GoMoPa: Themen-des-Monats
Sie sind noch kein Mitglied auf GoMoPa? Jetzt registrieren!
23. März 2017
882 User online, 50.383 Mitglieder
Scoredex anfordern!
Scoredex anfordern!
Vergleich der Leistungen
Registrieren
GoMoPa® - Wahl



Ihr Thema nicht dabei?
» Thema vorschlagen
GoMoPa® Affiliates
Presse-Echo
GoMoPa® Mastercard Gold


Jetzt sämtliche Vorteile der GoMoPa® Mastercard Gold geniessen! » Hier beantragen
Jan   Feb   Mär   Apr   Mai   Jun   Jul   Aug   Sep   Okt   Nov   Dez  

 

01. Juni 16, 02:00:00

MIG-Fonds: Die Geldverbrennungsmaschine des Alfred Wieder


Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach<br /> bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,<br /> Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach
bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,
Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Mehr als eine Milliarde Euro haben Anleger in die Venture Capital Fonds der MIG-Gruppe investiert. Das Versprechen des MIG-Vertriebs lautet hohe Renditen durch Investments in Start-Up-Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Gesundheit. Doch eine unveröffentlichte Studie des renommierten Fonds-Analysten Stephan Appel kommt zu einem schockierenden Ergebnis: Die Chancen auf Renditen oder auch nur die Rückzahlung des investierten Kapitals tendieren gegen Null - hohe Verluste sind vorprogrammiert. Die Profiteure sind eine Gruppe von Initiatoren und Managern rund um den Vertriebsprofi Alfred Wieder und den "Graumarkt-Paten" Markus Fischer.

Ab 10.000 Euro zuzüglich eines Agios von 5,5 Prozent können Anleger in das aktuelle Venture Capital Produkt der HMW AG aus Pullach, die MIG GmbH & Co. Fonds 15, investieren. Das Geld der Anleger soll in aussichtsreiche Start-Up-Unternehmen investiert werden und bei den angestrebten Exits zweistellige Jahresrenditen für die Kapitalanleger erzielen, so das Versprechen des Vertriebs. Die MIG Verwaltungs AG erklärt das Beteiligungskonzept auf ihrer Webseite:

Zitat:


Die Fondsgesellschaft möchte somit zwei Interessen zusammenführen: Jungen, innovativen Unternehmen wird einerseits dringend benötigtes Eigenkapital zur Verfügung gestellt und andererseits erhält eine Vielzahl von Anlegern auch mit kleineren Beteiligungsbeträgen die Chance, an einer möglichen Wertsteigerung solcher Unternehmen zu partizipieren.


Rund 50.000 Anleger überzeugte der Ansatz der MIG-Fonds-Initiatoren, woraufhin sie der Fondsgruppe mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung stellten. Doch statt satter Renditen drohen den Investoren hohe Verluste, so das Ergebnis der bisher unveröffentlichten Studie aus der Feder des Analysten und Graumarktkenners Stephan Appel mit dem Titel:

Zitat:


GESCHÄFTSMODELL ZUR REPRODUKTION DES EMITTENTEN MIT BILLIGENDER INKAUFNAHME DER VERNICHTUNG DES ANLEGERKAPIALS - Eine Analyse zur Eignung des MIG-Private Equity-Fondsmodells für Kleinanleger


Bereits in der Einleitung seiner Studie geht Appel hart mit den 15 MIG-Fonds sowie den Vorgänger-Fonds GAF Global Asset Fund und GCF Global Chance Fund ins Gericht:

Zitat:


Selbst der bewanderte Investor ist nicht in der Lage, die komplexen Interessenkonflikte im MIG-System erkennen oder nachzuvollziehen und für seine Anlageentscheidung auswerten zu können. Das MIG-Fondsmodell hat bisher nur ein Ziel erreicht: sein Eigenerhaltungsziel: die Sichergestellung der Finanzierung des bis zu 40 Prozent des Anlagekapitals verschlingenden Fondsmanagements.


Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fonds sich für die Anleger jemals rentieren, tendiere gegen Null, da jeder Exit mindestens das drei- bis vierfache des investierten Kapitals einspielen müsste - und zwar bei allen Beteiligungen. "Doch diese Perspektive ist fern jeder Realität", kommentiert Appel.

Das Missverhältnis von Chancen und Risiken sei aber kein Zufall oder Unfall, sondern durch die Initiatoren beabsichtigt.

Durch exorbitante Vertriebskosten von rund 35 Prozent sowie einer jährlichen Verwaltungsgebühr von zwei Prozent ziehen die Initiatoren sowie deren Helfershelfer einen großen Teil des Kapitals aus den Fonds, so dass für tatsächliche Investments nur ein Teil des eingelegten Kapitals zur Verfügung steht. Doch auch das tatsächlich investierte Kapital, rund 60 Prozent der Einzahlungen, verwendet das MIG-Management nicht im Interesse der Anleger:

Zitat:


Der größte Teil der MIG-Unternehmen ist bestenfalls Durchschnitt und faktisch insolvent. Ein erheblicher Teil des in diese Unternehmen investierte Fonds-Anlegerkapitals wird nicht zurückgezahlt werden können. Für einige Unternehmen steht das bereits fest (Sovicell, Virologik). Andere Unternehmen werden vorläufig noch künstlich am Leben erhalten. Diese wirtschaftlich und technisch bereits gescheiterten Unternehmen erhalten für ihre substanzlose Administration weitere Gelder.


Das alles ist schon schlimm genug, aber die Realität sei noch grausamer für die MIG-Investoren, so Appel. Es gebe weder eine vernünftige Due Diligence (Risikoprüfung) noch einen Anlegerausschuss oder Beirat, der die schlimmsten Investment-Entscheidungen prüfe.

Kein Wunder, konstatiert der Fonds-Analyst, denn dies passe "nicht zu einem Arbeitstil, der zwischen Golf-Platz und politisch professoralem Window-Dressing Anlegermillionen kostenaufwändig verwaltet, statt die Leistungsträger konsequent an die kurze Leine des Überlebenskampfes zu binden und durch engagiertes Vorbild das Leistungsprinzip auf allen Unternehmensebenen durchzusetzen".

Im Gegensatz zu den Anlegern verdienen Management, Vertrieb und Dienstleister aus dem Umfeld der MIG-Gruppe meist unabhängig vom Erfolg der Fonds. Allen voran die folgenden Personen:

- Dr. Matthias Hallweger (Vorstand HMW Emmisionshaus AG)
- Dr. Stefan Gritsch (Aufsichtsrat HMW Emmisionshaus AG)
- Alfred Wieder (Alfred Wieder Consulting GmbH)
- Markus Fischer (FIT Fondsinitiator und Treuhand GmbH)
- Michael Motschmann (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Dr. Matthias Kromayer (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Jürgen Kosch (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Kristian Schmidt-Garve (Vorstand MIG Verwaltungs AG)
- Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KG a.A. (Verwahrstelle)

Gemeinsam würden die Initiatoren und ihre Helfer nicht nur von hohen Gebühren profitieren, sondern den Aderlass der Fonds absichtlich forcieren, kommentiert Appel. Durch Insidergeschäfte mit Lieferanten und Lizenzgebern entziehe das MIG-Umfeld den Beteiligungsunternehmen massiv Kapital und lasse diese ausbluten.

Das Fondsgeschäft als "Gebührenmodell" habe vor allem den Zweck die Risiken auf Anlegerseite zu konzentrieren und gleichzeitig für das Fondsmanagement die Risiken zu minimieren. Appel erklärt den Interessenkonflikt und den "komplizenhaften Umgang mit den Anlegermillionen":

Zitat:


Selbst wenn die überwiegende Anzahl der Anleger ihr Geld niemals zurückerhalten werden: das Management wird über voraussichtlich circa zwei Jahrzehnte ein komfortables Auskommen gehabt und ein beachtliches Vermögenspolster angespart haben. Von circa einer Milliarde Euro werden nach Abzug für den Gesamtvertrieb von circa 150 Millionen Euro circa 200 Millonen Euro für die Dienstleister rund um die Initiatoren und Ihre Partner (Treuhand, Berater, Anwälte, Komplementäre, Konzeptionäre, Marketing, die Fondsverwalter, PR- und Ratingmanager, Gutachter...) ausgegeben.


Das krasseste Beispiele liefert das MIG-Beteiligungsunternehmen Antisense Pharma/ISARNA.

Die Schlüsselpersonen und involvierten Manager (Dr. Karl-Hermann Schlingensiepen, Georg Schlingensiepen, Dr. Reimar Schlingensiepen, Dr. Wolfgang Brysch, Ekkehard Brysch, Sybille C. Grosjean, Renate Schirrow und Rudolf Stäger) haben ein ausgeklügeltes Kapitalvernichtungssystem aufgebaut, so das Ergebnis der Appel-Studie.

Um an das Kapital der Anleger zu kommen, hätten die beteiligten Akteure diverse Firmen gegründet, "um Rechnungen für Leistungen zu generieren, die zum Schaden des MIG-Unternehmens Antisense eigentlich von Antisense selbst erbracht wurden. Faktisch haben sich diese mit Antisense verbundenen Manager unter dem Vorwand, externe Lieferanten zu sein, an dem MIG-Start-Up bereichert." Nachdem das Unternehmen geplündert wurde, hätten sich die Akteure mit einem goldenen Handschlag verabschiedet.

Das MIG-Management habe dem Treiben nicht nur tatenlos zugesehen, sondern dieses sogar gefördert. Um eine Abschreibung der größten MIG-Beteiligung (zum Zeitpunkt der Studie rund 30 Prozent) zu verhindern, habe das MIG-Management immer mehr Geld in das quasi tote Unternehmen investiert, Stillhalteprämien an Altanleger gezahlt und das enorme Klumpenrisiko weiter erhöht, lautet Appels Fazit. Böse Zungen sprächen in solchen Fällen von einem Schneeballsystem. Nun denn...


In den nächsten Folgen der MIG-Serie beschäftigt sich GoMoPa mit weiteren Skandalen rund um MIG-Beteiligungsunternehmen, der Rolle des "Graumarkt-Paten" Markus Fischer sowie der delikaten Vita von Alfred Wieder.

Pressemeldungen zum Thema
» Emittent Werner Schaar (V+ Fonds): Strafverfahren gegen Investpartner AMVAC AG
» Venture Plus AG: Jens Heestermann - Mister V+ von A bis Z
» Alfred Wieder AG ab Juni mit eigener Vermögensverwaltung
» Alfred Wieder AG (AWAG): Umfirmierung zur HMW Innovations AG
» Interview: Alfred Wieder über den Exit der MIG Fonds bei SuppreMol
» V+ Mittelstandspolice und Quantum Leben: Böses Spiel mit Rentenversicherungen
» Quantum Leben: Verluste trotz Ausfallversicherung - Betrug oder Fehlberatung?
» Voigt & Coll. GmbH: Solarinvestments mit Schattenseiten

Beiträge zum Thema
» GRAND SLAM - www.grandsam.li / BDV / Alfred Wieder usw.
» Das neue Schlupfloch der Fondsanbieter
» Fehlinvestitionen in Ökostrom - Desaster Energiewende
» Beteiligung an Solarfonds - Anleger erleiden Verluste

Kategorien zum Thema
» Wer kennt, was meint Ihr dazu?
» Versicherung

 

02. Juni 14, 02:00:00

Razzia bei Green Planet: Verdacht auf Schneeballsystem


ConventManfred Wander mit Teakholz-Setzlingen Am Mittwoch, dem 11.04.2014, platzte die Bombe bei der Green Planet AG in Frankfurt am Main. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft führte eine Razzia durch und beschlagnahmte Dokumente. Der Verdacht: Kapitalanlagebetrug und Betrieb eines Schneeballsystems.

Manfred Wander (71) war vielen als seriöser Immobilienmakler und Bauträger bekannt, bis er 2009 die Geschicke der Green Planet AG übernahm. Das Unternehmen bot Teakholz-Investments in Costa Rica an und versprach Traumrenditen von 13 Prozent und mehr pro Jahr.

