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01. Dezember 16, 01:00:00

S&K-Anleger sollen 15 Millionen Euro zurückzahlen


ConventS&K-Gründer Stephan Schäfer (37) aus Obernburg in Bayern, seit 19. Februar 2013 in der JVA Weiterstadt in Hessen in U-Haft, posierte mit Models und teuren Autos vor einer Villa Das mehrheitlich dem seit dreieinhalb Jahren in U-Haft sitzenden Hamburger Kaufmann Hauke Bruhn (50) gehörende Emissionshaus United Investors Holding GmbH hatte im Jahr 2008 den Immobilienfonds S&K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH & Co. KG mit einem Anlegerkapital von 34 Millionen Euro platziert. Im Jahr 2011 folgte der Fonds Deutsche S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG, in den Anleger mehr als 40 Millionen Euro einzahlten.

Das Emissionshaus und die Fonds gingen im Jahr 2013 in die Insolvenz. Die Anleger waren mit Renditen von 12 Prozent geködert worden. Die Vermittler kassierten 13 Prozent. Der Vertrieb kostete noch einmal 7 Prozent. Somit hätte Emissionshaus- und Fondsgeschäftsführer Bruhn aus 80 Euro Anlegerkapital 112 Immobilienkapital machen müssen, ein nahezu aussichtsloses Unterfangen.

Mitgeschäftsführer Thomas Gloy (51) aus Hamburg kam im Mai 2016 aus der U-Haft frei, nachdem er vor dem seit September vorigen Jahres vor dem Landgericht Frankfurt laufenden Strafprozess ein Geständnis abgelegt hat, dass er vom Betrug bei S&K gewusst, aber nichts dagegen unternommen habe.

Bereits ein Jahr zuvor hatte das Landsgericht Landshut in einem zivilen Schadensersatzprozess zugunsten eines Anlegers erkannt, das das Fondskonzept der Deutschen S&K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG wirtschaftlich nicht tragfähig war.

Zur selben Erkenntnis ist offenbar auch der bestellte Insolvenzverwalter der beiden Fonds Dr. Achim Ahrendt aus Hamburg, Partner der Frankfurter Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm Insolvenzverwalter, gelangt:

Da nach seiner Erkenntnis alle bisherigen Auszahlungen aus beiden Fonds in Höhe von 15 Millionen Euro aus Scheingewinnen geflossen sein sollen und weil Anleger in dem Falle keinen Anspruch auf Auszahlung gehabt haben sollen, fordert Dr. Ahrendt die betroffenen Anleger auf, alle Ausschüttungen bis Ende November 2016 zurückzuzahlen.

In Briefen, die zum Teil dem Handelsblatt vorliegen, heißt es: Die Gelder für die Ausschüttungen seien nicht durch rentable Investitionen in Immobilien erwirtschaftet worden. Vielmehr seien sie "zum Großteil mit den Anlagegeldern der neu gewonnenen Anleger finanziert" worden, es habe sich um ein "Schneeballsystem" gehandelt. Tatsächlich hätten die Fondsgesellschaften "im Zahlungszeitraum zu keinem Zeitpunkt Gewinne" erzielt. Deshalb hätten die Anleger keinen Anspruch auf Ausschüttungen gehabt.

Außerdem müsste Dr. Ahrendt alle Gläubiger der Fonds gleich behandeln und die Bevorzugung durch die Ausschüttungen an einige Anleger im Interesse der anderen Anleger, die keine Ausschüttungen mehr bekamen, aufheben. Die Rückzahlung diene dazu, die "gesetzlich geforderte Gleichbehandlung zu gewährleisten".

Die mit den Ausschüttungen von 15 Millionen Euro besser gestellten Anleger sollten sich nun gerechterweise nach Rückgabe wie alle anderen Gläubiger hinten anstellen und auf die Quotenaufteilung aus der Insolvenzmasse warten.

Widerstand regte sich allerdings von Rechtsanwalt Marc Gericke von der Siegburger Kanzlei Göddecke, der viele Kommanditisten vertritt. Er rät den betroffenen Anlegern, nicht blind zu zahlen, sondern erst einmal zu prüfen. Denn wie Gericke der Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider sagte, zeige die Erfahrung, dass sich nicht jede Forderung eines Insolvenzverwalters tatsächlich als begründet herausstelle.

Das Handelsblatt fasste die Geschäftsmodelle der S&K-Gruppe wie folgt zusammen, bei dem laut Frankfurter Staatsanwaltschaft 11.000 Anleger um mindestens 240 Millionen Euro betrogen worden sein sollen:

Anfänge: Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt sollen die S&K-Gründer Stephan Schäfer und Jonas Köller (beide seit 19. Februar 2019 in U-Haft) zunächst minderwertige Immobilien zu überhöhten Preisen weiterverkauft haben. Dies ist jedoch nicht Gegenstand des Verfahrens, das nun in Frankfurt beginnt.

Geschlossene Fonds: Offizieller Geschäftszweck soll das Einsammeln von Anlegergeldern für den An- und Verkauf von Immobilien gewesen sein. Geworben wurde mit bis zu zwölf Prozent Rendite pro Jahr. Hier sollen Hauke Bruhn und Thomas Gloy, Geschäftsführer des Hamburger Fondsemissionshauses United Investors, ins Spiel gekommen sein.

Lebensversicherung: Es soll zwei Modelle gegeben haben: Mal traten Lebensversicherungskunden ihre Rückzahlungsansprüche gegen die Versicherungsgesell- schaften ab, mal sollen sie zur Kündigung ihrer Versicherung bewegt worden sein. Der Unternehmer Daniel Fritsch, ebenfalls in U-Haft, soll maßgeblich mitgewirkt haben.

Fremde Fonds: Von Dritten errichtete Fondsverwaltungsgesellschaften sollen gekauft worden sein, um über die eingesammelten Gelder bestimmen zu können. Betroffen: Fonds der MIDAS-, DCM- und SHB-Gruppe. In den maßgeblichen Gesellschaften soll der leitende S&K-Angestellte un in U-Haft sitzende Marc-Christian Schraut. mitgewirkt haben.

Eine Ende des laufenden Mammutsprozesses gegen Stephan Schäfer, Jonas Köller, Hauke Bruhn, Thomas Gloy, Daniel Fritsch, Marc-Christian Schaut, S&K-Anwalt Igor Petri (kam am 26. Noember 2014 gegen eine Kaution von 100.000 Euro frei) und Architekt Bernd Zimmermann (kam aus Altersgründen am 23. Dezember 2013 aus der U-Haft frei) ist noch nicht abzusehen. Nun denn...

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01. Dezember 15, 01:00:00

Norbert Porazik (Maklerpool Fonds Finanz) - Gier statt Sicherheit?


ConventNorbert Porazik, Gründer und geschäftsführender Geschäftsführer der Fonds Finanz Maklerservice GmbH aus München, gab dem Maklerpool ein "völlig neues Gewand" © fondsfinanz.de Auf der am 29. Oktober 2015 zu Ende gegangenen Fachmesse für die Finanz- und Versicherungswirtschaft DKM in den Westfalenhallen in Dortmund präsentierte Aussteller Norbert Porazik seine zehn Jahre alte Fonds Finanz Maklerservice GmbH aus München mit einem Relaunch.

"Messebesucher erwartet an unserem Stand eine in ein völlig neues Gewand 'gekleidete' Fonds Finanz", gab der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter des inhabergeführten Maklerpools gleich zu Beginn der Messe im Interview mit Cash.Online zum Besten.

Doch das neue Gewand dient wohl eher der Verschleierung.

Denn auf der erneuerten Website der Fonds Finanz Maklerservice GmbH fragt Maklerpool-Finanzchef Tim Bröning per Videobotschaft "Wie sicher ist die Fonds Finanz?" und stellt das Unternehmen mit "mehr als 27.000 angebundenen Maklern" vor.

27.000 Makler?

Laut dem unabhängigen Magazin für Anlageberater FONDS professionell aus Wien sind bei dem Maklerpool insgesamt 30.000 Berater angeschlossen, von denen lediglich 27.000 Berater eine Vertriebsvereinbarung mit Fonds Finanz haben.

Das heißt, für 3.000 Berater muss die Fonds Finanz gar nicht mit einer Stornoreserve, die Finanzchef Tim Bröning in dem Sicherheits-Video so hervorhebt, einstehen, da es gar keinen Vertrag gibt.

Und von den angeschlossenen 30.000 Beratern haben nur 4.000 Berater eine Maklerlizenz 34f GeWo für Fonds. Nur diese verfügen also bei einer Finanzanlagenvermittlung (Sachanlagen, Fonds) über eine Berufshaftpflichtversicherung in Form einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme.

Fonds Finanz heißt nicht umsonst Fonds Finanz. Das Unternehmen führte 2007 die Fonds-Datenbank ein und wurde damit zu einem echten Allfinanz-Maklerpool.

Norbert Porazik pushte den Pool in kurzer Zeit an allen anderen Maklerpools vorbei und landete im Jahr 2010 erstmals auf Platz 1 der Hitliste der umsatzstärksten Maklerpools von Cash.Online.

Von dem Platz ließ er sich nicht mehr verdrängen. Im Jahr 2011 überschritten die Provisionserlöse der Fonds Finanz die 100-Millionen-Euro-Grenze. Nach ein paar leichten Rückgängen in den Jahren 2012 (minus sieben Prozent) und 2013 (minus rund sechs Prozent) gab es 2014 wieder ein Plus von mehr als 8 Prozent mit einem Provisionserlös von 101,7 Millionen Euro.

Damit ist Norbert Porazik der Provisionskönig aller Maklerpools Deutschlands. Auf der Fachmesse DKM Dortmund warb Porazik denn auch mit einer Best-Provisionsgarantie.

Aber sicher vor Rückzahlungsansprüchen sind nur der König selbst und sein Hof (250 Angestellte und 130 Regionaldirektoren).

Denn ein Haftungsdach gibt es nicht. Der Fall Captura GmbH.

Die angeschlossenen 30.000 Berater müssen selbst zusehen, wie sie klar kommen. Das bekommen gerade die Vermittler zu spüren, die wegen der Captura GmbH aus Grasbrunn bei München mit Schadensersatzklagen überzogen werden, weil sie über die Fonds Finanz insbesondere Nachrangdarlehen mit kurzen Laufzeiten (180 beziehungsweise 360 Tage) und vergleichsweise hohen Zinsen von bis zu 7,95 Prozent vermittelt haben.

Das Amtsgericht München hat am 16. September 2015 über das Vermögen der Captura GmbH die vorläufige Insolvenz angeordnet. Laut Geschäftsbericht 2013 hatte die Captura allein bis Ende 2013 seit 2010 rund 33 Millionen Euro eingesammelt.

