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02. Juni 12 Verkaufshit: Doktortitel ehrenhalber
Doktortitel machen sich schnell bezahlt. Durch einen Doktortitel können Berufseinsteiger ein deutlich höheres Einstiegsgehalt bekommen. Dies gilt vor allem für Bereiche mit großer Außenwirkung. "Ein Doktortitel kann beim Berufseinstieg im Idealfall einen Unterschied von bis zu 15.000 Euro pro Jahr ausmachen", weiß Dr. Sörge Drosten, Partner bei der Unternehmensberatung Kienbaum aus Gummersbach in NRW.
Doktorlügen allerdings haben im Zeitalter von VroniPlag Wiki und PlagiPedi Wiki kurze Beine. Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg (CSU) kostete die abgeschriebene Doktorarbeit am 1. März 2011 das Amt. Am 2. April 2012 trat Ungarns Staatspräsident Pal Schmitt aus gleichem Grunde zurück. Erlaubt ist jedoch das Tragen eines Doktors ehrenhalber, abgekürzt Dr.h.c. (honoris causa). Den bekommt man von Universitäten für besondere Verdienste auf einem Fachgebiet verliehen. In den USA dürfen auch Kirchen Ehrendoktortitel verleihen. Diesen Titel Dr.h.c. darf man auf Visitenkarten drucken lassen und auch auf Briefköpfen verwenden, wenn man die Fachrichtung und das Institut oder die Kirche dazuschreibt. Tut man das nicht, würde man sich nach Paragraf 132a des Strafgesetzbuches (StGB) des Titelmissbrauchs strafbar machen. Es drohen ein Jahr Haft oder Geldstrafe. Man darf auch nicht einfach mit Dr. Hans Mustermann unterschreiben, sondern nur mit Dr. Hans Mustermann - Doctor of Metaphysics (oder einer anderen Fachrichtung), Institut und Land. Eberhard Bräun, der sich selbst Prof. Dr.h.c.mult. Eberhard Bräun nennt, bietet mit seiner BRÄUN CONSULT Unternehmensberatung im Bereich des Hochschulwesens aus Kreuzlingen in der Schweiz legale, führbare und anerkannte Dr.h.c. für 25.000 Euro von einer Hochschule in Kirgisistan an. Ein Dr.h.c. von einer Hochschule in Rumänien kostet 70.000 Euro und von einer Hochschule in der Schweiz 130.000 Euro. Kann man den Ehrendoktor in den Personalausweis eintragen lassen? Dieser verliehene Ehrendoktor wird jedoch von keinem Einwohnermeldeamt Deutschlands in den Bundespersonalausweis und auch von keinem Standesbeamten in die Geburts- oder Sterbeurkunde eingetragen. Man kann sich also nirgendwo als Doktor ausweisen. Man kann nicht darauf bestehen, mit Frau Doktor oder Herr Doktor angesprochen zu werden. Wer auf diese Anrede und den amtlichen Eintrag Wert legt, muss sich mit seinem Ehren-Titel schon ins südamerikanische Paraguay begeben, dort zwei Jahre lang leben und dann die Staatsbürgerschaft beantragen. Wird diese gewährt, gibt es einen paraguayischen Pass. Paraguay erkennt den Dr. an, und wenn man nach Deutschland reist, darf man darauf bestehen, mit Dr. angesprochen zu werden.
Dieser Tipp kommt von der Miami Life Development Church & Institute, Inc. (MLDC), deren kirchlicher Senat ganz legal Ehrendoktor-Zertifikate verleiht und verschickt. Gegen eine Spende von 150 Euro kommt die Urkunde nach vier bis sechs Tagen als Päckchen beim Spender an. Allerdings wird es nicht aus Florida in den USA, sondern aus Schleswig-Holstein verschickt. Der Senatspräsident des kirchlichen Instituts und Unterzeichner der Urkunde der MLDC, Daniel van Hoogen (40), ist zugleich Verwaltungsrat und CEO der Cenyo Incorporation aus der Mengstrasse 26 in Lübeck.
Cenyo wiederum ist ein Internetpool für ausgefallene Geschenkideen. Eine Besitzurkunde für ein Mondgrundstück gibt es für 59,98 Euro. Zum Preis von 89,98 Euro kann man sich drei Jahre als Besitzer einer Kaffeeplantage in Kenia fühlen und erhält in dieser Zeit jedes Jahr ein Pfund Kaffee aus Afrika. Da nach Maya-Voraussagen am 21. Dezember 2012 die Welt untergeht, kann man auch für 49,98 Euro eine Weltuntergangs-Versicherung abschließen. Man erhält dann innerhalb von 48 Stunden nach dem Weltuntergang eine Million US-Dollar und schon vorab ein T-Shirt "Ich überlebte den Weltuntergang 2012". Und nun also der Doktortitel h.c. von der hauseigenen Kirche in Amerika für 150 Euro. Zum Verkaufsschlager wurde der Ehrendoktor allerdings erst, als der Schnäppchen-Internetshop Groupon.de aus der Rosenstraße 17 in Berlin Mitte den Doktortitel der MLDC im Frühjahr diesen Jahres in sein Programm aufnahm. Groupon sammelt Tausende Kaufinteressenten per E-Mail-Bestätigung ein und kauft dann das Produkt beim Anbieter zu einem Rabattpreis ein. Im Falle des Ehrendoktors zahlen die Rabattjäger über Groupon.de nur 39 Euro anstelle der 150 Euro. Kommen nicht genügend Käufer zusammen, fällt die Rabattaktion ins Wasser. Beim Dr.h.c. erlebte Groupon einen regelrechten Käuferansturm. Im März kauften mehr als 6.000 Kunden den kirchlichen Ehrendoktortitel zum Schnäppchenpreis. Für die Aprilrunde sind schon über 4.000 Vorbesteller registriert. "Das hat uns überrascht. Wir hielten es für einen netten Gag", sagte eine Groupon-Sprecherin dem Bild-Reporter Malte Wicking, der sich testweise einen Titel bestellte und sich jetzt offiziell Dr. Malte Wicking - Doctor h.c. of Homeopathy, MLDC, USA nennen darf. Die MLDC vergibt Ehrendoktoren in 65 Fachrichtungen, darunter Exorzismus, Motivation oder Ufology und Feng Shui. Wer nicht gleich den Mut zum Doktor hat, kann sich auch ein Diplom in einer von 86 Fachrichtungen aussuchen. Das kostet 80 Euro. Die Palette reicht vom Diplomimmobilienmakler, Diplomwirtschaftsjuristen, Diplomfinanzkaufmann bis hin zum Diplom-Finanzsachverständigen. Echte Doktoren laufen gegen die Verramschung von Doktortiteln und Diplomen auf Groupon Sturm. Auf FOCUS Online schreibt ein Wissenschaftler: "Das ist eine Verunglimpfung der Arbeit der Doktoranden, die in manchen Fächern bis zu fünf Jahre in einem Institut