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01. August 17, 02:00:00

Edel-Mineralwasser-Aktien der Sanpuro Holding PLC: Mehr Schein als Sein?


ConventDas österreichische Vulkanwasser der Sanpuro Holding PLC aus London und Neuss in NRW wurde 2012 beim Rendezvous des Yachtclubs Monaco in Monte Carlo ausgeschenkt (kleines Foto). Sanpuro bietet das Wasser heute im firmeneigenen Fünfsterne-Hotel Palmalife Resort & Spa in Bodrum in der Türkei an © obs/Sanpuro Vertrieb GmbH Mit Korkverschlüssen wie beim Champagner und mit einer Zugabe von bis zu 2.000 Prozent mehr Sauerstoff gegenüber herkömmlichem Mineralwasser will die Sanpuro Holding PLC aus Neuss, einem kleinen Vorort von Düsseldorf in NRW, mit österreichischem Vulkanwasser aus der Steiermark bei den Reichen und Schönen dieser Welt nach acht Jahren Vertriebsanlauf nun endlich richtig Kasse machen.

Doch dazu braucht das Unternehmen unter Vorstand Sasan Ghiassi (44) aus Dormagen erst mal Geld von Anlegern und bietet daher ihre vorbörslichen Aktien, die also auf keinem Handelsplatz gehandelt werden, im Direktverkauf in der Firmenzentrale in Neuss zum Kauf an. Mit dem Geld sollen unter anderem ein eigener Brunnen und neben einem bestehenden türkischen Hotel weitere Hotels als Direktabnehmer gekauft werden.

Ghiassi war im Februar 2016 als Geschäftsführer der Assigura GmbH zurückgetreten, die ebenfalls wie die Sanura Holding PLC Zweigstelle Düsseldorf ihren Sitz in der Mainstraße 45 in Neuss hatte. Die Assigura GmbH, ein Versicherungsdienstleister, wurde letztes Jahr wegen Vermögenslosigkeit von Amts wegen gelöscht.

Auch die Buchführungsfirma EM Euro Media GmbH aus der Gartenfelder Straße 28 in Berlin-Siemensstadt, bei der Sasan Ghiassi den Geschäftsführerposten im Sommer 2010 aufgab, musste im Jahr 2012 wegen Vermögenslosigkeit von Amts wegen gelöscht werden.

Ebenso gab Ghiassi die Geschäftsführung des Vertriebes der Sanpuro Holding PLC, der Sanpuro Vertrieb GmbH in der Mainstraße 45 in Neuss, im Sommer vorigen Jahres nach sieben Jahren auf.

Unter seiner Regie hatte die Sanpuro Vertrieb GmbH bis 2014 einen Verlust von fast 1 Million Euro aufgebaut. Trotz einer beinahe Verzehnfachung des Umlaufvermögens von rund 36.000 Euro im Jahr 2011 auf rund 336.000 Euro im Jahr 2014 landete das working capital im Jahr 2014 bei rund minus 277.000 Euro und das Eigenkapital bei rund minus 172.000 Euro.

Neuer Vertriebsgeschäftsführer wurde am 7. Juli 2016 der 49jährige Afshin Fashechi aus Orasje in der Förderation von Bosnien und Herzegowina.

Fashechi besitzt in Düsseldorf (Immermannstraße 13) den Kfz.-Handel Palma GmbH, den er im Oktober 2016 gegründet hat. Den Geschäftsführerposten gab er am 17. Mai 2017 ab.

Im März 2017 trat Fashechi als Geschäftsführer einer Sapore Immofinanz GmbH am Vinetaplatz 3 in Berlin Gesundbrunnen zurück. Die Immobilienfirma ist laut einsehbarer Geschäftsberichte seit Jahren bilanziell überschuldet.

Nun sollen Anleger Aktien der Sanpuro Holding PLC aus London kaufen:

Eine Aktie soll 4 Euro kosten. Die Mindestbestellmenge liegt bei 1.000 Stück. Dafür wird den Aktionären eine Jahresrendite von 4,25 bis 6,5 Prozent in Aussicht gestellt. Ein Börsengang werde 2018 angepeilt.

Am Dienstag dieser Woche (11. Juli 2017) stellte das Management die neue Wachstumsstrategie vor.

Sanpuro Holding PLC:

Zitat:


Dazu wurde ein Vertriebs-Konzept entwickelt, das dem Unternehmen weitere Türen zu internationalen Partnern in Russland, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten öffnet und damit das Exportgeschäft weiter ankurbelt.


Am Erfolg dieses Konzepts hat der Nürnberger Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann von der Kanzlei ADWUS Rechtsanwälte erhebliche Zweifel.

Der Jurist ärgert sich nicht nur über eine irreführende Werbung, in der die Sanpuro Holding PLC in der näheren Vergangenheit auf verschiedenen Internetportalen mit einer "sicheren Geldanlage" mit einem Festgeldzins von 7 Prozent pro Jahr geworben hätte, obwohl doch nur vorbörsliche Aktien mit einer möglicherweisen jährlichen Dividendenzahlung zwischen 4,25 und 6,5 Prozent verkauft werden.

Rechtsanwalt Wittmann kann ein "tatsächlich existierendes operatives Geschäft" gar nicht ausmachen und warnt:

Zitat:


Festzustellen ist, dass auf der professionell erstellten Unternehmenswebseite den beworbenen potentiellen Kapitalgebern sprichwörtlich das Blaue vom Himmel erzählt und versprochen wird. Umrahmt von azurnen Hochglanzfotos wimmelt es nur so von inhaltsleeren Schlagworten (Wasser ist Leben, Luxus ist Leichtigkeit, beides zusammen die Premiumwelt der Sanpuro Holding PLC).

Allein, ein tatsächlich existierendes operatives Geschäft ist jedenfalls nach Maßgabe der im Netz verfügbaren Informationen nicht auszumachen, auch real existierende Bezugsquellen für das "Premium-Produkt" scheinen Mangelware. Hingegen wimmelt es hier nur so von sog. Anzeigen-Sonderveröffentlichungen, die insbesondere auch auf den Seiten seriöser Medien oftmals kaum als solche zu identifizieren sind - und in denen statt des Wassers die Sanpuro-Aktie von Direktor Sasan Ghiassi in höchsten Tönen zum Kauf angepriesen wird.


Der Anwalt hält die verlangten 4 Euro pro Aktie für einen möglicherweisen "Fantasiepreis":

Zitat:


Insoweit sollte sich der Interessent für solcherart Angebote die prinzipielle Frage stellen, ob eine ihm versprochene jährliche Verzinsung in Dividendenform nicht möglicherweise auf einem absoluten Fantasiepreis fußt.

Auch die grundsätzliche Fragestellung sollte geprüft werden, ob denn in nennenswertem Umfang überhaupt auf den Märkten eine Bereitschaft dazu da sein könnte, Premiumpreise für mit Sauerstoff angereichertes Wasser (?) zu bezahlen.


Schon 2013 hatte die Sanpuro Holding PLC in einer Pressemitteilung verkündet:

Zitat:


Sanpuro Aktie boomt dank großem Wachstum auf dem Luxusgütermarkt.


Als Referenz nennt Sanpuro lediglich zwei wohl länger zurückliegende Events, wo die Neusser für "exklusive Erfrischung" sorgen durften: das erste Mid-East Economic Forum im Grand Hotel Nürnberg (ohne Veranstaltungsdatum) und am 20. September 2012 die Rendezvous-Party des Yacht Clubs Monaco im Hotel Hermitage in Monte Carlo.

Die neue Wachstumsstrategie beruhe neben der Säule Export der Wasserflaschen auf einer zweiten Säule, dem geplanten Erwerb eines eigenen Mineralbrunnens, und einer dritten Säule, dem Besitz des 5-Sterne-Luxushotels Palmalife Resort & Spa in Bodrum an der westtürkischen Ägäisküste "mit einem Jahresumsatz von 6 Millionen Euro und einem Immobilienwert von 22 Millionen Euro, was die solide Grundlage für das operative Geschäft darstellt", wie es in der Pressemitteilung von dieser Woche zur Wachstumsstrategie heißt. "Denn diese Hotelanlage und solche, die zukünftig erworben werden, fungieren als direkte Abnehmer für das Sanpuro Premiumwasser (Direktvertriebs-Konzept)."

Das bisherige Fazit der ADWUS Rechtsanwälte für den Aktienkauf bei der Sanpuro Holding PLC lautet allerdings:

Zitat:


Das oben aufgeführte Angebot der Sanpuro Holding PLC ist aus Sicht von ADWUS Rechtsanwälten kaum als seriös einzustufen.

Vielmehr halten wir die hier getätigten Werbeaussagen für mindestens grob irreführend. Behauptete Gewinnchancen, laufende Geschäftstätigkeit und angeblich bestehende reale Assets (Quellen, Luxus-Ferienimmobilien) werden nicht ansatzweise durch harte Daten und Fakten belegt.


Interessenten wird dringlich empfohlen, "eventuell bestehende sowie weitergehende Engagements sorgfältigst zu prüfen." Nun denn...

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01. August 16, 02:00:00

"Monaco Fond": Keine Auszahlung mehr von Präsidentin Nicole von Kiwa


Convent Freundlich sahen die Investoren der gebürtigen Russin Nicole Olga von Kiwa (46) aus Buchholz in der Nordheide in Niedersachsen den kleinen Rechtschreibfehler bei ihrem "Monaco Fond" (es fehlt das s hinter Fond) nach.

Immerhin besitze sie laut eigenen Angaben genügend Diamanten, und ihr Ehemann schürfe in Russland Gold, so dass man ihr getrost Summen ab einer halben Million Euro anvertrauen könne, die sie als Präsidentin des "Monoca Fond" und mit ihrer Firma Nicole von Kiwa Capital GmbH (NvK Capital GmbH) aus dem Kaiserkai 1 in der Hamburger Hafencity in ein High Yield Trading Program in Monaco investieren würde, bei dem zunächst 10 Prozent Rendite und später gar 20 Prozent Rendite pro Monat erwirtschaftet werde.

Doch nach zwei Jahren "Monaco Fond" stellt sich nun bei den deutschen und schweizerischen Investoren der Verdacht ein, dass Nicole von Kiwa die zehnprozentigen Monatsauszahlungen nicht wirklich erwirtschaft habe, sondern gemäß dem Ponzi-Schema aus den Einzahlungen der Klienten entnommen habe.

Seit einigen Monaten soll Nicole von Kiwa nicht mehr auszahlen. Ihre Hamburger Firmen NVK Capital GmbH und Depositas GmbH (die angeblich eine BaFin-Erlaubnis gehabt haben soll) werden von ihr seit dem 17. November 2015 (NvK Capital GmbH) und seit 15. März 2016 (Depositas GmbH) liquidiert. Und die Bankauskünfte der Santander Bank in Madrid über jeweils angebliche 300 Millionen Euro der von ihr beherrschten Schweizer Firmen Kazna AG und Clear Energy AG sollen Nachforschungen nicht standgehalten haben. Die angegebenen Bank-Telefonnummern hätten zu gar keiner Bank, sondern zu einer Pizzeria, einem Eiscafe und einer Hotelrezeption geführt.

Und der zur Hälfte an der Depositas GmbH beteiligte und mit von Kiwa in Buchholz lebende Anatoly Tregub (65) betreibt zwar am Kaiserkai 1 im Regus Center eine AT Business Haus GmbH. Doch dieser Einzelhandel mit Uhren und Schmuck und Großhandel mit Nichteisen-Metallen hat seit Gründung am 8. Januar 2009 keine einzige Bilanz veröffentlicht.

Das berichtete gestern ein Rechercheteam eines Schweizer Investors dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net, der mit anderen Investoren um seine Einlagen beim "Monaco Fond" fürchten würde.

Nicole von Kiwa nahm dazu heute gegenüber GoMoPa.net wie folgt Stellung:

Zitat:


Hiermit möchte ich Sie informieren, dass der gesamte Bericht eine gesamte Lüge ist von einem ehemaligen Schweizer Mitarbeiter, den ich gekündigt habe. Als erstes sollte man berücksichtigen das ich keinen einzigen Schweizer Kunden habe oder hatte. Aus diesem Grunde macht das Argument, dass die Informationen von einem Kunden kommen, absolut keinen Sinn.

Ebenfalls hatte kein Klient von mir je einen Persoanlausweis. Ebenfalls hat kein Kunde jemals die Informationen über andere Geschäfte wie beispielsweise mit der Satander Bank. Aus diesem Grunde bitte ich Sie, mit sofortiger Wirkung diesen rufschädigenden Bericht aus dem Netz zu nehmen, beziehungsweise nennen Sie den Namen des "Kunden", sodass ich dementsprechend die Argumente entkräften kann.


Die Nachforschungen durch das von Investoren beauftragte Privatermittlungs-Team ergaben folgendes Bild:

Seit mehreren Jahren schon soll Nicole von Kiwa über ihre Firma NvK Capital GmbH in Hamburg Kundengelder in Millionenhöhe einsammeln. Über die dazu erforderliche Erlaubnis für das Einlagengeschäft beziehungsweise der Publikumseinlagen oder Finanztransaktionen durch die hierfür zuständigen Finanzaufsichtsbehörden wie zum Beispiel der BaFin in Bonn oder FINMA in Bern in der Schweiz verfüge sie nicht. Nicole von Kiwa handele damit illegal und verweise allzu neugierige Kunden in ihrem Temporär-Office (Regus-Businesscenter) in Hamburg schon mal gelegentlich des Hauses.

Die Kunden würden von Nicole von Kiwa im Beratungsgespräch regelrecht angelogen werden, was die Frage nach der erforderlichen BaFin-Zulassung betrifft. Von Kiwa soll den den gutgläubigen Kunden erzählen, sie besitze die notwendige Genehmigung zum Geld einsammeln schon automatisch deshalb, weil sie ein Security House, die DEPOSITAS GmbH, Hamburg, Kaiserkai 1, Regus Hamburg Hafencity, 20457 Hamburg betreibe.

