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Presse-Echo


08.03.2012
Mit Liquid Swaps der Deutschen Bank noch schneller pleite

Der preußische Reformer Silvio Gesell (1862-1930) aus der gemeinnützigen Obstbausiedlung Eden e.G. vor den Toren Berlins konnte sich leider nicht durchsetzen. Wäre nach seiner Theorie Geld nur ein reines Tauschmittel gegen Waren und würde man nicht versuchen, aus Geld noch mehr Geld ohne Gegenwert zu gewinnen, hätte es die Finanzkrise in diesem Jahrtausend nicht gegeben.

Kein Grund für Deutschlands größtes Kreditinstitut, der Deutschen Bank AG aus Frankfurt, auf Wetten gegen die eigenen Kunden zu verzichten, um an Zinsgeschäften mehr zu verdienen als mit Krediten in die Realwirtschaft.

Nachdem ein Finanzmathematiker zwei Stunden brauchte, um im März 2010 dem Oberlandesgericht Stuttgart zu erklären, wie Spread-Ladder-Swaps funktionieren, mit denen sich viele notleidende Kommunen als Kunden der Bank in den Ruin pokerten, weil die Deutsche Bank bei dem Geschäft nur einen Gewinn erzielte, wenn die Kunden die Wette verloren, klagen im Augenblick viele private Bankkunden über Verluste aus einer zweiten, noch schnelleren und noch riskanteren Zinswette, die die Deutsche Bank auflegte: Liquid Swaps.

Es handelt sich dabei um Derivatgeschäfte, die auf den Deutsche Bank Liquid Commodity Index (LCI) basieren.

Rechtsanwalt Franz-Josef Lederer<br /> von Rössner Rechtsanwälte München
Rechtsanwalt Franz-Josef Lederer
von Rössner Rechtsanwälte München
Der Münchener Rechtsanwalt Franz-Josef Lederer von der Kanzlei Rössner Rechtsanwälte hat sich das Modell etwas näher angeschaut, nachdem sich etliche Betroffene an ihn gewandt hatten. Seine Einschätzung: "Vielen Bankkunden war ein so genannter strukturierter Swap mit Koppelung an den Deutsche Bank Liquid Commodity Index Mean Reversion Plus Excess Return verkauft worden. Dass die Kunden dabei eine gefährliche Rohstoffwette eingingen, bei der die Bank ein erhebliches Eigeninteresse am Abschluss des Swapvertrages hatte, war den meisten Anlegern nicht bewusst."

Der Liquid Swap ist Spekulation in Reinkultur - kein Deckungsgeschäft

Anwalt Lederer warnt: "Der Swap an sich stellt bereits ein risikoreiches Investment dar. Der LCI-Swap wurde als reines Spekulationsprodukt entwickelt. Die Anlagestrategie ist extrem komplex, so dass ein Deckungsgeschäft nicht realistisch ist. Ein Risiko, das nicht einschätzbar ist, kann auch nicht abgedeckt werden."

Und so funktioniert der Liquid Swap:

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