Bis Ende 2013 konnten Manfred Wander und seine Vertriebstruppen rund 700 Anleger gewinnen, die in der Summe rund 15 Millionen Euro in Teakholzbäume investieren wollten. Doch die Staatsanwaltschaft Frankfurt vermutet kriminelle Machenschaften.

Doris Möller-Scheu, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt erklärt auf Anfrage von GoMoPa.net:

Zitat:


Der Vorwurf ist zum einen, dass das Geschäftsmodell so nicht funktionieren konnte, wie es angeboten wurde, also mit dem Teakbaumverkauf. Zum Beispiel, dass man Eigentum an den Bäumen erwirbt, aber die Plantagen einer eigenständigen Firma in Costa Rica gehören. Diese ist zwar abhängig von der hiesigen, aber trotzdem kann man dort kein Eigentum erwerben.

Dann sind halt auch die Versprechungen über den Gewinn falsch, was sich ja auch hieraus ergibt. Von den Teak-Setzlingen können nur 50 Prozent nach 20 Jahren gefällt werden. Dadurch reduziert sich der zu errechnende Gewinn entsprechend.

Das Weitere ist, dass die Mittel nicht so verwendet worden sind, wie das versprochen wurde. Es gingen auch Gelder an andere Firmen und man geht davon aus, dass Kunden, die ihr Geld ausbezahlt bekommen wollten, aus neuen Kundengeldern befriedigt wurden. Das Schneeballsystem ist also ein weiterer Vorwurf. Es handelt sich hier um ein ganzes Bündel.


Die Staatsanwaltschaft sieht Verdunklungs- und Fluchtgefahr.

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Manfred Wander ein Schneeballsystem installiert hat und die Anlegergelder in angebundene, von Wander kontrollierte Unternehmen umgeleitet wurden, anstatt die versprochenen Investments in Teakholz-Setzlinge zu leisten. Ausschüttungen an Anleger seien mit Geldern von Neukunden geleistet worden, so die Vermutung der Staatsanwaltschaft.

Manfred Wander sitzt seit der Razzia in Untersuchungshaft. Zwei andere Tatbeschuldigte, deren Privaträume ebenfalls durchsucht wurden, sind derzeit noch auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass es sich um Strohmänner gehandelt haben könnte. Einer der Verdächtigen ist Marin Andres Marles (33). Dieser führt seit 2009 die Geschäfte der Green Planet Service GmbH, ein Unternehmen in das Anlegergelder abgezweigt worden sein sollen.

Weitere Anlegergelder sollen über die Wander-Firma THOSA Vermögensverwaltung AG veruntreut worden sein. Das Unternehmen wurde 2004 gegründet und hat seine letzte Bilanz 2011 veröffentlicht.

Ein GoMoPa-Mitglied berichtete bereits 2012 von seiner Vermutung, dass es sich um ein Betrugssystem handeln könnte, nachdem er die Plantagen besichtigen wollte:

ConventGehören die Plantagen wirklich den Anlegern?

Zitat:


Ich war die Tage in Costa Rica in San Jose geschäftlich unterwegs und habe im Internet die Werbung unter Ligatus von Green Planet Coucho SA, Costa Rica bzw. Green Planet AG, Frankfurt am Main gesehen, welche mit einem Kautschuk-Investment mit 11% p.a. werben, mit Auszahlung alle 3 Monate. Garantierte Erträge!

Da ich mich für ein derartiges Investment interessierte und noch zwei Tage bis zu meinem Rückflug Zeit hatte, wollte ich mir diese Kautschukplantage ohne Voranmeldung persönlich anschauen. Ich habe mir die GPS-Koordinaten welche die Green Planet in ihrem Verkaufsangebot angibt in mein GARMIN gespeichert, welches ich immer auf meinen Trekking-Touren benutze, und habe mich mit meinem costa-ricanischen Bekannten und meinem GARMIN, mit dem ich genau den Standort und die GPS Koordinaten feststellen kann, die Green Planet Kautschuk Plantage in der Provinz Cartago, in Turrialba besucht.

Als wir dort vor der Finca standen trauten wir unseren Augen nicht, es war schlicht unfassbar. Außer zwei Eingangstoren aus Maschendraht, rechts unten eine kleine verfallene Holzhütte wo ein Hundegebell zu hören war sowie ein Firmenschild wo draufsteht: Finca Tres X 1 - Green Planet Costa Rica S.A. - steht kein einziger Kautschukbaum auf der Plantage, nichts überhaupt nichts was nach einer Baum-Plantage aussieht. Ich habe dann als Beweis viele Fotos gemacht um zu dokumentieren, daß Green Planet hier auf Ihrer angeblichen Kautschukplantage keinen einzigen Baum gepflanzt hat.


Branchenexperten warnten bereits vor unseriösen Renditeversprechen.

Recherchen von GoMoPa.net zeigen, dass die Kalkulationen der Green Planet AG von vorne herein utopisch waren. Im Falle von Teak-Holz-Investments warnte das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST bereits im November 2009 die Anleger vor zu viel Gutgläubigkeit: "Die Kosten für solche Fonds sind zu hoch. Einige Anbieter verlangen Gebühren von über 20 Prozent für Agio und Werbung. Dazu kommen noch laufende Verwaltungsgebühren von fast 15 Prozent. Das heißt, die Emittenten streichen über ein Drittel der Anlagesumme für sich selbst ein", erklärte Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TESTMagazins.

Bei Green Planet fallen zwar keine Weich- und Verwaltungskosten an, wie es bei Fonds typischer Weise üblich war. Die Kunden investieren viel mehr direkt in Setzlinge, die in Costa Rica gepflanzt werden sollten. Allerdings gibt es auch hier ein kleines Problem: Green Planet bestimmt den Preis für die Setzlinge.

Über die Kostenstruktur redet man bei Green Planet aber nicht gerne, sondern betont lieber die Chancen von Teakholz-Investments:

Zitat:


Der Teakholz-Baum eignet sich hervorragend als Anlageobjekt, ist er doch ein Garant für Sicherheit und Wachstum. Der Grund für die Stärke des Holzes sind die in den Zellen des Baumes hergestellten natürlichen Pflanzenschutzmittel Tectol und Tectochinon. Während das Tectol für den Baum den Schutz gegen schädliche Pilze übernimmt, zeigt das Tectochinon zusammen mit einem hohen Siliziumgehalt starke Wirkung gegen für den Baum gefährliche Insekten. Zudem ist Teakholz aufgrund seiner Eigenschaft als Hartholz an Feuerfestigkeit kaum zu überbieten. Die hohe Dichte des Holzes macht es widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen und sorgt somit für einen sehr hohen Flammpunkt, der ihn praktisch feuerresistent macht.


Das Problem an diesem sicheren Investment über 20 Jahre Laufzeit wird aber getrost ignoriert.

Teakholzplantagen gibt es nicht erst seit der Green Planet AG. Die Branche ist vor Pech, Pleiten und Pannen nicht gefeit. 2006 meldete die Prime Forestry Group und Prime Forestry Switzerland AG aus Zürich mit ihren Panama-Plantagen Konkurs an. Das war kein einzelner Unternehmer, sondern ein mittelgroßes Unternehmen mit mehr als 700 Mitarbeitern in fünf Ländern.

Konkurrenten der Green Planet AG, die sogar an der Frankfurter Börse vertreten sind, haben mit sinkenden Aktienkursen zu kämpfen. So fiel der Aktienkurs des Plantagenbewirtschafters Teakholz International AG aus Linz in Österreich mit seinen Teakwäldern in Costa Rica von 10,5 Euro pro Aktie (6,24 Millionen Aktien sind im Umlauf) auf 3,31 Euro, Tendenz fallend. Auch die Schweizer Precious Woods Holding AG befindet sich wegen ihrer Plantagen in Brasilien in schwierigem Fahrwasser. Der Kurs der 3,44 Millionen Aktien fiel von 90 Euro Mitte 2007 auf heute 7,31 Euro, Tendenz sinkend.

Zudem gibt es auch lokale Risiken. Costa Rica ist weit, zwischen Berlin und der dortigen Hauptstadt San Jose liegen 9.138 Kilometer. Recherchen der Kanzlei Dr. Schulte & Partner in Costa Rica machten die Risiken von Teakholz-Investments noch einmal deutlich. Dr. Schulte wandte sich an die Deutsche Botschaft in Costa Rica. Die Beamten empfahlen den deutschen Wirtschaftsdetektiv Michael Golonsky, der sei für solche Recherchen genau der richtige Mann.

Der Detektiv warnte ganz allgemein vor den Risiken eines Teakbaum-Investments in Costa Rica, ohne sich speziell mit der Green Planet AG beschäftigt zu haben. Er schrieb:

Zitat:


Was allerdings etwas zweifelhaft ist, sind die Jahre und die Erträge. Der Beamte sagte mir, dass die meisten Erträge, die versprochen werden, nur zu 50 Prozent eingehalten werden können... Solche Geschäfte sind sehr stark abhängig vom Wetter und von den Naturereignissen hier in Costa Rica. Ausserdem ist die Kontrolle der gekauften Bäume sehr schwierig bis unmöglich.


Und auch die Qualität des Plantagenholzes ist nicht so hoch, wie versprochen.

"Bei Teak aus Plantagen von Königsklasse zu sprechen ist wohl eher Wunschdenken als Realität", sagt Forstexperte Michael Köhl, der am Zentrum Holzwirtschaft der Uni Hamburg das Institut für Weltforstwirtschaft leitet. "Teakholz ist entweder robust oder es wächst schnell." Beides gehe nicht. Und das Holz auf den Plantagen wachse sehr schnell. Zudem sei das Plantagen-Teak weniger widerstandsfähig als Edelholz aus Naturwald und beispielsweise für den Einsatz im Außenbereich, der Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, nicht geeignet.

Nun denn...

Beiträge zum Thema
» Atlantis-Aussteiger locken Aktionäre in den Dschungel

Beiträge zum Thema
» Green Planet AG - green-planet-ag.com
» Green Planet AG - So funktioniert der SmartTeak SparVertrag
» Green Planet AG - SmartTeak SparVertrag
» Green Planet AG erweitert ihr Engagement in Costa Rica mit weiterer Teakanlage
» Green Planet AG - Kautschuk-Investment in Costa Rica - Rendite 11 Prozent und mehr?
» Green Planet AG - green-planet-ag.com

Kategorien zum Thema
» Wer kennt, was meint Ihr dazu?

 

01. Juni 13, 02:00:00

S&K: BMW-Bank sucht zehn geleaste BMWs


Hans Glassl (63) mit Mitarbeitern seiner<br /> Wertschutz Sicherheitseinrichtungen GmbH<br /> aus Frankfurt © Detektei FIDO
Hans Glassl (63) mit Mitarbeitern seiner
Wertschutz Sicherheitseinrichtungen GmbH
aus Frankfurt © Detektei FIDO
"Es werden bei der S&K-Gruppe ungefähr noch zehn BMWs gesucht, und zwar von der BMW-Bank in München", sagte der Frankfurter Wirtschaftsdetektiv Hans Glassl (63) dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

Obwohl gar keine Leasingraten mehr überwiesen werden, düsen einige noch nicht verhaftete S&K-Verantwortliche mit den Dienstwagen irgendwo herum.

Glassl: "Die BMW-Bank hat auch schon eine Firma beauftragt in Neu-Isenburg in Hessen, die Autos zurückzuholen. Der Inhaber ruft bei mir an und sagt, kannst Du mir helfen, ich soll fünf zurückholen. Sag ich zu ihm: Das ist anders. Das sind zehn. Er hat aber nur fünf. Sag ich: Ich weiß, es sind aber zehn."

Nur einer braucht die Schlüssel seines S&K-BMWs nicht abzugeben. Lukas Aaron Köller (21), der jüngere Bruder des inhaftierten Firmenchefs Jonas Ufuk Köller (31), darf seinen BMW behalten.

Glassl: "Das Allerlustigste ist: Lukas Aaron Köller, der auf das S&K-Anwesen seines Bruders Jonas Köller in der Klingenberger Straße 41 in Erlenbach und auf dessen Katzen Luna und Flecki aufpasst, solange Jonas in U-Haft sitzt, darf den S&K-Firmen-BMW mit Frankfurter Kennzeichen F-SK... behalten. Seiner muss nicht zurückgegeben werden, weil der Lukas Aaron immer seine Raten bezahlt."

