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07.06.2012
Neitzel & Cie. Solarenergie-Fonds: Renditen trotz EEG-Kürzung

Convent Alle Anleger, die sich besorgt fragen, wann denn nun die erste Rendite von 7 bis 8 Prozent des im September 2011 platzierten 15 Millionen Euro schweren Fonds Solarenergie 2 Deutschland ausgeschüttet wird, da am Ende des vorigen Jahres erst vier Solarparks mit 7,7 MWp (60 Prozent des geplanten Volumens) investiert waren und in diesem Jahr eine drastische Reduzierung der staatlichen Einspeisevergütung EEG ansteht, kann Anbieter Bernd Neitzel (Foto © Neitzel), Inhaber des Hamburger Emissionshaus Neitzel & Cie., nun beruhigen.

Gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net stellte Neitzel klar: "Der Einkaufsprozess des Fonds steht kurz vor Beendigung und wird die Solaranlagen mit der prognostizierten Rendite und besser einkaufen, weil die Modulpreise seit Anfang 2011 um bis zu 60 Prozent gefallen, die Kaufpreise pro Megawatt ebenfalls (parallel zur EEG-Vergütung) gesunken sind und die Zinsen der Langfristfinanzierung derzeit bei nur noch 3,3 bis 3,7 Prozent pro Jahr für 10 Jahre fest liegen.

Es ist für die Auszahlungen 2011 unerheblich, wie viele Anlagen zum 31. Dezember 2011 erworben wurden, weil wir allein in diesem Jahr zirka 22 Anlagen aus den Jahren 2008 bis 2011 verhandelt und geprüft haben. Diese Anlagen beziehungsweise die Betriebsgesellschaften werden rückwirkend und inklusive Liquidität übernommen und sind - auch bei einem Erwerb in 2012 - ausschüttungsfähig."

GoMoPa.net: Warum kam es nun zu Verzögerungen bei den Ausschüttungen?

Bernd Neitzel: "Die Anlagen des Fonds in Königsbrück, Herbsleben, Greussen, Hertzfelde sind planmäßig verlaufen oder darüber. Die kleine Dachanlage in Projekt Herbsleben läuft noch unter Plan, wird aber derzeit vom Erbauer auf deren Kosten optimiert, und es werden Ertragsausfälle ersetzt. Die im Hauptprospekt beschriebene Stille Beteiligung läuft ebenfalls planmäßig. Alle Projekte stellen die Liquiditäten dem Fonds für die Auszahlungen an die Investoren zur Verfügung.

Grundsätzlich sind zudem in jedem Solarprojekt die Sicherheitsleistungen der Finanzierungen immer vor der Eigenkapitalentnahme zu leisten, so dass es gerade im ersten und zweiten Betriebsjahr zu verzögerten Prozessen kommt - allein in den Projekten Königsbrück und Herbsleben wurden vertragsgemäß bereits 450.000 Euro angespart (unabhängig von der Eigenkapitalentnahme), um diese 10 Jahre für Eventualkosten vorzuhalten, wie es im Hauptprospekt unter dem Punkt Finanzierungsverträge beschrieben wurde."

GoMoPa.net: Aber stellen die hohen Fremdkredite von 70 Prozent an der Gesamtinvestition von 55 Millionen Euro nicht auch ein besonders hohes Risiko dar? Die Stiftung Warentest schrieb über Ihren Fonds im August 2011: "Ein Kreditanteil von 70 Prozent und mehr ist überhaupt nur akzeptabel, wenn der Fonds niedrige Kosten hat und mit sicheren laufenden Einnahmen etwa aus Fotovoltaikanlagen rechnen kann."

Bernd Neitzel: "Unser Fonds Solarenergie 2 Deutschland kann mit sicheren Einnahmen aus gesetzlicher Einspeisevergütung auf Basis des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) rechnen, basiert nicht auf guten oder schlechten Geschäften, sondern auf einer staatlich garantierten Abnahmeverpflichtung mit gesetzlich für 20 Jahre festgeschriebenen Einnahmevergütungssätzen.

Gerade weil das gesetzlich festgeschrieben und damit berechenbar ist, sind deutsche Banken - unter anderem unter Bereitstellung öffentlicher klassischer Förderkredite der staatlichen KfW-Bank, klassischen Hausbankdarlehen oder Krediten der Europäischen Investitionsbank (EIB) - auch bereit, Finanzierungsmittel in diesem bei Fotovoltaik absolut üblichen Rahmen zur Verfügung zu stellen.

Insofern stehen diesen (staatlichen) Kreditmitteln auch staatlich garantierte Einnahmen gegenüber. Und weil das berechenbar und eben ohne übliches Geschäftsrisiko ist, haben bei Solarenergie 2 Deutschland - neben Banken und Vermögensverwaltern für ihre Kunden und Mandanten - auch Stiftungen Gelder angelegt, die diesem strengen Sicherheitsgedanken für den Erhalt ihres Stiftungskapitals gemäß ihrer Satzung Rechnung tragen müssen."

GoMoPa.net: Nun sollen aber die Vergütungen rückwirkend ab dem 1. April 2012 für Dachanlagen um 20 Prozent und für Photovoltaikanlagen auf Freiflächen um 30 Prozent gekürzt werden, worüber gerade im Vermittlungsausschuss der Bundesregierung beraten wird. Wieso sammeln Sie in Zeiten solcher Vergütungsunsicherheit seit Januar 2012 noch einmal 15 Millionen Euro für einen weiteren Fonds ein, den Solarenergie 3 Deutschland? Wie können Sie da noch eine Rendite zwischen 6,5 und 8 Prozent zusichern?

Bernd Neitzel: "Es sind reichlich ...

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