In den letzten Monaten sollen jedoch sowohl die NvK Capital GmbH als auch die DEPOSITAS GmbH liquidiert worden sein.

Von Kiwa soll mit zahlreichen Kunden als Initiatorin einen Investmentvertrag "INVESTMENTFOND 'FOND' MONACO" unterzeichnet haben und soll den Kunden versprochen haben, dass der Einlagebetrag von zum Beispiel 500.000 Euro in Kooperation mit ihrem "Trader", der in Monaco ansässig sei und den sie sehr gut kenne, auf 10 Millionen Euro gehebelt werde.

Aus der gehebelten Summe von 10 Millionen Euro soll der Kunde dann monatlich 20 Prozent Rendite, also 2 Millionen Euro erhalten. Bis Nicole von Kiwa genug Kundengelder zum "hebeln" eingesammelt hat, wollte sie monatlich für die Wartezeit 10 Prozent Grundrendite auf den Einlagebetrag auszahlen, was in diesem Beispiel monatlich 50.000 Euro Grundrendite entspricht.

Seit einigen Monaten soll Nicole von Kiwa allerdings keine Grundrendite mehr auszahlen und weigere sich auch, den verärgerten Kunden die Einlagengelder zurückzuzahlen, berichtet ein deutsches Rechercheteam, das von einem Schweizer Investor beauftragt wurde, gegenüber GoMoPa.net.

Auch würde sie immer wieder auf die Sicherheiten in Form von Edelsteinen und Edelmetallen, die sie für die Geldeinzahlungen der Investoren hinterlegt habe. Diese mutmaßlichen Scheinsicherheiten nützen jedoch dem Kunden nichts, da für diese Edelsteine erst jemand gefunden werden müsste, der bereit ist, diese zu kaufen.

Ein Investor kommentierte gegenüber GoMoPa.net:

Zitat:


Vermutlich haben Becken- bzw. Toilettensteine einen höheren Marktwert als von Kiwas Gamsbartsicherheiten, die man sich bestenfalls an den Hut stecken kann.


Von Kiwa soll die Kunden mit ständig neuen Ausreden zu den längst überfälligen Renditeauszahlungen aus ihrem "Monaco Fond" hinhalten. Wohlwissend, dass von Kiwa keinerlei Kapitalanlage- oder Bankengeschäfte tätigen dürfe und die Finanzaufsichtsbehörden ihr möglicherweise schon auf den Fersen sind, verlagerte sie ihre mutmaßlich unerlaubten Finanz- und Bankengeschäfte zusehends nach Monaco und Gibraltar, in der irrigen Annahme, dass die Finanzaufsichtsbehörde in Deutschland oder der Schweiz ihr dann nichts anhaben könnten. Jedoch würde das nichts nützen, da zahlreiche Kunden ihren Wohnsitz in Deutschland und der Schweiz haben. Schon aus diesem Grunde bleibt die Zuständigkeit durch die BaFin beziehungsweise FINMA gegeben, selbst dann, wie das Rechercheteam feststellte, "wenn die bisweilen sehr arrogant auftretende Nicole von Kiwa ihre Geschäftstätigkeit an den Nordpol oder ihrem Herkunftsland Russland, wo ihr Ehemann angeblich Gold schürfen soll, verlagern sollte."

Für die in Hamburg lebende Nicole von Kiwa wird es sehr eng. Nach Kundeninformationen soll von Kiwa aus "steuertechnischen und anderweitigen rechtlichen Gründen" ihren Wohnsitz nach Monaco verlegt haben. Das Dumme sei nur, dass ihr Lebensmittelpunkt sich immer noch in 21244 Buchholz, Im Winkel 9, und in Hamburg Hafen City, Am Kaiserkai 1, abspielen soll. Und sie könne auch nicht glauhaft nachweisen, dass sie überwiegend in Monaco oder Gibraltar lebt.

Alles deutet darauf hin, dass der vor über 2 Jahren von Nicole von Kiwa inszenierte "Monaco-Fond" ein Ponzi-Scheme ist und sie lediglich solange eine "Schneeballrendite" an die Altkunden auszahlen konnte, solange Neukunden frisches Geld in die Kassen der von Kiwa einzahlten. Zu keinem Zeitpunkt habe Nicole von Kiwa jemals nachgewiesen, dass die von ihr ausbezahlte Grundrendite (monatlich 10 Prozent auf das von den Kunden einbezahlte Einlagenkapital) tatsächlich aus einem reellen Investment generiert wurde.

Das Rechercheteam des Schweizer Investors kommentiert:

Zitat:


Aber wer weiß, vielleicht erwirtschaftete von Kiwa in der Vergangenheit die Schneeballrendite, die sie an ihre Kunden ausbezahlt hatte, im Spielcasino in Monte Carlo. Anzutreffen ist sie zumindest hin und wieder in Monaco.


Kunden werden angeblich aufgefordert, sich bei der Neuseeland-Bank (Servicegesellschaft) von Nicole von Kiwa ein Konto einzurichten.

Seit 2 Monaten soll nun Nicole von Kiwa versuchen, die wartenden und mittlerweile wohl zurecht verärgerten Kunden dahingehend zu motivieren und anzustiften, dass diese sich für die zukünftigen Renditeauszahlungen ein Konto in Neuseeland einrichten sollen. Dazu würde Nicole von Kiwa einen Zahlungsdienstleister anbieten - die Firma COMMERZBRIDGE LIMITED in Neuseeland, eingetragen am 3. Juni 2016. Selbstverständlich soll diese Offshorefirma wie auch andere Briefkastenfirmen von Nicole von Kiwa beherrscht werden, wofür sie dann jeweils Strohleute einsetzen soll, um nicht unnötigerweise selbst in Erscheinung treten zu müssen, haben die Privatermittler herausgefunden.

Wenn dann weitestgehend alle Kunden bei der COMMERZBRIDGE LIMITED ein Konto erhalten hätten, sei es dann soweit, dass Nicole von Kiwa die erste seit über 2 Jahren längst überfällige Regelauszahlung aus ihrem Monaco-Fond vornehmen wolle. Die Kontoführung in Neuseeland sei auch deshalb für die Kunden gut, da dort nicht so strenge Bankenaufsichtsregeln vorherrschen wie in Deutschland und Europa.

Ein Privatermittler kommentiert:

Zitat:


Für Nicole von Kiwa ist aber sicherlich der Hauptgrund eher darin zu sehen, dass sie ihre illegale Finanzgeschäftigkeit noch besser verschleiern kann.


Übrigens soll hinter der von Nicole von Kiwa etablierten Offshorefirma COMMERZEBRIDGE LIMITED in Neuseeland eine namhafte Bank im Fürstentum Liechtenstein agieren. Nicole von Kiwa habe in der Vergangenheit öffters mal durchblicken lassen, das sie eine eigene Bank etablieren möchte.

Ein Privatermittler kommentiert:

Zitat:


Nun denn, warten wir mal ab, inwieweit die FMA Finanzmarktaufsicht Liechtenstein in Vaduz der designierten neuen Bankerin Nicole von Kiwa die dementsprechende Erlaubnis für ihre Publikumseinlagen und Transaktionsgeschäfte erteilen oder ihre dubiosen Finanzgeschäfte verbieten wird. Es ist auch kaum vorstellbar, dass eine Bank in Liechtenstein die ominösen Geschäftspraktiken der Frau von Kiwa unterstützen wird. Das Fürstentum Liechtenstein hat sicherlich auch kein Interesse, in einen Finanzskandal mit Nicole von Kiwa verwickelt zu werden.


Damit ihr mutmaßliches Ponzi-Scheme nicht ganz aus den Fugen gerate, habe sich Nicole von Kiwa ein weiteres "Meisterstück" ausgedacht.

Zusammen mit ihren mutmaßlich zwielichtigen Geschäftspartnern soll Nicole von Kiwa seit Herbst 2015 mit ihrer in der Schweiz domizilierten KAZNA AG und einer Clear Energy AG, die jeweils ein Kontoguthaben in der Größenordnung von 300 Millionen Euro bei der Santander Bank in Madrid besitzen sollen, versuchen, in ein Hochzinsertragsprogramm zu kommen, um damit die längst überfälligen Renditen für ihren scheinbar vermasselten "Monaco-Fond" zu erwirtschaften und an die mittlerweile sehr aufgebrachten Kunden auszuzahlen.

Damit soll auch weiter verhindert werden, dass die einst gutgläubigen Kunden nicht weiter in dem scheinbar dreckigen Finanzsumpf der de facto in Hamburg leben sollenden Nicole von Kiwa herumstöbern.

Aber die Rechnung gehe laut dem Privatermittler-Team für Nicole von Kiwa nicht auf. Ein mutmaßlicher Schwindel mit dem angeblichen Kontoguthaben und von Nicole von Kiwa beherrschten Bankkonten bei der Bank Santander in Madrid sei relativ schnell entlarvt worden.

Ein Privatermittler resümiert:

Zitat:


Die von Frau von Kiwa an zahlreich in der Finanzbranche tätigen Unternehmen gestreuten Bankdokumente und Dubletten erwiesen sich allesamt als Fake! Selbst die Bankadresse auf dem Bankbriefbogen war falsch.

Bei den verschiedentlich angegeben Banktelefonnummern landete man in einer Pizzeria, Eiscafe, Hotelreception et cetera, aber niemals bei einer Bank. Frau von Kiwa konnte zu keinem Zeitpunkt einen glaubhaften Nachweis über die angeblich ehrlich erwirtschafteten Geldmittel von 2 x 300 Millionen erbringen, die unter ihrer oder der ihrer Geschäftspartner stehenden Verfügungsgewalt bei der Bank Santander in Madrid "gebunkert" sein sollen.

Der Schweizer Investor habe die Finanzaufsichtsbehörden in Deutschland und der Schweiz sowie die Polizei benachrichtigt, heißt es. Nun denn...

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01. August 15, 02:00:00

GoMoPa wird erpresst - Erpresser nennt sich: Dein bester Freund


So einen Fall mussten die Ermittler des Landeskriminalamtes 245 - Cybercrime im engeren Sinne - aus Berlin Schöneberg wohl noch nie bearbeiten.

Seit drei Monaten werden die Mitarbeiter des Finanznachrichtendienstes GoMoPa.net ausspioniert, in anonymen E-Mails zur Kündigung aufgefordert, wobei der oder die Täter nicht vor Morddrohungen und Ankündigung von Kindesentführungen zurückschrecken.

Seit zwei Wochen können Mitarbeiter einer Schwesternfirma nicht mehr zur Arbeit gehen. Bei einem Einbruch wurden am Samstagabend des 11. Juli 2015 die angemieteten Büroräume in Berlin Kreuzberg verwüstet. Das IT-Backend wurde zerstört. GoMoPa.net konnte darum 14 Tage lang keine Newsletter versenden.

Außerdem entwendeten die unbekannten Einbrecher Personalakten und 12 große Kartons mit Geschäftsunterlagen.

Und das alles, weil GoMoPa.net nicht die Forderung eines anonymen Erpressers erfüllte. Er nennt sich "Dein bester Freund" und verlangte in einer E-Mail an GoMoPa-Chef Klaus Maurischat am 13. Juni 2015 (Fehler im Original belassen):

Zitat:

Zitat:


Du hast jetzt 24 Stunden Zeit alle Berichte [...] zu löschen.

[...]

Tust Du es nicht wird es sehr, sehr weh tun.

[..]

Und es gilt auch für Deine fleissigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

[...] Liebe Grüße Dein bester Freund

Zitat Ende.

Einen Tag zuvor wurde GoMoPa-CEO Klaus Maurischat in seiner Ferienwohnung in Niedersachsen von zwei Schlägern angegriffen und verletzt.

Drei Wochen später, am 4. Juli 2015 wurde ein freier Redakteur GoMoPas vor seiner Wohnung in Berlin Schöneberg von einem Unbekannten, der sich zuvor nach dem Namen des Redakteurs erkundigte, mit einem Elektroschocker massakriert. Als Nachbarn zu Hilfe eilten, flüchtete der Täter.

Das LKA Berlin geht verschiedenen Spuren nach, die bis zurück in das Frühjahr diesen Jahres führen. Die Polizei Verden ermittelt in diesem Zusammenhang wegen schwerer Körperverletzung.

Der oder die Täter hatten möglicherweise einen Helfer aus den eigenen Reihen des Finanznachrichtendienstes oder angeschlossener GoMoPa-Firmen.

Am 1. April 2015 war ein Datendiebstahl innerhalb der Räumlichkeiten der freien Mitarbeiter in Berlin entdeckt und angezeigt worden. Bei näherer Untersuchung kam heraus, dass der oder die Täter mehrere Nächte lang in den Räumen war und sogar Schlüsselgewalt innehatte.

Am 11. Mai 2015 starteten Verleumdungen gegen einzelne Mitarbeiter im Internet.

Am 31. Mai 2015 begann eine Serie von Hacker angriffen gegen die Server GoMoPa.nets, in denen mal das Impressum manipuliert wurde oder etliche Artikel gelöscht wurden.

Nachdem das aber alles nicht fruchtete, griff der oder die Täter zu einer weiteren, kriminellen Ungeheuerlichkeit.

Am 24. Juni 2015 wurde von einem oder mehreren Hackern kinderpornografisches Material auf die GoMoPa-Server gespielt.

GoMoPa-CEO Klaus Maurischat wurde auf einem anonymen Internetblog als Kinderficker bezeichnet. Zeitgleich hängte der oder die Hacker an verschiedene Fotos in GoMoPa-Artikeln kinderpornografische Aufnahmen an.