Glassl weiter: "Lukas Aaron hat mir persönlich gesagt, als ich ihn da begrüßt habe, wir kennen uns doch von Offenbach von der Buchhügelallee 40 von der Party bei Stephan Schäfer (33): Wirst Du eine Aussage machen? Als Antwort streckt er den rechten Mittel-Finger nach oben und sagt: Hä, hä, hä, von mir erfahren die nix. Der ist nicht ganz blöd, der Kleine. Der zahlt seine Raten, macht den Finger anstelle einer Aussage. Gar nichts gibst von ihm. Am Klingelschild seines Bruders darf man höchstens den nach den Katzen benannten Firmennamen ablesen: Luna und Flecki Asset Management GmbH. Da hab ich gestaunt. Mein lieber Mann, der ist gebrieft. Und die haben hier die besten Rechtsanwälte, die Buben."

Lukas Aaron Köller (21)<br /> aus Miltenberg in Bayern<br /> © XING
Lukas Aaron Köller (21)
aus Miltenberg in Bayern
© XING
GoMoPa.net: Die Luna und Flecki Asset Management GmbH heißt gar nicht mehr so. Sie wurde zwar am 10. Januar 2011 unter diesem Namen in der Klingenberger Straße 41 im hessischen Erlenbach gegründet, aber sie heißt heute Köller Sachwertkonzept GmbH. Der Hauptsitz wurde in die Hauptstraße 194 nach Miltenberg bei Aschaffenburg in Bayern verlegt. Geschäftsführer und hundertprozentiger Inhaber ist Lukas Köller. Eine Firmenbilanz wurde bislang nicht veröffentlicht.

Glassl: "Ja, Lukas Köller sitzt nun in Miltenberg. Da wohnt er auch. Aber er ist oft bei seiner Mama Renate im nahe gelegenen Großheubach in der Langgasse."

Die Köller-Söhne stammen aus einfachen Familienverhältnissen. Jonas Köller bestand zwar sein Abi mit Note 1, gehörte zu den drei Schulbesten, aber eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht bekannt. Auch von Lukas ist keine Ausbildung bekannt. Mutter Renate ist eine gelernte Krankenschwester und arbeitet heute als selbständige Referentin für Gesundheit, Vater Thomas ist Krankenpfleger.

Noch aus seinem Kinder- und Jugendzimmer heraus baute Jonas Köller gemeinsam mit seinem Freund Stephan Schäfer seinen Immobilienbesitz aus Zwangsversteigerungen auf.

Ein Geschenk von Köller an die Familie: die Köller Vermögensvewaltung GmbH

Wohl um seiner Familie Gutes zu tun, gründete Jonas Köller ein Jahr vor seiner Verhaftung am 26. Mai 2011 in seinem Elternhaus eine Köller Vermögensverwaltung GmbH und stattete diese Firma mit einem Stammkapital von 100.000 Euro aus.

Man kann es getrost als ein Geschenk bezeichnen. Denn Jonas Köller ist zwar als persönlich haftender Geschäftsführer eingetragen, aber die Firma gehört ihm kein Stück.

Jeweils 40 Prozent Firmenanteile wurden auf Mutter Renate und auf Vater Thomas übertragen. Die restlichen 20 Prozent gingen an den jüngeren Bruder Lukas.

Diese auf die Eltern und den Bruder übertragene Köller Vermögensverwaltung GmbH verfügt nicht nur über das für eine GmbH beachtliche Stammkapital von 100.000 Euro.

Die Köller Vermögensverwaltung GmbH ist auch an vier weiteren Firmen beteiligt.

1. Familienbesitz: Die Playboy Mansion GmbH

Da ist zunächst einmal die Playboy Mansion GmbH. Sie wurde am 15. August 2011 in der Jonas-Villa in Erlenbach gegründet. Es handelt sich um eine Modelagentur, die bis heute von den beiden Brüdern Jonas und Lukas als Doppelgeschäftsführer geleitet wird.

Allerdings wurde der Name inzwischen in Klingenberger Straße 41 Objekt GmbH abgeändert. Auch an dieser Firma besitzt Jonas Köller nichts.

99,6 Prozent gehört der Köller Vermögensverwaltung GmbH von Bruder und Eltern. Und ein Minianteil von 0,4 Prozent ist eigens auf Bruder Lukas überschrieben worden. Eine Bilanz wurde noch nicht veröffentlicht.

2. Familienbesitz: Die Gerbermühle Objekt GmbH

Köllers Familienfirma (ohne Jonas), die Köller Vermögensverwaltung GmbH aus Großheubach, hält einen 49,8prozentigen Anteil an der Gerbermühle Objekt GmbH, die am 16. Juni 2011 als Sachwertica II GmbH in der Kennedyallee 123 in Frankfurt am Main gegründet worden war.

Der zweite Hauptbesitzer mit ebenfalls 49,8 Prozent ist eine Agnes Ehlen aus der Hauptstraße 66 in Graach an der Mosel in Rheinland- Pfalz.

Eine Minderheit von 0,4 Prozent hält Werner Lothar Kindermann aus der Bergstraße 92 in Weinheim. Er verkaufte das Hotel Gerbermühle in Frankfurt an die Sachwertica II GmbH (heute Gerbermühle Objekt GmbH).

Im Jahre 2011 wurde zwar von der Frankfurter Sparkasse eine Grundschuld von 3.5 Millionen Euro eingetragen.

Aber der Kauf des Hotels Gerbermühle für rund 3 Millionen Euro war ein absolutes Schnäppchen für den Köller-Familienclan. Denn in der Jahresbilanz für 2008 war das Hotel als Sachwertanlage von der Kindermann GmbH, Geschäftsführerin Cornelia Kindermann, aus Weinheim noch mit rund 13,5 Millionen Euro angegeben.

3. und 4. Familienbesitz: Sachwertica III und IV GmbH

Die Köller Vermögensverwaltung GmbH teilt sich außerdem noch je zur Hälfte mit einer Agnes Ehlen aus Graach die beiden Firmen Sachwertica III und IV GmbH, die wie auch schon die Sachwertica II GmbH (Gerbermühle) am gleichen Tag, dem 16. Juni 2011, in der Kennedyallee 123 in Frankfurt gegründet worden waren.

Geschäftsführer aller drei Sachwertica Firmen sind Stephan Schäfer und Jonas Köller. Bei der Sachwertica II GmbH (Gerbermühle Objekt GmbH) kommt noch als 3. Geschäftsführer seit dem 2. Juli 2012 ein Jaroslaw Kiwior (31) aus der Obernauerstraße 46 in Aschaffenburg hinzu.

Das liegt wohl daran, dass Kiwior auch schon seit dem 14. Mai 2012 die Sachwertica GmbH als Geschäftsführer leitet. Nicht allein, sondern gemeinsam mit Köllers jüngerem Bruder Lukas Köller.

Kiwior und Lukas Köller halten auch jeweils 50 Prozent Anteil an dieser Sachwertica GmbH.

Diese erste Sachwertica GmbH war am 3. Dezember 2010 in der Kennedyallee 123 gegründet worden.

Für Kiwior war die Firma wohl die Rettung. Am 29. Juli 2010 war gegen ihn ein Haftbefehl zum Erzwingen der eidesstattlichen Versicherung (Offenbarungseid) ergangen.

Die Anfangsgeschäftsführungen übernahmen zunächst Schäfer und Jonas Köller. Bilanzen liegen nach 2010 nicht vor.

Lukas Köller hat neben seiner eigenen Firma Sachwertkonzepte GmbH (ehemals Luna & Flecki Management GmbH) und seinen Direkt-Beteiligungen an der Köller Vermögensverwaltung GmbH (20 Prozent), Playboy Mansion GmbH (heute Klingenberger Straße 41 Objekt GmbH, 0,4 Prozent) sowie der Sachwertica GmbH (50 Prozent) noch ein fünftes Eisen im Feuer:

Die Real Value Trade GmbH von Lukas Köller

Die Real Trade GmbH aus der Hauptstraße 194 in Miltenberg ist die einzige Firma, die Lukas Köller in seinem Profil auf XING angibt, obwohl sie ihm nur zur Hälfte gehört und er auch nicht alleiniger Geschäftsführer ist. Die Firma wurde am 18. Januar 2011 gegründet.

50prozentiger Mitbesitzer und Mitgeschäftsführer ist von Anfang an der erst 22 Jahre junge Patrick Badowski aus der Bachgasse 1 in Großheubach. Das Impressum der Firmenhomepage drückt den Mitinhaber und Mitgeschäftsführer einfach in den Skat. Nur Lukas Köller findet Erwähnung.

Eine Bilanz liegt für diese Firma noch nicht vor. Auf der Homepage bietet Lukas Köller als einziges Kauf-Angebot eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus in Obernburg an. Auch die Vermittlung einer Finanzierung sei möglich.

"Wir stehen mit allen großen deutschen Kreditinstituten in Geschäftsbeziehungen", behauptet Lukas Köller. Und zeigt neben dem Logo der Postbank, der IngDiBa auch das rote Logo der Sparkasse.

Ausgerechnet der Sparkasse.

Die langjährige Hausbank der Familie Köller, die Sparkasse Miltenberg-Obernburg, Abteilung Firmenkunden, hatte den Eltern von Jonas und Lukas Köller in einem Schreiben vom 11. April 2012 die Geschäftsbeziehung aufgekündigt und die Familie gebeten, sich eine andere Bank zu suchen.

Zur Begründung führten die Sparkassen-Verantwortlichen Marc Semmel und Siegfried Hegmann aus:

Zitat:


Die Komplexität der Unternehmensgruppe Ihrer Söhne ist für uns nicht transparent. Die Umsätze sind auch auf den von Ihnen geführten privaten Konten für uns nicht nachvollziehbar. Wir möchten in der Konsequenz auch die Geschäftsverbindung für Ihre privat geführten Konten nicht weiter ausbauen...

Bitte teilen Sie uns mit, bis wann Sie Ihre Konten zu einer anderen Bank verlagert haben und wir die Konten auflösen können.


Der S&K-Hausanwalt Igor Petri (49) aus der Kleebergstraße 12 in Frankfurt ging vergeblich gegen den Rauswurf durch die Sparkasse Miltenberg-Obernburg vor. Am 19. Februar 2013 wurde Petri genauso wie Stephan Schäfer und Jonas Köller verhaftet. Vorwurf: Betreibung eines bandenmäßigen Schneeballsystems und persönliche Bereicherung.

Etwa 30.000 Anleger gaben der S&K Gruppe Kredite von mehr als 100 Millionen Euro. Die sechs Immobilienfonds und viele Firmen, die Schäfer und Köller mitbesaßen, sind inzwischen pleite.

Die Firmen, die Köller in den Besitz seiner Eltern und seines kleinen Bruders überführte, nicht. Lukas Köller muss nicht mal fürchten, dass man ihm den geleasten Firmen-BMW wegnimmt. Er kann sich die Leasingraten leisten. Nun denn...

