
05.03.2012
Utz Claassen verklagt Vorstand vom Fußballklub RCD Mallorca

Sein neuer Job als Vereinspräsident beim mit 32 Millionen Euro verschuldeten und insolventen Fußballklub RCD Mallorca begann für den deutschen Unternehmer Professor Utz Claassen (48) aus Hannover mit einem finanziellen Foul gegen ihn selbst.
Der spanische Vorstand habe Claassen, nachdem dieser nach seinem 74-Tage-Job beim deutschen Pleitesolarkraftwerkshersteller Solar Millennium AG aus Erlangen im Jahre 2010 mit einer Antrittsprämie von 9,18 Millionen Euro belohnt worden war, ein 10prozentiges Aktienpaket für 1 Million Euro verkauft.
Im Dezember 2011 kaufte Claassen noch einmal zehn Prozent von Tennis-Star Rafael Nadal und dessen Onkel Miguel Angel Nadal nach und ließ sich zum Vereinspräsidenten wählen. Zusammen mit den Aktien vom Vorstand war Claassen hinter Hauptaktionär Serra Ferrer zum zweitwichtigsten Teilhaber aufgestiegen.
Claassens Konzept zur Rettung des Klubs: Er will zusammen mit TUI-Chef Michael Frenzel ab Sommer 2012 Touristen vom Ballermann ins Fußballstadion Iberostar Estadi nach Palma locken, dessen 30.000 Plätze bislang nur zur Hälfte gefüllt waren.
Doch der Retter und Sanierer wurde bei seinem Amtsantritt im Februar 2012 in den spanischen Medien verspottet. Die hatten nämlich herausgefunden, dass Claassen 600.000 Euro mehr für die Aktien des maroden Klubs bezahlt hatte, als der Vorstand zuvor dafür hinblätterte, als es dem Klub aus Palma noch gut ging.
Claassen verlangte daraufhin die zu viel gezahlten 600.000 Euro zurück und setzte dem Vorstand dafür ein Ultimatum, das am 3. März 2012 endete. Der spanische Vorstand denkt aber gar nicht daran, die Summe zurückzugeben oder wenigstens das Aktienpaket des Deutschen am Klub zu erhöhen. Stattdessen bot der Vorstand an, Claassen das umstrittene zehnprozentige Aktienpaket zurückzukaufen ? allerdings für nur noch 500.000 Euro.
Dem deutschen Manager reichte es:
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