Rechtsanwalt Wolfgang Herfurtner aus München verwies auf Folgendes:

Rechtsanwalt Wolfgang<br /> Herfurtner aus München<br /> © Kanzlei Herfurtner
Rechtsanwalt Wolfgang
Herfurtner aus München
© Kanzlei Herfurtner

Zitat:


Dabei wurden die Nachrangdarlehen stets als rentabel und sicher für Anleger dargestellt. Vertrieben wurden die Beteiligungen an der Captura GmbH unter anderem von dem Maklerpool Fonds Finanz Maklerservice GmbH mit Sitz in München.

Um möglichst schnell auf dem Markt Fuß zu fassen, hat die Captura GmbH Vermittlern hohe Provisionen von bis zu 15 Prozent für den Vertrieb ihrer Produkte gezahlt.

Ein besonders großer Anreiz für die Vermittler also, Anlegern eine Investition in die Captura GmbH zu empfehlen.


Fonds Finanz hat die Nachrangdarlehen der Captura GmbH auf seinem Portal weiter angeboten, nachdem es Anfang September 2015 einen Vertriebsstopp gab. Vermittler erhielten keine E-Mail-Antworten von der Captura mehr, konnten keine Vertriebsunterlagen downloaden.

Und die Fonds Finanz bot die Finanzprodukte der Captura GmbH sogar noch an, nachdem das Amtsgericht München am 16. September 2015 die Insolvenzverwaltungsanordnung veröffentlicht hatte.

Wie aus Vermittlerkreisen verlautete, sollen etwa 400 Vermittler über Fonds Finanz in den vergangenen 5 Jahren rund 50 Millionen Euro an Nachrangdarlehen und Inhaberschuldverschreibungen der Captura verkauft haben.

Provisionskönig Porazik gab ein paar Brotkrumen.

Zur Abmilderung des finanziellen Leids soll Porazik den Vermittlern angeboten haben, dass sie zu einem von ihm ausgesuchten Anwalt, den Fachanwalt für Versicherungsrecht Norman Wirth aus der Cramerstraße 8 in Berlin Charlottenburg, gehen dürften, bei dem die Fonds Finanz die Erstberatungs-Kosten übernimmt. Die Erstberatungskosten sind aber bekanntlich nichts im Vergleich zu den Gerichtskosten und zum Schadensersatz, die auf die Vermittler zukommen können.

Der Preis für die Best-Provisionsgarantie von Fonds Finanz ist also hoch.

Das machte der Versicherungsbote aus Leipzig in seinem Bericht vom 14. August 2015 am Beispiel eines Konkurrenten von Fonds Finanz deutlicch: Dem ebenfalls aus München stammenden Maklerpool Jung, DMS & Cie. (JDC) mit Dr. Sebastian Grabmaier und rund 18.700 angeschlossenen Beratern, die Ende 2013 eine Provision von 66,7 Millionen Euro erzielten.

JDC fiel in der Cash-Hitliste im letzten Jahr vom zweiten auf den dritten Umsatzplatz zurück.

Der Maklerpool JDC, der im Gegensatz zu Fonds Finanz ein Haftungsdach für seine angeschlossenen Berater bietet, nahm 2014 ein Minus von fast zehn Prozent bei den Provisionserlösen aus einem sehr wichtigen Grund in Kauf.

Der Versicherungsbote schrieb:

Zitat:


Hintergrund der negativen Erlösentwicklung könnte sein, dass sich JDC von Geschäftsteilen getrennt hat, die das Unternehmen nach eigenen Angaben "im Verhältnis zum Ertrag als zu risikoreich erachtete".


Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net wollte von Norbert Porazik wissen:

Zitat:


Angesichts Ihrer Liste an Fondsemittenten, deren Produkte Sie vertreiben, stellt sich die Frage, welche Risikoprüfung Sie als Maklerpool bei der Auswahl vornehmen.


ConventTim Bröning, Finanzchef der Fonds Finanz Maklerservice GmbH, beantwortet nur Fragen nach der Sicherheit des Maklerpools, aber nicht nach der Haftungssicherheit für riskante Finanzanlagen, die der Maklerpool wegen der hohen Provisionen vertreibt © fondsfinanz.de Norbert Porazik antwortete auch nach mehrmaligem Nachhaken nicht. Auch im Video "Wie sicher ist Fonds Finanz?" von Finanzchef Tim Bröning gibt es zur Risiko-Absicherung keine Antwort.

Der Fall Captura GmbH erinnert ein wenig an die S&K-Immobilienfirma von Stephan Schäfer und Jonas Köller in Frankfurt. Auch dort war der Maklerpool Fonds Finanz involviert.

Schäfer und Köller wird seit dem 24. September 2015 nach zweijähriger Untersuchungshaft vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess wegen bandenmäßigen Betruges mit einem Schaden von 240 Millionen Euro an rund 6.000 Anlegern gemacht. Lehren hat Fonds Finanz aus dem Desaster offenbar nicht gezogen.

Die Liste der aktuellen Produktanbieter auf Fonds Finanz ist bezogen auf Risiko und Sicherheit weiterhin eine Liste des Horrors.

GoMoPa.net fragte Norbert Porazik unter anderem nach folgenden Anbietern:

Beispiel Aquila

Sie bieten aktuell als Sachwert-Investment den Aquila Capital Fonds Privat EquitiyINVEST, I (AIF) an? Was tun Sie, um die Risiken Ihrer Kunden zu minimieren?

Vorigen Sommer wurde bekannt, dass das Fondsmanagement von Aquila WaldINVEST III 40 Prozent des eingesetzten Kapitals im Regenwald verbrennt.

Im Februar und März 2015 gab es öffentliche Kritik an einer schlechten Performance der Aquila-Fonds, nicht eingehaltenen Versprechen und daran, dass die Aquila-Treuhänderin bei den notleidenden Fonds Anlegerrechte massiv missachten würde.

Beispiel CFB

Warum schicken Sie angesichts des Immobilienfondsgrabes CFB 142 einen Flugzeugfonds der Commerzbank, den CFB Flugzeuginvestment I (AIF), ins Rennen?

Meinen Sie, dass die Commerzbank-Manager bei Flugzeugen weniger riskant arbeiten, als bei Immobilienfonds, wo sie sich nicht einmal auf den konzerneigenen Vermieter verlassen konnten?

Beispiel Dr. Peters

Die gleiche Frage stellt sich bei Dr. Peters. Das Emissionshaus ist mit Schiffsfonds reihenweise krachen gegangen, nun sollen sie es mit Flugzeugen besser können (DS Fonds Nr. 140 Flugzeugfonds XIV (AIF)?

Beispiel Hanseatisches Fußballkontor

Wie sieht Ihre Sicherheits-Prüfung für Ihre Kunden bei den von Ihnen vertriebenen Nachrangdarlehen der Hanseatischen Fußballkontor GmbH aus? Sie bieten diese an, obwohl im Juni 2015 bekannt wurde, dass das Unternehmen bilanziell überschuldet ist und versucht, sich mit einer 50 Millionen Euro Anleihe zu retten.

Beispiel RWB

Warum bieten Sie RWB Global Market Fonds an, bei denen Kleinsparern suggeriert wird, sie können mit der Beteiligung am Ankauf von Newcomer Firmen 12 Prozent Rendite im Jahr verdienen. Etliche Newcomer Firmen aus aller Welt, die RWB als Zielfinvestments hat, haben noch nicht einmal eine Internetseite.

Trotz des Risikos des Totalverlustes als Unternehmer wird privaten Kleinanlegern die Beteiligung an RWB Private Capital Fonds sowohl in den Prospekten als auch von Beratern empfohlen, sogar für Altersvorsorgesparer, die sogenannten "55-Plus-Investoren". RWB steht für RentenWertBeteiligungen.

Betroffene Anleger beschwerten sich bei Anlegerschutzanwälten, dass sie nicht hinreichend aufgeklärt worden sind.

Beispiel Solvium

Was sagen Sie dazu, dass die Solvium Containerinvestments mit einer erfundenen Sicherheitsgarantie arbeiten?

Warum bieten Sie dennoch den Containerfonds Solvium Protect 6-3 Jahre an?

Beispiel Lloyd Fonds

Was sagen Sie dazu, dass sich die Manager von Lloyd Fonds schon beim Flugzeugfonds A380 Singapore Airlines mächtig verkalkuliert haben? Und zwar von Anfang an.

Dennoch bieten Sie nun Energiefonds aus dem gleichen Hause an. Warum?

Eine Antwort auf die Anfragen gab es bitte heute nicht, jedenfalls nicht von Fonds Finanz. Stattdessen schoss plötzlich Poraziks Marketing-Postille procontra (Herausgeber Alsterspree Verlag betrieb für Fonds Finanz ein Corporate Publishing) gegen k-mi, gomopa und scoredex los.

Schmutzkampagne von procontra

Kaum hatte nämlich der Düsseldorfer Branchendienst kapital-markt intern bei Norbert Porazik schriftlich angefragt, warum er sich nicht an das Dortmunder Modell hält und somit nicht offenlegt, wie viele seiner Vermittler echte Makler mit ausreichenden Vermögensschadensabsicherung und wie viele nur einfache Mehrfachagenten oder Ausschließlichkeitsvertreter sind, die selbst über keine ausreichende Deckung verfügen, wurde kapital-markt intern bösartig von procontra aus Berlin verleumdet, k-mi würde Unternehmen unter Druck setzen und zu Zahlungen nötigen:

Convent

Zitat:


Sie geben sich als die unabhängigen und kritischen Journalisten, doch kapital-markt intern sei käuflich und übe Druck aus.

So heißt es zumindest hinter vorgehaltener Hand. Offen sprechen will darüber keiner - aus Angst vor der Vergeltung des mächtigen Verlags.


Procontra musste den Artikel laut Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 9. August 2012 (Aktenzeichen 37 091/12) in allen wesentlichen Aussagen löschen. Norbert Porazik war der einzige, der sich von km-i bedroht fühlte, blamierte sich aber vor Gericht. Gleich nach Erscheinen und somit vor dem Verbot soll Porazik den Schundartikel rasch über seinen Verteiler an alle damals 27.000 angeschlossenen Vermittler gesandt haben.

Der Versicherungsbote und Cash.Online sollen es abgehnt haben, sich an der Schmutzkampagne gegen k-mi zu beteiligen. Nur procontra machte bereitwillig mit.

Aber spielen Fonds Finanz und procontra auch sonst tatsächlich zusammen?

Kapital-markt intern fand heraus:

Zitat:


procontra agiert als der Messepartner der Fonds Finanz. Ein Hehl machen beide daraus nicht, schließlich platzierte procontra auf seinem bunten Printheftchen der Ausgabe Februar/März 2012 auf der Titelseite angeheftet eine zusätzliche, 66 Seiten umfassende MMM-Messebroschüre, in der im Editorial Siebert (Philipp Benjamin Siebert ist procontra-Chefredakteur und Alsterspree-Verlags-Geschäftsführer - Anmerkung GoMoPa.net) und Porazik gemeinsam in der Wir-Form sogar die Einladung an die Vermittler aussprechen.