Pressemeldungen zum Thema
» S&K-Partys: Puff-Chefin schickte keine Mädels mehr
» Welche Rolle spielte S&K-Anwalt Igor Petri?
» S&K-Mann Dr. Gero Kollmer: Was hier schief gelaufen ist, weiß ich nicht
» Der S&K-Schattenmann Dr. Gero Kollmer
» CIS Garantie Hebel Plan 08: Aufstand gegen S&K-Chef Schraut
» SAM AG-Retter Thormann Capital GmbH selbst in Insolvenz
» Eilmeldung: Großrazzia bei Managern der BESTLIFE SELECT AG und SAM AG
» S&K: Daniel Fritsch - der Spesenkönig?
» Razzia bei S&K-Anwälten BLTS, Treuhänder Dr. Gero Kollmer vorläufig festgenommen
» SAM AG pleite: Erdwärme-Kraftwerk Kirchweidach wird dennoch gebaut
» Rettet Münchens Sonnenkönig die SAM AG-Hinterbliebenen?
» Oberle Geothermik GmbH: Bluff mit neuem Erdwärme-Kraftwerk
» Kanzlei Dr. Schulte verklagt SAM AG-Inhaber Michael Oberle
» DCM AG stellte Insolvenzantrag
» DCM AG: Flächentricks auch beim Fuggerstadt-Center und der T-Online-Zentrale?
» Prime Office REIT-AG droht Verlust des REIT-Status
» DCM-Altlast: Süddeutscher Verlag - Schneider-Trick bei der Konzernzentrale?
» S&K: Heute noch eine Razzia bei DCM in München
» S&K Asset GmbH: Kein Segen für das Gorbitz Center Dresden
» DCM Fonds - fataler Tausch Büros gegen Aktien
» S&K: Undurchsichtige Immobiliengeschäfte
» Der Qualitätsjournalismus der Süddeutschen Zeitung
» Die Zeitzeugen der ZEIT
» S&K zahlte Schadenersatz
» S&K: Verleumdungen aus der U-Haft
» Verhafteter S&K-Boss Marc-Christian Schraut blockierte GenoHausFonds
» Kritik an S&K: Millionenklagen gegen GoMoPa und Wirtschaftswoche
» S&K Holding: Haftbefehle gegen Jonas Köller und Stephan Schäfer, 100 Millionen Euro arrestiert
» S&K ein Schneeballsystem? Ex-Vertriebschef packt aus!
» S&K: Protz auf Pump und den Staatsanwalt im Nacken?
» S&K: USA-Kontakte im Superman-Slip?
» FIHM / SHB Fonds - Beirat raus und Ladenhüter auf Raten?
» S&K: Klatsche vom Landgericht Frankfurt
» Gegendarstellung S&K
» Was steckt hinter dem Angriff von procontra auf kapital-markt intern?
» Hausdurchsuchung bei S&K-Boss Dr. (?) Jonas Köller
» Deutsche S&K Sachwert AG: Nachbessern für die Sicherheit
» Policenaufkäufer S&K Sachwert
» Lebensversicherung: Spekulation mit Ihrem Rückkaufswert
» Altersvorsorge mit 12,7 Prozent Garantiezins

Beiträge zum Thema
» S&K Skandal - Anleger sind nur nachrangige Gläubiger
» Detektiv Fido - Hans Glassl - Wertschutz Sicherheitseinrichtungen GmbH
» Deutsche S&K Sachwert AG - sorgt für Gesprächsstoff
» Notar und Rechtsanwalt Igor Petri - Hausanwalt der S&K
» Übersicht - Der Fall S&K Sachwert - Jonas Köller - Stephan Schäfer
» S&K Vermittler - was sie jetzt beachten sollten
» Der Regensburger Stadtrat Dr. Gero Kollmer
» Swiss Asset Management AG - SAM Finanz AG - SAM AG
» Pro Visus AG - Verbraucher- und Anlegerschutz - best-life-opfer.de
» SAM Management Group AG - CH-6052 Hergiswil
» Der große Versicherungsskandal
» Fragwürdige Policengeschäfte
» Asset Trust AG - Vario Trust
» Deutsche Sachwert Emissionshaus AG
» Finanzwelt.de - Dorothee Schöneich
» TELIS Finanz AG
» DCM Deutsche Capital Management AG
» S&K Holding übernimmt SHB Innovative Fondskonzepte, München???
» FIHM AG - früher SHB AG - Innovative Fondskonzepte AG
» Deutsche S&K Sachwert AG - S&K Gruppe - Das S&K Firmengeflecht
» DDos Angriffe auf Szene Insider.net
» Platzierungsstand 65 Prozent
» S&K übernimmt Midas
» S&K kauft gebrauchte Lebensversicherungen
» kmi vom 13. Juli 2012
» Ultra Clean AG Hanau Ultra Sonic Oberle Winter

Links zum Thema S&K
» RTL Spiegel TV über S&K vom 28.4.2013
» S&K-Firmenorganigram 2013
» Immer mehr S&K-Spuren führen nach Florida!
» Bericht von Main-Netz über die Razzia
» S&K - Erfolg und Leidenschaft fürs Immobiliengeschäft
» S&K stellt sich vor
» Foto vom S&K-Firmensitz in Frankfurt

Kategorien zum Thema
» Fonds
» Wer kennt, was meint Ihr dazu?
» Themen die für Wirbel sorgten
» Kommentare & Meinungen

 

02. Juni 12

Verkaufshit: Doktortitel ehrenhalber


Doktortitel machen sich schnell bezahlt. Durch einen Doktortitel können Berufseinsteiger ein deutlich höheres Einstiegsgehalt bekommen. Dies gilt vor allem für Bereiche mit großer Außenwirkung. "Ein Doktortitel kann beim Berufseinstieg im Idealfall einen Unterschied von bis zu 15.000 Euro pro Jahr ausmachen", weiß Dr. Sörge Drosten, Partner bei der Unternehmensberatung Kienbaum aus Gummersbach in NRW.

Doktorlügen allerdings haben im Zeitalter von VroniPlag Wiki und PlagiPedi Wiki kurze Beine. Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg (CSU) kostete die abgeschriebene Doktorarbeit am 1. März 2011 das Amt. Am 2. April 2012 trat Ungarns Staatspräsident Pal Schmitt aus gleichem Grunde zurück.

Erlaubt ist jedoch das Tragen eines Doktors ehrenhalber, abgekürzt Dr.h.c. (honoris causa). Den bekommt man von Universitäten für besondere Verdienste auf einem Fachgebiet verliehen. In den USA dürfen auch Kirchen Ehrendoktortitel verleihen.

Diesen Titel Dr.h.c. darf man auf Visitenkarten drucken lassen und auch auf Briefköpfen verwenden, wenn man die Fachrichtung und das Institut oder die Kirche dazuschreibt. Tut man das nicht, würde man sich nach Paragraf 132a des Strafgesetzbuches (StGB) des Titelmissbrauchs strafbar machen. Es drohen ein Jahr Haft oder Geldstrafe. Man darf auch nicht einfach mit Dr. Hans Mustermann unterschreiben, sondern nur mit Dr. Hans Mustermann - Doctor of Metaphysics (oder einer anderen Fachrichtung), Institut und Land.

Eberhard Bräun, der sich selbst Prof. Dr.h.c.mult. Eberhard Bräun nennt, bietet mit seiner BRÄUN CONSULT Unternehmensberatung im Bereich des Hochschulwesens aus Kreuzlingen in der Schweiz legale, führbare und anerkannte Dr.h.c. für 25.000 Euro von einer Hochschule in Kirgisistan an. Ein Dr.h.c. von einer Hochschule in Rumänien kostet 70.000 Euro und von einer Hochschule in der Schweiz 130.000 Euro.

Kann man den Ehrendoktor in den Personalausweis eintragen lassen?

Dieser verliehene Ehrendoktor wird jedoch von keinem Einwohnermeldeamt Deutschlands in den Bundespersonalausweis und auch von keinem Standesbeamten in die Geburts- oder Sterbeurkunde eingetragen. Man kann sich also nirgendwo als Doktor ausweisen. Man kann nicht darauf bestehen, mit Frau Doktor oder Herr Doktor angesprochen zu werden.

Wer auf diese Anrede und den amtlichen Eintrag Wert legt, muss sich mit seinem Ehren-Titel schon ins südamerikanische Paraguay begeben, dort zwei Jahre lang leben und dann die Staatsbürgerschaft beantragen. Wird diese gewährt, gibt es einen paraguayischen Pass. Paraguay erkennt den Dr. an, und wenn man nach Deutschland reist, darf man darauf bestehen, mit Dr. angesprochen zu werden.

Dieser Tipp kommt von der Miami Life Development Church & Institute, Inc. (MLDC), deren kirchlicher Senat ganz legal Ehrendoktor-Zertifikate verleiht und verschickt. Gegen eine Spende von 150 Euro kommt die Urkunde nach vier bis sechs Tagen als Päckchen beim Spender an. Allerdings wird es nicht aus Florida in den USA, sondern aus Schleswig-Holstein verschickt. Der Senatspräsident des kirchlichen Instituts und Unterzeichner der Urkunde der MLDC, Daniel van Hoogen (40), ist zugleich Verwaltungsrat und CEO der Cenyo Incorporation aus der Mengstrasse 26 in Lübeck.

Cenyo wiederum ist ein Internetpool für ausgefallene Geschenkideen. Eine Besitzurkunde für ein Mondgrundstück gibt es für 59,98 Euro. Zum Preis von 89,98 Euro kann man sich drei Jahre als Besitzer einer Kaffeeplantage in Kenia fühlen und erhält in dieser Zeit jedes Jahr ein Pfund Kaffee aus Afrika. Da nach Maya-Voraussagen am 21. Dezember 2012 die Welt untergeht, kann man auch für 49,98 Euro eine Weltuntergangs-Versicherung abschließen. Man erhält dann innerhalb von 48 Stunden nach dem Weltuntergang eine Million US-Dollar und schon vorab ein T-Shirt "Ich überlebte den Weltuntergang 2012".

Und nun also der Doktortitel h.c. von der hauseigenen Kirche in Amerika für 150 Euro. Zum Verkaufsschlager wurde der Ehrendoktor allerdings erst, als der Schnäppchen-Internetshop Groupon.de aus der Rosenstraße 17 in Berlin Mitte den Doktortitel der MLDC im Frühjahr diesen Jahres in sein Programm aufnahm. Groupon sammelt Tausende Kaufinteressenten per E-Mail-Bestätigung ein und kauft dann das Produkt beim Anbieter zu einem Rabattpreis ein. Im Falle des Ehrendoktors zahlen die Rabattjäger über Groupon.de nur 39 Euro anstelle der 150 Euro.

Kommen nicht genügend Käufer zusammen, fällt die Rabattaktion ins Wasser. Beim Dr.h.c. erlebte Groupon einen regelrechten Käuferansturm. Im März kauften mehr als 6.000 Kunden den kirchlichen Ehrendoktortitel zum Schnäppchenpreis. Für die Aprilrunde sind schon über 4.000 Vorbesteller registriert. "Das hat uns überrascht. Wir hielten es für einen netten Gag", sagte eine Groupon-Sprecherin dem Bild-Reporter Malte Wicking, der sich testweise einen Titel bestellte und sich jetzt offiziell Dr. Malte Wicking - Doctor h.c. of Homeopathy, MLDC, USA nennen darf.

Die MLDC vergibt Ehrendoktoren in 65 Fachrichtungen, darunter Exorzismus, Motivation oder Ufology und Feng Shui. Wer nicht gleich den Mut zum Doktor hat, kann sich auch ein Diplom in einer von 86 Fachrichtungen aussuchen. Das kostet 80 Euro. Die Palette reicht vom Diplomimmobilienmakler, Diplomwirtschaftsjuristen, Diplomfinanzkaufmann bis hin zum Diplom-Finanzsachverständigen.

Echte Doktoren laufen gegen die Verramschung von Doktortiteln und Diplomen auf Groupon Sturm. Auf FOCUS Online schreibt ein Wissenschaftler: "Das ist eine Verunglimpfung der Arbeit der Doktoranden, die in manchen Fächern bis zu fünf Jahre in einem Institut für einen Hungerlohn schuften müssen." Ein Jurist, mit Doktortitel und nach eigenen Angaben ein "ehrlicher Wissenschaftler", empfindet das Angebot als "absolute Schande".

Verbieten lassen können sie die Vergabe der kirchlichen Ehrendoktor-Titel gegen eine Spende nicht. Man kann ja auch nicht allzuviel damit anfangen. Dr. Matthias Jaroch (44) vom Deutschen Hochschulverband stellt klar: "Damit können Sie im privaten Rahmen angeben, sonst nichts."

Wer nun allerdings auf die Idee kommt, die Geschenkidee des Portals Cenyo und deren Partnershop Groupon.de zu kopieren und die Ehrendoktor-Zertifikate der MLDC auf eigene Faust herzustellen oder zu verkaufen, bekommt sehr schnell teure Abmahnpost. Die Kanzlei Drewelow & Ziegler aus Rostock mahnt für die Cenyo Inc. aus Lübeck angebliche Wettbewerbsverstöße ab. Gefordert wird eine Kostenerstattung in Höhe von 859,80 Euro für die Abmahnung und die Abgabe einer Unterlassungserklärung. Nun denn ...

