GoMoPa: Schildbürgerstreich: NRW verkaufte mehr Fichten, als da sind
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
24. Mai 2017
1.542 User online, 50.419 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen


20.02.2012
Schildbürgerstreich: NRW verkaufte mehr Fichten, als da sind

Gleich für acht Jahre hatte das Land Nordrhein-Westfalen nach dem verheerenden Sturm Kyrill, der am 18. Januar 2007 große Waldgebiete in Südwestfalen entwurzelte, alle Fichten des Staatswaldes an den österreichischen Großsäge-Familienbetrieb von Fritz Klausner aus Oberndorf in Tirol verkauft. Der Deal entpuppte sich schon zwei Jahre nach dem Sturm als bitterböser Schildbürgerstreich.

Denn das Landesforstamt sicherte dem Österreicher eine jährliche Lieferung von einer halben Million Festmeter Fichtenrundholz bis zum Jahre 2014 zu, obwohl der Sturm Kyrill in NRW nur noch eine jährliche Ernte von 200.000 Festmetern Fichte für jetzt und die nahe Zukunft übrig ließ.

Das Land ist gleich dreifach in der Klemme. Erstens muss es nun die fehlenden 300.000 Festmeter Fichte woanders zukaufen, um seinen Lieferverpflichtungen nachzukommen. Zweitens muss das Land dem Tiroler Großsäger, weil es so vereinbart wurde, die Fichten zu einem Spottpreis von 75 bis 85 Euro pro Festmeter verkaufen, obwohl der Marktpreis bei 96 Euro pro Festmeter liegt. Diesen um 21 Euro höheren Preis muss das Land nun draufzahlen, um 300.000 Festmeter woanders einzukaufen und dann an den Großsäger mit Verlust weiterzuverkaufen.

Und drittens bedeutet der Verkauf des gesamten schlagbaren Fichtenbestandes von 200.000 Festmeter, dass die eigenen lokalen 150 Sägebetriebe in NRW keine Fichten mehr aus dem Staatsforst zum Verarbeiten erhalten. Ein vom Verband der Säge- und Holzindustrie Nord in Auftrag gegebenes Gutachten von Professor Dr. Andreas Schulte (Lehrstuhl für Waldökologie, Forst und Holzwirtschaft an der Uni Münster) rechnet mit einem Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen in NRW.

Das Land NRW versuchte, diesen Verpflichtungen, die den Holzmarkt in NRW aushebelt und das Land um mindestens 10 Millionen Euro schädigt, zu entkommen, indem NRW den am 17. April 2007 geschlossenen Vertrag am 4. August 2009 aufkündigte.

Das fand nun wiederum Großsäger Fritz Klausner nicht fair und ging dagegen vor. Denn in den Jahren 2007 und 2008 war er gut genug, das Abfallholz zu kaufen, und nun, wo es an die Lieferung des Frischholzes ging, sollte er aussteigen? Nicht mit Fritz Klausner:

... Fortsetzung lesen. » Registrieren Sie sich jetzt oder erwerben Sie das Leserecht! «

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?



Ab sofort können Sie unsere Pressemeldungen auch via Einzelabruf kostenpflichtig erwerben. Holen Sie sich unsere Pressemeldung - Jetzt kaufen!

 

Pressemitteilung zum Thema
» Holzpreis stürzt ersten Pellets-Hersteller in die Pleite

Beiträge zum Thema
» Heizung auf erneuerbare Energien umstellen - Was lohnt sich?
» Waldbesitzer sind die Ölscheichs von morgen

Kategorien zum Thema
» Umweltthemen
» Rohstoffe

 

Nachdruck, Aufnahme in Onlinedienste sowie Internet und Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung durch GoMoPa®. Nutzungsrechte sind ganz oder teilweise zu erwerben. © Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC

 



Werden Sie GoMoPa® - Mitglied


Es liegt 1 Kommentar zu dieser Pressemitteilung vor.

# - Kommentar von Forstbeamter am 26.08.2014 20:38
Am Morgigen Mittwoch beginnt der größte Schadenersatzprozesses in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Kläger ist die Klausner-Gruppe aus Tirol. Das Land muss Holz liefern, aber wie 2007 von sämtlichen Experten prognostiziert, ist nicht annähernd genug Holz da, um die Verträge erfüllen zu können. Umweltminister Remmel erklärte, notfalls bis vor den Bundesgerichtshof ziehen zu wollen. Das Land werde dem Holz-Unternehmen keine Schäden ersetzen

Einen Bericht finden Sie auf: www.aachener-zeitung.de/lokales/region/die-holz-schlacht-geht-vor-gericht-weiter-1.901747


Kommentar hinterlassen
 
Name:
E-Mail Adresse:
Kommentar:
Sicherheitscode:


 

» POC Restart: Öl & Gas - Turbulenzen   23.05.2017

» EN Storage GmbH: Nun auch Finanzchef Lutz Beier in ...   21.05.2017

» Manhattan Investment Fund Ltd.: Banker Michael Ber ...   18.05.2017

» ÖkoWorld AG: Teure weiße Weste   17.05.2017

» Lacuna GmbH und das Fifty Fifty Anlegerglück   15.05.2017

» Weitere Pressemeldungen (Archiv)




Werden Sie GoMoPa® - Mitglied
GoMoPa bei Facebook
Stimmen zu GoMoPa®
"...eine Datenbank, die ich nicht mehr missen möchte..."
» weitere Test - Stimmen

"...und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt..."
» weitere User - Stimmen

"...gomopa.net enthielt Mitte Oktober mehrere hundert (!) Beiträge von interessierten Privatpersonen sowie Finanzierungs- und Anlageberatern zum Thema..."
» weitere Presse - Stimmen

"...empfangen wir inzwischen täglich qualifizierte und werthaltige Anfragen..."
» weitere Werbepartner - Stimmen
Meinungen
"...der beste Weg, detaillierte Informationen einem großen Publikum schnell zugänglich zu machen..."
Kanzlei Balthasar

"...als Werbepartner hat man bei Gomopa die Möglichkeit, sich vom sogenannten Grauen Markt abzuheben..."
Jörg Petersen, jp - invest

» weitere Stimmen