für einen Hungerlohn schuften müssen." Ein Jurist, mit Doktortitel und nach eigenen Angaben ein "ehrlicher Wissenschaftler", empfindet das Angebot als "absolute Schande". Verbieten lassen können sie die Vergabe der kirchlichen Ehrendoktor-Titel gegen eine Spende nicht. Man kann ja auch nicht allzuviel damit anfangen. Dr. Matthias Jaroch (44) vom Deutschen Hochschulverband stellt klar: "Damit können Sie im privaten Rahmen angeben, sonst nichts." Wer nun allerdings auf die Idee kommt, die Geschenkidee des Portals Cenyo und deren Partnershop Groupon.de zu kopieren und die Ehrendoktor-Zertifikate der MLDC auf eigene Faust herzustellen oder zu verkaufen, bekommt sehr schnell teure Abmahnpost. Die Kanzlei Drewelow & Ziegler aus Rostock mahnt für die Cenyo Inc. aus Lübeck angebliche Wettbewerbsverstöße ab. Gefordert wird eine Kostenerstattung in Höhe von 859,80 Euro für die Abmahnung und die Abgabe einer Unterlassungserklärung. Nun denn ... Links zum Thema » Doktortitel-kaufen.net » Schnäppchen-Doktortitel auf Groupon.de » Doktortitel aus der Schweiz Weitere Links zum Thema » Vorschlags-Überprüfungsliste von PlagiPedi Wiki » VroniPlag Wiki » Neue Identität bei Confidential Business Pressemitteilungen zum Thema » VroniPlag Wiki und PlagiPedi Wiki: Internetjagd auf falsche Doktoren » Die Titelhändler » Wie bekommt man einen gültigen Diplomatenpass? » Malteser-Orden: Ritter-Staat und Diplomatenpässe » Unzustellbar: Personalausweis ohne festen Wohnsitz? » K1-Direktor Frerichs: 300 Millionen versenkt, aber Haftverschonung » Des Ritters Wirtschaftskammer » 1,1 Millionen Euro Kopfgeld auf Borussia Dortmund Ex-Aktionär » Abgetaucht » ACI: Chefs bestellten neue Identität in Panama » Dr. Kloiber mit 18 Millionen auf der Flucht » Kopfgeld auf Aktienbetrüger Engler » Boss der Marbella Connection ausgeliefert Beiträge zum Thema » Ehrendoktortitel: Doktor h.c. oder Professor h.c. - 39 Euro » Daniel van Hoogen alias Daniel Waldmann? » BRES: Großgrundbesitz für Jedermann » Promotionsberater Dr. Paul Jensen, Hamburg » Seriöse Promotionsberater » Slowakischer PHDr als Dr. in Deutschland anerkannt? » Promotionsberater » Einen legalen Us-Doctor für 20 $? » West Promotionshilfe GmbH - Prof. Dr. Lamm - Saarbrücken » Welche Ansprüche habe ich gegen meinen Ghostwriter? » Diplomatenstatus für Helmut Kiener? » Meinung zu diplomaticpassport.com » Diplomatische Immunität in Deutschland » Wir helfen ihnen legal einen Diplomaten Pass zu bekommen » ACI: Lohmanns Identitätsbestellung vom 12. Juni 2009 » Florian Homm: Türkisch für Fortgeschrittene » Boxer Axel Schulz fiel auf Daytrader Ulrich Engler rein » Neue, legale Identität aus Südamerika » Florian Homm und INDENTURE INVTS » Florian Homm - auch alles nur ein großer Bluff? » ACI Alternative Capital Invest Dubai Tower » ACI-Lohmann und Baker & Baker » Robin Lohmann und die falschen Ausweispapiere Kategorie zum Thema » Doktortitel, Adelstitel, Diplomatenpässe » Urteile & Recht » Private » Private: Diskussionsforum |
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02. Juni 11 13speedtest37: Cyber-Mafia-Boss Dominik Bauer wieder in HaftBei dem österreichischen Mitglied der zwölfköpfigen deutsch-österreichischen Internet-Betrüger-Bande, deren 8 deutsche Drahtzieher am 11. Mai 2011 bei einer deutschlandweiten Durchsuchung von 29 Wohnungen und Büros verhaftet wurden (Foto Arbeitsplatz eines Drahtziehers, copyright LKA Bayern), soll es sich um den IT-Informatikstudenten und Chef der berühmt-berüchtigten Cyberkriminellen-Bande 1337-crew (Elite-Crew), Dominik Bauer (20) alias 13speedtest37 aus Retz bei Wien, handeln, wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net übereinstimmend aus österreichischen und deutschen Ermittlerkreisen erfuhr. Auf den Internetportalen der 1337-crew, die vor zwei Jahren aufflog, konnte man unter anderem Waffen, gehackte Kreditkarten zur Plünderung von Internetshops oder DDoS-Attacken (Massenmüllanfragen) gegen unliebsame Firmen bestellen. Ging der Schaden damals noch in die Hunderttausende, sind es diesmal mehrere Millionen Euro. Bauer ist nach wie vor Inhaber des Internethosters Heihachi Limited aus Marbella, vormals Panama. Heihachi hat im aktuellen Fall zum Beispiel die Internetshops dress4style.com und ewe-ewe.com (siehe Fotos vom LKA Bayern) angemeldet. Laut Pressemitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes soll es sich bei diesen Händlerseiten um "betrügerische Shops" gehandelt haben. Insgesamt habe die Bande seit 2009 etwa 400 gefakte Shops, viele auch beim Aktionshaus eBay, und mindestens zwei gefälschte Rechtsanwaltsauftritte betrieben. Für den Geldtransfer habe die Bande 1.000 Finanzagenten mit Privatkonten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeworben, manche auf 400 Euro Basis, manche mit einem Verdienst zwischen 800 bis 4.000 Euro pro Woche. Die entgegengenommenen Gelder der Internetkunden wurden zumeist in die Schweiz und die Türkei überwiesen; in Einzelfällen hoben die Finanzagenten das Geld bar ab und übergaben es an einen Geldboten. ![]()
Die gefakten Shops hatten riesigen Zulauf. Denn über sie wurden beispielsweise 1-Kilo-Goldbarren zum halben Preis oder Lego-Spielzeug zum Schnäppchenpreis angeboten. Natürlich immer per Vorkasse auf die Konten der Finanzagenten oder der vermeintlichen Treuhänder-Anwälte. Die Ware wurde aber nie geliefert. Beschwerden liefen bei echten Händlern und Rechtsanwälten auf, deren Daten ausspioniert und in leicht abgewandelter Form für den Betrug genutzt wurden. Die echten Händler oder Anwälte haben davon aber gar nichts gewusst. Als sie nun von den Kunden als Betrüger angezeigt wurden, mussten sie selbst Anzeige gegen Unbekannt stellen.