Links zum Thema
» Doktortitel-kaufen.net
» Schnäppchen-Doktortitel auf Groupon.de
» Doktortitel aus der Schweiz

Weitere Links zum Thema
» Vorschlags-Überprüfungsliste von PlagiPedi Wiki
» VroniPlag Wiki
» Neue Identität bei Confidential Business

Pressemitteilungen zum Thema
» VroniPlag Wiki und PlagiPedi Wiki: Internetjagd auf falsche Doktoren
» Die Titelhändler
» Wie bekommt man einen gültigen Diplomatenpass?
» Malteser-Orden: Ritter-Staat und Diplomatenpässe
» Unzustellbar: Personalausweis ohne festen Wohnsitz?
» K1-Direktor Frerichs: 300 Millionen versenkt, aber Haftverschonung
» Des Ritters Wirtschaftskammer
» 1,1 Millionen Euro Kopfgeld auf Borussia Dortmund Ex-Aktionär
» Abgetaucht
» ACI: Chefs bestellten neue Identität in Panama
» Dr. Kloiber mit 18 Millionen auf der Flucht
» Kopfgeld auf Aktienbetrüger Engler
» Boss der Marbella Connection ausgeliefert

Beiträge zum Thema
» Ehrendoktortitel: Doktor h.c. oder Professor h.c. - 39 Euro
» Daniel van Hoogen alias Daniel Waldmann?
» BRES: Großgrundbesitz für Jedermann
» Promotionsberater Dr. Paul Jensen, Hamburg
» Seriöse Promotionsberater
» Slowakischer PHDr als Dr. in Deutschland anerkannt?
» Promotionsberater
» Einen legalen Us-Doctor für 20 $?
» West Promotionshilfe GmbH - Prof. Dr. Lamm - Saarbrücken
» Welche Ansprüche habe ich gegen meinen Ghostwriter?
» Diplomatenstatus für Helmut Kiener?
» Meinung zu diplomaticpassport.com
» Diplomatische Immunität in Deutschland
» Wir helfen ihnen legal einen Diplomaten Pass zu bekommen
» ACI: Lohmanns Identitätsbestellung vom 12. Juni 2009
» Florian Homm: Türkisch für Fortgeschrittene
» Boxer Axel Schulz fiel auf Daytrader Ulrich Engler rein
» Neue, legale Identität aus Südamerika
» Florian Homm und INDENTURE INVTS
» Florian Homm - auch alles nur ein großer Bluff?
» ACI Alternative Capital Invest Dubai Tower
» ACI-Lohmann und Baker & Baker
» Robin Lohmann und die falschen Ausweispapiere

Kategorie zum Thema
» Doktortitel, Adelstitel, Diplomatenpässe
» Urteile & Recht
» Private
» Private: Diskussionsforum

 

02. Juni 11

13speedtest37: Cyber-Mafia-Boss Dominik Bauer wieder in Haft


Bei dem österreichischen Mitglied der zwölfköpfigen deutsch-österreichischen Internet-Betrüger-Bande, deren 8 deutsche Drahtzieher am 11. Mai 2011 bei einer deutschlandweiten Durchsuchung von 29 Wohnungen und Büros verhaftet wurden (Foto Arbeitsplatz eines Drahtziehers, copyright LKA Bayern), soll es sich um den IT-Informatikstudenten und Chef der berühmt-berüchtigten Cyberkriminellen-Bande 1337-crew (Elite-Crew), Dominik Bauer (20) alias 13speedtest37 aus Retz bei Wien, handeln, wie der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net übereinstimmend aus österreichischen und deutschen Ermittlerkreisen erfuhr.

Auf den Internetportalen der 1337-crew, die vor zwei Jahren aufflog, konnte man unter anderem Waffen, gehackte Kreditkarten zur Plünderung von Internetshops oder DDoS-Attacken (Massenmüllanfragen) gegen unliebsame Firmen bestellen. Ging der Schaden damals noch in die Hunderttausende, sind es diesmal mehrere Millionen Euro.

Bauer ist nach wie vor Inhaber des Internethosters Heihachi Limited aus Marbella, vormals Panama. Heihachi hat im aktuellen Fall zum Beispiel die Internetshops dress4style.com und ewe-ewe.com (siehe Fotos vom LKA Bayern) angemeldet. Laut Pressemitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes soll es sich bei diesen Händlerseiten um "betrügerische Shops" gehandelt haben. Insgesamt habe die Bande seit 2009 etwa 400 gefakte Shops, viele auch beim Aktionshaus eBay, und mindestens zwei gefälschte Rechtsanwaltsauftritte betrieben. Für den Geldtransfer habe die Bande 1.000 Finanzagenten mit Privatkonten in Deutschland, Österreich und der Schweiz angeworben, manche auf 400 Euro Basis, manche mit einem Verdienst zwischen 800 bis 4.000 Euro pro Woche. Die entgegengenommenen Gelder der Internetkunden wurden zumeist in die Schweiz und die Türkei überwiesen; in Einzelfällen hoben die Finanzagenten das Geld bar ab und übergaben es an einen Geldboten.

Convent Die gefakten Shops hatten riesigen Zulauf. Denn über sie wurden beispielsweise 1-Kilo-Goldbarren zum halben Preis oder Lego-Spielzeug zum Schnäppchenpreis angeboten. Natürlich immer per Vorkasse auf die Konten der Finanzagenten oder der vermeintlichen Treuhänder-Anwälte. Die Ware wurde aber nie geliefert. Beschwerden liefen bei echten Händlern und Rechtsanwälten auf, deren Daten ausspioniert und in leicht abgewandelter Form für den Betrug genutzt wurden. Die echten Händler oder Anwälte haben davon aber gar nichts gewusst. Als sie nun von den Kunden als Betrüger angezeigt wurden, mussten sie selbst Anzeige gegen Unbekannt stellen.

Die Sache kam ins Rollen, als sich der Treuhänder für die Internetseite "ja-kaufen.com", Rechtsanwalt Michael Heller aus Düsseldorf, und die Eigentümerin der Internetseite (eine Firma aus Nördlingen in Schwaben) bei der Nördlinger Polizeiinspektion erklärten.

Das Bayerische Landeskriminalamt führt dazu aus:

Zitat:


Am 28. September 2009 meldete sich bei der Polizeiinspektion Nördlingen der Mitinhaber eines örtlichen Unternehmens. Der Grund lag in den zahlreichen Anfragen einiger Personen, die angeblich über die Internetseite "ja-kaufen.com" (nicht mehr online) diverse Waren bestellt und bezahlt hatten, aber die Lieferung noch ausstehe. Das Impressum der Internetseite lautete leicht verändert auf die Daten der Nördlinger Firma, die selbst ahnungslos war.

Die weiteren Ermittlungen ließen aufgrund zahlreicher Strafanzeigen von Geschädigten einen Tatzusammenhang und damit die Machenschaften einer Bande erkennen. Aus diesem Grund wurde das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Augsburg die weiteren Ermittlungen aufzunehmen, und führte die Operation unter dem Decknamen "EG Bazar".


Convent Nach bisherigen Ermittlungen wurden etwa 100.000 Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geschädigt, der Schaden liege im zweistelligen Millionenbereich. "Aufgrund der laufenden Ermittlungen können genaue Zahlen noch nicht genannt werden, zumal davon auszugehen ist, dass längst nicht alle Geprellten bereits Anzeige erstattet haben", heißt es in der Pressemitteilung des Bayerischen LKA weiter.

Für die "Bereitstellung der Infrastruktur" (Bundeskriminalamt Österreich in Wien) für diese Internet-Betrügereien soll der Niederösterreicher Dominik Bauer alias 13speedtest37 gesorgt haben, der einen Tag vor der deutschen Großrazzia am 10. Mai 2011 in Österreich in Untersuchungshaft genommen wurde.

Die Wienerzeitung schreibt, dass der 20-jährige aus dem Weinviertel eine zentrale Rolle gespielt habe. Der Absolvent einer EDV-Schule "hat den Webspace zur Verfügung gestellt, er war sozusagen der kriminelle Provider", sagte Magister Rudolf Unterköfler, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt Österreich. Auch soll er für Verschlüsselungssoftware und Passwortschutz verantwortlich gezeichnet haben.

Von den anderen Bandenmitgliedern in Deutschland sei nur einer dem 20-Jährigen bekannt. Mit den anderen verkehrte er ausschließlich per E-Mail. Er soll auch andere Auftragsarbeiten erledigt haben. Unter anderem ist er verdächtig, schreibt die Wienerzeitung, an einem groß angelegten Phishing-Coup bei der deutschen Postbank beteiligt gewesen zu sein, der 180.000 Euro Schaden verursachte. Als Phishing wird das Stehlen von Daten mithilfe von vertrauenswürdig aussehenden Internet-Seiten bezeichnet.

Die Ermittler kamen der Organisation durch verdächtige Finanztransaktionen auf die Spur. Die Täter verschoben die durch die Online-Betrügereien eingenommenen Gelder beinahe ausschließlich über Strohleute, die ihre Konten zum Geldparken zur Verfügung stellten oder Konten für die Bande eröffneten.

Dadurch sei es für die Ermittler schwierig nachzuvollziehen, wie hoch der Schaden durch die Internet-Betrügereien tatsächlich ist. Das Geld wurde kreuz und quer durch die ganze Welt verschoben. Unterköfler bezifferte den Schaden mit vermutlich mindestens 20 Millionen Euro. Angesichts dessen dürfte der Anteil des Niederösterreichers eher mäßig ausgefallen sein, schätzt die Wienerzeitung ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass er nicht mehr als 60.000 bis 70.000 Euro bekommen hat.

Bauer war bereits anderthalb Jahre zuvor, am 24. November 2009, schon einmal und damals als Chef der 46köpfigen deutsch-österreichischen Bande 1337-crew in Retz bei Wien festgenommen worden. Damals kam Bauer nach nur zwei Nächten in Haft und einem umfassenden Geständnis wieder auf freiem Fuß.

In einem anschließenden Interview teilte er GoMoPa.net per E-Mail mit: "Was ich gemacht habe, war einfach nur falsch."

GoMoPa.net fragte damals: "Da Sie ja bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt haben, dürfen Sie sicher mit einer milden Strafe rechnen."

Bauer: "Ja, ich hoffe, dass es so ist. Ich bin 19 Jahre alt, hab mein Leben praktisch noch vor mir. Ich weiß, ich hab mir das Ganze selbst eingebrockt. Zukünftig halte ich auf jeden Fall Abstand zu solch illegalen Geschichten. Selbstverständlich kann man so etwas nicht einfach entschuldigen, aber ich hoffe doch, dass die Strafe nicht allzu hart ausfällt."

GoMoPa.net fragte damals weiter: Wann sind Sie wieder geschäftsfähig? Der Prozess wird ja sicherlich eine Weile dauern.

Bauer: "Wie meinen Sie das? - wird es natürlich nie mehr wieder geben, mit dem Ganzen habe ich abgeschlossen. Ich will nichts mehr damit zu tun haben! Das war der größte Fehler meines Lebens."

Convent Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net warnt seine Leser bereits seit dem Jahre 2007 vor den gefakten Shops und den per E-Mail angeworbenen Finanzagenten als Betrugsmasche, ohne zu wissen, dass Bauer alias 13speedtest37 dahinter steckte, der sich, wie sich später herausstellte, auf seiner Internetseite 1337-crew.to, auf der 18.800 User mit kriminellem Interesse registriert waren, damit brüstete, dass er GoMoPa.net vom Netz pusten würde.

Dass Bauer seine Drohung war machte, bekam der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net nicht nur am eigenen Leibe zu spüren, als er im September und Oktober 2009 für sechseinhalb Wochen und dann noch mehrmals im Februar, März und Mai 2010 mit DDoS-Attacken vom Netz geschossen wurde. Auch das ermittelnde Bayerische Landeskriminalamt stellte in seiner gestrigen Pressemitteilung über die Internetbande der elf deutschen Frauen und Männer zwischen 20 und 39 Jahren und des 20jährigen Niederösterreichers fest:

"Welch kriminelle Energie die Täter antrieb, zeigt sich daran, dass Internetforen, die bereits offensiv vor den Machenschaften gewarnt haben, mit so genannten DDoS-Angriffen mehrfach lahm gelegt und die Verantwortlichen mit körperlichen Repressalien bedroht wurden."

