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09.02.2012
Atlantic Schiffsfonds: Volksbanken und Sparkassen verschwiegen Kickbacks

Convent Die meisten Kunden der Volksbanken und Sparkassen gingen davon aus, dass ihre Bank aus den fünf Prozent Agio bezahlt wird, die die Kunden beim Kauf von Schiffsfondsbeteiligungen in den Jahren 2004 und 2005 obendrauf zahlten. Weit gefehlt. Heute - sieben Jahre später - müssen sie von ihrem Anwalt erfahren, dass die Volksbanken und Sparkassen eine satte Innenprovision (so genannte Kickbacks) kassierten, die bis in den zweistelligen Bereich hineinging.

Der Heidelberger Rechtsanwalt Michael Minderjahn berichtet: "Das Hamburger Emissionshaus Atlantic, eine Tochtergesellschaft der Reederei Rickmers, hat offenbar die hauptsächlich mit dem Vertrieb ihres Twinfonds MS Saylemoon Rickmers / MS Nina Rickmers befassten Volksbanken und Sparkassen mit erheblichen Provisionen gelockt, dieses Produkt zu vertreiben und bei deren Kunden unterzubringen. Nunmehr hat eine Volksbank aus dem Badischen einräumen müssen, eine Rückvergütung in zweistelliger Prozenthöhe für die erfolgreiche Empfehlung dieses Schiffsfonds erhalten zu haben."

Die Anleger fielen sowieso aus allen Wolken, nachdem sie nun erfuhren, dass nur rund drei Viertel ihres eingezahlten Kapitals in den Bau der Schiffe und gar rund ein Viertel für Vertriebskosten draufgingen, wozu auch die verdeckten Provisionen an die Volksbanken und Sparkassen gehörten. Die Kanzlei Mathias Nittel, zu der Rechtsanwalt Minderjahn gehört, fand heraus: "Auch über die Verwendung der von ihnen als Anleger aufzubringenden Mittel im Rahmen des Atlantic Fonds SAYLEMOON RICKMERS und NINA RICKMERS wurden unsere Mandanten im Unklaren gelassen. Die Berater haben ihnen nicht mitgeteilt, dass nur 73,6 Prozent des Anlegerkapitals für den Kauf der Schiffe Verwendung finden, während 26,4 Prozent des Anlegerkapitals in nichtinvestive Zwecke wie Gründungs- und Vertriebskosten fließen. Dabei machen die für die Vermittlung der Anleger gezahlten Vergütungen, also die so genannten Vertriebsprovisionen, alleine 24,1 Prozent des von den Anlegern aufzubringenden Kapitals aus."

Eigendarstellung im Verkaufsprospekt<br /> des Atlantic Flottenfonds 2008
Eigendarstellung im Verkaufsprospekt
des Atlantic Flottenfonds 2008
Offensichtlich sei das Provisionsinteresse die treibende Kraft bei der Beratung gewesen und wohl auch der Grund dafür, warum den Bankkunden ausgerechnet die Beteiligungen an den beiden Vollcontainer-Zwillingsschiffen Saylemoon Rickmers und Nina Rickmers aus dem Hause mit dem langen Namen Atlantic Gesellschaft zur Vermittlung Internationaler Investitionen GmbH & Co. KG von Dr. Martin Ollendorff (Ex-Vertriebsvorstand des Hamburger Bankhauses Wölbern & Co.) und seinem ehemaligen Geschäftspartner Axel Spanholtz (Ex-Bundesmarinist und Ex-Berater von Roland Berger & Partners) als sichere Anlage ans Herz gelegt wurde.

Die Anlage konnte von vornherein gar nicht als sicher gelten, weil beide Schiffe überhaupt keine langen Charterverträge hatten, sondern sich stets von einem Chartervertrag zum nächsten hangeln mussten. Das MS Saylemoon Rickmers fuhr mal für ein paar Monate für die französische Linienreederei CMA CGM, dann wieder zwei Monate für die Samudera Shipping Lin Limited Singapur, dann für 12 Monate für die deutsche Linienreederei HAPAG-Lloyd und im Anschluss für die Compania Sud Americana des Vapores Chile. Bei der Nina Rickmers wechselten beispielsweise die Verträge von der französischen Linienreederei CMA CGM zur Greencompass Marin Panama.

Rechtsanwalt Minderjahn erläutert: "Die Fondsschiffe des Atlantic Fonds SAYLEMOON RICKMERS und NINA RICKMERS verfügten nicht über eine langfristige Festcharter (sie sind nicht für die Laufzeit des Fonds fest angemietet), sondern gehören nach Ablauf der kurzen Festcharterzeit von 3 Jahren einem so genannten Einnahmepool an, bei dem die Einnahmen aller Schiffe untereinander aufgeteilt werden. Da die für Containerschiffe gezahlten Charterraten (Mieten) unter anderem starken konjunkturellen Schwankungen unterliegen, blieben die Einnahmen seit 2009 erheblich hinter den im Prospekt prognostizierten Einnahmen zurück. Dies hatte zur Folge, dass die Gesellschaften des Atlantic Fonds SAYLEMOON RICKMERS und NINA RICKMERS die an die Banken für aufgenommenen Kredite zu leistenden Zahlungen nicht mehr erbringen können, so das die Bank im schlimmsten Fall den Kredit kündigt und das Schiff verwertet. Da der Schiffspreis auch von den dann erzielbaren Chartereinnahmen abhängt, übersteigen Erlöse von zwangsversteigerten Schiffen in der Regel nicht die Darlehensschulden. Die Anleger gehen leer aus."

So geschah es auch. Trotz eines Umsatzes von 7,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2008 gab es für die Anleger für 2008 nicht die im Prospekt versprochene Auszahlung von 8 Prozent pro Jahr, sondern gar nichts, weil die kreditgebenden Banken wie HSH Nordbank, Deutsche Schiffsbank und Bremer Landesbank Vorrang hatten. Der Zwillings-Fonds war von Anfang an völlig überschuldet und wies daher auch ein besonders hohes Risiko für die Anleger aus, auf das die Bankberater hätten hinweisen müssen.

Die Kanzlei Nittel teilt dazu mit: "Die Berater haben unsere Mandanten nicht darauf hingewiesen, dass die für die Herstellung des Schiffs (gemeint sind beide Schiffe - Anmerkung der Redaktion) aufzuwendenden Bau- und Baunebenkosten mit gut 47,6 Millionen Euro gerade einmal 89 Prozent des Gesamtaufwandes der für den Fonds SAYLEMOON RICKMERS und NINA RICKMERS kalkulierten Aufwendungen ausmachten. Ebenso wenig wurden sie darüber informiert, dass das von den Anlegern aufzubringende Kommanditkapital inclusive Agio in Höhe von 19.708.500,00 Euro lediglich 37 Prozent des Gesamtaufwandes ausmacht und die restlichen 63 Prozent durch Kredite finanziert wurden. Je höher die Kreditaufnahme ist, umso größer sind die Verlustrisiken für die Anleger."

Die Anleger sollen rund 4 Millionen Euro zurückzahlen - sonst droht Insolvenz

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