Die Sache kam ins Rollen, als sich der Treuhänder für die Internetseite "ja-kaufen.com", Rechtsanwalt Michael Heller aus Düsseldorf, und die Eigentümerin der Internetseite (eine Firma aus Nördlingen in Schwaben) bei der Nördlinger Polizeiinspektion erklärten. Das Bayerische Landeskriminalamt führt dazu aus:
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Nach bisherigen Ermittlungen wurden etwa 100.000 Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geschädigt, der Schaden liege im zweistelligen Millionenbereich. "Aufgrund der laufenden Ermittlungen können genaue Zahlen noch nicht genannt werden, zumal davon auszugehen ist, dass längst nicht alle Geprellten bereits Anzeige erstattet haben", heißt es in der Pressemitteilung des Bayerischen LKA weiter.
Für die "Bereitstellung der Infrastruktur" (Bundeskriminalamt Österreich in Wien) für diese Internet-Betrügereien soll der Niederösterreicher Dominik Bauer alias 13speedtest37 gesorgt haben, der einen Tag vor der deutschen Großrazzia am 10. Mai 2011 in Österreich in Untersuchungshaft genommen wurde. Die Wienerzeitung schreibt, dass der 20-jährige aus dem Weinviertel eine zentrale Rolle gespielt habe. Der Absolvent einer EDV-Schule "hat den Webspace zur Verfügung gestellt, er war sozusagen der kriminelle Provider", sagte Magister Rudolf Unterköfler, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt Österreich. Auch soll er für Verschlüsselungssoftware und Passwortschutz verantwortlich gezeichnet haben. Von den anderen Bandenmitgliedern in Deutschland sei nur einer dem 20-Jährigen bekannt. Mit den anderen verkehrte er ausschließlich per E-Mail. Er soll auch andere Auftragsarbeiten erledigt haben. Unter anderem ist er verdächtig, schreibt die Wienerzeitung, an einem groß angelegten Phishing-Coup bei der deutschen Postbank beteiligt gewesen zu sein, der 180.000 Euro Schaden verursachte. Als Phishing wird das Stehlen von Daten mithilfe von vertrauenswürdig aussehenden Internet-Seiten bezeichnet. Die Ermittler kamen der Organisation durch verdächtige Finanztransaktionen auf die Spur. Die Täter verschoben die durch die Online-Betrügereien eingenommenen Gelder beinahe ausschließlich über Strohleute, die ihre Konten zum Geldparken zur Verfügung stellten oder Konten für die Bande eröffneten. Dadurch sei es für die Ermittler schwierig nachzuvollziehen, wie hoch der Schaden durch die Internet-Betrügereien tatsächlich ist. Das Geld wurde kreuz und quer durch die ganze Welt verschoben. Unterköfler bezifferte den Schaden mit vermutlich mindestens 20 Millionen Euro. Angesichts dessen dürfte der Anteil des Niederösterreichers eher mäßig ausgefallen sein, schätzt die Wienerzeitung ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass er nicht mehr als 60.000 bis 70.000 Euro bekommen hat. Bauer war bereits anderthalb Jahre zuvor, am 24. November 2009, schon einmal und damals als Chef der 46köpfigen deutsch-österreichischen Bande 1337-crew in Retz bei Wien festgenommen worden. Damals kam Bauer nach nur zwei Nächten in Haft und einem umfassenden Geständnis wieder auf freiem Fuß. In einem anschließenden Interview teilte er GoMoPa.net per E-Mail mit: "Was ich gemacht habe, war einfach nur falsch." GoMoPa.net fragte damals: "Da Sie ja bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt haben, dürfen Sie sicher mit einer milden Strafe rechnen." Bauer: "Ja, ich hoffe, dass es so ist. Ich bin 19 Jahre alt, hab mein Leben praktisch noch vor mir. Ich weiß, ich hab mir das Ganze selbst eingebrockt. Zukünftig halte ich auf jeden Fall Abstand zu solch illegalen Geschichten. Selbstverständlich kann man so etwas nicht einfach entschuldigen, aber ich hoffe doch, dass die Strafe nicht allzu hart ausfällt." GoMoPa.net fragte damals weiter: Wann sind Sie wieder geschäftsfähig? Der Prozess wird ja sicherlich eine Weile dauern. Bauer: "Wie meinen Sie das? - wird es natürlich nie mehr wieder geben, mit dem Ganzen habe ich abgeschlossen. Ich will nichts mehr damit zu tun haben! Das war der größte Fehler meines Lebens." ![]()
Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net warnt seine Leser bereits seit dem Jahre 2007 vor den gefakten Shops und den per E-Mail angeworbenen Finanzagenten als Betrugsmasche, ohne zu wissen, dass Bauer alias 13speedtest37 dahinter steckte, der sich, wie sich später herausstellte, auf seiner Internetseite 1337-crew.to, auf der 18.800 User mit kriminellem Interesse registriert waren, damit brüstete, dass er GoMoPa.net vom Netz pusten würde.