Die deutschen Tatverdächtigen seien laut Bayerischem LKA "zum Teil bereits wegen Verstößen gegen das Markengesetz polizeibekannt".

Über die Verschleierungstricks der Bande schreibt das Bayerische LKA:

Zitat:


Die Ermittlungen zu den Drahtziehern gestalteten sich sehr schwierig, da die Täter die Spuren im Internet mit der Verwendung von falschen Personalien und ausgeklügelten Verschleierungstechniken gekonnt verwischten. Sie kommunizierten untereinander in verschlüsselten Chats in Kombination mit Anonymisierungssoftware und versteckten sich in so genannten Bot-Netzen. Bot-Netze missbrauchen mittels Trojaner die Computer Ahnungsloser, dass heißt, der Täter surft beziehungsweise versendet E-Mails mit dem gehackten Rechner.

Die akribische Ermittlungsarbeit in der Informationsflut des Internets und der Einsatz von spezialisierten Ermittlern führten das LKA und die Staatsanwaltschaft Augsburg trotz aller Verschleierungsversuche auf die Spur der Hintermänner.

Convent Die mutmaßlichen Täter entwickelten immer ausgefeiltere Strategien, um seriös zu wirken: Aktuell werden auf der Internetseite "www.usa-auto-kaufen.de" vermeintliche US-Fahrzeuge zum Kauf angeboten. Unter dem Vorwand, dass diese Fahrzeuge erst importiert werden müssten und der Verkäufer eine Sicherheit benötige, verlangen die Täter eine Anzahlung von 25 Prozent des Verkaufspreises. Damit ein Geschädigter nicht zu argwöhnisch wird, hat die Bande eine Internetseite eines nicht existenten Rechtsanwaltes ins Netz gestellt, der als Treuhänder die Anzahlung entgegennimmt und das Geld angeblich erst bei Lieferung des Fahrzeuges freigibt. Der Rechtsanwalt ist erfunden, allerdings der Name nicht, denn der Name lautet auf einen der oben beschriebenen Finanzagenten, der das Geld dann an die Bande weiterleitet. Die Bande nutzte aber auch die Personalien eines echten Rechtsanwalts, der noch keinen Internetauftritt hatte. So kreierten sie eine Internetseite für den unwissenden Anwalt und hinterlegten dort ihre eigenen Kontaktdaten.

Damit die Onlineshops möglichst lange ein seriöses Bild abgaben, stellten sie in Bewertungsportale positive Bewertungen online und relativierten negative Berichte Geschädigter. Sie riefen sogar mehrere selbst gestrickte Bewertungsportale, wie zum Beispiel "www.shopauskunft.net" ins Leben, um ihrem Vorgehen einen guten Leumund zu geben, indem sie neben seriösen Angeboten ihre Fälschungen dort positiv darstellten.Die Inhalte kopierten sie hierfür teilweise von der seriösen Seite "www.shopauskunft.de".

Die Gruppierung soll sich auch mit weiteren "Nebentätigkeiten" unberechtigt an den Geldern Ahnungsloser bedient haben. So sollen sie darüber hinaus im Phishinggeschäft (Ausspähung von Kontodaten) tätig gewesen und Online-Bankkonten geplündert haben.


Das Bayerische Landeskriminalamt sucht weitere Geschädigte und Zeugen

"Die Staatsanwaltschaft Augsburg führt gegen die Beschuldigten das Verfahren wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs", heißt es in der Mitteilung des Bayerischen LKA weiter. "Das Strafgesetzbuch sieht hierfür Freiheitsstrafen von einem bis zu 10 Jahren vor."

Geschädigte, die bisher noch keine Anzeige erstattet haben, werden gebeten, sich an ihre örtlich zuständige Polizeidienststelle zu wenden.

Warnung vor noch nicht abgeschalteten Betrugs-Shops

Convent Das Bayerische Landeskriminalamt nimmt dieses Phänomen zum Anlass, noch einmal vor den Tricks der Betrüger im Internet zu warnen:

Zitat:


Es ist zu befürchten, dass es bereits Trittbrettfahrer gibt und mit weiteren Nachahmern zu rechnen ist. Das LKA appelliert deshalb eindringlich, im Internet nicht allzu leichtgläubig seine Daten, insbesondere sein Konto preis zu geben und auch bei der Bezahlung von Interneteinkäufen ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen.

Interessierte können sich auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention www.polizei-beratung.de in der Rubrik "Themen und Tipps" und im Rahmen der gemeinsamen Aufklärungskampagne von Polizei und Handel "Online Kaufen ? mit Verstand!" unter www.kaufenmitverstand.de informieren.


Aktuell seien noch folgende der bisher entdeckten Internetseiten online; das Bayerische Landeskriminalamt warnt dringend davor, auf folgenden Seiten einzukaufen:

www.usa-auto-kaufen.de (siehe Foto vom LKA Bayern)
www.luxus-ferienhaus24.de (siehe Foto vom LKA Bayern)
www.af-import-autohaus.de

"Dieser Aufgriff zeigt, dass Internetkriminalität eine internationale Herausforderung darstellt, die national nur begrenzt bekämpfbar ist, weshalb hier eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit einen zentralen Stellenwert einnimmt", so Magister Rudolf Unterköfler, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität im Bundeskriminalamt Österreich.

"Weiter bestätigt dieser Fall, dass es sich bei den begangenen Delikten im Internet verstärkt um neue Tätergruppen handelt, die kriminell organisiert und international vernetzt sind", so Unterköfler weiter. Gleichzeitig sind nahezu alle Deliktsbereiche von der Internetkriminalität betroffen. Das Bundeskriminalamt setzt daher verstärkt auf Präventionsarbeit.

"Allgemein ist beim Kauf von Waren im Internet Vorsicht geboten, insbesondere bei Vorauszahlung", so Unterköfler. "Vertrauliche oder persönliche Daten sollten zum Beispiel beim Online Banking oder beim Einkauf im Internet ausschließlich über verschlüsselte Seiten bekannt gegeben werden. Die Übertragung ist nur dann sicher, wenn die Internetadresse in der Browserleiste mit https:// (Daten werden SSL-verschlüsselt übertragen - Anmerkung der Redaktion) beginnt."

Diesmal würden die inhaftierten Bandenmitglieder länger als zwei Tage in Haft bleiben, ist sich ein Ermittler gegenüber GoMoPa.net sicher: "Seien Sie gewiss, diesmal wird es auch zur Anklage kommen."

Link zum Thema
» Pressemitteilung des LKA Bayern zur Bande

Pressemitteilungen zum Thema
» 13speedtest37 gewinnt Internetkrieg gegen USA-Dateiload
» 1337-crew: Der Nachfolger wartet schon
» 13speedtest37: Verrat brachte ihm die Freiheit
» Speed bildete 18.000 Internetbetrüger aus
» BKA-Razzia: Kein Ladendiebstahl - sondern Terror, Datenklau...
» Hackl heisst der Hacker?
» Pressefreiheit endet beim Geldhahn
» 1 Million Dollar Belohnung für Internet-Terroristen
» Internet-Terror: Commerzbank überprüft 40.000 Rechner
» Internetkrieg: 50 Euro und Ihre Webseite ist Geschichte
» So kaperte der Wiener Schlawiner den Piratenkreuzer Gulli.com
» Megadownloads: Staatsanwaltschaft erstickt fast vor Anzeigenflut
» Im Visier der Internetmafia
» Gulli.com: das Vorzeigportal der Internetmafia
» Die Operationszentrale der Internetmafia
» Mega-Downloads: Keiner hält den Kopf hin
» Mega-Downloads KO - Staatsanwalt sucht Opfer

Beiträge zum Thema
» Dubiose Online-Shops 100.000 Opfer - Schäden in Millionenhöhe
» Stellenangebote - Girokonto - Arbeiten von Zuhause
» Grüße an die Geschäftsleitung

Weitere Informationen zum Thema
» Gulli.com - Gulli wars - Richtigstellungen von Richard Joos (Korrupt)

Kategorien zum Thema
» Betrug - Sonstiges
» Organisierte Kriminalität

Kommentar von Benjamin Richter am 31.05.2011 17:59

Zitat: "Bauer ist nach wie vor Inhaber des Internethosters Heihachi Limited aus Marbella, vormals Panama."
Marbella liegt in Panama, Marbella ist ein Stadtteil von Panama City, Heihachi residiert immer noch an der selben Adresse, jedoch mit einem anderen "Geschaeftsfuehrer" laut dem panamanischen Handelsregister heisst der neue Strohmann Tjorven Tiedtke.

 

08. Juni 10

Forex4Free: Kostenlos traden?


Die Nachricht von diesem Angebot verbreitet sich seit Anfang April 2010 per E-Mails und im Internet wie ein Lauffeuer. Man bekommt angeblich 200 US-Dollar (150 Euro) geschenkt und lässt dieses Geld ohne eigene Kosten im internationalen Forexhandel für sich arbeiten.

Der Handel mit Währungen zwischen Marktteilnehmern außerhalb der Börse gilt als die Luxusklasse der Spekulation. Täglich werden 3,5 Billionen Dollar (2,6 Milliarden Euro) eingesetzt.

Der Gönner, der anonym bleiben will, verspricht, nur 25 Prozent vom erzielten Gewinn einzubehalten. Der Rest fließe an den Beschenkten. Monatlich könne man so bis zu 3.500 Dollar (2.600 Euro) hinzuverdienen.

Seitdem ein angeblicher Michael Frey aus Palma de Mallorca seine Firmenseite Forex4Free.org mit diesem Angebot am 5. April 2010 nach eigenem Bekunden im Auftrag dieses reichen, anonymen Großinvestors ins Internet stellte, registrierten sich täglich mehr als 2.000 Menschen mit Namen und E-Mailadresse. Der Ansturm ist so groß, dass die Seite mehrmals am Tag gar nicht zu erreichen ist.

Michael Frey hatte außerdem jedem, der einen weiteren Anmelder vermittelt, 20 Dollar für den ersten und 10 Dollar für jeden weiteren Interessenten als Honorar versprochen, das allerdings nicht ausgezahlt wird, sondern auch in den Forexhandel investiert werden soll.

Manche Interessenten versuchten nun aus diesem Run auf die Forex4Free-Seite einen Extra-Gewinn herauszuschlagen und boten den Zugang zu dem Geschäft mit Null-Einsatz selbst im Internet an und versprachen nun ihrerseits interne Vermittlungsprovisionen von 1 Dollar (75 Cent) bis 5 Euro für jeden an sie vermittelten Anmelder. Dustin Kohl aus Pfedelbach (Baden-Württemberg) legte noch einen drauf und schaltete am 17. April 2010 sogar eine Stellenanzeige im Internet: "Suchen Sie einen Job, der wirklich kostenlos ist? Dann sind Sie bei mir richtig."

Konto bei anonymer Bank

Wer es geschafft hat, sich bei Forex4Free anzumelden, muss nun bei der Partnerbank von Forex4Free ein Konto (Account) eröffnen und warten, bis der Großinvestor die versprochenen 200 US-Dollar dort einzahlt. Bei dieser Partner-Bank handelt es sich um die Liberty Reserve S.A. aus Escazu in Costa Rica (Zentralamerika). Die Liberty Reserve ist allerdings keine Bank im herkömmlichen Sinne. Sie ist vielmehr ein Geldtransfersystem, das ähnlich wie Paypal über das Internet läuft.