Wenn man einen Artikel von GoMoPa.net aufrief und auf ein Bild in diesem Artikel klickte, sah man plötzlich Sexszenen mit asiatischen Kindern.

Allein schon, dass der oder die Angreifer überhaupt im Besitz von Kinderpornografie ist, zeigt die tiefe kriminelle Gesinnung der Täter. Zugleich bewiesen die Täter ein eiskaltes Kalkül. Sie zeigten GoMoPa.net anonym bei einer amerikanischen Aufsichtsbehörde an, damit diese daraus schließen könne, dass GoMoPa tatsächlich an der Verbreitung von Kinderpornografie beteiligt ist.

GoMoPa.net nahm alle Dateianhänge vom Netz und brauchte mehrere Tage um sämtliche Artikelfotos von dem Schmutz-Material zu säubern.

Die Polizei Berlin ermittelt gegen den oder die Hacker wegen Verbreitung von Kinderpornografie.

Aber nachdem nun auch dieser perverse Angriff auf GoMoPa.net zu keinem Erpressungsziel führte, machte "Dein bester Freund" seine Drohungen war und schüchterte reihum die GoMoPa-Mitarbeiter ein.

Sämtliche Mitarbeiter wurden aufgrund der gestohlenen Daten ausfindig gemacht und beschattet. Per anonymer E-Mails wurden sie zur Kündigung aufgefordert und Familienangehörige bedroht.

Mal beinhalteten die E-Mails ein "Dankeschön" für Verrat von Interna und die Aufforderung, noch mehr preiszugeben, obwohl der Mitarbeiter nichts verraten hatte.

Ein anderer Mitarbeiter bekam eine Bestechungs-Mail: Es würden 100.000 US-Dollar Belohnung bereitliegen, die könne man sich verdienen, wenn man helfe, GoMoPa.net plattzumachen.

Aber auch vor Frauen und Kindern machten die Gangster nicht halt. Einer Mitarbeiterin schrieben sie: "U are the next" (Du bist die nächste).

Einem Familienvater drohten sie: Die Kündigungsfrist laufe ab, es sei besser für dessen Sohn (es folgte der korrekte Name des Kindes). Dem Vater wurde mit der Entführung seines Sohnes gedroht.

Ein Pflegevater wurde anonym beim zuständigen Jugendamt verunglimpft, er würde sein Kind sexuell missbrauchen, verprügeln und hungern lassen.

Es war die Taktik, wie man sie nur aus einer psychologischen Kriegsführung kennt. Gepaart mit neuerlicher Gewalt.

Am Freitagnachmittag des 10. Juli 20015 tauchten Berufsschläger während der Arbeitszeit der Redakteure in Berlin Kreuzberg auf.
Das Bild aus der Überwachungskamera zeigt die zwei<br /> Berufsschläger am 10. Juli 2015, kurz bevor<br /> sie den Hausmeister attackierten
Das Bild aus der Überwachungskamera zeigt die zwei
Berufsschläger am 10. Juli 2015, kurz bevor
sie den Hausmeister attackierten


Zwei Männer wollten sich Zutritt zu den Büroräumen verschaffen. Als sie von einem Hausmeister nach Ausweisen gefragt wurden, wandten sie diesem gegenüber Gewalt an und flüchteten.

Am darauffolgenden Samstag wurde sodann eingebrochen. Es wurde Kommunikationstechnik zerstört und Kistenweise Aktenordner gestohlen.

Einen Tag später, am 12. Juli 2015, ging eine Morddrohung bei GoMoPa.net ein. Am 15. Juli 2015 verlangte der Erpresser "Dein bester Freund" die Zahlung von 5 Millionen Euro.

GoMoPa-Chef Maurischat: "An dieser Stelle richten wir den Verbrechern gern aus, dass sie außer korrekt verbuchte Rechnungen und Verträge in den gestohlenen Unterlagen weder Hinweise auf Schwarzgeld oder Steuerhinterziehung - noch Hinweise finden werden, die auf Nötigung oder gar Erpressung schließen lassen! Kurzum: Nichts, was einen Staatsanwalt interessieren könnte, ist darunter."

Maurischat weiter: "Wir wissen, aus welcher Richtung unsere Feinde kommen. Es sind ausnahmslos feige Lügner, Denunzianten und Erpresser. Ob diese Gruppe der organisierten Kriminalität zuzuordnen ist, das wissen wir nicht - nehmen es aber an".

GoMoPa hat sich, aufgrund der geschilderten Vorfälle dazu entschlossen, die Domain einschließlich des kompletten Contents sowie die GoMoPa-Markenrechte meistbietend zu verkaufen.

Interesse? Nehmen Sie mit uns unter Management@gomopa.net Kontakt auf. Bedenken Sie bitte, dass 40 Prozent der Informationen momentan nicht freigeschaltet sind. Nun denn...

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01. August 14, 02:00:00

DSS Vermögensverwaltung AG: Probleme mit der 100 % Kapitalgarantie?


Convent Das Emissionshaus DSS Vermögensverwaltung AG aus der Ottobrunner Straße 55 in München hat seit ihrer Gründung im Jahr 2002 bis zum Jahr 2008 sechs geschlossene Vermögensverwaltungsfonds aufgelegt, wobei DSS für die Sachwertspezialisten steht. Ihr letzter Fonds, die Die VentaPlan-Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. KG, wurde am 12. Juni 2008 in das Handelsregister eingetragen. Investment: Handel mit Futures über Hedgefonds.

Kommanditisten müssen die Zeichnungssumme nicht mit einem Schlag auf den Tisch legen, sondern können das Geld in Monatsraten einzahlen. Die Laufzeiten variieren bei der DSS Vermögensverwaltung zwischen 5 und 30 Jahren. Angst bräuchten die Anleger um ihr Kapital nicht zu haben, wird dabei den Anlegern suggeriert.

Der auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Anwalt Robert Nebel, M.A. Licenciado en Derecho aus Bergen in Oberbayern beobachtet das Emissionshaus schon seit längerem.

Convent Rechtsanwalt Robert Nebel, M.A. Licenciado en Derecho aus Bergen in Bayern© Robert Nebel Ihm fiel dabei auf, dass die DSS Vermögensverwaltung AG beim Vertrieb ihrer Fonds immer wieder mit dem Versprechen einer Kapitalgarantie arbeitet, wie er heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net sagte.

Dieses Versprechen mag, so Anwalt Nebel, gegenüber Banken eingehalten werden, die das Geschäft der Kommanditgesellschaften mit Krediten hebeln, aber für Anleger hält der Anwalt die Kapitalgarantie für ausgeschlossen. Rechtsanwalt Nebel führt dazu aus:

Zitat:


Die DSS Vermögensverwaltung AG hat in der Vergangenheit eine Vielzahl von Kommanditgesellschaften gegründet und Anleger mit einer angeblichen "Kapitalgarantie" geködert.

Die hier vorliegenden Vertriebsunterlagen belegen, dass auch bei der VentaPlan-Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. KG mit einer "100 % Kapitalgarantie" geworben wurde.

Der Anleger wird jedoch bei Beendigung seines Beteiligungsvertrages lediglich auf sein Auseinandersetzungsguthaben verwiesen.

Knackpunkt ist hier der hohe Kostenanteil (Provisionen, Marketing, Management). Aus diesem Grunde nutzt die sogenannte Kapitalgarantie dem Anleger letztlich nichts. Aufgrund des hohen Kostenanteils müsste die Anlagegesellschaft extrem hohe Renditen erwirtschaften, um in die Gewinnzone zu gelangen.

Dies ist ein Umstand, über den regelmäßig nicht aufgeklärt wird.


GoMoPa.net: Wie hoch ist denn das Auseinandersetzungsguthaben nach ihren Erfahrungen in Wirklichkeit?

Rechtsanwalt Nebel: "Bei der DSS Vermögensverwaltung AG betragen die Auseinandersetzungsguthaben maximal 30 Prozent der eingezahlten Gelder. Wir haben es auch schon erlebt, dass wir im negativen Bereich sind. Da ist die Nachschusspflicht ausgeschlossen. Das heißt, man landet dann eben bei null, hat aber trotzdem den Totalverlust zu verzeichnen. Das ist im Prinzip, was den Anlegern bei der DSS Vermögensverwaltung AG blüht. Wenn Sie also 10.000 Euro einzahlen, sehen Sie im best case, also im besten Fall, 30 Prozent davon wieder."

GoMoPa.net: Gilt das für alle Fonds der DSS Vermögensverwaltung AG?

Rechtsanwalt Nebel: "Ja, im Prinzip folgen die sechs Fonds alle demselben Strickmuster. Man hat sich im Gesellschaftervertrag orientiert an den Gesamtzeichnungssummen erhebliche Bezüge fürs Management und Provisionen ausbedungen. Dadurch fließt viel Kapital in den Anfangsjahren ab. Das sind meistens Ratensparverträge bis zu 30 Jahren Laufzeit."

GoMoPa.net: Dann sind die ja nicht besser als Lebensversicherungen, die 30 Prozent in den ersten drei Jahren kassieren.

Rechtsanwalt Nebel: "Schlimmer. Es gibt Beteiligungsverträge, die 5, aber auch 30 Jahre laufen, wo das erste Mal ein Kündigungsrecht besteht. Wenn Sie also 2005 abgeschlossen haben, dann kriegen Sie 2036 das Auseinandersetzungsguthaben, wenn es die Gesellschaft dann überhaupt noch gibt. Aus einem Lebensversicherungsvertrag kommen Sie ja zumindest noch raus, wenn Sie wollen, wenn auch mit Verlust in den ersten drei Jahren."

GoMoPa.net: Aber Weichkosten von 20 Prozent sind doch eine übliche Fondsgeschichte.

Rechtsanwalt Nebel: "Ja, das stimmt. Das Problem ist hier aber, dass diese Fonds-Kosten an der Gesamtzeichnungssumme orientiert sind und nicht an dem, was die Anleger in Raten tatsächlich einzahlen. Da gibt es zwar einen pro forma Liquiditätsvorbehalt, wie er vom Management so schön genannt wird, aber der bringt dem Anleger nur theoretisch was. Das sieht man an den Geschäftsberichten.

Dazu kommt bei den meisten KGs noch ein Leverage, also ein Hebel mit Fremdkapital. Das Geld, was tatsächlich zu Investitionszwecken verwendet wird, da gibt es zwar vom Investmentdokument abhängige Lebensversicherungspolicen, die mit entsprechender Kapitalgarantie ausgestattet sind, aber es gibt natürlich, wenn Sie eine Fremdfinanzierung haben, den Sofortfälligkeitsfall für die Banken, wenn das Eigenkapital im Verhältnis zum Kredit unter ein bestimmtes Level fällt. Und auch die Gründungsgesellschafter haben sich durch den Gesellschaftervertrag abgesichert. Aber das der Anleger von der Kapitalgarantie profitieren kann, halte ich für ausgeschlossen."

Dass die DSS Vermögensverwaltung AG möglicherweise Probleme mit der "100 % Kapitalgarantie" hat, zeigt sich an einem Vorgängerfonds der VentaPlan-Vermögensverwaltung Aktiengesellschaft & Co. KG.

Rechtsanwalt Nebel teilt dazu mit:

Zitat:


Seit August 2013 versendet die DSS Vermögensverwaltung AG & Co. Premium KG Mitteilungen an Anleger mit monatlichen Entnahmen.

Im Schreiben heißt es:

"Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung zum 31. Dezember 2012 haben wir zu Ihrem Vertrag einen negativen Kapitalanteil in Höhe von ... EUR festgestellt.

[...]

Die Geschäftsleitung hat daher beschlossen, Ihre Entnahmen als Gesellschafter gemäß des Gesellschaftsvertrages auszusetzen."


Aber auch bei den neuen Produkten ab 2009 kann von einer Sicherheit des Kapitals keine Rede sein.

Rechtsanwalt Nebel führt dazu aus:

Zitat:


Nachdem ich bereits über Beteiligungen der DSS Vermögensverwaltung AG berichtet habe, möchte ich nun Ihre Aufmerksamkeit auf ein neues Produkt aus diesem Umfeld lenken:

Es handelt sich dabei um Beteiligungen der Premium Group Vermögensverwaltung AG.

Diese wurde im Jahr 2009 gegründet. Geschäftsadresse ist auch hier die Ottobrunner Str. 55 in München. Auch die beteiligten Personen kommen mir sehr bekannt vor: Vorstandsmitglieder sind Frau Ida Klinger und Herr Wilhelm Retzer.

Nachdem die DSS Vermögensverwaltung einen sehr zweifelhaften Ruf genießt, ist man offensichtlich dazu übergangen gegangen, dem Kind einen neuen Namen zu geben und einen Neustart zu versuchen.

Ähnlich wie bei der DSS Vermögensverwaltung AG wurden verschiedene Kommanditgesellschaften gegründet. Die Premium Group Vermögensverwaltung AG ist an folgenden Gesellschaften beteiligt:

- Premium Group Vermögensverwaltung AG & Co. KG 1

- Premium Group Vermögensverwaltung AG & Co. KG 2

- Premium Group Vermögensverwaltung AG & Co. KG 3

Hiervon ist laut Handelsregister nur noch die Premium Group Vermögensverwaltung AG & Co. KG 1 aktiv.

Diese bietet laut Emissionsprospekt so genannte Nachrangdarlehen an. Dies sind Darlehen des Anlegers an die Anlagegesellschaft, die mit einem festen Zinssatz vergütet werden. Die Laufzeit der Darlehen ist bis 31. Dezember 2018 begrenzt.

Problem dieser Kapitalanlage ist die so genannte Nachrangigkeit. Der Anleger erhält keine Unternehmensbeteiligung, sondern nur eine Forderung gegen die Anlagegesellschaft. Diese Forderung (gerichtet auf Tilgung der Darlehenssumme) fällt in die Insolvenzmasse und wird nach den Bedingungen des Darlehensvertrages nachrangig bedient.