Dass Bauer seine Drohung war machte, bekam der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net nicht nur am eigenen Leibe zu spüren, als er im September und Oktober 2009 für sechseinhalb Wochen und dann noch mehrmals im Februar, März und Mai 2010 mit DDoS-Attacken vom Netz geschossen wurde. Auch das ermittelnde Bayerische Landeskriminalamt stellte in seiner gestrigen Pressemitteilung über die Internetbande der elf deutschen Frauen und Männer zwischen 20 und 39 Jahren und des 20jährigen Niederösterreichers fest: "Welch kriminelle Energie die Täter antrieb, zeigt sich daran, dass Internetforen, die bereits offensiv vor den Machenschaften gewarnt haben, mit so genannten DDoS-Angriffen mehrfach lahm gelegt und die Verantwortlichen mit körperlichen Repressalien bedroht wurden." Die deutschen Tatverdächtigen seien laut Bayerischem LKA "zum Teil bereits wegen Verstößen gegen das Markengesetz polizeibekannt". Über die Verschleierungstricks der Bande schreibt das Bayerische LKA:
Das Bayerische Landeskriminalamt sucht weitere Geschädigte und Zeugen "Die Staatsanwaltschaft Augsburg führt gegen die Beschuldigten das Verfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs", heißt es in der Mitteilung des Bayerischen LKA weiter. "Das Strafgesetzbuch sieht hierfür Freiheitsstrafen von einem bis zu 10 Jahren vor." Geschädigte, die bisher noch keine Anzeige erstattet haben, werden gebeten, sich an ihre örtlich zuständige Polizeidienststelle zu wenden. Warnung vor noch nicht abgeschalteten Betrugs-Shops ![]()
Das Bayerische Landeskriminalamt nimmt dieses Phänomen zum Anlass, noch einmal vor den Tricks der Betrüger im Internet zu warnen:
Aktuell seien noch folgende der bisher entdeckten Internetseiten online; das Bayerische Landeskriminalamt warnt dringend davor, auf folgenden Seiten einzukaufen: www.usa-auto-kaufen.de (siehe Foto vom LKA Bayern) www.luxus-ferienhaus24.de (siehe Foto vom LKA Bayern) www.af-import-autohaus.de "Dieser Aufgriff zeigt, dass Internetkriminalität eine internationale Herausforderung darstellt, die national nur begrenzt bekämpfbar ist, weshalb hier eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit einen zentralen Stellenwert einnimmt", so Magister Rudolf Unterköfler, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt Österreich. "Weiter bestätigt dieser Fall, dass es sich bei den begangenen Delikten im Internet verstärkt um neue Tätergruppen handelt, die kriminell organisiert und international vernetzt sind", so Unterköfler weiter. Gleichzeitig sind nahezu alle Deliktsbereiche von der Internetkriminalität betroffen. Das Bundeskriminalamt setzt daher verstärkt auf Präventionsarbeit. "Allgemein ist beim Kauf von Waren im Internet Vorsicht geboten, insbesondere bei Vorauszahlung", so Unterköfler. "Vertrauliche oder persönliche Daten sollten zum Beispiel beim Online Banking oder beim Einkauf im Internet ausschließlich über verschlüsselte Seiten bekannt gegeben werden. Die Übertragung ist nur dann sicher, wenn die Internetadresse in der Browserleiste mit https:// (Daten werden SSL-verschlüsselt übertragen - Anmerkung der Redaktion) beginnt." Diesmal würden die inhaftierten Bandenmitglieder länger als zwei Tage in Haft bleiben, ist sich ein Ermittler gegenüber GoMoPa.net sicher: "Seien Sie gewiss, diesmal wird es auch zur Anklage kommen." Link zum Thema » Pressemitteilung des LKA Bayern zur Bande Pressemitteilungen zum Thema » 13speedtest37 gewinnt Internetkrieg gegen USA-Dateiload » 1337-crew: Der Nachfolger wartet schon » 13speedtest37: Verrat brachte ihm die Freiheit » Speed bildete 18.000 Internetbetrüger aus » BKA-Razzia: Kein Ladendiebstahl - sondern Terror, Datenklau... » Hackl heisst der Hacker? » Pressefreiheit endet beim Geldhahn » 1 Million Dollar Belohnung für Internet-Terroristen » Internet-Terror: Commerzbank überprüft 40.000 Rechner » Internetkrieg: 50 Euro und Ihre Webseite ist Geschichte » So kaperte der Wiener Schlawiner den Piratenkreuzer Gulli.com » Megadownloads: Staatsanwaltschaft erstickt fast vor Anzeigenflut » Im Visier der Internetmafia » Gulli.com: das Vorzeigportal der Internetmafia » Die Operationszentrale der Internetmafia » Mega-Downloads: Keiner hält den Kopf hin » Mega-Downloads KO - Staatsanwalt sucht Opfer Beiträge zum Thema » Dubiose Online-Shops 100.000 Opfer - Schäden in Millionenhöhe » Stellenangebote - Girokonto - Arbeiten von Zuhause » Grüße an die Geschäftsleitung Weitere Informationen zum Thema » Gulli.com - Gulli wars - Richtigstellungen von Richard Joos (Korrupt) Kategorien zum Thema » Betrug - Sonstiges » Organisierte Kriminalität Kommentar von Benjamin Richter am 31.05.2011 17:59 Zitat: "Bauer ist nach wie vor Inhaber des Internethosters Heihachi Limited aus Marbella, vormals Panama." Marbella liegt in Panama, Marbella ist ein Stadtteil von Panama City, Heihachi residiert immer noch an der selben Adresse, jedoch mit einem anderen "Geschaeftsfuehrer" laut dem panamanischen Handelsregister heisst der neue Strohmann Tjorven Tiedtke. |
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08. Juni 10 Forex4Free: Kostenlos traden?