Die Liberty Reserve steht in einem zweifelhaften Ruf. Initiatoren zahlreicher Pyramidensysteme, bei denen man viele kleine Geldsummen mit großen Gewinnversprechen einsammelt, ohne dass Gewinne fließen, sollen sich in der Vergangenheit der Liberty Reserve bedient haben, weil man über die Liberty Reserve gefahrlos kleine Beträge einsammeln lassen könne, ohne sich einer Bank offenbaren zu müssen. Nicht nur die Initiatoren bleiben unüberprüft. Auch die Bank selbst ist völlig anonym. Das Internetportal der Bank www.libertyreserve.com ist seit dem 27. Juli 2001 auf einen Ahmed Yassine mit Postanschrift der Liberty Reserve S.A. in Alajuela (Costa Rica) als Administrator eingetragen.

Wenn nun im Fall der Forex4Free auf dem Konto bei der Liberty Reserve die 200 Dollar und eventuelle Vermittlungsprovisionen geflossen sind, soll man das Geld laut Forex4Free, sobald es auf eine Mindestsumme von 1.500 Dollar (1.120 Euro) angestiegen ist (der Großinvestor lässt das Geld erst einmal ein halbes Jahr arbeiten), dann bei einem zugewiesenen Broker investieren. Dazu muss man erneut ein Konto eröffnen. Diesmal bei dem Broker. Die vom Broker erhaltene Kontonummer und den Zugangs-PIN solle man der Firma Forex4Free mitteilen, die sich um alles weitere kümmern würde.
Büro der Liberty Reserve S.A. in Costa Rica © LR
Büro der Liberty Reserve S.A. in Costa Rica © LR


Die Forex4Free verspricht: "Von allen Gewinnen, die dieses Konto erzielt, werden 25 Prozent automatisch vom Broker einbehalten und an uns beziehungsweise den Investor überwiesen. Die restlichen 75 Prozent Gewinn sind für Sie." Alles was über 7.500 Dollar auf dem Trader-Konto beim Broker zur Verfügung steht, müsse man selbst dort abholen, heißt es weiter.

Zu verlieren gibt es ja nichts, da man ja kein eigenes Geld investiert. Aber warum verschenkt ein Großinvestor massenhaft 200-US-Dollar und außerdem noch 75 Prozent vom damit erzielten Gewinn?

Die Forex4Free erklärt das Engagement des Großinvestors so:

Zitat:


Ganz einfach gesagt, verdient der Investor mehr Geld, wenn er nur 25 Prozent der Gewinne einstreichen kann, dafür aber mehr als 10 Mal so viel Geld in dieses Geschäft investieren kann. Er hebelt sozusagen seine Limits.

Die Gründe warum der Investor nicht selber investieren kann:

Broker im Forex Business wollen im Prinzip nicht das man gewinnt und wenn Sie große Summen gewinnen, sorgen Broker in der Regel dafür, dass Sie dieses Geld wieder verlieren.

90 Prozent aller Trader verlieren Ihr Geld im Forexhandel, darauf spekuliert der Broker, er geht also davon aus, dass 90 Prozent der bei ihm eingezahlten Gelder automatisch ihm gehören. Der Broker plaziert also in Wahrheit Ihre Trades nicht im Markt, sondern nur intern. Wenn Sie also viel gewinnen, muss der Broker dies aus eigener Tasche bezahlen.

Gerade bei großen Summen führt das dazu, dass es dann irgendwelche Ausreden gibt, warum die Summen nicht bezahlt werden können, oder man versucht mit unlauteren Mitteln das Konto des Anlegers wieder runter zu bringen, um sich vor der Auszahlung zu drücken.

Der einzige Weg ist also, Gelder auf so viele Personen und Broker zu verteilen wie nur irgendwie möglich.

Lieber 25 Prozent der Gewinne von 20 Millionen als 100 Prozent von nur 2 Millionen.


Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net fragte bei der von Investoren für 2010 gewählten Nummer 1 im Forex-Handel, dem Europäischen Brokerhaus X-Trade Brokers aus Frankfurt am Main, nach, ob Trader-Konten tatsächlich begrenzt würden.

Aktien-Profi Patrick<br /> Hahn aus Frankfurt
Aktien-Profi Patrick
Hahn aus Frankfurt
Der Deputy Director, Patrick Hahn, sagte am Telefon: "Sie können auf einem Trader-Konto so viel einzahlen, wie sie wollen. Es gibt kein Limit. Ich halte das geschilderte Angebot für dubios."

Ein Finanzkaufmann, dem GoMoPa.net das Angebot aus Palma vorlegte, findet die Begründung für das Engagement des Großinvestors unlogisch.

Der Kaufmann: "Ich habe selten eine derartig hohe Anzahl an unlogischen Aussagen auf so wenigen Zeilen gelesen. Broker sind üblicherweise Wertpapierhändler, die vom An- und Verkauf von Wertpapieren und den dabei anfallenden Gebühren beziehungsweise dem Spread zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs leben. Dasselbe gilt auch im Handel mit Währungen.

Die Höhe des Gewinns des Anlegers (und natürlich der Verlust) ist den Brokern völlig egal. Broker investieren nicht intern. Sie zahlen auch keinen Gewinn aus ihrer eigenen Tasche. Der (Kurs-)Gewinn des einen Anlegers ist der Verlust des anderen, damit haben die Broker nichts zu tun. Wenn Broker auf eigene Rechnung handeln, dann tragen sie das gleiche Gewinn- und Verlustrisiko wie alle anderen.

Ob das Traderkonto gegebenenfalls manipuliert wird, kann ich nicht beurteilen. Natürlich gibt es unterschiedliche Kurse, das ist insbesondere von der Höhe des anzulegenden Betrages abhängig. Je größer die Summe, je kapitalkräftiger der Anleger ist (sind ohnehin nur institutionelle Anleger, Banken, Pensionskassen, große Vermögensverwalter), desto besser ist der Kurs, der ihm gestellt wird. Das hat aber mit Manipulation nichts zu tun."

GoMoPa.net fragte den Finanzprofi weiter: Was ist mit der Behauptung, der Großinvestor habe nur eine Möglichkeit, viel Geld zu verdienen, er müsse viele Trader für ihn arbeiten lassen?

Der Kaufmann: "Kleinanleger dürfen überhaupt nicht in den wirklich interessanten Bereichen handeln. Wenn er ein Großinvestor ist, dann ist das kein Problem, die richtigen Broker zu finden."

GoMoPa.net ließ nicht locker: Der Großinvestor verdiene doch aber angeblich mit 25 Prozent von 10 Millionen Dollar mit vielen Trader-Konten mehr als mit 100 Prozent von nur 2 Millionen Dollar Gewinn, die der Großinvestor vielleicht allein schaffen würde?

Der Kaufmann: "2,5 Millionen Dollar statt 2 Millionen Dollar. Und das für den Aufwand, mehrere hundert oder tausend Kleinanleger zu verwalten? Kein Großinvestor macht so etwas."

GoMoPa.net: Würden Sie dennoch auf Ihren Namen beim Broker ein Konto eröffnen und die Kontonummer und die Tradingcodenummer dem Herrn Frey oder dem Großinvestor überlassen?

Der Kaufmann: "Wenn tatsächlich keine Kosten für mich anfallen, warum nicht? Ausprobieren würde ich es. Aber ich glaube, dass hier sehr schnell auch wieder Kosten für die Teilnehmer anfallen werden. Oder sie werden zu einem späteren Zeitpunkt animiert, auf fiktive Konten, die eingerichtet wurden und die tolle Renditen ausweisen, doch Geld zu überweisen. Was daraus wird, kann man sich denken."

GoMoPa.net: Wie bewerten Sie die Aussicht für jeden Kleintrader, bis zu 3.500 Dollar monatlich verdienen zu können?

Der Kaufmann: "100 Kleintrader sollen im Monat je 3.500 US-Dollar verdienen, das sind 350.000 US-Dollar monatlich, bei mehr Teilnehmern ein Mehrfaches davon. Welchen Gewinn wollte der Großinvestor noch einmal machen? Ich halte das alles für Bauernfängerei für gierige Dumme."

GoMoPa.net versuchte vergeblich, Michael Frey telefonisch zu erreichen. Auf schriftliche Fragen erhielt GoMoPa.net folgende Antworten von Forex4Free, allerdings ohne namentlichen Absender:

Sehr geehrter Herr Frey,

gern berichten wir über Ihr außergewöhnliches Angebot von Forex4Free.org.

Gestatten Sie uns bitte folgende Fragen:

1.) Wer garantiert mir, dass ich die 75 Prozent Gewinnauszahlung auch wirklich bekomme? Sie haben die Kontonummer und meine PIN? Muss ich jetzt vor dem Computer sitzen und schauen, wer von uns beiden schneller Geld vom Trading-Konto herunterholen kann?

Forex4Free: "Das Konto läuft auf Ihren Namen, somit können auch nur Sie darüber verfügen, die 25 Prozent werden vom Broker an die jeweiligen Investoren weitergeleitet."

2.) Warum brauchen Sie die Liberty Reserve, kann der Investor nicht die Mindestsumme von 1.500 Dollar direkt auf mein Trader-Konto überweisen?

Forex4Free: "Wir können nicht direkt auf das Konto von Ihnen beim Broker übwerweisen, denn der nimmt das Geld nicht an von 3. Personen (unter anderem wegen des Geldwäschegesetzes)."

3.) Sie sagen, Sie hätten schon ein erfolgreiches Projekt realisiert? Könnten Sie da etwas genauer werden, wäre doch eine gute Referenz für Sie.

Forex4Free: "Es gind da um 3.000 Leute, die je ein Konto mit 800 US-Dollar (600 Euro) aufgemacht haben, das ging sehr schnell und wurde hauptsächlich in Printmedien beworben. Also das war offline.
Damals haben sich rund 10.000 Leute dafür beworben. Davon haben sich dann letztendlich 3.000 wirklich ein Konto eröffnet.
Durch das Projekt wurden einige Investoren wachgerüttelt und hatten uns angesprochen, so kommt es jetzt zu dem größeren Projekt.
Jetzt sind wieder einige wach geworden, somit scheinen wir immer weitere User aufnehmen zu können.
Ein schöner Kreislauf, wir hoffen das der Nachschub an Investoren nicht ausgeht ;-)."

4.) Worin besteht eigentlich der Vorteil für Forex4Free?

Forex4Free: "Wir bekommen natürlich unsere Gebühren, für die Verwaltung und Vermittlung."

GoMoPa - Tipp

Achtung: Sobald Sie Gewinne auf ihr Girokonto überweisen wollen, kennt auch der Dritte, der Ihre PIN-Zugangsdaten hat, Ihre Kontodaten.

Aus vielen Erfahrungsberichten weiß GoMoPa.net allerdings auch, was mit Konten oder auch nur mit Kontodaten geschehen kann, die in die Hände von Dritten gelangen:

Konto - Datensätze werden verkauft. Immer neue Täter oder Tätergruppen versuchen, mit Ihren Daten Einkäufe zu tätigen.

Oder sie buchen kleinere Beträge von den Girokonten ab, die Ihnen selbst erst nach Wochen oder Monaten auffallen.

Vorsicht: Ihr Konto könnte zur Geldwäsche benutzt werden

Ihr Konto könnte zur Geldwäsche benutzt werden. Sie als Kontoinhaber haben dann ein Problem und schon der Verdacht reicht, um Ihnen auch sämtliche Konten seitens anderer Banken zu kündigen.

Denken Sie daran: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Dokument zum Thema
» Das Angebot von Forex4Free

Pressemitteilung zum Thema
» Bankgarantien und Trading: Zugang nur für Milliardäre
» Geldwäsche: Unternehmer unter Generalverdacht
» Börsenbriefe fürs Klo
» Kopfgeld auf Aktienbetrüger Engler

Beiträge zum Thema
» forex4free.org - Konzept
» WBWSO Ltd. - 1 Dollar nach 3 Jahren erhalten Sie ca.900 Dollar
» Funktioniert Trading?












» Mehr

 

01. Juni 09, 02:00:00

Der Trend in der Krise: Raus aus aktiven Fonds, rein in passive ETFs


Die Finanzkrise hat einen neuen Trend hervorgebracht: Viele Privatanleger geben ihren aktiven Fondsmanagern wegen der hohen Verluste, hohen Verwaltungskosten und Provisionen den Laufpass. Immer mehr Anleger machen das, was die Großanleger wie Versicherungen und Pensionskassen in großem Stil vormachen: Sie flüchten aus den klassischen Fonds-Sparplänen und schichten ihre Spargroschen in passive Indexfonds (ETFs, Exchange Trade Funds), die wie Aktien an der Börse gehandelt werden, um.