Ideal Versicherung kündigte Fonds Finanz die Zusammenarbeit auf.

Weil Porazik nicht offenlegen will, ob ein Makler oder ein Mehrfachagent oder ein Ausschließlichkeitsvertreter ein Geschäft über den Pool einreicht, was zu einem Streit führen kann, wer da hätte prüfen müssen, hat die Ideal Versicherung im Frühjahr 2012 die Zusammenarbeit mit Fonds Finanz beendet. Ein wohl außergewöhnlicher Fall auf dem Finanzmarkt.

GoMoPa.net hatte ebenfalls bei Norbert Porazik angefragt. Es ging um das hohe Risiko seiner Produktgeber. Die Anfragen von GoMoPa.net laufen seit 2014.

Statt einer Antwort streute procontra nun das Gerücht, auch GoMoPa.net würde wie k-mi Marktteilnehmer unter Druck setzen und Geldzahlungen verlangen. Auch hier stieß Finanzlaie Robert Krüger Kassissa nur heiße Luft aus. Es gab keinen Zeugen oder nachprüfbare Fakten.

Ähnliches folgte vor kurzem über das Seriositätsrating von Scoredex.com, wobei wieder einmal Robert Krüger Kassissa seine Leser bewusst belog, wie GoMoPa.net nachwies.

Nur ein einziges Mal nahm Norbert Porazik gegenüber GoMoPa.net Stellung. Der Fall Pacta Invest GmbH.

Als GoMoPa.net Anfang diesen Jahres über Betrug beim Ankauf von Bausparveträgen und Lebensversicherungen berichtete, spielte auch die Firma Pacta Invest GmbH aus Landshut eine unrühmliche Rolle. Denn sie kaufte den Bausparvertrag einer Frau aus Mittelfranken, überwies das Geld aber an einen ominösen Schweden, nach dem gefahndet wurde.

Bei den Recherchen fiel GoMoPa.net etwas Merkwürdiges auf. Die Pacta Invest nannte als Quelle für ihr Werbevideo die Münchener Fonds Finanz Maklerservice GmbH.

Darüber zeigte sich Norbert Porazik überrascht. "Wir haben mit denen gar nichts zu tun", sagte er zu GoMoPa.net.

Porazik konnte GoMoPa.net auch erklären, wie die Pacta Invest dazu kommt, sich mit seinem Namen zu schmücken:

Zitat:


Wir haben hier ein Studio. Da darf jeder Produktgeber aus der Finanzwirtschaft kostenlos Video machen.


Porazik wollte dafür sorgen, dass seine Firma aus dem Impressum der Pacta Invest verschwindet.

So etwas passt schließlich nicht zum "völlig neuen Gewand" seines Maklerpools Fonds Finanz Marketing GmbH. Ein schöner Schein, aber am hohen Risiko für die Vermittler hat sich nichts geändert. Nun denn...

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01. Dezember 14, 01:00:00

Mega Holdings: Mutmaßliches Schneeballsystem erreicht Deutschland


ConventDie Top-Verdiener von Mega Holdings brauchen den europäischen Markt, um ihr Einkommenslevel zu halten: Enes Olgun, Mesut Öpengin, Can Kakmaci, Selman Olgun und Burak Saritas (von links). (be, ta) - Das MLM-System Mega Holdings aus Hamburg bietet Webseiten für ein Vielfaches des üblichen Preises an. Tatsächlich steht jedoch nicht das Produkt im Zentrum, sondern das stetige Anwerben neuer Kunden. In der Türkei bezeichnet man Mega Holdings bereits offen als Betrug. Nachdem die Zahl der Neukunden dort zurückgegangen ist, tragen die Macher das mutmaßliche Schneeballsystem nun nach Deutschland.

Das Unternehmen Mega Holdings Europe GmbH legt Wert darauf, dass es ein echtes Produkt anbietet: Für 250 Euro erhält man eine Webseite, die man ein Jahr lang nutzen kann (Gold Website Plan). Drei Jahre kosten 738 Euro (Diamond Website Plan). Auch wenn laut Produktbeschreibung "unbegrenzter Speicher, E-Mail und Traffic" im Preis enthalten sind, ist das Angebot der Mega Holdings deutlich überteuert. Bei united domains beispielsweise erhält man ein verleichbares Angebot für circa ein Viertel dieses Preises.

ConventDurch die Einzahlungen der Mitglieder finanziert? Die Lamborghinis von Mega-Holdings-Macher Enes Olgun. Schon in der eigenen Darstellung von Mega Holdings Europe steht, dass das angebotene Produkt gar nicht das Entscheidende ist. Zwar heißt es auf der Startseite von Mega Holdings Europe: "Eine Webseite kann das Leben eines Menschen verändern!" Doch beworben wird die "Diamond Website" für 738 Euro auch mit dem Versprechen: "Beinhaltet im Multi-Level-Marketing den weltweit besten Kommissionsplan."

Hohe Provisionsversprechen, überteuertes Produkt

Das Unternehmen verspricht seinen Kunden hohe Provisionen, wenn sie das Web-Paket erfolgreich weiterempfehlen. Für zwei geworbene Neukunden liegt die Provision bei circa 100 Euro. Zusätzlich erhält man eine Provision aus den Verkäufen der Kunden, die man angeworben hat. Wenn wiederum diese Angeworbenen in zweiter Generation noch weitere Kunden gewinnen, erhält man erneut eine Provision. Damit das mutmaßliche Schneeballsystem nicht zu schnell zusammenbricht, ist die Provisionsauszahlung für einen Vertriebler auf maximal 1.600 Euro pro Tag begrenzt.

ConventDas Provisionssystem von Mega Holdings verspricht hohe Gewinne für alle Beteiligten. Tatsächlich profitieren nur die Früheinsteiger. Quelle: MH-Präsentation In der Türkei hat Mega Holdings 2013 innerhalb von nur sechs Monaten 35.000 Webseiten-Pakete für circa 25 Millionen Euro verkauft. Die türkische Zeitung Hürriet bezeichnete das System von Mega Holdings im Januar dieses Jahres als ein Schneeballsystem. Juristen sprechen offen von "Betrug". Das Produkt diene lediglich als Vorwand, um das eigentliche Geschäft zu verschleiern: das Anwerben immer neuer Kunden.

Wer hat dieses Mulit-Level-Marketing-System nach Deutschland geholt, das in der Türkei bereits verbrannte Erde hinterlassen hat? Wer sind die Hintermänner?

Der Vorzeigevertriebler von Mega Holdings in Deutschland ist Burak Saritas (23). Der in der Türkei geborene und in Hamburg aufgewachsene Saritas wurde durch seine Cousins Enes Olgun und Selman Olgun für Mega Holdings eingespannt. Er leitete auch die erste Mega-Holdings-Massenveranstaltung in Hamburg, an der 350 potenzielle Neukunden teilnahmen. Saritas, der von sich selbst gern in der dritten Person spricht, beschreibt seine derzeitigen Tätigkeiten wie folgt (Fehler aus dem Original übernommen):

Zitat:


Zurzeit unterstützt er andere Menschen und macht sie gleichzeitig Reich, aus diesen Gründen verdient er Geld.


Saritas soll das Deutschlandgeschäft aufbauen und bezeichnet sich selbst auf seiner Webseite stolz als "Geschäftsführer für das Unternehmen Mega Holdings in Deutschland". Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net kontaktierte Emre Yücel (23), selbsternannten "Leader in Göttingen" von Mega Holdings. Dieser bestätigte GoMoPa.net, dass Mesut Öpengin zwar Firmeninhaber sei, aber Burak Saritas der eigentliche Geschäftsführer der Mega Holdings Europe GmbH ist. Den Vorwurf, dass es sich dabei nur um ein Schneeballsystem handeln würde, versuchte Yücel wenig geschickt wie folgt abzuwehren:

Zitat:


Es gibt ja viele Definitionen für Schneeballsysteme, aber das Einzige, was für mich grundlegend ist, ist dass die Firma Mega Holdings eine eingetragene GmbH ist.


Auch die Firma Marketing Terminal aus Kempten im Allgäu war eine eingetragene GmbH. Mit Online-Werbung als vermeintlichem Produkt und bis zu 100 Prozent Rendite wurden Ahnungslose in die Falle gelockt. Bereits im Sommer 2014 brach der Marketing-Terminal-Schneeball mangels neuer Einzahlungen in sich zusammen. Zunächst wurden Auszahlungen nur verspätet getätigt, schließlich wurden sie drastisch gekürzt. Am Ende entstand ein geschätzter Schaden von 40 Millionen Euro. Der Drahtzieher der Abzocke, Meik Frankenhauser, sitzt mittlerweile in U-Haft und gegen weitere Beteiligte wird ermittelt. GoMoPa.net berichtete.

Die Türkei-Connection braucht den deutschen Markt

Offiziell bekleidet Mesut Öpengin (32) den Posten des Geschäftsführers der in Hamburg ansässigen Mega Holdings Europe GmbH. Der in Istanbul lebende Öpengin zählt zu den "Top-Leadern" und damit zum kleinen Kreis der wahren Profiteure des mutmaßlichen Schneeballsystems. Seit 2013 bereitet er den Markteintritt in Deutschland vor und suchte sich dafür ausgerechnet das MLM-Magazin Obtainer als Partner aus. Dort sagte er im Februar 2014 in einem Interview:

Zitat:


Vor Mega Holdings war mein Leben schwarz-weiß. Seitdem ich Teil dieses Unternehmens bin, ist mein Leben bunt.


Das vom MLM-Experten Michael Sander gegründete Onlinemagazin Obtainer ist darauf spezialisiert, MLM-Systeme mit positiver Berichterstattung zu fördern. Auch für das mutmaßliche Schneeballsystem Vizinova sprang Michael Sander in die Bresche. GoMoPa.net berichtete.

Neben Vizinova und Mega Holdings wird im Obtainer auch FlexKom beworben, ein mutmaßliches Schneeballsystem des oberbayerischen Verkaufsprofis Cengiz Ehli. Die Firma FlexKom International AG betreibt ein Cashback-System in Form von Kundenkarten und Smartphone-Apps. Die Kunden sammeln Bonuspunkte, indem sie neue Kundenkarten-Nutzer werben. Sie bleiben jedoch auf ihren Bonuspunkten sitzen, da es außer einem Frisör und einer Pizzeria kaum Annahmestellen gibt. GoMoPa berichtete.

Neben Öpengin gehören auch die Brüder Enes (25) und Selman (23) Olgun zum inneren Zirkel von Mega Holdings. Beide haben den Rang eines "Mega Star" und gehören somit zu den Spitzenverdienern. Enes Olgun hat angeblich bis zu 65.000 Vertriebler in seiner "Downline" und streicht rund 100.000 Euro pro Monat an Provisionen ein.