Die Nachricht von diesem Angebot verbreitet sich seit Anfang April 2010 per E-Mails und im Internet wie ein Lauffeuer. Man bekommt angeblich 200 US-Dollar (150 Euro) geschenkt und lässt dieses Geld ohne eigene Kosten im internationalen Forexhandel für sich arbeiten.
Der Handel mit Währungen zwischen Marktteilnehmern außerhalb der Börse gilt als die Luxusklasse der Spekulation. Täglich werden 3,5 Billionen Dollar (2,6 Milliarden Euro) eingesetzt. Der Gönner, der anonym bleiben will, verspricht, nur 25 Prozent vom erzielten Gewinn einzubehalten. Der Rest fließe an den Beschenkten. Monatlich könne man so bis zu 3.500 Dollar (2.600 Euro) hinzuverdienen. Seitdem ein angeblicher Michael Frey aus Palma de Mallorca seine Firmenseite Forex4Free.org mit diesem Angebot am 5. April 2010 nach eigenem Bekunden im Auftrag dieses reichen, anonymen Großinvestors ins Internet stellte, registrierten sich täglich mehr als 2.000 Menschen mit Namen und E-Mailadresse. Der Ansturm ist so groß, dass die Seite mehrmals am Tag gar nicht zu erreichen ist. Michael Frey hatte außerdem jedem, der einen weiteren Anmelder vermittelt, 20 Dollar für den ersten und 10 Dollar für jeden weiteren Interessenten als Honorar versprochen, das allerdings nicht ausgezahlt wird, sondern auch in den Forexhandel investiert werden soll. Manche Interessenten versuchten nun aus diesem Run auf die Forex4Free-Seite einen Extra-Gewinn herauszuschlagen und boten den Zugang zu dem Geschäft mit Null-Einsatz selbst im Internet an und versprachen nun ihrerseits interne Vermittlungsprovisionen von 1 Dollar (75 Cent) bis 5 Euro für jeden an sie vermittelten Anmelder. Dustin Kohl aus Pfedelbach (Baden-Württemberg) legte noch einen drauf und schaltete am 17. April 2010 sogar eine Stellenanzeige im Internet: "Suchen Sie einen Job, der wirklich kostenlos ist? Dann sind Sie bei mir richtig." Konto bei anonymer Bank Wer es geschafft hat, sich bei Forex4Free anzumelden, muss nun bei der Partnerbank von Forex4Free ein Konto (Account) eröffnen und warten, bis der Großinvestor die versprochenen 200 US-Dollar dort einzahlt. Bei dieser Partner-Bank handelt es sich um die Liberty Reserve S.A. aus Escazu in Costa Rica (Zentralamerika). Die Liberty Reserve ist allerdings keine Bank im herkömmlichen Sinne. Sie ist vielmehr ein Geldtransfersystem, das ähnlich wie Paypal über das Internet läuft. Die Liberty Reserve steht in einem zweifelhaften Ruf. Initiatoren zahlreicher Pyramidensysteme, bei denen man viele kleine Geldsummen mit großen Gewinnversprechen einsammelt, ohne dass Gewinne fließen, sollen sich in der Vergangenheit der Liberty Reserve bedient haben, weil man über die Liberty Reserve gefahrlos kleine Beträge einsammeln lassen könne, ohne sich einer Bank offenbaren zu müssen. Nicht nur die Initiatoren bleiben unüberprüft. Auch die Bank selbst ist völlig anonym. Das Internetportal der Bank www.libertyreserve.com ist seit dem 27. Juli 2001 auf einen Ahmed Yassine mit Postanschrift der Liberty Reserve S.A. in Alajuela (Costa Rica) als Administrator eingetragen. Wenn nun im Fall der Forex4Free auf dem Konto bei der Liberty Reserve die 200 Dollar und eventuelle Vermittlungsprovisionen geflossen sind, soll man das Geld laut Forex4Free, sobald es auf eine Mindestsumme von 1.500 Dollar (1.120 Euro) angestiegen ist (der Großinvestor lässt das Geld erst einmal ein halbes Jahr arbeiten), dann bei einem zugewiesenen Broker investieren. Dazu muss man erneut ein Konto eröffnen. Diesmal bei dem Broker. Die vom Broker erhaltene Kontonummer und den Zugangs-PIN solle man der Firma Forex4Free mitteilen, die sich um alles weitere kümmern würde. ![]() Büro der Liberty Reserve S.A. in Costa Rica © LR Die Forex4Free verspricht: "Von allen Gewinnen, die dieses Konto erzielt, werden 25 Prozent automatisch vom Broker einbehalten und an uns beziehungsweise den Investor überwiesen. Die restlichen 75 Prozent Gewinn sind für Sie." Alles was über 7.500 Dollar auf dem Trader-Konto beim Broker zur Verfügung steht, müsse man selbst dort abholen, heißt es weiter. Zu verlieren gibt es ja nichts, da man ja kein eigenes Geld investiert. Aber warum verschenkt ein Großinvestor massenhaft 200-US-Dollar und außerdem noch 75 Prozent vom damit erzielten Gewinn? Die Forex4Free erklärt das Engagement des Großinvestors so:
Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net fragte bei der von Investoren für 2010 gewählten Nummer 1 im Forex-Handel, dem Europäischen Brokerhaus X-Trade Brokers aus Frankfurt am Main, nach, ob Trader-Konten tatsächlich begrenzt würden. ![]() Aktien-Profi Patrick Hahn aus Frankfurt Ein Finanzkaufmann, dem GoMoPa.net das Angebot aus Palma vorlegte, findet die Begründung für das Engagement des Großinvestors unlogisch. Der Kaufmann: "Ich habe selten eine derartig hohe Anzahl an unlogischen Aussagen auf so wenigen Zeilen gelesen. Broker sind üblicherweise Wertpapierhändler, die vom An- und Verkauf von Wertpapieren und den dabei anfallenden Gebühren beziehungsweise dem Spread zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs leben. Dasselbe gilt auch im Handel mit Währungen. Die Höhe des Gewinns des Anlegers (und natürlich der Verlust) ist den Brokern völlig egal. Broker investieren nicht intern. Sie zahlen auch keinen Gewinn aus ihrer eigenen Tasche. Der (Kurs-)Gewinn des einen Anlegers ist der Verlust des anderen, damit haben die Broker nichts zu tun. Wenn Broker auf eigene Rechnung handeln, dann tragen sie das gleiche Gewinn- und Verlustrisiko wie alle anderen. Ob das Traderkonto gegebenenfalls manipuliert wird, kann ich nicht beurteilen. Natürlich gibt es unterschiedliche Kurse, das ist insbesondere von der Höhe des anzulegenden Betrages abhängig. Je größer die Summe, je kapitalkräftiger der Anleger ist (sind ohnehin nur institutionelle Anleger, Banken, Pensionskassen, große Vermögensverwalter), desto besser ist der Kurs, der ihm gestellt wird. Das hat aber mit Manipulation nichts zu tun." GoMoPa.net fragte den Finanzprofi weiter: Was ist mit der Behauptung, der Großinvestor habe nur eine Möglichkeit, viel Geld zu verdienen, er müsse viele Trader für ihn arbeiten lassen? Der Kaufmann: "Kleinanleger dürfen überhaupt nicht in den wirklich interessanten Bereichen handeln. Wenn er ein Großinvestor ist, dann ist das kein Problem, die richtigen Broker zu finden." GoMoPa.net ließ nicht locker: Der Großinvestor verdiene doch aber angeblich mit 25 Prozent von 10 Millionen Dollar mit vielen Trader-Konten mehr als mit 100 Prozent von nur 2 Millionen Dollar Gewinn, die der Großinvestor vielleicht allein schaffen würde? Der Kaufmann: "2,5 Millionen Dollar statt 2 Millionen Dollar. Und das für den Aufwand, mehrere hundert oder tausend Kleinanleger zu verwalten? Kein Großinvestor macht so etwas." GoMoPa.net: Würden Sie dennoch auf Ihren Namen beim Broker ein Konto eröffnen und die Kontonummer und die Tradingcodenummer dem Herrn Frey oder dem Großinvestor überlassen? Der Kaufmann: "Wenn tatsächlich keine Kosten für mich anfallen, warum nicht? Ausprobieren würde ich es. Aber ich glaube, dass hier sehr schnell auch wieder Kosten für die Teilnehmer anfallen werden. Oder sie werden zu einem späteren Zeitpunkt animiert, auf fiktive Konten, die eingerichtet wurden und die tolle Renditen ausweisen, doch Geld zu überweisen. Was daraus wird, kann man sich denken." GoMoPa.net: Wie bewerten Sie die Aussicht für jeden Kleintrader, bis zu 3.500 Dollar monatlich verdienen zu können? Der Kaufmann: "100 Kleintrader sollen im Monat je 3.500 US-Dollar verdienen, das sind 350.000 US-Dollar monatlich, bei mehr Teilnehmern ein Mehrfaches davon. Welchen Gewinn wollte der Großinvestor noch einmal machen? Ich halte das alles für Bauernfängerei für gierige Dumme." GoMoPa.net versuchte vergeblich, Michael Frey telefonisch zu erreichen. Auf schriftliche Fragen erhielt GoMoPa.net folgende Antworten von Forex4Free, allerdings ohne namentlichen Absender: Sehr geehrter Herr Frey, gern berichten wir über Ihr außergewöhnliches Angebot von Forex4Free.org. Gestatten Sie uns bitte folgende Fragen: 1.) Wer garantiert mir, dass ich die 75 Prozent Gewinnauszahlung auch wirklich bekomme? Sie haben die Kontonummer und meine PIN? Muss ich jetzt vor dem Computer sitzen und schauen, wer von uns beiden schneller Geld vom Trading-Konto herunterholen kann? Forex4Free: "Das Konto läuft auf Ihren Namen, somit können auch nur Sie darüber verfügen, die 25 Prozent werden vom Broker an die jeweiligen Investoren weitergeleitet." 2.) Warum brauchen Sie die Liberty Reserve, kann der Investor nicht die Mindestsumme von 1.500 Dollar direkt auf mein Trader-Konto überweisen? Forex4Free: "Wir können nicht direkt auf das Konto von Ihnen beim Broker übwerweisen, denn der nimmt das Geld nicht an von 3. Personen (unter anderem wegen des Geldwäschegesetzes)." 3.) Sie sagen, Sie hätten schon ein erfolgreiches Projekt realisiert? Könnten Sie da etwas genauer werden, wäre doch eine gute Referenz für Sie. Forex4Free: "Es gind da um 3.000 Leute, die je ein Konto mit 800 US-Dollar (600 Euro) aufgemacht haben, das ging sehr schnell und wurde hauptsächlich in Printmedien beworben. Also das war offline. Damals haben sich rund 10.000 Leute dafür beworben. Davon haben sich dann letztendlich 3.000 wirklich ein Konto eröffnet. Durch das Projekt wurden einige Investoren wachgerüttelt und hatten uns angesprochen, so kommt es jetzt zu dem größeren Projekt. Jetzt sind wieder einige wach geworden, somit scheinen wir immer weitere User aufnehmen zu können. Ein schöner Kreislauf, wir hoffen das der Nachschub an Investoren nicht ausgeht ;-)." 