Gab es im Jahre 2000 in Europa sechs ETFs, gibt es heute in Europa 30 Anbieter mit 600 ETFs (verwaltetes Vermögen 125 Milliarden Dollar) und weltweit sogar 1.700 ETFs. Experten rechnen für Europa innerhalb eines Jahres nahezu mit einer Verdoppelung des ETF-Vermögens.

Bisher gibt es mit iShares, Lyxor ETF und db x-trackers drei bedeutende europäische Player, die unter sich fast 80 Prozent des Marktes aufteilen. Seit einiger Zeit mischen auch weitere deutsche Anbieter mit. Nach der Deutschen Bank (db x-trackers) haben 2008 die Commerzbank (ComStage) und die Dekabank (ETFlab) eigene ETF-Spezialisten ins Rennen geschickt.

Ihr entscheidender Vorteil ist die Sicherheit: Weil ETFs stur und passiv nahezu eins zu eins den Dax oder Dow Jones nachbilden und praktisch an ihm kleben, gehen sie im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds nicht das Risiko ein, dass der Fondsmanager mit seiner Anlageentscheidung falsch lag und mit seinem Fonds hinter dem Dax oder Dow Jones zurückliegt.

Ein typischer Verlierer sind Deutschlandfonds. Aktienfonds, die in Deutschland investieren, liegen seit drei Jahren mit 20,7 Prozent im Minus. Im gleichen Zeitraum hat der DAX aber nur 11,5 Prozent verloren. Die Deutschlandfonds hinken auch über fünf und zehn Jahre hinter ihrem Vergleichsindex hinterher.

Gegen ETFs spricht die Tatsache, dass man mit ihnen keine großen Gewinnsprünge machen kann. Im Gegensatz zum aktiv gemanagten Fonds durchbrechen ETFs nie die Schallmauer des Indexes. Aber sie fallen dafür nie vom Index ab.

Legt der Index (Dax, Dow Jones) in schwierigen Zeiten allerdings eine rasante Talfahrt hin, machen ETFs dieses böse Spiel eins zu eins mit. Die besten aktiven Fondsmanager schaffen es, in solchen Zeiten durch Timing und Übergewichtung einzelner Anlageklassen gegenzusteuern und ihre Verluste zu minimieren. Doch gute Aktivfondsmanager sind rar.

Und die weiteren Eigenschaften von ETFs sind eher volksnah und ein Publikumsmagnet: Sie sind auch für den kleinen Geldbeutel zu haben (ab 25 Euro im Monat), sie sind zehn Mal billiger als aktive Fonds (0,15 Prozent Managementgebühr für Dax-ETFs gegenüber 1,71 Prozent Gebühr für ein aktives Management), und weil sie billig sind, gibt es einen üppigen Zinseszinseffekt, sie sind einfach zu verstehen (reale Werte), täglich am Dow-Jones-Index oder Dax-Index ablesbar, haben keine versteckten Kosten (keinen Ausgabeaufschlag beim Handel über die Börse), sie sind online zu haben (zum Beispiel S-Broker oder Cortal-Consors), man kann sie täglich zu Geld machen, weil sie wie Aktien an verschiedenen Börsen gleichzeitig gehandelt werden, man kann beim Einkauf die Preise vergleichen und hat beim Verkauf kaum Verluste (meist unter 0,1 Prozent). Und es spielt nicht einmal eine Rolle, ob man sie bei einer Pleitebank kauft. Geht die Bank in die Insolvenz, sind die ETFs vor dem Insolvenzverwalter geschützt, weil sie als Sondervermögen gelten.

Im Kommen sind bei den Anlegern die ETF-Sparpläne.

Im vergangenen Monat hat beispielsweise S-Broker sein Angebot sparplanfähiger ETFs auf 50 ausgeweitet. Es umfasst ein breites Angebot aller namhaften ETF-Anbieter über sämtliche Anlageklassen im Dax oder EuroStoxx. Die Kaufprovision beträgt einmalig 2,5 Prozent des Kaufpreises. Mindestanlage: 50 Euro monatlich.

Bei Comdirect (breites Angebot von vier Anbietern, 2,50 Euro Fixkosten plus 0,4 Prozent vom Transaktionsvolumen) und Cortal-Consors (breites Angebot von fünf Anbietern, 2 Prozent des Transaktionsvolumens) sind Sparer bereits mit 25 Euro dabei.

Bei der DAB Bank bekommt man ab monatlich 50 Euro Einzahlung ein breites Angebot aller namhaten ETF-Anbieter über sämtliche Anlageklassen, auch Spezialitäten. Die Fixkosten liegen bei 2,50 Euro plus 0,25 Prozent des Transaktionsvolumens.

Ganz ohne Gebühren werden Index-Anleger bei Maxblue bedient. Denn der Onlinebroker rechnet die ETFs direkt bei der Fondsgesellschaft ab. Allerdings haben die Sparer lediglich die Wahl zwischen sieben Produkten aus dem Hause der Mutter Deutsche Bank.

Ebenfalls völlig kostenlos bekommt man bei der ING-Diba einen passiven ETF-Dachfonds von Veritas. Voraussetzung: ein monatlicher Mindestbeitrag von 50 Euro.

Für Anleger, die einen langen Anlageatem von mindestens fünf Jahren haben, lohnt sich der Kauf des db x-trackers Wealth Management ETFs von der quirin bank aus Berlin. Kathrin Kleinjung, Pressesprecherin der quirin bank zu GoMoPa: "Mit dem WM ETF verschafft die quirin bank erstmals allen Privatanlegern in Deutschland eine professionellen Vermögensaufbau, wie er bislang nur vermögenden Kunden angeboten wurde. Die jährlichen Gesamtkosten betragen 0,72 Prozent. Vergleichbare Vermögensanlagen kosten in der Regel zwischen 1,7 und 3,5 Prozent. Diese niedrige Kostenbelastung wird unter anderem durch den vollständigen Verzicht auf Provisionszahlungen an Banken oder anderen Finanzvermittlern möglich." Basis ist der quirin Wealth Management Index, der weltweit Aktien (60 Prozent), Renten (30 Prozent) und Immobilien (10 Prozent) abbildet. Der WM ETF wird seit dem 3. Dezember 2008 an der Börse (XETRA) angeboten und ist über jede Bank beziehbar.

Pressemitteilungen zum Thema
Mit Maxblue und ING-DiBA kostenlos an die Börse
quirin bank: die fairste Bank Deutschlands
Allianz: Alle wollen Garantiezinsen
Ein Finanzvermittler packt aus
Finanzen im Test: schlechteste Geldanlage - höchste Provision
Einlagensicherungsfonds: alles andere als sicher
Allianz-Zocker-Rente
Regierung schafft mehr Sicherheit für Sparer
Kabinett beschloss neuen Anlegerschutz
Die schnellste und billigste Kreditbank Deutschlands
Bad Banks - Entsorgung der Schrottpapiere erlaubt
Die Geldhexen von Berlin
Swiss Select Garantie: Fass ohne Boden
Blase Staatsanleihen dorht zu platzen
Neues Aktienrecht: Gehälter nicht an Börse gekoppelt
Abzocke an Frankfurter Börse
Förder-Immorente kommt 2009
Grossrazzia bei Aktienbetrügern
Genotec: Mit uns hätte es keine Finanzkrise gegeben

Beiträge zum Thema
Rasante Nachfrage nach ETFs
Platin als ETF
Gold als ETF
ETF mit Gold hinterlegt
XETRA-Gold bei Insolvenz des ETF-Anbieters
Lyxor ETF Weltwasser
Anleger warten auf ersten Gold-ETF
Fonds Kompakt
184 Prozent in einem Jahr
Investment in Silber
Gold wird wieder für Anleger interessant
ETFs steuerliche Sonderwege
Geldanlage: die schlimmsten Irrtümer
Fonds Tipp Lyxor ETF MSCI India
Abgeltungssteuer - Schlupfloch
Welcher Börsenbrief?
China beflügelt Rohstofffonds
Durchbruch für Indexfonds
Die Rente mit 67 ohne mich
Kostenschock für Fondsanleger
Private Investoren erhalten vermehrt Zugang
Seriöse und sichere Anlagen
Silber: Markt für weitere Gewinne
Kapitalanlage 47,71 Prozent p.a.
Was Banken Ihnen vorenthalten
NASDAQ: meistgehandelter börsennotierter Fonds jetzt in Deutschland
Anlageberatung nur noch reiner Produktverkauf
Zugelassene Finanzdienstleister
Anlage mit garantierter Ablaufleistung
So betrügen Bankangestellte ihre Kunden
Penny Stocks kompakt und aktueller Kurs
quirin bank AG
Verzeichnis Regionalbanken Deutschland
Verzeichnis Privatbanken Deutschland
Fragen und Antworten zur Altersvorsorge
Welche Bank bietet zur Zeit am meisten Zinsen?
Vermögen sichern, Risiko vermeiden
BFI Bank Dresden Würzburg
Lebensversicherung: Die Garantie schwindet
Renditeverdoppelung bei der Kapitallebensversicherung?
1x1 der Lebensversicherungen
Eine sichere Festung: Policen in Liechtenstein
Kein Geld mehr für Lebensversicherungsbeiträge
Ein Insider packt aus: Versicherer haben in wertlose Strukturen investiert
Allianz verbrennt die Hälfte der stillen Rücklagen.
Droht den Versicherern der Kollaps?
Allianz-Bank

Kategorien zum Thema
Schwarze Listen - weisse Listen - Empfehlungslisten
Kommentare & Meinungen
Versicherung
Erfahrungen mit Banken
Penny Stocks
Insolvenz
Kapitalanlage
Private: STEUEROPTIMIERUNG & OFFSHORE
Wer kennt, was meint Ihr dazu?

 

01. Juni 08

Insolvenzantrag: Heinz Gerlach Medien AG

Bei Abzockern und windigen Auftraggebern für Hochglanzprospekte knallen die Sektkorken! War es zuerst nur ein Gerücht, das sich hartnäckig hielt, ist es jetzt amtlich: Gegen die Heinz Gerlach Medien AG, die dem ?Guru des Verbraucherschutzes? aus Oberursel gehört, wurde beim AG Bad Homburg Insolvenzantrag gestellt! Verantwortlich dafür ist vermutlich die Berlin Atlantic Capital Gruppe, die den Antrag kürzlich veröffentlichte.

Das umstrittene Geschäftsgebaren des selbsternannten Verbraucherschützers hat ihn berühmt - aber auch berüchtigt gemacht. Immer wieder wurde dem ?Paten aus Oberursel? Käuflichkeit vorgeworfen. Die existenzielle Bedrohung seiner Unternehmung soll durch Zahlung von rund 250.000,- ? fürs Erste abgewendet worden sein. Insider sprechen jedoch von weiteren, erheblichen Verbindlichkeiten. Unangenehm, in der Tat!

Ob das der Grund dafür ist, dass Heinz Gerlach nun genau diejenige Transparenz, die er gegenüber seiner Zielgruppe ständig einfordert, in seinem eigenen Fall vermissen lässt? Wer weiß das schon? In seinen aktuellen News war jedenfalls nichts von alledem zu lesen. Wie lange sich der "glatte Heinz " unter diesen Umständen bezüglich seiner Reputation noch über Wasser halten kann ist ungewiss.

 

User - Stimmen
"Klasse! Wird gut und einfach erklärt."

"Seit 6 Jahren bin ich auch Mitglied und wurde schon vor mancher Dummheit bewahrt."

"Fazit: Wenn es Gomopa nicht gebe, es müsste erfunden werden!"

» User über uns
» Presse über uns
» Produkttester über uns
» Werbepartner über uns
Fachautoren von GoMoPa®

Hans Peter Eibl
Kontenprüfer


Dr. Johannes Fiala
Rechtsanwalt


Jürgen Roth
Buchautor

» Weitere Team - Mitglieder
GoMoPa bei Facebook