Dies bedeutet, dass die übrigen Gläubiger der Anlagegesellschaft vorrangig bedient werden.

Im Prinzip droht hier dem Anleger dasselbe Schicksal wie den PROKON-Anlegern: Er kann nur hoffen, dass im Falle einer Insolvenz genügend Masse übrig bleibt, um auch seine nachrangige Forderung zu bedienen. Hierauf besteht im Falle von PROKON noch Aussicht, da insoweit Vermögenswerte (Windkraftanlagen) vorhanden sind.

Bei der Premium Group AG & Co. KG 1 dürfte dies eher nicht der Fall sein. Anlegern droht daher der Totalverlust.


GoMoPa.net: Gibt es die Möglichkeit eines vorzeitigen Ausstiegs aus der Anlage?

Rechtsanwalt Nebel: "Ja, man kann mit einem Widerruf arbeiten. Es gibt ein außerordentliches Kündigungsrechts wegen überlanger Vertragslaufzeit. Das Problem ist allerdings, dass ich auch nur das Auseinandersetzungsguthaben bekomme. Das ist meistens, nachdem, was ich bisher weiß, keine attraktive Option. Eine andere Option wäre, die Gründungsgesellschafter wegen ihrer Haftung in Regress zu nehmen und Schadensersatz zu fordern."

GoMoPa.net: Herr Nebel, wir danken für das Interview. Nun denn...

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» Kapitalanlage

 

01. August 13, 02:00:00

Gibraltar - die legale EU-Steuerfluchtinsel


Convent
Ein Berberaffe thront über der Straße von Gibraltar © Eike Mrugalla
Auf der sechseinhalb Quadratkilometer großen Mittelmeer-Halbinsel Gibraltar mit 300 Sonnentagen im Jahr am Ende des spanischen Festlandes kurz vor Afrika fühlt sich nicht nur die einzige frei lebende Affenherde Europas wohl.

Das seit dem Vertrag von Utrecht im Jahre 1713 völlig selbständige Überseegebiet der englischen Königin ist auch ein ganz legales Steuerparadies für Millionäre, Fondsgründer, anonyme Firmen mit Stellvertreter-Direktoren und einer großen Online-Casino-Industrie. Die Straße von Gibraltar ist zugleich ein steuersparender Umschlagplatz von Schiffsladungen aller Art. Die großen Reedereien der Tank- und Containerschiffe lassen ihre Besatzungen extra nach Gibraltar einfliegen und betanken dort günstiger als anderswo ihre Schiffe, weil das Schweröl gegenüber Amsterdam und Rotterdam steuerlich begünstigt ist.

Als Antwort auf einen bösen Mahnbrief des britischen Premierministers David Cameron (46) im Mai 2013 an Gibraltar mit der Aufforderung, das fiskalisch autonome Territorium (Britannien befehligt nur Armee und Polizei und vertritt Gibraltar lediglich außenpolitisch) möge sich doch gefälligst an einer Aktion aller Gebiete der Krone beteiligen und "erschütternde" Steuerverluste "in unserem Haus" nicht mehr zulassen, lud Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo (40) vergangene Woche ein paar superreiche Hedgefondsmanager aus dem feinen Londoner Stadtbezirken Mayfair und Knightsbridge zu einer Promotion-Party in die Merchant Taylors Hall auf Gibraltar ein, um ihnen einen Umzug in sein ganz legales Steuerparadies erst Recht schmackhaft zu machen.

Bei Schwarztee und Lunch stellte der Mann aus dem prunkvollen Governor House 6 Convent Place auf Gibraltar, dem Gegenstück zur 10 Downing Street in London, klar: Gibraltar ist das einzige Überseegebiet der englischen Krone mit einer EU-Mitgliedschaft. Das heißt: Trotz drastischer Steuervorteile unterwirft sich Gibraltar zugleich allen EU-Richtlinien zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Mit Deutschland existiert seit 2009 ein Steuerauskunftsabkommen, das schon bei Verdacht auf einfache Steuerhinterziehung Gibraltar zur Auskunft über Konten gegenüber deutschen Steuerfahndern verpflichtet.

Picardo sagte, Gibraltar erfülle alle EU-Verordnungen und "will nicht mit Geld, das aus Steuerhinterziehung, Betrug, Geldwäsche oder aus einer anderen Quelle, die nicht absolut akzeptabel ist, stammt, zugeordnet werden".

Den Begriff Steueroase lehnt Picardo ab. Bei ihm könne man doch schließlich ganz legal Steuern sparen und allein schon deshalb viel billiger arbeiten als anderswo in der EU, weil auf Gibraltar auf Waren und Dienstleistungen gar keine Mehrwertsteuern erhoben werden.

Grenze von Spanien nach Gibraltar © Eike Mrugalla
Grenze von Spanien nach Gibraltar © Eike Mrugalla
Diese Null-Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) bedeutet zum Beispiel, dass die Hedgefonds Anwälte und Wirtschaftsprüfer für mindestens 20 Prozent weniger engagieren können, als sie in London belastet werden würden. Oder in Deutschland mit 19 Prozent Mehrwertsteuer. Auf Gibraltar nennt man das Low-Cost-Effizienz.

Picardo: "Am Ende des Tages ist es im Interesse der Aktionäre, dass Hedge-Fonds ihre Einnahmen maximieren."

Keine Steuern auf Gewinne außerhalb Gibraltars

Picardo: "Die Gewinne von jeder Filiale oder Betriebsstätte der Investment-Manager sind nicht steuerpflichtig auf Gibraltar, in dem Maße, dass diese Tätigkeiten außerhalb Gibraltars durchgeführt werden."

Nur auf Aktivitäten, die auf dem Felsen unternommen werden, wird eine Körperschaftssteuer von 10 Prozent erhoben. Zum Vergleich: Großbritannien erhebt eine Körperschaftssteuer von 24 Prozent, Deutschland 15 Prozent plus Gewerbesteuer nach lokalen Hebesätzen. Somit beträgt die Unternehmenssteuer (auch für Beteiligungserlöse) in Deutschland rund 30 Prozent.

Privat-Millionäre mit Sonderstatus zahlen nur eine jährliche Steuerpauschale von 35.300 Euro.

Den Hedgefonds-Managern wurde zusätzlich gesagt, dass sie auch als Privatpersonen ihre Einkommensteuer-Rechnung noch weiter reduzieren können, wenn sie sich auf Gibraltar als "High Exekutive mit besonderen Fähigkeiten" anmelden. Dann werde ihnen ein steuerlicher Sonderstatus gewährt.

Die individuelle Steuerschuld werde mit einer jährlichen Steuerpauschale von 30.000 Britischen Pfund (35.300 Euro) abgegolten, egal, wie viel sie tatsächlich verdienen.

Convent
Der Marktplatz von Gibraltar © Eike Mrugalla
Alles, was dafür nötig ist, ist der Gesamtnachweis des Vermögens (Assets im Wert von mindestens 2 Millionen Pfund, rund 2,4 Millionen Euro), eines Wohnsitzes auf Gibraltar (Miete oder Kauf) und ein Aufenthalt von 30 Tagen jährlich.

Philip van den Berg, Geschäftsführer der Taler Asset Management, sagte, dass er beschloss, den Sitz nach 13 Jahren von London an den Felsen zu verlegen, weil "Gibraltar das Beste für Steuer und Compliance mit Vorschriften ist. Ich werde in den Urlaub nach Spanien gehen. Und eines Tages, denke ich, könnte ich auch hier leben. Ich mag es. Und es ist billiger."

Alle Einwohner auf Gibraltar zahlen als Sozialabgabe pro Familie eine Monatspauschale. Im Gegensatz zu Großbritannien, wo zum Beispiel bei einem wöchentlichen Einkommen von über 797 Pfund (rund 936 Euro) 14 Prozent an die nationale Sozialversicherung abzuführen sind, zahlt eine Familie auf Gibraltar nur eine Monatspauschale in Höhe von 120 Pfund (rund 141 Euro).

Gibraltars Regierungschef war nicht in der Lage zu sagen, wie viele Hedge-Fonds-Manager schon einen privaten Sonderstatus als "High Executives" auf Gibraltar haben.

Aber die Zahl der angesiedelten Hedgefonds auf der Halbinsel ist von 20 im Jahre 2006 auf jetzt 150 angewachsen. Die Geschäftsführer dieser Fonds verwalten Vermögenswerte in Höhe von 3 Milliarden Britischen Pfund (rund 3,5 Milliarden Euro).

Von den Cayman Islands in der Karibik mit 9.400 Hedgefonds, die 756 Milliarden Euro verwalten, ist man auf Gibraltar noch weit entfernt.

Jedoch haben die Cayman Islands an Vertrauen bei Managern und Investoren verloren, seit der britische Schatzkanzler, George Osborne (41) von der Konservativen Partei, am 2. Mai 2013 verkündete: Die karibischen Überseegebiete Bermuda, Cayman Islands, British Virgin Islands (Jungferninseln), Anguilla, Montserrat sowie Turks und Caicos, aber auch die in der Irischen See gelegene Isle of Man müssen künftig automatisch Details zu den Inhabern von Bankkoten sowie zum Umgang damit dem britischen Finanzministerium melden.

Und Britannien hat sich verpflichtet, diese Informationen mit vier weiteren Ländern zu teilen: Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.

Deutschland braucht jetzt also nicht mehr in der Karibik nach Konten deutscher Steuersünder fischen, sondern bekommt sie von London frei Haus geliefert.

Gibraltar wurde vom Schatzkanzler nicht erwähnt. Außerdem mache es Gibraltar den Hedgfondsmanagern besonders leicht, ansässig zu werden: Die Hürden für die Gründung eines Hedgefonds auf Gibraltar sind niedriger als anderswo. Erfahrene Investoren können binnen weniger Tage einen sogenannten Experienced Investor Fund (EIF) aufmachen. Als erfahren gilt, wer über das entsprechende Kapital verfügt: eine Million Euro genügt.

Zum ersten Mal gab die Gibraltar Funds and Investments Association (GFIA) dieses Jahr auch ein 48-seitiges Handbuch für Investoren heraus, indem auf die besonderen Vorteile von Gibraltar als Offshore-Territorium mit EU-Mitgliedschaft verwiesen wird.

Keine Steuern auf Gewinnausschüttungen nach Deutschland oder in andere EU-Staaten oder umgekehrt:

Fondsmanager könnten von Gibraltar aus ihre Dienstleistungen im gesamten EU-Binnenmarkt anbieten, ausländische Steuern könnten dabei oft vermieden werden.

Es gilt die vorteilhafte EU-Mutter-Tochter-Richtlinie, nach der auf ausgeschüttete Gewinne zwischen Gesellschaften in verschiedenen EU-Ländern keine Quellensteuer erhoben werden darf.

Auch die EU-Fusionsrichtlinie, bei der Gesellschaften über Ländergrenzen hinweg steuerneutral verschmolzen werden oder sich gegenseitig Eigentum übertragen können, gilt auch für das Steuerparadies Gibraltar.

Gibraltar ist nicht gewillt, von seiner Steuerpolitik abzurücken. Finanzdienstleistungen sind neben dem Tourismus die größte Einnahmequelle des Territoriums. Sie machen rund ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts aus.

Für Otto-Normal-Verdiener oder für Millionäre ohne den Sonderstatus als "High Executives mit besonderen Fähigkeiten" lohnt sich ein persönlicher Wohnsitzwechsel nach Gibraltar kaum. Die Durchschnittseinkommenssteuer für Einwohner und auch für einheimische Firmen liegt bei 30 Prozent.

Aber wer steuerfreie Gewinne kassieren möchte, ohne, dass jemand Fremdes davon etwas mitbekommt, der kann ganz legal auf Gibraltar eine Firma gründen, die nicht einmal vor Ort geführt werden muss, die keines einheimischen Direktors oder Aktionärs bedarf und auch keinen Mindestkapitalbetrag als Grundstock vorschreibt.

Natürlich erscheint die Firma im Handelsregister. Aber es ist erlaubt, die Firma mit einem Nominee Director zu gründen, der zugleich auch der einzige Aktionär ist und auch nur eine Aktie mit einem Nennwert meiner Wahl besitzt. Nur dieser Stellvertreter-Direktor und Aktionär erscheint im Handelsregister.

Fragt ein deutscher Steuerfahnder wegen eines Verdachts auf Steuerhinterziehung auf Gibraltar an, wird Gibraltar bei aller Transparenz nicht den gesuchten Namen finden können.

Es besteht keine Verpflichtung für Direktoren oder Aktionäre, Versammlungen auf Gibraltar abzuhalten. Ein-Mann-Gesellschaften sind auch möglich. Die Buchhaltung muss nicht auf Gibraltar erfolgen.

Diese ausländische Firma auf Gibraltar (Non Resident Incorporation) ist von allen lokalen Steuern befreit.

Die Firma Fletcher Kennedy Limited aus der Grafschaft Surrey im Süden Englands bietet ein Gründungspaket einer Non Resident Incorporation auf Gibraltar zum Preis von 648 Pfund an (rund 763 Euro).

Die Firmengründung dauert bei diesem Paket 3 Tage. Im Preis inbegriffen sind eine lokale Sekretärin für einfache Verwaltung und ein lokaler Agent, der sich um alles kümmert. Zum Paket gehören das Vorbereiten und Einreichen aller Unterlagen, die Gibraltar Regierungs Lizenz, ein Sitz (registriertes Büro), beglaubigte Kopien von Dokumenten und ein internationaler Versand.

Wer nicht als Direktor der Firma mit eigenem Namen und eigener Adresse in Erscheinung treten möchte und auch keinen Stellvertreter für sich hat, bekommt für einmalig 350 Pfund (rund 412 Euro) extra einen Nominee-Director gestellt.