Auch Selman verdient mit Mega Holdings laut Business For Home rund 40.000 Euro pro Monat. Damit die Macher ihre Einkünfte auf diesem Level halten können, soll nun ihr Cousin Burak Saritas in Deutschland auf Bauernfang gehen. Eine weitere Schlüsselfigur ist Dr. Hedi Khezrzadeh, den Öpengin als seinen Mentor bezeichnet.

Die Drahtzieher kommen aus Asien

Die wahren Hintermänner des vermeintlichen Ponzi-Schemas sind in Hongkong zu finden. Initiiert wurde Mega Holdings von Michael Cheng. Er gründete Mega Holdings Ltd. angeblich schon im Jahr 1999. Die Firma hat ihren Sitz in einem Briefkasten im Rightful Centre in der Tak Hing Street 12 in Hongkong. Dorthin fließt vermutlich auch ein Teil der Gelder aus Deutschland.

CEO S.S.Bon
CEO S.S.Bon
Die rechte Hand von Firmengründer Michael Cheng ist S. S. Bon, der im Obtainer als Vorstandsvorsitzender von Mega Holdings Inc. vorgestellt wird. Auf die Frage, was Mega Holding von anderen MLM-Systemen unterscheidet, antwortete Bon:

Zitat:


Im allgemeinen ist die Mehrheit der Produkte von MLM-Firmen weniger interessant für junge Leute. Aber unserer Produkte [...] ziehen Leute aller Altersklassen an. Sie haben die stärkste Anziehungskraft auf die jüngere Generation von heute.


Tatsächlich ist es Mega Holdings auch in Deutschland gelungen, junge Leute für ihre Zwecke einzuspannen. Ihnen fehlt die Erfahrung mit mutmaßlichen Schneeballsystemen. Denn neben dem finanziellen Schaden bleiben oft zerstörte Freundschaften und zerrüttete Familienverhältnisse zurück.

Der "Leader in Göttingen" Emre Yücel (23) bat im Gespräch mit dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, von einer Warnung vor dem mutmaßlichen Schneeballsystem Mega Holdings abzusehen. Er fragte GoMoPa.net mit schwerer Stimme:"Wollen Sie mir das Brot abschneiden?" Nun denn...

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01. Dezember 13, 01:00:00

Schuldtitel von Finanzämtern und Jobcentern unrecht?


Finanzämter und Jobcenter treiben uferlos Steuerschulden oder Rückforderungen ein, ohne den üblichen Weg eines Gläubigers zu beschreiten.

Sie machen sich nicht erst die Mühe und beantragen bei Gericht einen Mahnbescheid und nötigenfalls einen Vollstreckungsbescheid. Sie erstreiten auch keinen Schuldtitel. Und warten auch nicht, bis der Gerichtsvollzieher die Schulden eintreibt.

Finanzämter und Jobcenter unterlaufen einfach das Richterprivileg und spielen selbst Richter in eigener Sache. Ihre Rückforderung ist kein Mahnschreiben, sondern gleich ein vollstreckbarer Schuldtitel, der ohne ein Verfahren sofort für 30 Jahre gilt.

Der Trick, warum Finanzämter oder Jobcenter sich dieses Sonderrecht herausnehmen, besteht darin, dass sie die Schuld als "öffentliche Geldforderung" titulieren.

Dazu geben sich Finanzämter oder Jobcenter als öffentlich-rechtliche Körperschaften oder einfach als staatliche Behörden aus.

"Aber das sind sie nicht", sagt der Fachanwalt für Zwangsvollstreckungen und Steuerstrafsachen Lutz Schaefer (68) aus Riegenroth in Rheinland-Pfalz dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net: Und bringt auch gleich den Beweis.

Convent
In Wirtschafsdatenbanken stehen Finanzämter oder wie hier das Jobcenter Koblenz als Firmen
"Jeder kann das selbst überprüfen. Gehen Sie mal auf die Seite UPIK.de der Wirtschaftsauskunftei Bisnode D&B Deutschland GmbH aus Darmstadt und geben dort Ihr Finanzamt oder Jobcenter ein", fordert Anwalt Schaefer GoMoPa.net auf. "Was erscheint dann?"

GoMoPa.net folgt der Anweisung und gibt mal das Jobcenter Koblenz in Rheinland-Pfalz ein. Und da steht es tatsächlich Schwarz auf Weiß:

Das Jobcenter (dasselbe passiert auch beim Finanzamt) ist gar keine staatliche Behörde oder öffentlich-rechtliche Körperschaft. Das Jobcenter (oder auch Finanzamt) ist schlicht und ergreifend eine private Firma.

Der eingetragene offizielle Name der Firma lautet in unserem Fall: Bundesagentur für Arbeit.

Das Jobcenter Stadt Koblenz erscheint als Unternehmensteil.

Die Adresse des Jobcenters ist auch kein Amtssitz, sondern lediglich ein Geschäftssitz.

Dennoch schickte dieses private Unternehmen einem Selbständigen aus Koblenz eine sofort vollstreckbare Forderung über fast 1.500 Euro. Der Selbständige konnte sich die hohe Rückzahlungssumme nicht erklären.

Als der Selbständige vom Jobcenter wissen wollte, wie die Summe genau zustande kommt, habe es keinerlei Aufklärung gegeben, sondern das Jobcenter beauftragte das Hauptzollamt Koblenz und ein externes Inkassobüro mit der Eintreibung der angeblich "öffentlichen Geldforderung".

Rechtsanwalt Schaefer, der den Selbstständigen vertritt, stoppte die selbsttitulierte Forderung des Jobcenters mit Hilfe der schnellsten und kürzesten Klage im deutschen Recht: Schaefer reichte am 27. August 2013 beim Amtsgericht Koblenz eine negative Feststellungsklage ein. Begründung: Das Jobcenter habe zur Selbsttitulierung gar kein Recht. Außerdem müsse es die Forderung nachvollziehbar herleiten und begründen.

Schaefer schrieb in seiner negativen Feststellungklage zur Begründung unter anderem dem Amtsgericht Koblenz:

Zitat:


Es handelt sich demnach um eine privatrechtliche Forderung, die keiner Selbsttitulierung zugänglich ist und daher auch nicht vollstreckt werden kann. Es rechtfertigen sich daher der Einstellungsantrag sowie der gewählte Rechtsweg zu den ordentlichen Zivilgerichten.

Um diese Streitfrage weiter zu beleuchten, wird vom Kläger noch ein weiteres Dokument vorgelegt. Es handelt sich um eine Antwort des Bundesinnenministeriums aus dem Jahre 2012 auf die Frage eines Bürgers zu seiner Staatsangehörigkeit. Dort wird als wesentliche Aussage folgendes mitgeteilt:

Mit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes am 24. Mai 1949 konstituierte sich eine sowohl in territorialer Hinsicht als auch durch besatzungsrechtliche Vorgaben eingeschränkte deutsche Staatsgewalt unter dem Namen "Bundesrepublik Deutschland" in den drei westlichen Besatzungszonen. Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde jedoch kein neuer Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert." [...]

Beweis: Schreiben BMI vom 30.03.2012

An diese Situation und deren Handhabung erinnert das Märchen Des Kaisers neue Kleider, dass etwas nur funktioniert, solange jeder mitmacht, beziehungsweise mitmachen muss. Dies werden indes täglich weniger.

Daraus erklärt sich auch nahtlos, dass mangels Staatlichkeit sämtliche Einrichtungen, die bisher als Behörden fungieren, lückenlos international als private Gesellschaften gelistet sind und damit auch dem Privatrecht unterliegen. Diese Feststellung ist zwar wegen der gravierenden Konsequenzen äußerst unerwünscht, entspricht jedoch den offensichtlichen Tatsachen.

Insbesondere sind erfreuliche Ansätze in der Rechtsprechung gegen die nahezu uferlose Selbsttitulierung der scheinbar staatlichen Stellen vorhanden, die zusätzlich noch das Richterprivileg der Artikel 92 folgende, 101 Grundgesetz unterlaufen, um ihre oft mehr als dubiosen Forderungen durchzusetzen. Es ist an der Zeit, hiermit endgültig Schluss zu machen.


GoMoPa.net: Und haben Sie Erfolg?

Rechtsanwalt Schaefer: "Am Gericht herrscht Stillschweigen. Die Klage wurde beim Amtsgericht eingereicht, die Gerichtskosten sind bezahlt, ansonsten fehlt jeder Fortgang."

GoMoPa.net: Ist das ein positives oder negatives Zeichen?

Rechtsanwalt Schaefer: "Das ist ein gutes Zeichen. Sie machen sich Gedanken. Insbesondere erfolgte bisher keine Monierung der sachlichen Zuständigkeit oder Verweisung von Amts wegen."

Dennoch belässt es Rechtsanwalt Schaefer nicht bei der ersten Instanz. Er führt auch in eigener Sache eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen ein Finanzamt vor dem Finanzhof, dem obersten deutschen Finanzgericht mit Sitz in München.

Rechtsanwalt Schaefer schrieb dem Finanzhof auszugsweise:

Zitat:


Im Schriftsatz vom 28. August 2013 wurde auf das vorgelegte Schreiben des BMI vom 30. März 2012 Bezug genommen, das davon ausgeht, dass das Deutsche Reich 1945 vollkommen unterging und danach, also auch nicht bei der Entgegennahme des Grundgesetzes von den Alliierten im Jahre 1949 ein neuer Staat gegründet wurde.

Wie bereits ausgeführt, ist daher als grundlegende Frage zu klären, wer hier auf der Beklagtenseite von den Klägern sich staatliche Kompetenzen und Machtmittel anmaßt, um von den Klägern unter anderem Einkommensteuer festzusetzen und beizutreiben.

Wenn es zutrifft, dass nach 1945 auf deutschem Boden kein neuer Staat gegründet wurde, dies war überhaupt nicht möglich, da nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts diese Position immer noch vom nicht untergegangenen Deutschen Reich innegehalten wird, dann kann der Beklagte logisch konsequent auch keine staatliche Stelle sein mit dem Recht auf Steuerbeitreibung.

Bekanntlich hat das Bundesverfassungsgericht schon 1973 ausgeführt, dass das Deutsche Reich mangels Organen nicht handlungsfähig ist, demnach auch keine Finanzämter betreibt.


GoMoPa.net: Kommen Sie nun mit Ihrer negativen Feststellungklage gegen das Jobcenter Koblenz beim Amtsgericht Koblenz oder der Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Finanzamt beim Bundesfinanzhof durch, wäre es eine Sensation. Alle 30 Jahre geltenden selbstverfassten Schuldtitel von Finanzämtern oder Jobcentern wären doch anfechtbar, oder?

Rechtsanwalt Schaefer: "So ist es."

Scherzend fügt er bezüglich des Bundesfinanzhofes hinzu: " Es werden noch Wetten entgegengenommen, wie die Entscheidung ausfallen wird."