4.) Worin besteht eigentlich der Vorteil für Forex4Free? Forex4Free: "Wir bekommen natürlich unsere Gebühren, für die Verwaltung und Vermittlung." GoMoPa - Tipp Achtung: Sobald Sie Gewinne auf ihr Girokonto überweisen wollen, kennt auch der Dritte, der Ihre PIN-Zugangsdaten hat, Ihre Kontodaten. Aus vielen Erfahrungsberichten weiß GoMoPa.net allerdings auch, was mit Konten oder auch nur mit Kontodaten geschehen kann, die in die Hände von Dritten gelangen: Konto - Datensätze werden verkauft. Immer neue Täter oder Tätergruppen versuchen, mit Ihren Daten Einkäufe zu tätigen. Oder sie buchen kleinere Beträge von den Girokonten ab, die Ihnen selbst erst nach Wochen oder Monaten auffallen. Vorsicht: Ihr Konto könnte zur Geldwäsche benutzt werden Ihr Konto könnte zur Geldwäsche benutzt werden. Sie als Kontoinhaber haben dann ein Problem und schon der Verdacht reicht, um Ihnen auch sämtliche Konten seitens anderer Banken zu kündigen. Denken Sie daran: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Dokument zum Thema » Das Angebot von Forex4Free Pressemitteilung zum Thema » Bankgarantien und Trading: Zugang nur für Milliardäre » Geldwäsche: Unternehmer unter Generalverdacht » Börsenbriefe fürs Klo » Kopfgeld auf Aktienbetrüger Engler Beiträge zum Thema » forex4free.org - Konzept » WBWSO Ltd. - 1 Dollar nach 3 Jahren erhalten Sie ca.900 Dollar » Funktioniert Trading? » Mehr |
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01. Juni 09, 02:00:00 Der Trend in der Krise: Raus aus aktiven Fonds, rein in passive ETFsDie Finanzkrise hat einen neuen Trend hervorgebracht: Viele Privatanleger geben ihren aktiven Fondsmanagern wegen der hohen Verluste, hohen Verwaltungskosten und Provisionen den Laufpass. Immer mehr Anleger machen das, was die Großanleger wie Versicherungen und Pensionskassen in großem Stil vormachen: Sie flüchten aus den klassischen Fonds-Sparplänen und schichten ihre Spargroschen in passive Indexfonds (ETFs, Exchange Trade Funds), die wie Aktien an der Börse gehandelt werden, um. Gab es im Jahre 2000 in Europa sechs ETFs, gibt es heute in Europa 30 Anbieter mit 600 ETFs (verwaltetes Vermögen 125 Milliarden Dollar) und weltweit sogar 1.700 ETFs. Experten rechnen für Europa innerhalb eines Jahres nahezu mit einer Verdoppelung des ETF-Vermögens. Bisher gibt es mit iShares, Lyxor ETF und db x-trackers drei bedeutende europäische Player, die unter sich fast 80 Prozent des Marktes aufteilen. Seit einiger Zeit mischen auch weitere deutsche Anbieter mit. Nach der Deutschen Bank (db x-trackers) haben 2008 die Commerzbank (ComStage) und die Dekabank (ETFlab) eigene ETF-Spezialisten ins Rennen geschickt. Ihr entscheidender Vorteil ist die Sicherheit: Weil ETFs stur und passiv nahezu eins zu eins den Dax oder Dow Jones nachbilden und praktisch an ihm kleben, gehen sie im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds nicht das Risiko ein, dass der Fondsmanager mit seiner Anlageentscheidung falsch lag und mit seinem Fonds hinter dem Dax oder Dow Jones zurückliegt. Ein typischer Verlierer sind Deutschlandfonds. Aktienfonds, die in Deutschland investieren, liegen seit drei Jahren mit 20,7 Prozent im Minus. Im gleichen Zeitraum hat der DAX aber nur 11,5 Prozent verloren. Die Deutschlandfonds hinken auch über fünf und zehn Jahre hinter ihrem Vergleichsindex hinterher. Gegen ETFs spricht die Tatsache, dass man mit ihnen keine großen Gewinnsprünge machen kann. Im Gegensatz zum aktiv gemanagten Fonds durchbrechen ETFs nie die Schallmauer des Indexes. Aber sie fallen dafür nie vom Index ab. Legt der Index (Dax, Dow Jones) in schwierigen Zeiten allerdings eine rasante Talfahrt hin, machen ETFs dieses böse Spiel eins zu eins mit. Die besten aktiven Fondsmanager schaffen es, in solchen Zeiten durch Timing und Übergewichtung einzelner Anlageklassen gegenzusteuern und ihre Verluste zu minimieren. Doch gute Aktivfondsmanager sind rar. Und die weiteren Eigenschaften von ETFs sind eher volksnah und ein Publikumsmagnet: Sie sind auch für den kleinen Geldbeutel zu haben (ab 25 Euro im Monat), sie sind zehn Mal billiger als aktive Fonds (0,15 Prozent Managementgebühr für Dax-ETFs gegenüber 1,71 Prozent Gebühr für ein aktives Management), und weil sie billig sind, gibt es einen üppigen Zinseszinseffekt, sie sind einfach zu verstehen (reale Werte), täglich am Dow-Jones-Index oder Dax-Index ablesbar, haben keine versteckten Kosten (keinen Ausgabeaufschlag beim Handel über die Börse), sie sind online zu haben (zum Beispiel S-Broker oder Cortal-Consors), man kann sie täglich zu Geld machen, weil sie wie Aktien an verschiedenen Börsen gleichzeitig gehandelt werden, man kann beim Einkauf die Preise vergleichen und hat beim Verkauf kaum Verluste (meist unter 0,1 Prozent). Und es spielt nicht einmal eine Rolle, ob man sie bei einer Pleitebank kauft. Geht die Bank in die Insolvenz, sind die ETFs vor dem Insolvenzverwalter geschützt, weil sie als Sondervermögen gelten. Im Kommen sind bei den Anlegern die ETF-Sparpläne. Im vergangenen Monat hat beispielsweise S-Broker sein Angebot sparplanfähiger ETFs auf 50 ausgeweitet. Es umfasst ein breites Angebot aller namhaften ETF-Anbieter über sämtliche Anlageklassen im Dax oder EuroStoxx. Die Kaufprovision beträgt einmalig 2,5 Prozent des Kaufpreises. Mindestanlage: 50 Euro monatlich. Bei Comdirect (breites Angebot von vier Anbietern, 