Ein Nominee-Shareholder (mindestens ein Aktionär ist vorgeschrieben) bekommt man für 140 Pfund (rund 165 Euro), wenn man nicht selbst in Erscheinung treten möchte und keinen Vertrauten hat.

Ein Business-Bankkonto wird von Fletcher Kennedy Limited für 320 Pfund (rund 377 Euro) besorgt.

Beliebt sind Handelsunternehmen, Holdings, Vermögensverwaltungen, Schiffseigner oder -betreiber und Investmentfirmen.

Die Bundesregierung Deutschland hat auch eine Firma auf Gibraltar.

Einer, der die besondere Koppelung von Steuerfreiheit und strenger EU-Reglementierung auf Gibraltar zu schätzen weiß, ist die Bundesregierung Deutschland. Laut aktuellem Bundesbeteiligungsbericht 2012, den das Bundesfinanzministerium am 21. März 2013 veröffentlichte, besitzt der Bund als Sondervermögen 100 Prozent Anteile einer Arriva Insurance Company (Gibraltar) Limited in der Suite 913 b im Europort Gibraltar.

Das Nennkapital und zugleich der Anteil des Bundes beträgt 20 Millionen Britische Pfund (rund 23,56 Millionen Euro). Laut Bundesbeteiligungsbericht wird die Firma von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn beaufsichtigt. Director dieser Firma ist ein David Turner.

Er wirtschaftet sehr erfolgreich. Die Arriva Insurance Company (Gibraltar) Limited fungiert als EWR Europäischer Wirtschaftsraum Dienstleister und schließt Versicherungsgeschäfte im Rahmen des freien Dienstleistungsverkehrs ab, zum Beispiel Schienenfahrzeug-Kasko, Allgemeine Haftpflicht, Absicherung verschiedener finanzieller Verluste. Laut Hoovers (einer D&B Firma) hat die Arriva Insurance Company (Gibraltar) Limited ein Jahreseinkommen von 10,4 Milliarden Dollar (rund 7,9 Milliarden Euro). Der Jahresüberschuss betrug zuletzt 1,7 Millionen Dollar (rund 1,3 Millionen Euro). Ganz legal steuerfrei, versteht sich.

Auch bwin.de ist auf Gibraltar.

Die Bundesregierung befindet sich damit in trauter Gesellschaft mit dem europäischen Livewetten-Marktführer bwin.de, bei dem man per Videostream im Internet während eines Fußballspiels wetten kann, ob es ein Foul, Elfmeter oder eine Gelbe Karte gibt. Die Buchmacher sitzen in Wien bei der bwin Interactive Entertainment AG. Das Jahreseinkommen liegt weit über 2 Milliarden Euro. Dank Gibraltar sind die Gewinne auch hier legal steuerfrei. Nun denn...

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02. August 12

Hausdurchsuchung bei S&K-Boss Dr. (?) Jonas Köller


Convent Die Polizei rückte am 5. Juni 2012 zu einer Hausdurchsuchung beim Gründer und Vorstand der Frankfurter Immobiliengesellschaft Deutsche S&K Sachwerte AG, Dr. Jonas Köller (wurde am 29. Juni diesen Jahres 31, Ausriss aus S&K-Eigenwerbung) an seinem Geschäftssitz in Frankfurt in der Kennedyallee 123 und seinem privaten Villen-Anwesen in Erlenbach (Klingenberger Straße 41) im Kreis Aschaffenburg an, weil Köller angeblich im Geschäftsverkehr zwei falsche Doktortitel (Doktor und Doktor ehrenhalber) benutzt habe, die er sich bei einem 43jährigen Titelhändler aus Aschaffenburg gekauft haben soll.

Der mutmaßliche Titelhändler, der sich im Internet Professor und Promotionsberater nennt, soll aus Hamburg stammen und der Polizei im Frankfurter Milieu aufgefallen sein. Da der vorbestrafte Mann möglicherweise im Besitz einer Schusswaffe sein könnte, sei neben der normalen Polizei auch das SEK zum Schutz der Beamten zu den Durchsuchungen beim Titelhändler in Frankfurt und Aschaffenburg-Strietwald mit ausgerückt.

Dr. Köller bestätigte die Hausdurchsuchung am 6. Juni 2012 dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

Dr. Köller, der gerade einen 64-Millionen-Euro-Kredit von Anlegern des Emissionshauses United Investors aus Hamburg verwaltet und mit dem Geld seinen ersten Immobilienfonds "Deutsche S&K Sachwert" umsetzt, sagte zu GoMoPa.net: "Es ist richtig, dass es gestern bei mir Zuhause eine Durchsuchung gab. Das hing mit einer Razzia zusammen, die zuvor in Aschaffenburg stattfand. Da suchte die Polizei einen 43-Jährigen auf, dessen Namen ich nicht kenne.

Ich habe auch noch nie von ihm gehört. Die Revierpolizisten, die bei mir waren, erzählten mir, dass dieser Mann mit Doktortiteln in großem Stil handeln würde."

GoMoPa.net: Was hat das mit Ihnen zu tun?

Dr. Jonas Köller: "Ich habe die Beamten auch gefragt, wie sie gerade auf mich kämen. Ich bekam keine konkrete Antwort. Ich weiß aber, dass auf der Internetseite Who calls me behauptet wird, mein Doktortitel wäre gekauft."

GoMoPa.net: Und ist er gekauft?

Dr. Jonas Köller: "Nein, ich habe den Beamten die Nachweise darüber mitgegeben."

GoMoPa.net: Darf man erfahren, wann und wo Sie den Doktortitel errungen haben und über welches Thema Sie promovierten?

Dr. Jonas Köller: "Vor einem Jahr an einer Universität im Ausland. Wo und worüber möchte ich nicht sagen. Aber eines möchte ich deutlich sagen, ich habe keinen Cent dafür bezahlt."

GoMoPa.net: Herr Dr. Köller, wir danken für das Gespräch.

Gegen Dr. Köller wird wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung und Missbrauch von Doktortiteln ermittelt.

Das Polizeipräsidium Unterfranken teilte GoMoPa.net mit:

Zitat:


Anlass der Aktion, bei der auch ein Spezialeinsatzkommando beteiligt war, waren Ermittlungsverfahren gegen einen 43-Jährigen und einen zwölf Jahre Jüngeren (Dr. Jonas Köller - Anmerkung von GoMoPa.net) unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Missbrauchs von Doktortiteln.

Die Ermittler der Kripo Aschaffenburg waren vor geraumer Zeit den beiden Beschuldigten auf die Spur gekommen. Der 31-Jährige (Dr. Jonas Köller - Anmerkung GoMoPa.net) mit Wohnsitz in Frankfurt am Main soll öffentlich einen Doktortitel und einen Doktortitel honoris causa in seinem Geschäftsverkehr geführt haben, ohne diesen akademisch erworben zu haben.

Den Ermittlungen zur Folge soll der 31-Jährige die falschen Urkunden über die Doktortitel von einem 43-Jährigen, der ursprünglich aus Hamburg stammt, erworben haben. Auch anhand von sichergestellten Beweismitteln wird derzeit geprüft, ob der Ältere der beiden, der sich ebenfalls mehrfach als Doktor ausgegeben hat, dieses "Geschäftsmodell" des öfteren betrieben haben könnte.

In den frühen Morgenstunden kam es dann zur Durchsuchung der beiden Wohn- und Geschäftsgebäude des 31-Jährigen (Dr. Jonas Köller - Anmerkung GoMoPa.net) in Frankfurt am Main und Erlenbach am Main.

Darüber hinaus wurden die Wohnadressen des Älteren in Frankfurt am Main und im Aschaffenburger Stadtteil Strietwald durchsucht. Das Amtsgericht Aschaffenburg hatte für alle Objekte auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbefehle erlassen.

In mehreren Objekten konnten diverse Beweismittel sichergestellt werden, die jetzt ausgewertet werden müssen.

Spezialkräfte waren in Frankfurt am Main und Strietwald zum Einsatz gekommen, um jegliche Gefährdung für Dritte und Polizeibeamte auszuschließen. Diese Prognose ergab sich aus den polizeilichen Erkenntnissen über den 43-Jährigen. Verletzt wurde bei den Einsätzen niemand.


Augenzeugen der Razzia berichteten dem Main-Netz, dass die Durchsuchung der herrschaftlichen Villa von Dr. Jonas Köller am Erlenbacher Ortsausgang Richtung Klingenberg eher unauffällig gewesen sei, während der Einsatz am frühen Morgen in der Strietwaldsiedlung bei dem mutmaßlichen Titelhändler offenbar ziemlich spektakulär ablief. Dort kamen schwarz gekleidete und behelmte Spezialkräfte zum Einsatz.

Michael Zimmer, Sprecher im Polizeipräsidium Würzburg, blieb gegenüber dem Main-Netz mit Informationen zurückhaltend, schließlich müsse nun zunächst das sichergestellte Beweismaterial bewertet werden. Es existiere bisher weder ein Haftbefehl, noch habe es vorübergehende Festnahmen gegeben.

Eine Ex-Mitarbeiterin habe Dr. Jonas Köller denunziert

S&K-Pressesprecher Michael Oehme machte GoMoPa.net darauf aufmerksam, dass möglicherweise eine Ex-S&K-Mitarbeiterin Dr. Jonas Köller denunziert habe.

Sprecher Ohme übersandte GoMoPa.net folgende Stellungnahme:

Zitat:


Im Zusammenhang mit Hausdurchsuchungen am 4. Juni 2012 gegen einen 43jährigen Mann in dessen Privat- und Geschäftsräumlichkeiten, bei denen aus Sicherheitsgründen auch ein Sondereinsatzkommando beteiligt war - immerhin ist er wegen Gewaltdelikten bekannt -, ermittelten aller Voraussicht nach aufgrund der Anzeige einer entlassenen Mitarbeiterin die Beamten auch in den Geschäftsräumlichkeiten der S&K in Frankfurt und den Privaträumlichkeiten eines S&K Vorstands in Erlenbach.

Ein Polizist nannte am Rande versehentlich den Namen der ehemaligen Mitarbeiterin. S&K sieht sich seit Längerem einer meist anonym geführten Diffamierungskampagne ausgesetzt.

"Nun auch noch eine nicht bestätigte Behauptung als Verurteilung hochzustilisieren, zeigt doch nur die Hilflosigkeit und Strategie der eindeutig auf Ruf- und Geschäftsschädigung ausgerichteten Denunzianten", so ein Anwalt des Hauses.

S&K Vorstand Dr. Jonas Köller äußerte sich zu dem Sachverhalt wie folgt: "Ich bestätige diese Untersuchungen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Urkundenfälscher. Die Person, gegen die sich diese Fahndung richtet, ist mir nicht bekannt. Ich habe meinen Doktortitel an einer ausländischen Universität legal erreicht und nicht gekauft. Aus diesem Grund habe ich den Beamten auch die Nachweise hierüber mitgegeben."

Die Anwälte der S&K gehen davon aus, dass der Verdacht der Urkundenfälschung und des möglichen Missbrauchs eines Doktor-Titels kurzfristig eingestellt wird. Gegen die Denunzianten laufen eine Vielzahl an rechtlichen Maßnahmen.


Der Bürobetrieb lief heute bei der S&K Sachwert AG routiniert weiter. Dr. (?) Jonas Köller war für GoMoPa.net ganz normal erreichbar. Nun denn ...

Nachtrag! Offizielle Stellungnahme der S&K

Im Zusammenhang mit Hausdurchsuchungen am 4. Juni gegen einen 43jährigen Mann in dessen Privat- und Geschäftsräumlichkeiten, bei denen aus Sicherheitsgründen auch ein Sondereinsatzkommando beteiligt war - immerhin ist er wegen Gewaltdelikten bekannt -, ermittelten aller Voraussicht nach aufgrund der Anzeige einer entlassenen Mitarbeiterin die Beamten auch in den Geschäftsräumlichkeiten der S&K in Frankfurt und den Privaträumlichkeiten eines S&K Vorstands in Erlenbach. Ein Polizist nannte am Rande versehentlich den Namen der ehemaligen Mitarbeiterin.

S&K sieht sich seit Längerem einer meist anonym geführten Diffamierungskampagne ausgesetzt. ?Nun auch noch eine nicht bestätigte Behauptung als Verurteilung hochzustilisieren, zeigt doch nur die Hilflosigkeit und Strategie der eindeutig auf Ruf- und Geschäftsschädigung ausgerichteten Denunzianten?, so ein Anwalt des Hauses. S&K Vorstand Dr. Jonas Köller äußerte sich zu dem Sachverhalt wie folgt: ?Ich bestätige diese Untersuchungen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Urkundenfälscher. Die Person, gegen die sich diese Fahndung richtet, ist mir nicht bekannt.

Ich habe meinen Doktortitel an einer ausländischen Universität legal erreicht und nicht gekauft. Aus diesem Grund habe ich den Beamten auch die Nachweise hierüber mitgegeben.? Die Anwälte der S&K gehen davon aus, dass der Verdacht der Urkundenfälschung und des möglichen Missbrauchs eines Doktor-Titels kurzfristig eingestellt wird. Gegen die Denunzianten laufen eine Vielzahl an rechtlichen Maßnahmen.

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02. August 11

KK Royal Nimmersatt Kai-Uwe Klug in U-Haft


Convent Protzmakler Kai-Uwe Klug (Foto copyright: KK Royal Basement GmbH) stolperte eigenartigerweise zunächst nicht über die vielen Käufer seiner so genannten Steuerspar-Wohnungen, an denen er sich mit doppelten Preisen und Finanzierungen ohne Eigenkapital dumm und dusselig verdiente.

Es war die eigene Nimmersattheit, die dafür sorgte, dass der "größte Angeber Berlins" (Spiegel TV) nun am 19. Juni 2011 seinen 30. Geburtstag nicht in seinem Loft im Paul-Lincke-Ufer 8c in Berlin-Kreuzberg, sondern in einer Zelle der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit verbringen durfte und da auch eine Weile bleiben muss.