GoMoPa.net: Gibt es außer Ihnen noch einen Vorkämpfer gegen die Selbsttitulierungen von Finanzämtern und Jobcentern?

Rechtsanwalt Schaefer: "Nein, es ist unsere Erfindung, wir sind die ersten."

GoMoPa.net: Herr Schaefer, wir danken für das Gespräch. Nun denn...

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02. Dezember 12, 01:00:00

Trend Capital AG: Vorstand Frank Simon in U-Haft


Nach zweijähriger Ermittlungsarbeit wegen des Verdachts auf Untreue und Betrug ließ die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Koblenz am 11. Oktober 2012 den Initiator und Vorstand des Mainzer Emissionshauses Trend Capital AG, Frank Simon (40), in Mainz verhaften.

Simon war gerade unterwegs, um Bankgeschäfte zu erledigen und seinen Steuerberater aufzusuchen, als die Polizisten einen Haftbefehl vollstreckten. Es bestehe Flucht- oder Verdunkelungsgefahr.

Bereits im November 2011 wurden die Geschäftsräume der Trend Capital und das Steuerberaterbüro in Mainz durchsucht.

Der Leitende Oberstaatsanwalt und Behördenleiter der Staatsanwaltschaft Koblenz, Harald Kruse, teilte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net mit:

Zitat:


Der Beschuldigte ist am 11. Oktober 2012 aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Koblenz vom 27. September 2012 in Mainz verhaftet worden.

Dem war eine Durchsuchung am 16. November 2011 vorausgegengen.

Gegen den Beschuldigten besteht der Verdacht der Untreue durch die zweckwidrige Verwendung von Anlagegeld des von ihm aufgelegten Fonds Trend Capital Dubai Business Bay sowie der Urkundenfälschung.

Letztere betrifft die in Ihrer Anfrage genannten Urkunden, die in einem Zivilprozess vor dem LG Mainz vorgelegt worden sind. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe.

(Anmerkung der Redaktion: GoMoPa.net hatte gefragt, können Sie bestätigen, dass Frank Simon Kontoauszüge der Mashreq Bank in Dubai gefälscht habe, um vorzutäuschen, dass Gelder der Dubai Business Bay II KG investiert worden seien, obwohl die Originalkontoauszüge belegen, dass Simon sich Geld abgezweigt haben soll?

Desweiteren hatte GoMoPa.net angefragt, können Sie bestätigen, dass Simon für ein unbebautes Grundstück Nr. 281 in Dubai, auf dem einmal ein Silver Star Tower des 1. Dubai-Fonds enstehen sollte, das amtliche Grundstücksgutachten um 20 Millionen Euro geschönt, also gefälscht, habe, aber dabei leider vergaß, auch die Zahlen in arabischer Schrift zu fälschen?)

Bezugnehmend auf letztere Frage teile ich mit, dass ein Grundstücksgutachten im Rahmen der Ermittlungen bekannt geworden ist. Ob und in welchem Umfang dieses Dokument gefälscht ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen, zumal aus dem Dokument bisher keine strafrechtlichen Folgerungen gezogen worden sind.

Angaben zum Umfang des Schadens, der Zahl der Geschädigten und eine Prognose, wann mit Anklageerhebung gerechnet werden kann, können derzeit noch nicht gemacht werden.


Simon habe mit seinen beiden geschlossenen Dubai-Fonds Trend Capital GmbH & Co. Dubai Business Bay II und III KG sowie seinem Quatar-Fonds Trend Capital GmbH & Co. Quatar Pearl KG rund 2.900 Anleger um mehr als 50 Millionen Euro gebracht.

Dazu habe er Kontoauszügen sowie ein Grundstückswertgutachten gefälscht und Gelder zu eigenen Zwecken umgeleitet.

Keiner der Bauträger in Dubai, nicht einmal die Reseller (Zwischen- und Weiterverkäufer), hätten mit Frank Simon je verhandelt. Von Anfang an habe Simon gewusst, dass es gar keinen britischen Investor gebe, der den geplanten Silver Star Tower in Dubai kaufen würde. Simon habe den britischen Investor einfach erfunden.

Für all diese Anschuldigungen habe Anlegeranwalt Martin Buck in Dubai Beweise gesammelt.

Rechtsanwalt Martin Buck aus Hamburg<br /> © esb Rechtsanwälte
Rechtsanwalt Martin Buck aus Hamburg
© esb Rechtsanwälte
"Ich war inzwischen vier Mal in Dubai und habe Fakten recherchiert, die Frank Simon bislang nicht widerlegen konnte", sagte der Hamburger Rechtsanwalt Martin Buck, Seniorpartner der Kanzlei esb Rechtsanwälte, heute am Telefon gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, da er schon wieder im Ausland unterwegs ist.

Buck hat das Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Koblenz eingeleitet und bereits 50 Zivilklagen gegen Frank Simon und die Trend Capital AG eingereicht. "Zu einer Verurteilung ist es bislang in noch keinem einzigen Fall gekommen", erläutert Buck.

"Das liegt daran, dass die Beweisaufnahmen noch nicht abgeschlossen sind. Frank Simon verfolgt eine ganz besondere Taktik gegenüber den Zivilrichtern. Er lässt seine Schriftsätze in Romanformat ausarbeiten und bringt die Verfahren damit praktisch zum Erliegen. Selbst, wenn wir nachweisen, dass Simon Unterlagen gefälscht hat, so besteht die Schwierigkeit bei Zivilprozessen im Gegensatz zu einem Strafprozess darin, ihm nachzuweisen, dass er zum Zeitpunkt des Beitritts den Anleger betrogen hat.

Aber auch das ist uns inzwischen gelungen. Denn wir sprachen mit allen in Frage kommenden Bauträgern und Resellern. Keiner hat je mit Frank Simon verhandelt oder Geschäfte gemacht. Weder hatte Simon Anstalten gemacht, den Turm zu bauen, noch gab es einen britischen Investor, der den Turm hätte kaufen können. Simon hat haarsträubende Dinge getan, um seine Absichten zu verdunkeln. Möglicherweise wurde er deshalb jetzt in Untersuchungshaft genommen."

Beweis Nummer 1: Simon habe Kontoauszüge gefälscht

In einem laufenden Zivilprozess im Mai 2012 "hat Frank Simon mit gefälschten Kontoauszügen der Dubaier Mashreq Bank versucht", so Rechtsanwalt Buck, "Investitionen der Trend Capital GmbH & Co. Dubai Business Bay II KG in Dubai zu belegen, die er tatsächlich gar nicht vorgenommen hat.

Uns liegen die ungefälschten Versionen der Kontoauszüge vor, aus denen hervorgeht, dass die Gelder auf andere Konten abgezweigt wurden.

Die von ihm angekündigten Zinszahlungen der Trend Capital GmbH & Co. Dubai Business Bay III KG im Monat März 2012 erfolgten auch nicht. Es überrascht uns daher nicht, dass die angekündigten Einladungen zur Gesellschafterversammlung und die angekündigten Rundschreiben nicht versandt worden sind. Die letzten Gesellschafterversammlungen der Dubai Fonds fanden im Jahre 2009 statt."

Beweis Nummer 2: Simon habe Gutachten gefälscht

In einem Zivilprozess gegen die Trend Capital AG im Januar 2012 geschah folgendes, wie Rechtsanwalt Buck berichtet:

Zitat:


Zum Beleg der Werthaltigkeit des unbebauten Grundstücks 281 in Dubai - wo eigentlich längst der Silver Star Tower des ersten Dubai Fonds stehen müsste - wurde der Wert im amtlichen Wertgutachten um zirka 20 Millionen Euro angehoben. Bei der Fälschung wurde aber vergessen, den auch in arabischen Worten angegebenen Wert, entsprechend zu ändern.

Frank Simon stellt sich dumm und teilt im Originalton der Anwälte mit:

"Der Beklagte (Frank Simon) und auch die sonstigen Mitarbeiter ... sind der Schrift des Arabischen nicht kundig, so dass ihnen ein diesbezüglicher Fehler, so er denn überhaupt vorliegt, nicht aufgefallen ist."

Trotz der Offenbarung als Fälschung, hielt er es bisher nicht für nötig, den Urkundenbeweis zurückzuziehen.


Im Juni 2011 machte Simon den Anlegern das Angebot, sich ein Drittel des ursprünglichen Wertes in bar auszahlen zu lassen oder die Hälfte des Wertes auf eine angeblich von der Trend Capital AG unabhängige Immobilienportfolio-Firma GW Grund & Wert Service GmbH in Mainz umzuschreiben, deren Geschäftsführer er seit dem 7. Mai 2010 ist und die eine Bestandsrendite von mindestens 8 Prozent im Jahr verspreche, oder die volle Beteiligungssumme für mindestens drei Jahre an einem im April 2011 abgeschlossenen Joint Venture-Projekt zu beteiligen. Die Trend Capital-Gruppe hat nach ihren eigenen Angaben am 28. April 2011 mit einer Abdulsalam Al Rafi Group die Bebauung eines "im Ergebnis aus der Konsolidierung resultierenden Grundstücks" vereinbart, das die Fondsgesellschaften in das Joint Venture einbringen.

Rechtsanwalt Buck kommentiert das gegenüber GoMoPa.net: "Wir sprechen hier von einem Mann, der behauptet, er sei ein Geschäftsmann mit langjährigen Erfahrungen. In Wirklichkeit hat er sein BWL-Studium abgebrochen und war Musiker. Das einzige, was er kann, und dafür verdient er Bewunderung, ihm gelingt es, die Leute zu hypnotisieren und an sich zu binden wie kein Zweiter.

Seine Masche ist das Wurstprinzip. Wie einem Hund die Wurst hält Simon den Anlegern immer ein neues Versprechen vor die Nase. Die Menschen klammen sich an Hoffnungshäppchen, obwohl Simon den Laden eigentlich seit 4 Jahren immer wieder an die Wand fährt. Bei manchen seiner Fonds gibt es schon seit vier oder fünf Jahren keine Versammlung mehr und keine Jahresabschlüsse. Der eigentliche Skandal ist nicht, dass Simon verhaftet wurde, sondern dass er erst jetzt verhaftet wurde." Nun denn ...

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02. Dezember 11

Gruner + Jahr: Schuss ins Spiegelbild


Eigentlich wollte die Gruner + Jahr-Redakteurin Renate Daum (41) wiederholt einen kräftigen Schuss gegen den Finanz-Nachrichtendienst GoMoPa.net loslassen. Doch die am 18. Oktober 2011 abgelieferte Zusammenstellung wurde zu einem Schuss ins eigene Spiegelbild. Daum gibt damit die eigenen Wirtschaftsmedien wie Financial Times Deutschland und Börse Online der Lächerlichkeit preis.