2,50 Euro Fixkosten plus 0,4 Prozent vom Transaktionsvolumen) und Cortal-Consors (breites Angebot von fünf Anbietern, 2 Prozent des Transaktionsvolumens) sind Sparer bereits mit 25 Euro dabei. Bei der DAB Bank bekommt man ab monatlich 50 Euro Einzahlung ein breites Angebot aller namhaten ETF-Anbieter über sämtliche Anlageklassen, auch Spezialitäten. Die Fixkosten liegen bei 2,50 Euro plus 0,25 Prozent des Transaktionsvolumens. Ganz ohne Gebühren werden Index-Anleger bei Maxblue bedient. Denn der Onlinebroker rechnet die ETFs direkt bei der Fondsgesellschaft ab. Allerdings haben die Sparer lediglich die Wahl zwischen sieben Produkten aus dem Hause der Mutter Deutsche Bank. Ebenfalls völlig kostenlos bekommt man bei der ING-Diba einen passiven ETF-Dachfonds von Veritas. Voraussetzung: ein monatlicher Mindestbeitrag von 50 Euro. Für Anleger, die einen langen Anlageatem von mindestens fünf Jahren haben, lohnt sich der Kauf des db x-trackers Wealth Management ETFs von der quirin bank aus Berlin. Kathrin Kleinjung, Pressesprecherin der quirin bank zu GoMoPa: "Mit dem WM ETF verschafft die quirin bank erstmals allen Privatanlegern in Deutschland eine professionellen Vermögensaufbau, wie er bislang nur vermögenden Kunden angeboten wurde. Die jährlichen Gesamtkosten betragen 0,72 Prozent. Vergleichbare Vermögensanlagen kosten in der Regel zwischen 1,7 und 3,5 Prozent. Diese niedrige Kostenbelastung wird unter anderem durch den vollständigen Verzicht auf Provisionszahlungen an Banken oder anderen Finanzvermittlern möglich." Basis ist der quirin Wealth Management Index, der weltweit Aktien (60 Prozent), Renten (30 Prozent) und Immobilien (10 Prozent) abbildet. Der WM ETF wird seit dem 3. Dezember 2008 an der Börse (XETRA) angeboten und ist über jede Bank beziehbar. Pressemitteilungen zum Thema Mit Maxblue und ING-DiBA kostenlos an die Börse quirin bank: die fairste Bank Deutschlands Allianz: Alle wollen Garantiezinsen Ein Finanzvermittler packt aus Finanzen im Test: schlechteste Geldanlage - höchste Provision Einlagensicherungsfonds: alles andere als sicher Allianz-Zocker-Rente Regierung schafft mehr Sicherheit für Sparer Kabinett beschloss neuen Anlegerschutz Die schnellste und billigste Kreditbank Deutschlands Bad Banks - Entsorgung der Schrottpapiere erlaubt Die Geldhexen von Berlin Swiss Select Garantie: Fass ohne Boden Blase Staatsanleihen dorht zu platzen Neues Aktienrecht: Gehälter nicht an Börse gekoppelt Abzocke an Frankfurter Börse Förder-Immorente kommt 2009 Grossrazzia bei Aktienbetrügern Genotec: Mit uns hätte es keine Finanzkrise gegeben Beiträge zum Thema Rasante Nachfrage nach ETFs Platin als ETF Gold als ETF ETF mit Gold hinterlegt XETRA-Gold bei Insolvenz des ETF-Anbieters Lyxor ETF Weltwasser Anleger warten auf ersten Gold-ETF Fonds Kompakt 184 Prozent in einem Jahr Investment in Silber Gold wird wieder für Anleger interessant ETFs steuerliche Sonderwege Geldanlage: die schlimmsten Irrtümer Fonds Tipp Lyxor ETF MSCI India Abgeltungssteuer - Schlupfloch Welcher Börsenbrief? 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01. Juni 08 Insolvenzantrag: Heinz Gerlach Medien AGBei Abzockern und windigen Auftraggebern für Hochglanzprospekte knallen die Sektkorken! War es zuerst nur ein Gerücht, das sich hartnäckig hielt, ist es jetzt amtlich: Gegen die Heinz Gerlach Medien AG, die dem ?Guru des Verbraucherschutzes? aus Oberursel gehört, wurde beim AG Bad Homburg Insolvenzantrag gestellt! Verantwortlich dafür ist vermutlich die Berlin Atlantic Capital Gruppe, die den Antrag kürzlich veröffentlichte.
Das umstrittene Geschäftsgebaren des selbsternannten Verbraucherschützers hat ihn berühmt - aber auch berüchtigt gemacht. Immer wieder wurde dem ?Paten aus Oberursel? Käuflichkeit vorgeworfen. Die existenzielle Bedrohung seiner Unternehmung soll durch Zahlung von rund 250.000,- ? fürs Erste abgewendet worden sein. Insider sprechen jedoch von weiteren, erheblichen Verbindlichkeiten. Unangenehm, in der Tat! Ob das der Grund dafür ist, dass Heinz Gerlach nun genau diejenige Transparenz, die er gegenüber seiner Zielgruppe ständig einfordert, in seinem eigenen Fall vermissen lässt? Wer weiß das schon? In seinen aktuellen News war jedenfalls nichts von alledem zu lesen. Wie lange sich der "glatte Heinz " unter diesen Umständen bezüglich seiner Reputation noch über Wasser halten kann ist ungewiss. |



Dieser Tipp kommt von der Miami Life Development Church & Institute, Inc. (MLDC), deren kirchlicher Senat ganz legal Ehrendoktor-Zertifikate verleiht und verschickt. Gegen eine Spende von 150 Euro kommt die Urkunde nach vier bis sechs Tagen als Päckchen beim Spender an. Allerdings wird es nicht aus Florida in den USA, sondern aus Schleswig-Holstein verschickt. Der Senatspräsident des kirchlichen Instituts und Unterzeichner der Urkunde der MLDC, Daniel van Hoogen (40), ist zugleich Verwaltungsrat und CEO der Cenyo Incorporation aus der Mengstrasse 26 in Lübeck.

