Kai-Uwe Klug hatte wohl die eigene Firma KK Royal Basement GmbH (später IWC Management GmbH) und deren Tochter Steuerleuchte GmbH in der Brandenburgischen Straße 39 in Berlin-Wilmersdorf als Selbstbedienungsladen betrachtet. Nachdem er aus der Tochterfirma über einen Strohmann einen hohen sechsstelligen Betrag für eigene Zwecke abgezweigt haben soll, bekam der Boss eine Anzeige und musste im Jahre 2009 deshalb das erste Mal für einen Tag in U-Haft. Allerdings ging es da nach seinen eigenen Worten gegenüber Spiegel TV "nur" um Veruntreuung. Doch die schnell wiedergewonnene Freiheit des Maklers, der sich auf rund 100 selbstgedrehten Videos im Internet gern mit Hummer, Lamborghinis oder Bentleys und seiner schlossähnlichen Villa (Foto copyright: KK Royal Basement GmbH) in Wolzig bei Friedersdorf (Dahme-Spreewald) zur Erholung seiner Mitarbeiter zeigte, sollte aber nur von kurzer Dauer sein.

Convent Denn bei der damaligen Razzia in der Firmenzentrale bei der KK Royal Basement GmbH und Steuerleuchte GmbH in Berlin-Wilmersdorf und der Festnahme von Klug durch das Sondereinsatzkommando (SEK) stießen die Ermittler auf Dokumente, die den Boss nicht nur als Einzeltäter belasteten, sondern den Verdacht auf gewerbs- und bandenmäßigen Anlagebetrug begründeten.

Am 16. Juni 2011 schlugen die Fahnder erneut zu:

Letzten Donnerstag, drei Tage vor Klugs Geburtstag, schlugen die Ermittler erneut zu. Diesmal stürmten Polizei und Staatsanwaltschaft zwischen 7 und 8 Uhr 30 Berliner Wohnungen und Geschäftsräume. Die Haftbefehle an Kai-Uwe Klug und drei weiteren Maklern aus seinem Immobilien-Netzwerk, Christos Drame, Hartmut Siebrandt alias Dr. Lindemann und einem gewissen Herrn Hon, wurden vollstreckt. Der vermutete Schaden liegt annähernd im Millionenbereich. Nach Informationen der BILD-Zeitung soll Kai-Uwe Klug zudem engen Kontakt zu Mitgliedern einer kriminellen arabischen Großfamilie haben. Spiegel-TV-Reporter waren denn auch typisch bei Dreharbeiten in Wilmersdorf behindert worden: "Kamera aus oder ich mach Kamera kaputt."

Warum beim mutmaßlichen Anlagebetrüger Klug das SEK aufgeboten wurde, kann sowohl mit der Nähe von Klug zur polizeibekannten Familie zu tun haben. Oder aber auch mit seinen Videos, auf denen er selbst mit einem Gewehr schießt und in die Kamera ruft: "Wir bilden unsere eigenen Kämpfer aus. Wir erobern Berlin. Wir werden euch alle abschlachten." Dazu machte er die typische Handbewegung des Kehledurchschneidens gegen seinen Hals. An der Einfriedung des Firmenpools seiner Villa in Wolzig sorgt ein großes Graffiti für Angst und Schrecken: Ein Pistolenschuss pustet einem Affen das Gehirn aus dem Schädel.

Klug erklärte der Märkischen Allgemeinen Zeitung, die Vorlage für das Graffiti stamme von einem bekannten Aktionskünstler, der auf seine Art gegen Tierversuche eines Kosmetikkonzerns protestiere. "Mir hat es gefallen, ich habs an meine Hauswand malen lassen und mir nichts Böses dabei gedacht", sieht sich Klug in der Rolle des zu unrecht gescholtenen Buhmanns. Vorbehalte gegen sein Tun und ihn führt er auf sein auffälliges Aussehen ? der muskelbepackte, durchtrainierte Körper ist mit Tatoos übersät ? zurück.

Während Klug seine besten Vermittler nach eigenen Worten in der Wolziger Villa mit eingetragener Grundschuld in Höhe von 3 Millionen Euro wie an König Arthurs Tafelrunde speisen lassen wollte und die Fleißigsten mit einer echten Breitling-Armbanduhr belohnte, wissen viele Kunden nicht, ob sie überhaupt noch am Monatsende Geld übrig haben, um die Kredite für die überteuerten Wohnungen bedienen zu können.

So der Schlosser Ingolf Seiffert und seine Frau, die Erzieherin Kerstin Seiffert, aus Blankenburg im Harz, die zusammen ein Monatseinkommen von 2.401 Euro haben. Die Überraschung kam schon einen Monat nach dem Kauf der Leipziger Wohnung in Höhe von 117.000 Euro. Statt 46 Euro, wie die KK Royal und die Steuerleuchte versprochen hatten, betrug die Zuzahlung 360 Euro pro Monat. Für die Unterschrift unter den Kaufvertrag waren die Seifferts extra mit dem Firmen-Bentley (B-KK ...) aus dem Harz abgeholt und zum Berliner Notar gefahren worden. "Nach drei Stunden Überzeugungsarbeit haben wir unterschrieben", erinnert sich der Schlosser Seiffert im Fernsehinterview.

Gewinn werden die Seifferts nie machen. Den haben die royalen Makler in Höhe von geschätzten 30.000 Euro sich gleich beim Kauf als Provision in die Tasche gesteckt. Gutachter Ortwin Kober stellte später eine mangelhafte Sanierung fest, die keinen Kaufpreis von 2.000 Euro pro Quadratmeter rechtfertigen würde. Ein Weiterverkauf sei höchstens zur Hälfte des Preises möglich.

Finanziert wurde von der Online-Bank Deutschte Kreditbank (DKB), der ehemaligen Staatsbank der DDR, aus Berlin. Jürgen Blache von der Schutzgemeinschaft für geschädigte Kapitalanleger (SgK) aus Berlin-Schöneberg bemängelt gegenüber Spiegel TV: "Keiner der Erwerber war persönlich bei der DKB. Alles lief über Vermittler. Oder die Kredite wurden zu Hause von den Kunden unterschrieben. Uns sind 1.000 ähnliche Fälle bekannt."

Die DKB weist die Vorwürfe von sich. Man sei nun einmal eine Online-Bank. Der Kunde sei selbst verantwortlich, welchen Vermittler er sich für das Kreditgeschäft suche. Eine schöne Verklärung der Realität.

Der Schlosser Knut Jarisch und die Technische Zeichnerin Elke Jarisch aus Dresden kauften eine Wohnung von Klug, ohne sie je gesehen oder überhaupt einen Wohnungsschlüssel überreicht bekommen zu haben. Der Mitarbeiter der KK Royal Basement GmbH erzählte am Telefon, er sei vom Wirtschaftsinstitut für Statistik, das es überhaupt nicht gibt. Er sollte nur herausfinden, ob das Monatsnetto über oder unter 2.000 Euro liegt. Da es bei den Jarischs drüber lag, kamen sie für die Steuerleuchte GmbH in Betracht.

Am Ende besaßen die Jarischs für 123.000 Euro eine Drei-Zimmer-Wohnung in der Ludwigstraße 55 in Leipzig, die Klug drei Wochen zuvor für 54.000 Euro ersteigert hatte und die sich hinterher ohne weitere Investitionen als unvermietbar heraussstellte. Die Zuzahlung der Jarischs aus dem Steuersparmodell sollte 150 Euro betragen. In Wirklichkeit zahlen die Jarischs monatlich 750 Euro dazu. Ihr Kredit läuft erst im Jahre 2040 aus.

Elke Jarisch sagte Spiegel TV: "Uns war nicht klar, dass wir eine Wohnung kaufen sollten. Uns wurde gesagt, dass wir nur zwei Jahre lang eine Wohnung finanzieren müssten, dann könnten wir austreten und hätten 2.000 Euro Gewinn durch Steuernsparen gemacht." Eine unverschämte Lüge, wie die Jarischs heute wissen.

Das Landgericht Berlin hat die Steuerleuchte GmbH inzwischen zur Zahlung von 91.000 Euro an geprellte Kunden verurteilt. Aber durch einen geschickten Schachzug von Klug bekommen die Opfer dennoch kein Geld. Klug hatte als faktischer Geschäftsführer der Steuerleuchte GmbH vier im Firmenbestand befindliche Wohnungen in Leipzig an eine Firma namens IWC Management GmbH verkauft, deren Geschäftsführer er ebenfalls ist und die nach Informationen von Spiegel TV seiner Freundin gehören soll. Anschließend meldete er die Steuerleuchte GmbH insolvent. Die geprellten Kunden gehen nun leer aus.

Der Berliner Rechtsanwalt Jochen Resch, Vorsitzender der Verbraucherzentrale Brandenburg, kommentiert die Verhaftung von Klug gegenüber GoMoPa.net so:

Anwalt und Vereinschef<br />
Jochen Resch<br />
copyright: Kanzlei Resch<br />
Anwalt und Vereinschef
Jochen Resch
copyright: Kanzlei Resch

Zitat:


Er war die schrillste Gestalt auf dem Berliner Immobilienvertriebsmarkt. Kai Klug und eine Reihe seiner Männer, unter anderen Hartmut Siebrandt, alias Dr. Siebrandt, Dr. Lindemann oder Dr. Siebert, sind am Donnerstag in Berlin verhaftet worden. Ihnen wird bandenmäßiger Betrug vorgeworfen.

Kai Klug gründete eine Vielzahl von Unternehmungen. Seine Vertriebsorganisationen hatten so klangvolle Namen wie KK Royal Basement oder Steuerfüchse, Steueradler. Letzter Aufguss war die WFV (Wirtschaftsberatung für Verbraucher), mit der Christos Drame versuchte, überteuerte Wohnungen in der Ludwigstraße in Leipzig zu verkaufen. Uns war die Truppe durch rüde Verkaufsmethoden aufgefallen. Insbesondere Hartmut Siebrandt schaffte es unzählige Male, oft als Bundessteuerberater, den ahnungslosen Opfern weis zu machen, sie seien im Rahmen eines Steuersparprogramms ausgewählt, zehn Jahre eine steuerlich geförderte Wohnung zu erhalten. Diese werde dann anschließend mit Gewinn wieder weiterverkauft.

Dabei handelt es sich regelmäßig um weit überteuerte Wohnungen. Tatsächlich ist der Erwerb mit einer hohen monatlichen Zuzahlung verbunden und der Verkauf nach 10 Jahren ist wegen des überhöhten Kaufpreises illusorisch. Faktisch sind die Erwerber über 30 Jahre an den Kredit gebunden und werden weit mehr als das Doppelte der Kreditsumme an Zins und Tilgung zurückzahlen.


Sollte Klug nun wegen gewerbs- und bandenmäßigen Anlagebetruges verurteilt werden, müsste er seine Opfer entschädigen, falls noch Geld da ist.

Links zum Thema
» Resch Rechtsanwälte zu Kai Klug
» Spiegel TV filmte die Verhaftung am 16. Juni 2011
» El Presidente Mahmoud Al-Z. - der Pate von Berlin

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01. August 10

Was steckt hinter der Studie über Anlegerschützer?


Einleitung:

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der monatlichen Wahl zum Thema des Monats, welches die "wissenschaftliche Studie" dann letztendlich doch vor "HCI MPC - Deepsea Oil Explorer Anleger gucken 7 Jahre in die Röhre?" gewann. Mit nur zwei Stimmen mehr, hier also die Krönung:

20.000 Euro soll sie gekostet haben. Doch weder das Salär noch der glanzvolle Rahmen des Steigenberger Hotels Frankfurter Hof konnten am 10. Juni 2010 über die miserable Qualität einer wissenschaftlichen Studie hinwegtäuschen, die dort auf einer Pressekonferenz zum eigentlich wichtigen Thema Anlegerschutz präsentiert wurde. Das Motiv für die Studie "Anlegerschützer zwischen Dichtung und Wahrheit" dürfte allerdings weniger im Anlegerschutz liegen, sondern vielmehr im Konkurrenzkampf um Finanzprüfsiegel, Goldhandelsclaims und Vorteile im Immobilienvertrieb. Alles Dinge, die in der Studie angeprangert werden, aber vom Studienauftraggeber selbst praktiziert werden, wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt.

Verfasser ist der bei Journalisten, die mal schnell zu einem Thema eine Expertenmeinung brauchen, sehr beliebte "Multi-Finanz-Experte" und pensionierte Mathematiklehrer an einer Erwachsenenweiterbildungs-Schule Werner Siepe (68) aus Erkrath in NRW, der nach eigener Darstellung auch als freier Berater der Stiftung Warentest auftritt.

Versicherungsberater<br /> und Goldhändler Hans-<br />Herrmann Lüschen aus<br /> Berlin © VERS Ver-<br />sicherungsberater mbH
Versicherungsberater
und Goldhändler Hans-
Herrmann Lüschen aus
Berlin © VERS Ver-
sicherungsberater mbH
Auftraggeber der Studie und Einladender zur Pressekonferenz war der Geschäftsführer der VERS Versicherungsberater Gesellschaft mbH aus Berlin-Reinickendorf, Hans-Herrmann Lüschen, den man an Berliner Gerichten als Rechtsbeistand in Versicherungsstreitigkeiten auf Honorarbasis (119 Euro die Stunde) kennt und der ansonsten eine eigens entwickelte Software über seinen Oldenburger VERS-Vertrieb verkauft (299 Jahresgebühr), mit der man alte Versicherungsbedingungen mit neuen vergleichen kann. Laut Wirtschaftsbilanzen laufen die Geschäfte eher schlecht als recht, woraus sich die Frage stellt, wovon Lüschen die "Studie" eigentlich bezahlt hat?