Renate Daum zweifelt die journalistische Unabhängigkeit der GoMoPa.net-Redaktion an, weil angeblich eine Berliner Niederlassung Geld von Emittenten, Rechtsanwälten und Anlegern kassieren würde, was Rechnungsauszüge belegten, die ihr vorlägen.

Nicht mal als studierte Volkswirtschaftlerin und langjährige Wirtschaftsjournalistin will sie die juristischen Unterschiede zwischen dem Nachrichtendienst Goldman Morgenstern & Partners LLC (GoMoPa.net) und der Berliner Unternehmerberatung GoMoPa GmbH kennen? Die Verwischung passt besser in ihre Story von einer angeblich verkauften Unabhängigkeit.

Fakt ist: Bei GoMoPa.net muss jeder zahlen. GoMoPa.net lebt davon, dass jeder User zahlt. Anders ist das Geschäft von GoMoPa.net nicht möglich. Ansonsten wäre GoMoPa.net so abhängig wie Gruner + Jahr.

Auch unter GoMoPa.net-Usern sind Geschädigte

Entgegen des Eindrucks von Renate Daum ist GoMoPa.net dabei nur an der Wahrheit interessiert, weil auch Mitglieder (User) von GoMoPa.net zu den Geschädigten im Grauen Kapitalmarkt gehören. GoMoPa.net kann es sich nicht leisten, seine Leser mit Halbwahrheiten oder Verdrehungen vor den Kopf zu schlagen. Das gilt auch für Beiträge über das Emissionshaus BAC Berlin Atlantic Capital, bei dem Renate Daum eine zu wohlgefällige Berichterstattung vermutet, weil der Emittent bei der GoMoPa GmbH vor kurzem eine Informationsbeschaffung in Auftrag gab und gegen Bezahlung auch erhielt.

Die Veröffentlichungen von GoMoPa.net blieben davon unberührt. Die Mitglieder von GoMoPa.net würden einen geschönten Bericht sofort erkennen. Da Renate Daum keine Leserin auf GoMoPa.net ist, weiss sie auch nicht, dass selbst ihre Artikel zur BAC auszugsweise in der GoMoPa.net-Datenbank zu finden sind und alle Pros und Contras zur BAC schonungslos und unzensiert im Forum von GoMoPa.net ausdiskutiert werden.

Für die Unabhängigkeit gab GoMoPa.net einen Werbepartner auf

Im Fall der GoMoPa.net-Pressemitteilungen über die BAC verlor GoMoPa.net sogar einen seiner wenigen Werbekunden ? den Prozessfinanzierer Intract GmbH aus Wiesbaden. GoMoPa.net verschwieg nicht, dass die Intract mit unbewiesenen Anschuldigungen bei BAC-Anlegern auf Kundenfang gegangen sein soll und den Vermittlern dafür hohe Provisionen versprochen habe. Für die Falschbehauptungen kassierte Intract sogar eine einstweilige Unterlassungsverfügung.

Ein solcher Umgang mit Werbepartnern ist aus dem Hause Gruner + Jahr nicht bekannt. Aber ungeachtet dessen suchten die BAC-Anleger in der Financial Times Deutschland oder auf Börse Online vergeblich eine entsprechende Aufklärung über diese Kundenschaufelei.

Auch die anonyme Anzeige vom Sommer diesen Jahres gegen das Emissionshaus hieß bei Gruner + Jahr noch anonym, als längst feststand, dass dahinter der entlassene BAC-Finanzchef Oliver Schulz aus Berlin Grunewald stand.

Obwohl Renate Daum in der Recherche über den einstigen BAC-Finanzchef wie gelähmt schien und sich den Fakten entzog, findet sie in der Berichterstattung von GoMoPa.net jetzt Stoff für eine Verschwörungstheorie gegen Schulz.

Auch im Falle von Schulz sah GoMoPa.net keinen Grund, Rechercheergebnisse zurückzuhalten. Auch wenn Schulz deswegen stark in der Kritik stand. GoMoPa.net hatte Schulz um Auskunft gebeten, doch der verweigert bis heute jede Stellungnahme. Damit ist klar, dass man nur die vorhandenen Vorwürfe und Sachbeweise bringen kann.

Renate Daum hingegen, die sich gern als Anlegerschützerin ausgibt (das von ihr verantwortete Graumartkinfo nennt sich im Untertitel "Das unabhängige Anlegerschutzportal"), gibt die Fakten, die ihr von GoMoPa.net "ungefragt" (Daum) zugesandt wurden, nicht an ihre Anleger-Leser weiter.

Im Gegenteil: Die Anleger wurden in den Gruner + Jahr-Medien sogar noch verhöhnt, indem ihnen Redakteurin Daum riet, dass sie ihre möglichen Verluste ja versuchen könnten, bei der Steuer abzuschreiben.

GoMoPa.net suchte und fand stattdessen für die Anleger einen Weg, wie die Anleger die scheinbar verlorenen Einlagen doch noch zurückerhalten können: Indem sie die Banken wegen mangelnder Risikoaufklärung zur Rückabwicklung des BAC-Beteiligungsverkaufs zwingen.

Renate Daum bleibt im Gestern

Renate Daum bleibt inhaltlich und in der Rechtsprechung für die Anleger im Gestern. Sie lenkt den Blick ihrer Leser auf die Schuldzuweisungen im BAC-Management, obwohl dort für die Anleger kaum etwas zu holen ist.

Entweder hat Renate Daum wirklich keine Ahnung von der aktuellen Rechtsprechung (Bankenhaftung), wenn sie die eindeutigen Hinweise des Anlegerschutzanwalts Michael Minderjahn von der Kanzlei Nittel aus Heidelberg diesbezüglich ignoriert, oder ihr ist es egal, ob die Mandanten Minderjahns Geld zurückbekommen oder nicht. Mit ihrer Berichterstattung kommt Renate Daum regelmäßig zu spät. Und wenn sie dann noch die Schlussfolgerungen von GoMoPa.net, sich an die Banken zu halten und nicht an die möglicherweise insolvente BAC, mit einem Wahrheitsgehalt wie bei der Sendung "Der schwarze Kanal" aus dem ehemaligen DDR-Fernsehen vergleicht, betreibt Renate Daum endgültig einen Totengräber-Anlegerschutz.

Erinnert sei an die Geburtsstunde von Graumarktinfo. Am 22. November 2007 hießt es in einer Pressemeldung: "Das Anlegermagazin Börse Online von der Gruner + Jahr Wirtschaftspresse startet ein neuartiges Anlegerschutz-Portal." Die Börse Online-Chefredakteurin Stefanie Burgmaier unterstrich den Stellenwert des neuen Angebots: "Graumarktinfo.de ist eine journalistisch einzigartige Website. Damit erweitern wir unser Themenspektrum in der Berichterstattung über Kapitalanlagen und schärfen unser Profil in der investigativen Recherche."

Offensichtlich wollte Gruner + Jahr bei GoMoPa.net abgucken. GoMoPa.net war zu diesem Zeitpunkt schon seit mehr als sieben Jahren erfolgreich am Markt. Während jedoch bei GoMoPa.net jeder einzelne User investigative Recherche betreibt, mangelt es daran auf Graumarktinfo bis heute sehr.

Mangel an investigativer Recherche

Die scheinbar gut zusammengepuzzelte Graumarktinfo-Story über GoMoPa.net "Kreativer Umgang mit Fakten" scheitert dann auch an falschen Rückschlüssen und mangelnder Eigenrecherche der Gruner + Jahr-Vorzeigejournalistin Daum. Sie stört sich daran, dass GoMoPa.net korrigierte Fassungen von Nachrichten verschickt. Im Falle einer Meldung über Oliver Schulz behauptet Daum dann auch noch, dass nicht mal die einwandfrei gewesen sei.

Wenn sich die Wahrheit ständig anders darstellt, fühlt sich GoMoPa.net verpflichtet, Meldungen zu korrigieren. Hätte Renate Daum investigativ recherchiert, hätte sie gewusst, dass die Vorwürfe gegen Oliver Schulz noch aktuell sind. Am Landgericht Berlin läuft weiterhin eine Schadenersatzklage (Aktenzeichen 98 O 67/11) der BAC gegen Schulz und die von ihm kontrollierten Firmen (Sworn Capital Group), wie der Berliner Justizsprecher für Zivilrecht, Dr. Ulrich Wimmer, gegenüber GoMoPa.net bestätigte.

In einem Interview gab Renate Daum zu, dass nur 20 Prozent ihrer Recherchen investigativ seien. Bleibt zu hoffen, dass die restlichen 80 Prozent Recherchen nicht zu Anleger-Tipps führen wie denen von Daums ehemaligen Ressortchefs Georg Breu (42) und Günter Pollersbeck (39).

Die Ex-Börse-Online-Chefs sollen zu der Clique der Finanzjournalisten gehören, die sich nun für 21 Marktmanipulationen verantworten müssen. Nun denn ...

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02. Dezember 10

BOERSE ONLINE: Zwei ehemalige Ressortchefs sollen Aktien manipuliert haben


Convent Das Hamburger Gruner+Jahr-Magazin BÖRSE ONLINE nennt sich selbst "das unabhängige Anlegermagazin". Aber so unabhängig waren seine Aktientipps in der Vergangenheit gar nicht, wie das Blatt nun tröpfchenweise zugab.

Ihre Geldredakteurin Renate Daum und der Leitende Redakteur Finanzen Christian Kirchner geißelten noch eine Woche nach der deutschlandweiten Aktienmanipulations-Razzia (Wirecard, Nascacell, Thielert, Conergy) die Doppelmoral der dabei ins Hauptvisier geratenen Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) aus der feinen Maximilianstraße 8 in München.

Verhaftet: Ex-SdK-Funktionär<br /> Tobias Bosler ©Zapp
Verhaftet: Ex-SdK-Funktionär
Tobias Bosler ©Zapp
Die Exfunktionäre der SdK Tobias Bosler und Markus Straub wurden am 21. September 2010 im Zuge der Hausdurchsuchungen verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, mit gezielten Falschinformationen in der Presse (Wallstreet Online, GoMoPa.net) die Aktie der Wirecard im Frühjahr 2010 schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres zum Absturz gebracht zu haben, um sich zu bereichern, in dem sie an der Börse auf fallende Kurse von Wirecard gesetzt hatten. Der mutmaßliche Drahtzieher Bosler soll laut Durchsuchungsbeschluss beim diesjährigen Wirecard-Absturz mindestens 400.000 Euro verdient haben.

Die BÖRSE ONLINE Autoren warfen den Aktionärsschützern "wenig Unrechtsgewußtsein vor" und hielten insbesondere dem einstigen Sprecher der SdK Markus Straub vor, dass dieser vor vier Jahren noch auf den Anlegerschutztagen in Berlin gegen "die Maßlosigkeit der Banken wetterte". Erbost stellte nun BÖRSE ONLINE am 29. September 2010 die einstigen SdK-Funktionäre an den Pranger: "Über Jahre hat sich eine Clique von Finanzjongleuren mit windigen Geschäften gegenseitig Millionen zugeschachert."

