarren, sondern zur Aufrechterhaltung seines Schneeballsystems verbraten haben soll, stellte sich Hartl am 11. Oktober 2011 freiwillig in Augsburg als Straftäter und bat darum, in Haft genommen zu werden. Das bestätigte heute die PlusMinus-Wirtschaftsredakteurin Sabine Harder aus Mainz dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

Allerdings habe Hartl nicht den mutmaßlichen Schneeballbetrug seiner Cash Group AG, die am 5. Juli 2011 von Amts wegen aus dem Handelsregister des Kantons Zug gelöscht wurde, zugegeben, sondern ein anderes Delikt vorgeschoben. Welches spiele gar keine große Rolle. Der Augsburger Staatsanwaltschaftssprecher Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai sagte zu GoMoPa.net: "Um in einer Zelle zu landen, dafür reicht unter Umständen schon ein Ladendiebstahl von 2,50 Euro aus und die Beteuerung, untertauchen zu wollen, also Fluchtgefahr."

"In Augsburg läuft aber gar kein Ermittlungsverfahren gegen ihn", sagte Nickolai. Dafür interessiert sich um so mehr die Mannheimer Staatsanwaltschaft für Arthur Hartl. "Wir führen ein Verfahren wegen Betruges gegen ihn", sagte die Mannheimer Staatsanwaltschaftssprecherin Erste Staatsanwältin Christina Arnold gegenüber GoMoPa.net.

Sie verwies auf die PlusMinus-Sendung. Redakteurin Harder hat nämlich herausgefunden, warum die Italiener so furchtbar zornig auf Hartl sein könnten. Sie interviewte den einstigen Cash Group AG Finanzvermittler Thomas Dietrich. Der hatte zunächst aus Überzeugung die Goldbarren verkauft, die bei der eBank24 von Hartl als Sondervermögen und damit insolvenzsicher in physischer Form hinterlegt würden. Er hatte das perfekt aufgezogene System, zu dem auch Schulungsvideos gehörten, nicht durchschaut.

Hartl würde eine Goldmine in Sierra Leone besitzen, hatte Hartl 2009 im GoMoPa.net-Interview gesagt. Dadurch könne er das Geld für seine Kunden zum halben Preis anbieten.

Seine Kunden waren Besitzer von Lebensversicherungen. Manche hatte Hartl als einstiger Vermittler aus Irlbach in Bayern persönlich verkauft. Jetzt sollten sie die Policen kündigen. Die Rückkaufswerte versprach Hartl innerhalb von zwei Jahren zu verdoppeln.

Doch in Wahrheit sei Hartls System nur ein Schneeballsystem gewesen, die eBank24 existierte nur als Papierbank auf den Komoren im Indischen Ozean. "Das Versprechen auf Gold war weniger wert als das Papier, auf das es stand", sagte Wirtschaftsdetektiv Medard Fuchsgruber (47) aus Ottweiler im Saarland gegenüber PlusMinus. Der von Hartl in zwei Jahren angerichtete Schaden belaufe sich auf 10 Millionen Euro. Hunderte Anleger seien geschädigt. Die Ermittler sprechen von einem komplexen Verfahren.

Und wie geriet Hartl an die Italiener?

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Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von andreas reichmanis am 24.11.2011 18:32
guten tag. moechte sie bitten schnellstens etwas zu klaeren. die komoren liegem im indischen ozean vor ost afrika, und der herr hartel hat dort keine kontakte. die komoren haben es schwer genug und brauchen nicht noch solche negative werbung
andreas reichmanis berater von h e idi nadhoim vp der komoren


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