Die Studie ist 45 Seiten lang. Eine konkrete wissenschaftliche Fragestellung gibt es nicht, demzufolge auch keine stimmig zusammengetragenen Fakten. Die Studie gleicht einem schnell zusammengestoppelten Rundumschlag, bei der so genannte Anlegerschützer ihr Fett abkriegen. "Die Studie deckt die wahren Interessen bei bestimmten Anlegerschutzorganisationen auf und nennt dabei Ross und Reiter", schrieb Lüschen in der Einladung. Das weckte hohe Erwartungen, die allerdings mehr als enttäuscht wurden.

Viel Neues ist der Studie nicht zu entnehmen. Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net berichtet schon seit langem und öfter beispielsweise über die Praktiken des "Direkten Anlegerschutzes" von Heinz Gerlach (64) aus Oberursel in Hessen (gutes Rating gibt es garantiert bei einer Prospektvoruntersuchung für 12.500 Euro). Oder den Bund der Sparer aus Weilheim in Bayern, der übrigens genauso wie Studienauftraggeber Lüschen eine Vermittler-Software vertreibt, allerdings jeden, der nicht zahlt, auf eine öffentliche Warnliste setzt: "Berater ohne Empfehlung".

GoMoPa.net berichtete auch schon über den in der Studie vorkommenden Bund der Verbraucher aus München, dessen Gründer Verbraucherschützer Heinz Köller (60) mit Hilfe seines Vereins außerhalb der Börse und völlig ohne Banken eine angebliche Super-Anlagemöglichkeit verkauft. 200 Millionen US-Dollar will Köller bis zum Jahre 2018 von deutschen Anlegern für seine neue Firma Serve Advance Incorporation mit Sitz in Oregon (USA) einsammeln. Die Projekte seien innovativ. Doch in Wirklichkeit sind sie alt und, wie im Falle von Nicstic, einer rauchlosen Zigarette, ein Fall für den Staatsanwalt.

GoMoPa.net ist kein Anlegerschützer, sondern ein Finanznachrichtendienst

Studienautor Werner Siepe<br /> aus Erkrath (NRW) © Iduna
Studienautor Werner Siepe
aus Erkrath (NRW) © Iduna
Insofern mag Werner Siepe bei manchen seiner Beispiele ins Schwarze getroffen haben. Aber völlig neu und überraschend war seine Behauptung, dass GoMoPa.net ein Anlegerschützer sei. Siepe widmet GoMoPa.net in der Studie ein ganzes Kapitel und nahm als Aufhänger für eine angebliche dubiose Praxis die Meldung von GoMoPa.net, dass der am 18. Februar 2010 in Florida verhaftete deutsche mutmaßliche Scheinfirmengründer Michael Olaf Schütt (28), der über sein Firmengeflecht illegale Wettgewinne in den USA ausgezahlt haben soll, in seinem Geständnis die Vorstände des deutschen Bezahldienstes Wirecard AG aus Grasbrunn bei München als Auftraggeber belastet habe.

Zwar wurde die Wirecard AG tatsächlich bei einer deutschen Staatsanwaltschaft wegen Geldwäscheverdachts angezeigt, und auch die Kontoauszüge aus der Anklageschrift des FBI gegen den Verhafteten belegten, dass die Wirecard AG an die Firmen des Verhafteten Zahlungen geleistet hatte, aber, dass der Verhaftete die Wirecard zusätzlich auch noch persönlich belastete, war eine Falschinformation, die GoMoPa.net nicht genügend gegengecheckt hatte. Ein schlampiger Arbeitsfehler eines Redakteurs. Doch weder der Redakteur noch das Unternehmen GoMoPa.net hatten irgendeinen Vorteil von einer Kursschwankung der Wirecard AG an der Frankfurter Börse - die mitnichten 30 Prozent ausmachte, wie Siepe "recherchiert" haben will.

Wie kommt nun Lüschen dazu, GoMoPa.net als Anlegerschützer darzustellen, obwohl GoMoPa.net definitv keine Anlegerschutzorganisation ist, sondern schon immer ein kommerzielles Unternehmen war, wie im Übrigen jedes andere Unternehmen aus der Medienbranche auch? Die Besonderheit beim Finanznachrichtendienst GoMoPa.net besteht darin, dass die Verbreitung von Nachrichten nur ein Nebenprodukt der eigentlichen Arbeit ist. Diese besteht darin, für vermögende Klienten gegen Honorar Informationen über Chancen und Risiken von Investitionen und Personen auf dem Finanzmarkt zu beschaffen.

GoMoPa.net beschafft Insiderinformationen und überprüft dabei auch Finanzprodukte und klopft deren Anbieter ab. Die Besitzerin des inzwischen verbotenen Schwabenland-Büros (Schnellballsystem), Christl Bludau (35), sagte gegenüber GoMoPa.net: "Wer den GoMoPa.net-Test überstanden hat, der hat auf dem Markt einen guten Leumund." Das Schwabenland-Büro wurde von GoMoPa.net von Anfang an als Betrug entlarvt, es wurde von der BaFin geschlossen. Die GoMoPa.net-Leser konnten diese und andere Nachrichten gegen ein Honorar (Jahresabo) lesen. Aber deshalb ist GoMoPa.net keine Anlegerschutzorganisation.

GoMoPa.net ist scheinbar ein Konkurrent für den Studien-Auftraggeber

Aber GoMoPa.net ist scheinbar ein Konkurrent für die VERS Versicherungs mbH. Genauso wie die VERS Versicherungs mbH auf Honorar-Basis Klienten berät, tut das auch GoMoPa.net. Und was hat das nun mit den Anlegerschutzvereinen zu tun, die Lüschen in der Studie angreifen ließ?

Es gibt bei aller Verschiedenheit der in der Studie Aufgeführten eine Gemeinsamkeit: Alle bemühen sich auf die eine oder andere Art um ein Prüfsiegel für Finanzprodukte oder checken diese zumindestens. Auf GoMoPa.net gibt es zum Beispiel eine Warnliste vor dubiosen Anbietern und Finanzprodukten. Und da scheint für den Rundumschlag von Lüschen gegen alle Konkurrenten der erste Hase im Pfeffer zu liegen.

Lüschens Motiv Nummer 1: Sein Finanz-Siegel-Verein VSAV

Convent Um diesen Umstand zu verstehen, muss man wissen, dass Lüschen nicht nur ein einfacher unabhängiger Honorarberater ist, wie er sich bei VERS darstellt. Lüschen ist Mitglied und Beirat in dem hochkommerziellen Verein VSAV e.V. aus Schwaigern in Baden-Württemberg. Ausgeschrieben heißt der Verein "Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler". Ab 675 Euro verkauft der Verein hauseigene Produkte, die in Kooperation mit der Firma Ralf W. Barth GmbH für Vermittler von Versicherungen und Finanzanlagen erstellt werden. Unter den Produkten sind Vermögenshaftpflichtversicherungen für Vermittler, Manager, Geschäftsführer und Vorstände oder Prospekthaftungen für Emissionshäuser von Investmentfonds. Im Produktenetzwerk sind nach Vereinsangaben 56 Partner, darunter die Alpha Konzept GmbH aus Stuttgart, eine Tochter der AFB Group aus der Schweiz, die steueroptimierte Anlagestrategien und Depots bei einer Schweizer Bank anbietet und mit Swiss-Life und Fortuna Leben in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein zusammenarbeitet. Vertriebler Ralf W. Barth wiederum ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Anlagevermittlerschutzvereins VSAV mit Lüschen im Beirat.

Lüschen ist für wichtige strategische Anliegen des Vereins verantwortlich. Im Beirat laufen laut Vereinsdarstellung alle Fäden zusammen. Auf der Mitgliederversammlung am 4. Juli 2008 im Hotel Nestor in Neckarsulm, bei der Lüschen um 10.30 Uhr erschien, musste der Verein die Weichen zu dessen eigener Rettung und zur Rettung seiner Mitglieder stellen. Wie aus dem Protokoll der Versammlung hervorgeht, wurde ein Mitgliederschwund von 100 Vermittlern beklagt, die wohl alle Pleite gingen (Berufsaufgabe). Als Konsequenz aus dieser Entwicklung vermerkt das Protokoll: "Zielgruppe des VSAV sind qualifizierte Vermittler, die am Markt überleben. Der VSAV kann/soll als Gütesiegel dienen."

Fazit: Herr Lüschen als unabhängiger Versicherungsberater will also ein Gütesiegel für den Vertrieb von Finanzprodukten wie Investmentfonds und Versicherungen an den Mann bringen. Das Siegel ist sein Verein VSAV, der wohl gemerkt als Vertriebsplattform für hauseigene Produkte dient. Da es aber schon genügend Vereins-Gütesiegel für Vermittler und Finanzprodukte gibt, versuchte es Lüschen jetzt mal mit einem Rundumschlag gegen alle Finanzbewerter. Denn der VSAV hat sich vorgenommen, seine zahlende Mitgliederzahl von 367 im Jahre 2008 auf 1.020 bis Jahresende 2010 zu erhöhen.

Das nun im Gerangel um das einzig wahre Gütesiegel im ganzen Lande eines der Hauptmotive für die Lüschen-Studie liegt, bezeugen in der Studie die Auseinandersetzung mit den Empfehlungssiegeln der Anlegerschutz-Vereine, der Hinweis auf das gescheiterte Siegel "Ampelcheck Geldanlage" der Verbraucherzentrale Hamburg im August 2009 sowie der Hinweis auf die Forderung von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, deren Ministerium seit 2009 mehrere Initiativen zur Verbesserung des Anlegerschutzes gestartet hat und zum Beispiel mit der Verbraucherzentrale Düsseldorf eine Checkliste Finanzberatung entwickelt hat. Gütesiegel und Finanzchecks ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Studie.

Lüschens Motiv Nummer 2: Er wettert gegen Goldhändler und ist selbst einer

Lüschen geht es mit der Studie offensichtlich auch darum, sich noch auf einem zweiten Feld einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Das sieht man am Beispiel des Goldhändlers MIDA, gegen den Lüschen unbegründete Verdachtskamellen aus der Mottenkiste holen ließ.

Lüschen warf GoMoPa.net in der Studie vor, dass die Potsdamer Edelmetallhandelsfirma MIDA auf der Internetseite von GoMoPa.net für einen Goldshop Werbung macht. MIDA wurde vor einem Jahr von einer Berliner Bank wegen Geldwäscheverdachts angezeigt. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat das Verfahren als unbegründet eingestellt. Dass sich Lüschen an der MIDA-Werbung auf GoMoPa.net stört, liegt allerdings auf der Hand. Denn der MIDA-Goldhändler aus Potsdam ist ein direkter Konkurrent von Lüschen. Lüschen ist einer von 381 Edelmetallberatern der MG Marketing GmbH aus Nürnberg, auf deren Internetseite Edelmetallberater.net sich Lüschen als qualifizierter Goldverkäufer und Goldberater präsentiert.

Lüschens Motiv Nummer 3: Rache für den Estavis-Rauswurf eines VSAV-Immobilienvertriebs

Motiv Nummer drei dürfte für Lüschen neben der Konkurrenz bei Finanzgütesiegeln und im Goldhandel auch noch eine Konkurrenz im Bereich von Immobilienvertrieben sein. Auf Seite 32 der Studie lässt Lüschen gegen die Tatsache wettern, dass das Immobilien-Investmenthaus Estavis AG aus Berlin ein Klient von GoMoPa.net ist.

Diese Kritik ist allerdings alles andere als ein Zufall. Zu den Vertrieben der Estavis AG gehörte früher einmal eine Firma namens Salesmax AG aus Berlin. Estavis hat die Salesmax AG samt ihrer Partnerfirma, der CWI Real Estate AG aus Bayreuth in Bayern, aus bestimmten Gründen abgestoßen.

Die Salesmax AG nun wiederum ist Mitglied in der VSAV, genau dem Verein für Versicherungs- und Anlageberater, bei dem der Versicherungskaufmann Lüschen Beirat ist. Mit seiner Firma VERS hat Lüschen nun das Gutachten von Werner Siepe in Auftrag gegeben.

Professor Loritz über Siepe: "Methoden halten wissenschaftlicher Nachprüfung nicht stand"

Professor Karl-Georg<br /> Loritz © Uni Bayreuth
Professor Karl-Georg
Loritz © Uni Bayreuth
Zum Autoren Werner Siepe muss gesagt werden, dass seine Studienqualitäten schon in der Vergangenheit verrissen worden sind. Professor Karl-Georg Loritz, der unter anderem 2006 auch als Experte eines Bundestagsausschusses zu Kapitalanlagerecht gehört wurde und Co-Autor von "Der geschlossene Immobilienfonds in Deutschland, Konstruktion und Zukunftsperspektiven aus juristischer und ökonomischer Sicht" ist, befand über eine Siepe-Studie über Prüfsiegel für Finanzprodukte Ende 2009 in seinem Fazit: "Die Methoden halten wissenschaftlicher Nachprüfung nicht stand, zum Teil werden spekulative Aussagen an die Stelle von Fakten und logischen Schlussfolgerungen gesetzt. Die Studie ist deshalb leider sogar in den wesentlichen Aussagen nicht haltbar, ja unrichtig.?

GoMoPa schickte an Professor Loritz die aktuelle Studie von Werner Siepe und bat den Rechts-Wissenschaftler um eine Einschätzung, ob diese neue Studie den Kriterien einer wissenschaftlichen Untersuchung genügen würde.

Professor Loritz antwortete: "Ich bestätige den Erhalt Ihrer Anfrage. Ich habe diese Studie daraufhin in erheblichen Teilen gelesen, von der ich auch schon vorher gehört hatte. Mit einer wissenschaftlichen Untersuchung hat das nichts zu tun. Wissenschaft setzt neben der entsprechenden Ausbildung und Erfahrung ein hohes Maß an Methodenanwendung bei der Arbeit voraus."