Was BÖRSE ONLINE allerdings dabei unterschlug, war die Tatsache, dass zu dieser Clique um die SdK auch zwei ehemals langjährige und leitende Finanzredakteure von BÖRSE ONLINE gehören sollen, wie aus dem Durchsuchungsbeschluss des Münchener Amtsrichters Meixners vom 7. Juli 2010 hervorgeht. Als andere Medien diese Information veröffentlichten, sah sich Chefredakteurin Stefanie Burgmaier genötigt, sich mit dem angeprangerten fehlenden Unrechtsbewußtsein nun auch im eigenen Haus auseinanderzusetzen.

In einem Kommentar räumte die Chefredakteurin nur zwei Tage nach der einseitigen reißerischen Berichterstattung gegen die SdK kleinlaut ein:

BÖRSE ONLINE<br /> Chefredakteurin<br /> Stefanie Burgmaier
BÖRSE ONLINE
Chefredakteurin
Stefanie Burgmaier

Zitat:


Leider sind es gerade Finanzjournalisten, die leicht in Versuchung geraten. Sie kommen ständig mit Leuten zusammen, die scheinbar mühelos reich geworden sind. Und einige können nicht widerstehen, diesem Erfolg nachzueifern. So wollen wir nicht verschweigen, dass nach unseren Informationen zwei der Verdächtigen einmal für BÖRSE ONLINE gearbeitet haben. Beide sind seit Jahren nicht mehr für uns tätig. Zudem haben die Fälle, die jetzt untersucht werden, nach ihrer Zeit in unserer Redaktion stattgefunden. Dennoch ist uns ihre mögliche Verstrickung Mahnung, ständig wachsam zu bleiben.


Gemeint sind namentlich der Diplombetriebswirt Georg Breu (41) und der Asset-Manager Günter Pollersbeck (38). Die beiden betreiben Tür an Tür mit der SdK in der Maximilianstraße 8 in München seit Januar 2004 ihre Firma InvestorPress GmbH.

Georg Breu<br /> war Ressortleiter<br /> Deutsche Aktien
Georg Breu
war Ressortleiter
Deutsche Aktien
Mit dem einsitzenden Straub arbeiten sie schon seit Jahren zusammen. So übernahmen Breu und Pollersbeck zum Beispiel die Investorenbetreung der im Mai 2008 in Leipzig gegründeten Solarhybrid AG und präsentierten die Firma mit einem Messestand auf der Intersolar 2008 in München. Im Aufsichtsrat dieser Firma, die Sonnenwärme und Sonnenlicht zugleich nutzen will, sitzt Markus Straub.

Stolz verweisen Breu und Pollersbeck noch heute auf ihre Redakteurszeit bei BÖRSE ONLINE. Breu schreibt auf seiner Firmenseite, dass er 7 Jahre bei BÖRSE ONLINE war, "davon 3 Jahre als Ressortleiter Deutsche Aktien".

Günter Pollersbeck<br /> war Ressortleiter<br /> Internationale Aktien
Günter Pollersbeck
war Ressortleiter
Internationale Aktien
Pollersbeck gibt auf der Firmenseite und auch im Sozialnetzwerk XING zum besten, dass er 6 Jahre Redakteur bei BÖRSE ONLINE war, davon in der Zeit von Januar 1999 bis Dezember 2003 sogar "Ressortleiter Internationale Aktien."

Und in dieser Zeit haben die beiden einen Shootingstar an der Börse, den Akademiker-Finanzdienstleister MLP aus Wiesloch in Baden, so abgeschossen, dass sich die Aktie bis heute nicht wieder davon erholt hat.


Die BÖRSE ONLINE Ressortleiter brachten 2002 die MLP-Aktie zu Fall

Die Aktie der MLP erlebte 2001 einen Höhenflug von bis zu 172 Euro, um dann im Jahre 2002 auf 8 Euro abzustürzen. Im Gegensatz zu heute ermittelte die Staatsanwaltschaft damals noch nicht gegen die Journalisten wegen Markmanipulation. Bislang weiß noch kein Außenstehender, was die Clique Bosler, Straub, Breu und Pollersbeck an dem Aktiensturz verdient hat.

Wochenlang hatte BÖRSE ONLINE als einziges Medium berichtet. "Die wahre MLP Story" titelte das Magazin am 15. Mai 2002 und sah am 16. Mai 2002 die "MLP: Vor einem Gewitter". Börse Online kritisierte undurchsichtige Bilanzen und legte wöchentlich nach: "Nebelkerzen aus Heidelberg" schrieb das Magazin am 26. Mai 2002. Am Ende waren es über zehn Berichte: "Mangelhafte Antworten" am 20. Juni 2002, "Dubiose Verkäufe ? es wird enger" am 01. August 2002, "Verwirrung um die Kundenzahlen" am 22. August 2002 oder "Vorstandsmitglied weg - Bilanzrisiken bleiben" am 12. September 2002.

WiWo-Chefredakteur<br /> Roland Tichy © Zapp
WiWo-Chefredakteur
Roland Tichy © Zapp
Der Chefredakteur der Wirtschaftswoche, Roland Tichy, wundert sich noch heute darüber. Dem NDR sagte Tichy: "Die massive Berichterstattung an und für sich war noch nicht merkwürdig, da es ja so sein kann, dass Unternehmen von sich aus Daten verschleiern. Die Häufung dieser Berichte und die Zentrierung auf ein einziges Blatt war allerdings seltsam."

Seltsam vor allem war auch: Alle Berichte wurden von einem unbekannten Journalisten geschrieben, einem geheimnisvollen "Felix S. Lohmann". Ein Pseudonym, wie BÖRSE ONLINE damals einräumte. Wer allerdings dahinter steckt, das verriet BÖRSE ONLINE damals nicht.

Roland Tichy urteilt: "Es handelt sich hier um sehr hochbrisante Informationen, die müssen zuverlässig sein. Und das größte Maß an Zuverlässigkeit ist immer noch die personale Verantwortung eines einzelnen Redakteurs. Immer, wenn anonyme Autoren da auftauchen, ist der Verdacht nahe, dass da jemand handelt, der in Wirklichkeit im Trüben fischt."

Damals gab es Gerüchte, dass hinter dem Pseudonym der Aktionärsschützer Markus Straub stecken könnte: "Lohmanns Enthüllungen" titelte die Süddeutsche Zeitung am 07. August 2002 und lenkte den Verdacht auf Straub. Der stritt das ab.

Nun tauchen bei den aktuellen Ermittlungen unter den Verdächtigen des kriminellen Netzwerkes die beiden Namen der damaligen Ressortchefs von BÖRSE ONLINE, Georg Breu und Günter Pollersbeck, auf. Sie waren für die Veröffentlichungen des Lohmann, oder soll man Straub sagen, verantwortlich.

Ihre Nähe zu den verdächtigten Aktionärsschützern ist bis heute auffällig. Nicht nur wegen ihrer Tür an Tür liegenden Geschäftsräume in München. Auf Anfrage des NDR-Magazins Zapp bestätigt die heutige Chefredakteurin von BÖRSE ONLINE, Stefanie Burgmaier, dass sämtliche MLP-kritischen Berichte von den verdächtigten Journalisten verfasst wurden. Die Verdächtigen reagieren auf Medienanfragen nicht, geben keine Stellungnahmen ab.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt in dem Mammutverfahren Manipulationen von 20 Aktiengesellschaften.

Der jetzige BÖRSE ONLINE Ressortleiter Finanzen, Christian Kirchner, hält die Enthüllungen nur für die Spitze des Eisbergs. Kirchner sagte gegenüber Zapp: "Ich glaube unter dem Strich auch, dass auch nur diese 20 Aktien ein Ausschnitt sind, weil das sind wahrscheinlich die, bei denen man das am einfachsten nachweisen kann in Form der Ermittlungen, ich glaube aber schon, dass da noch mehr dahinterstehen."

Merkwürdige "Hotstocks" von Focus Money

Focus Money Mitarbeiter<br /> Oliver Janich
Focus Money Mitarbeiter
Oliver Janich
Auch gegen einen freien Mitarbeiter von Focus Money, einem Anlegermagazin aus München, wird derzeit ermittelt. Er soll ebenfall Teil des geheimen Netzwerkes sein. Seine Name: Oliver Janich. Er ist Bundesvorsitzender der am 30. Mai 2009 gegründeten Partei der Vernunft für Freiheit und Bürgerrecht mit Sitz in Hilzingen in Baden-Württemberg. Im Parteiprogramm fordert die Partei der Vernunft die Abschaffung der Besteuerung von Dividenden- und Aktienkursgewinnen. Keine Abgeltungssteuer heißt es da. Die Maxime seiner Partei beschreibt Janich so: "Du kannst tun und lassen, was Du willst, solange Du dabei niemandem schadest."

Focus Money und der Fall Petrohunter Energy

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Marktmanipulation. 2006 ging ein gänzlich unbekanntes Unternehmen an die Börse. Eine Firma mit dem klangvollen Namen "Petrohunter Energy".

Christian Kirchner erklärt: "Das ist ein Unternehmen, das früher einmal, vor acht bis zehn Jahren, in der Lieferung von Mineralwasser für amerikanische Büros tätig war, pleite war und dann anschließend, im Jahr 2005 war das, quasi über Nacht zu einem neuen Unternehmen wird, das angeblich auf irgendwelchen Ölreserven in Australien oder Nordamerika sitzt. Und mit dieser Geschichte ausgestattet und umbenannt von Digital Eco Systems, wie das Unternehmen früher hieß, in Petrohunter - klingt natürlich auch toll: Petrohunter, der Öljäger - ist man an die Öffentlichkeit gegangen."

Ein merkwürdiges Unternehmen. Doch bei Focus Money war die neue Aktie der "Hotstock" der Woche. Dort beschwor der Focus-Money-Mitarbeiter am 8. Februar 2006 das "Neue Gasfieber" mit "Gigantischen Chancen" und empfahl: "Spekulative Anleger sollten einsteigen, bevor Details bekannt werden." In einem zweiten Artikel errechnete er sogar ein Gewinnpotenzial von "163 Prozent", ein Journalist im "Gas Rausch", wie Focus Money am 25. Januar 2006 schrieb. Seine Quellen unbekannt.

Ralf Drescher vom Handelsblatt ist über die Berichte erstaunt: "Es gibt aus öffentlichen Quellen keine Berichte, es gibt kaum Mitteilungen außer ein paar Jubel-ad-hoc-Mitteilungen des Unternehmens selbst. Also, ich weiß nicht, wo diese Recherchen herkommen sollen, und entsprechend glaube ich auch nicht, dass da seriös recherchiert wurde."