Prof. Dr. Dr. Karl-Georg Loritz ist seit 1998 Inhaber des Lehrstuhls für Zivilrecht, Steuerrecht und Arbeitsrecht und Leiter der Forschungsstelle für deutsches und internationales Unternehmensteuer- und Kapitalanlagerecht an der Universität Bayreuth in Bayern. Darüber hinaus ist er als Steuerberater tätig.

Werner Siepe hingegen war von 1975 bis 2007 diplomierter Handelslehrer am Wilhelm-Heinrich-Riehl-Weiterbildungskolleg in Düsseldorf tätig. An der Schule konnten Schüler zum Beispiel einen Realschulabschluss auf dem 2. Bildungsweg nachholen. Siepe gründete auf den Namen seiner Frau die Siepe Verlag GmbH. Auf der Internetseite des Verlages gibt es heute Werbelinks zu Krediten ohne Schufa, gebrauchten Computern, Bohrhämmern, Sägen und Häckslern. Siepe rühmt sich in zahlreichen Studien, seit langen Jahren als Experte und Prüfer für FinanzTEST von Stiftung Warentest tätig gewesen zu sein. Mitunter holte er seinen Sohn, Daniel Siepe, einen Mathestudenten an der Uni Ulm, zu Hilfe.

Der Mehrfach-Experte Siepe

Eine Suche im Internet nach Werner Siepe führt zu zahlreichen Zitaten in Fachmagazinen, dabei besonders gern in Artikeln von FinanzTEST und Börse Online. Wir finden Werner Siepe den "Immobilien-Experten", den "Finanz-Experten", den "Fonds-Experten", den "Pensions-Experten" und den "Ausbildungs-Experten". Nicht zu vergessen den "Anlegerschutz-Experten" und den "Studienerstellungs-Experten".

Siepe ist Autor des Buches "Geld verdienen auf Kredit". Er gibt damit dem Laien, also dem Kleinsparer, Ratschläge, wie dieser mit gehebelten Geschäften stinkreich werden könne. Offenbar hält Siepe eine profunde Beratung nicht mehr für erforderlich, wo es doch sein Buch gibt. Das hält ihn allerdings nicht davon ab, Hebelfonds wie zum Beispiel den der CIS Deutschland AG aus Frankfurt am Main vehement auch in dieser Studie unter Feuer zu nehmen, obgleich die CIS Deutschland AG ihre prognostizierten Ergebnisse nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen hat.

GoMoPa.net bat Werner Siepe um Beantwortung folgender Fragen:

Zitat:


Sehr geehrter Herr Siepe,

1.) Wie definieren Sie eine Studie, nach welchen wissenschaftlichen Kriterien haben Sie Ihre Studie erarbeitet? Bitte erläutern Sie kurz die Methodik und Struktur.

2.) In welchem Zeitraum haben Sie die Studie erstellt?

3.) Haben Sie auch die in der Studie Behandelten kontaktiert? Wenn ja, mit welchem Fragenkatalog? Wenn nein, warum nicht?

4.) Wieviel hat die Studie gekostet, und wer hat sie bezahlt?

5.) Was war der Anlass der Studie?

6.) Wer hat die in der Studie behandelten Personen und Firmen ausgesucht?

7.) Haben Sie gewusst, dass der Auftraggeber Hans-Herrmann Lüschen als Edelmetallhändler im Internet auftritt und somit ein direkter Konkurrent zu dem in Ihrer Studie kritisierten Goldhändler MIDA ist?

8.) Haben Sie gewusst, dass Lüschen den Schutzverein VSAV e.V. aus Schwaigern in Baden-Württemberg als Prüfsiegel für Vermittler von Anlagen und Versicherungen benutzt? Als Beirat des VSAV ist Lüschen sogar für die strategische Ausrichtung des Vereins zuständig.

9.) Warum bezeichnen Sie GoMoPa.net als Anlegerschützer? Diese Bezeichnung gibt es bei GoMoPa.net nirgendwo. Bei GoMoPa.net kommen Anleger lediglich zu Wort.

10.) Warum greifen Sie einerseits in Ihrer Studie Heinz Gerlachs "Direkten Anlegerschutz" aus Oberursel als Falschbewerter an, benutzen aber als vermeintliche Argumente gegen GoMoPa.net Gerlachs gerichtsfestgestellte Verleumdungen, zitieren also aus der von Ihnen als Dichtung klassifizierten Gerlach-Veröffentlichung (kein anderer außer Gerlach hat die Erpresser-Anzeige bezüglich der Estavis AG veröffentlicht)?

11.) Wir sind der Meinung, dass Hans-Herrmann Lüschen mit der Studie lediglich versucht, seine Konkurrenz in Sachen Honorarberatung, Prüfsiegel, Goldhandel und Immobilienvertriebe öffentlich schlecht zu machen. Auch GoMoPa.net arbeitet wie Hans-Herrmann Lüschen auf Honorarbasis, und bei GoMopa.net gibt es eine Warnliste vor unseriösen Anbietern und Produkten, also auch eine Art Prüfsiegel auf dem Finanzmarkt. War das der Hintergrund, warum GoMoPa.net in die Studie gelangen sollte? Wenn nein, was war dann der Grund?

12.) In Artikeln von FinanzTEST und Börse Online findet man Werner Siepe den "Immobilien-Experten", den "Finanz-Experten", den "Fonds-Experten", den "Pensions-Experten" und den "Ausbildungs-Experten". Nicht zu vergessen den "Anlegerschutz-Experten" und den "Studienerstellungs-Experten". Jetzt kommt auch noch der Anlegerschutz hinzu. Sind Sie wirklich ein so talentierter Allrounder, woher kommt Ihr Fachwissen? Unseres Wissens nach sind Sie ein ehemaliger diplomierter Handelslehrer an einer Erwachsenen-Schule (2. Bildungsweg) und kein Wissenschaftler.

13.) Bezüglich Ihrer letzten Studie über Prüfsiegel auf dem Finanzmarkt kam Professor Dr. Dr. Karl-Georg Loritz von der Uni Bayreuth Ende 2009 zu dem Fazit: "Die Methoden halten wissenschaftlicher Nachprüfung nicht stand, zum Teil werden spekulative Aussagen an die Stelle von Fakten und logischen Schlussfolgerungen gesetzt. Die Studie ist deshalb leider sogar in den wesentlichen Aussagen nicht haltbar, ja unrichtig.? Was sagen Sie zu dieser Einschätzung Ihrer wissenschaftlichen Arbeitsweise? Haben Sie bei Ihrer aktuellen Studie etwas anders gemacht als in der bewerteten? Wenn ja, was?

14.) Sie schreiben uns, dass zum Beispiel eine in Ihrer Studie nicht nachrecherchierte Verdächtigung gegenüber GoMoPa.net eine "freie Meinungsäusserung des 68jährigen Pensionärs Siepe" sei. Warum haben Sie das nicht so in Ihrer wissenschaftlichen Studie gekennzeichnet?

Für eine zeitnahe Beantwortung bedanken wir uns im voraus.


Werner Siepe zeigte auf die Presseanfrage, auch auf eine Erinnerung, keinerlei Reaktion.





















 

01. August 09, 02:00:00

Megadownloads: Staatsanwaltschaft erstickt fast vor Anzeigenflut


Die Vlothoer Inkasso-Zentrale (50 Mitarbeiter) von Mega-Downloads und Firstload im Teutoburger Wald droht nach einer Polizeirazzia nun von ganz unerwarteter Seite das Aus: Wegen des Lärms, den die Frankier- und Falzmaschinen für die 10.000 Mahnbriefe machen, die täglich verschickt werden (bis 80.000 Euro Portokosten), ist Vermieter Friedrich Klocke, der im selben Haus wohnt, so genervt, dass er den Gewerbe-Mietvertrag außerordentlich kündigen will. Klocke: "Es ist, als wenn nachts ein Traktor durch dein Schlafzimmer rattert."

Doch das trifft Eintreiber- und Schützenkönig Frank Babenhauserheide (45, "Ich würde auch 75 Cent bei Schuldnern eintreiben") längst nicht so hart wie die seit Juni eingefrorenen Konten seiner nun brach liegenden Inkasso-Expansionsfirmen L & H GmbH in Hannover. Rund 500 Strafanzeigen arbeitet die Staatsanwaltschaft zur Zeit gegen ihn und seine Führungscrew ab.

Im Wiener Galaxy Tower in der Praterstraße, dem Sitz der Geld-Zentrale von Megadownloads und Firstload, bricht leichte Hysterie aus. Papa Dr. Robert Fritzmann (50, Besitzer der Bezahlseite Firstload, 25 Millionen Euro Jahreseinnahmen) konnte an seinem neuerlichen Wohnsitz Dubai vor der Beschlagnahme der Hannover-Konten noch 323.000 Euro von der L & H in Empfang nehmen. Doch Sohn Valentin Peymann Fritzmann (25) in Wien wartet vergeblich auf knapp 1 Million Euro aus Deutschland. Sein Buchhalter Pils schickte besorgte E-Mails zur L & H nach Westfalen: "Da noch immer keine Überweisungen vom Konto der Sparkasse Hannover möglich sind, möchte ich mal nachfragen, ob da noch etwas passiert? 2. Frage. Bislang sind die Kontoauszüge noch nicht eingetroffen, ist da irgendetwas schief gelaufen? Bitte freundlichst umgehend das Problem zu lösen. Vielen Dank, Reinhard Pils".

Ermittelt wurde gegen die Fritzmänner, die gern kritische Medien mit Unterlassungsklagen (250.000 Euro, zuletzt ct-netz) oder DDOS-Computerattacken (GoMoPa) überziehen, und den Kalletaler Pferdehändler Babenhauserheide schon viel. Aber diesmal geht der bandenmäßig organisierte Betrug in Strafdimensionen von bis zu zehn Jahren Haft. Die Staatsanwaltschaft für Organisierte Kriminalität Hannover schiebt Überstunden, weil eine Flut von Betroffenen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Anzeigen gegen die L & H und Megadownloads eingereicht haben, da sie zahlen sollen, obwohl sie nie auf einer der Aboseiten waren.

Für diese neue Qualität der Inkasso-Briefe haben die Fritzmanns eine eigene Vertriebsschiene aufgebaut. Sie beauftragen die sogenannte Rumänienbande mit der Entwicklung von Browser-Spielen. Das sind Matthias Müller (32) und Abdulla Saleh (32) von Mymovies, elicious, EyeStar und networx aus der Leopoldstraße 19 in München und Nico Gabriel Carjea, mit dem sie in Sibiu (Hermannstadt in Rumänien) die Firma SC Net Venture SRL betreiben. Sie sind zum Beispiel dafür verantwortlich, wenn beim Surfen im Internet plötzlich ein Popup-Fenster aufgeht mit den Worten: Sie haben einen Z4 gewonnen. Man braucht nur seine Daten eingeben, schon sitzt man in der Falle. Das geht auch bei den kostenfreien Test-Spielen.

Die Fritzmänner bezahlen bei Google scheinbar neutrale Seiten. Ein paar Tage sind sie im Netz ohne Abo-Hinweis. Man lädt sich scheinbar kostenlos etwas herunter. Wenige Tage später ist diesselbe Seite kostenpflichtig. Der Internetnutzer versteht die Welt nicht mehr, wenn er plötzlich eine Rechnung bekommt. Der Download schien doch kostenlos.

Eingetrieben wird das Geld dann über Inkassofirmen wie BWL Letter & Support GmbH, BWL Service GmbH Co. KG und Web-Inkasso unter Führung von Frank Babenhauserheide. Und über den Buchhalter der Fritzmänner, Reinhard Pils, in Wien kommt das Geld nach Österreich oder zu Briefkasten-Treuhandfirmen in Dubai.

Anzeigen von Geschädigten der L & H und Megadownloads nimmt die Staatsanwaltschaft Hannover schriftlich entgegen: Staatsanwaltschaft Hannover, Postfach 109, 30001 Hannover. Das Aktenzeichen lautet: 5302 Js 41769/09.

Wer schon Geld an die Inkassodienste überwiesen hat, bekommt sein Geld nicht automatisch zurück. Er muss die Ansprüche von einem Rechtsanwalt zurückholen lassen.

Alle Einzelheiten über das Abzock-Geflecht lesen Sie auf GoMoPa unter:

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01. August 08

Der Datenskandal

Wer angenommen hat, dass England und Deutschland den Supergau des Datenskandals erlebt haben, muss sich nun eines Besseren belehren lassen. Auch unseren skandinavischen Freunden in Norwegen bleibt gerade das Rentierfleisch im Halse stecken. Das norwegische Finanzamt hat jetzt ihre Medienvertreter mit Futter versorgt. Die Behörde verschickte die Steuernummern und Einkommen aller Steuerzahler an die wichtigsten Medienanstalten des Landes. Der Finanzministerin Kristin Halvorsen ist das Fettnäpfchen überaus peinlich.

In Norwegen ist es durchaus üblich, den Medien, mit einer jährlichen Liste einen Überblick über alle Einnahmen aller Einwohner zu geben. Darin enthalten waren bisher auch immer personenbezogene Daten, inklusive Namen und Einkommenssteuer, jedoch nicht die Steuer- oder Identifikationsnummer. Letztere wurde nun versehentlich gleich mit versendet. Diese Personennummer ist in Norwegen weitaus wichtiger als der Name.

Mit diesen Informationen erleichtert man Kriminellen das Leben, denn mit Kenntnis der Nummer könnten subversive Elemente andere Identitäten annehmen. Dem norwegischen Datenschutzbeauftragten stehen die Haare zu Berge. Die Finanzbehörde bat die Medien jetzt um die umgehende Rückgabe der Datenträger und entschuldigten sich bei ihren Steuerzahlern. Es geht immer schlimmer!

 

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