"Es gibt ganz klar geregelte Vorschriften im Wertpapierhandelsgesetz, dass die Finanzanalysen und darunter fallen eben solche Beiträge von Journalisten, die sich mit Aktien befassen, dass solche Finanzanalysen korrekt und sachlich abgefasst werden sollen und keinen irreführenden Eindruck erwecken dürfen", so Heinfried Hahn, Experte für Kapitalmarktrecht gegenüber dem NDR.

Jubel-Artikel steigerten den eigenen Profit

Das undurchsichtige Unternehmen wurde in Focus Money Artikeln hochgejubelt. Pikant daran: Ein Blick in die Dokumente der amerikanischen Börsenaufsicht SEC verrät, wer sich zuvor mit Aktien eingedeckt hatte. Der ehemalige Aktionärsschützer Tobias Bosler war mit 100.000 Aktien dabei, sein ehemaliger Kollege Markus Straub mit 200.000 Aktien. Und auch andere nun verdächtigte Personen tauchen als Aktionäre auf. Und die Rechnung ging auf. Für Insider, die früh investiert hatten und rechtzeitig wieder ausstiegen, ein Riesengeschäft. Direkt nach dem Börsengang stürzte die Aktie ab, war schließlich nur noch Cent-Beträge wert. Wenige journalistische Artikel mit großer Wirkung.

"Finanzjournalisten haben eines: Sie machen Masse, sie machen Stimmung. Man braucht Leute, die bestimmte Aktien kaufen und dabei nicht merken, dass sie wertloses Zeug von Leuten kaufen, die sich ins Fäustchen lachen", meint WiWo-Chefredakteur Roland Tichy.

Focus Money und der Fall Nascacell

Die Börse in Frankfurt: Gleiches Jahr, gleiche Clique, gleiches Muster. Diesmal war es ein unbekanntes Biotech-Unternehmen, namens Nascacell, das offenbar in Berichten nach oben geschrieben wurde. Auch hier sollten mutmaßliche Mitglieder des geheimen Netzwerkes beteiligt gewesen sein. Und auch hier wieder Jubelberichte vom gleichen Focus-Money-Mitarbeiter. Trotz fehlender offizieller Informationen war Nascacell der "Hotstock der Woche", wie in Focus Money am 31. Mai 2006 zu lesen war.

Der Focus-Money-Journalist tönte: Der Börsenneuling "könnte bald für Furore sorgen". Nascacell sei quasi ein Geheimtipp, und er versprach vollmundig: "Für Anleger ist dies die einmalige Chance, zu Schnäppchenpreise an die Aktie zu kommen." Viele glaubten den Berichten und bereuten es. Denn der Aktienkurs fiel schon am allerersten Tag von sieben Euro auf 20 Cent. Mittlerweile ist das Unternehmen abgewickelt. Die schriftlichen Fragen von Zapp hat der Focus-Money-Journalist nicht beantwortet. Auch die Focus-Money-Chefredaktion gab Zapp keine schriftlichen Antworten. Nur weitschweifige Ausführungen am Telefon. Die Zusammenarbeit mit dem Journalisten sei ausgesetzt: jetzt.

Zweifel an der Arbeit des Focus-Money-Journalisten gab es schon lange. Ralf Drescher vom Handelsblatt und sein damaliger Kollege Christian Kirchner haben bereits vor zwei Jahren recherchiert. "Wir haben uns die so genannten Hotstocks mal angeschaut, die das Magazin in den Jahren 2006 bis 2008 empfohlen hat. Das waren ungefähr 140 Werte und da sind wir zu dem Schluss gekommen, dass lediglich 18 Werte überhaupt nur eine, meist leicht positive, Rendite erzielt haben, bis zum Zeitpunkt unserer Betrachtungen im Sommer 2008", so Christian Kirchner.

Der Rest rauschte nach unten ab. Rund ein Drittel der empfohlenen "Hotstocks" erlitten sogar am Ende einen Totalverlust. Und das zu einer Zeit, in der es an der Börse stabil zuging. "Das Ganze ist wirklich himmelschreiend, und jeder Affe mit Dartpfeilen würde deutlich bessere Ergebnisse erzielen, als der Kollege, der die "Hotstocks der Woche" empfohlen hat", meint Ralf Drescher vom Handelsblatt.

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02. Dezember 09

1337-crew: Armee der Unschuldigen?


Mehr als 18.000 Menschen haben sich im kriminellen Online-Shop 1337-crew registriert. Nachdem dieser am 24. November 2009 von der Polizei gesprengt wurde und der Administrator Dominik B. (19) alias 13speedtest37 aus Wien umfänglich auspackte, müssen alle 18.000 Registranten nun fürchten, dass gegen sie ein Ermittlungsverfahren wegen Computerbetruges, Kreditkartenbetruges, Diebstahls, Hehlerei, Dealens mit Drogen, Waffen und Kinderpornografie-Zugängen oder zumindest wegen Beihilfe von alldem eingeleitet wird. Auch die Mitwisserschaft ist strafbar.

In Internetforen versuchen sich die Mitglieder von 1337-crew als Unschuldige rein zu waschen. "Ich wollte mich doch nur mal informieren", heisst es da. Oder: "Ich habe doch nichts Verbotenes angeboten."

Falsch: Bei der Cybercrime-Armee gab es keine Unschuldigen. Um in den kriminellen Shop zu gelangen, brauchte man zwei kriminelle Bürgen. Die wiederum selbst etwas Verbotenes getan haben mussten.

Oder man musste selbst schon einmal gestohlene Handys, raubkopierte Spiele, Kreditkartenzugänge oder ein Botnetz mit Zombie-Computern kaufen und bar über anonyme Pay Safe Cards (an Tankstellen erhältliche Prepaid-Cards) bezahlt haben, um in das für den Normalbürger geschlossene Forum zu gelangen.

Niemand, der nur ahnungslos im Internet surft, kommt in dieses kriminelle Netz per Zufall hinein. Dazu bedarf es einer gehörigen Portion an eigener krimineller Energie. Die Schäden, die der betrügerische Kreditkarten- oder PayPal-Einkauf bei Händlern, Spieleherstellern und Bankkunden verursachte, gehen nach Aussagen des zuständigen Oberstaatsanwalts Fred Apostel in Bonn in den siebenstelligen Bereich (also in Millionen von Euros). Dubiose Firmen konnten mit DDoS-Attacken (Massenmüllanfragen) jeden missliebigen Konkurrenten oder kritische Stimmen in den Ruin treiben lassen. Banken zahlen inzwischen monatlich 250.000 Euro, um ihr Online-Banking einigermassen zu schützen.

13speedtest37 gelang es dennoch, im September 2009 sogar einen der 40.000 hochgeschützten Rechner der Commerzbank in Frankfurt am Main mit einem Trojaner zu infizieren. 13speedtest37 alias Dominik B. fühlte sich bis zum letzten Tag vor seiner Verhaftung an seinem Firmensitz in Retz bei Wien sicher. Warnungen, dass seine Identität bei der Polizei aufgeflogen war, schlug er in den Wind. Seinen kriminellen Anhängern empfahl er, doch sicherheitshalber die Passwörter zu ändern. Die Polizei war schneller.

Der Chef des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden, Jörg Ziercke, schätzte am 25. November 2009 auf der Herbsttagung seiner Behörde ein, dass schon 350.000 Personal Computer in Deutschland ?Zombie-PCs? seien, die ohne das Wissen ihrer rechtmäßigen Eigentümer über eingeschleuste Programme durch ein kriminelles Netzwerk kontrolliert werden könnten. "Kriminelle versuchen derzeit, die gesamte Identität aller User abzugreifen?, um sie für Verbrechen zu nutzen, warnt der BKA-Chef.

13speedtest37 hatte über seine Firma Heihachi.net ein Schutzgeld- und Preis-Kartell aufgebaut. Wenn sich Konkurrenten bei Heihachi.net anmeldeten, waren sie von DDoS-Attacken verschont. Dafür durften sie aber im Gegenzug seinen Preis von 5 Euro für eine Kreditkarte nicht unterbieten. Er selbst kaufte die Karten für zwei Euro das Stück ein. Die Konkurrenten mussten ihm Kreditkarten zu Hunderten abnehmen und durften diese dann für 10 Euro weiterverkaufen. Die Szene fürchtete 13speedtest37 und gab ihm den Spitznamen "Hitler".

Nun, da "Hitler" aufgeflogen ist, stehen die Konkurrenten Schlange, um die Anbieter und Käufer der 1337-crew zu übernehmen. Einer ist das erst am 3. März 2009 in Moskau angemeldete deutschsprachige Kreditkartenklau- und -handelsunternehmen Carders.CC mit 5.700 angemeldeten Mitgliedern. "Bei uns findet ihr alles, was es auch auf 1337-Crew gab, nur alles mit mehr Niveau, erfahrenes Team, User, ein grosser Marktplatz...und vieles mehr", heisst es in einer E-Mail an die ehemaligen Mitglieder der 1337-crew. Und verhöhnt dabei noch die Polizei: "Auch die Cops, die sich mitten euch befinden: Fuer euch haben wir immer Platz, sonst werdet ihr ja arbeitslos."

Aber auch bei Carders.CC in Moskau gibt es keinen zufälligen Zugang. Eine Registrierung ist nur über einen Invite-Code möglich. Es kommt also nur der in den Shop hinein, der auch wirklich betrügen will.

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31. Dezember 08, 01:00:00

Toter mit zur Scheckeinreichnung

David Dalaia und James O'Hare sind nach Angaben der New Yorker Polizei Kleinkriminelle, die schon in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Konflikt mit dem Gesetz kamen. Am letzten Dienstag wollten sie den Sozialhilfe-Scheck ihres Freundes in einem Geschäft einlösen. Der Kassierer teilte Ihnen jedoch mit, dass die auf dem Scheck eingetragene Person beim Einlösen des Schecks persönlich anwesend sein müsse.

Und genau das war das Problem. Ihr Freund wurde nach Angaben von Verwandten kürzlich im Krankenhaus wegen der Parkinsonschen Krankheit behandelt und vermutlich starb der 66 Jährige kurze Zeit später. Aus diesem Grunde zogen sie ihm Hosen, T-Shirt und Schuhe an, legten einen Mantel über die Knie, setzten ihn letztlich auf einen Bürostuhl und schoben die Leiche so durch die New Yorker City ? Richtung Scheckeinlösung!

Das makabre Geschehen beendete Polizist Travis Rapp, der die Szene beim Mittagessen von einem Restaurant aus beobachtete. Seinen Angaben zufolge täuschte das Duo vor, völlig überrascht zu sein. Als es zur Rede gestellt wurde sagte einer von ihnen: "Oh, mein Gott, er ist tot? Er muss soeben gestorben sein! Das haben wir nicht bemerkt!? Die Männer wurden festgenommen, die Leiche beerdigt und die Stadt New York sparte 355,- USD.

 

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