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02. September 12, 02:00:00 Wie bekommt man einen Diplomatenpass?![]() K1-Initiator Helmut Kiener aus Aschaffenburg in Bayern Der aus Aschaffenburg stammende Diplom-Sozialpädagoge, der in Florida ein geheimes Doppelleben mit 23-Millionen-Dollar-Villa, Privatjet und Helikopter geführt hatte, reiste im Jahre 2009 als Attache der Republik Guinea-Bissau nach Deutschland ein und war eigentlich im November 2009 zu einem Promi-Golfturnier mit Franz Beckenbauer, Oliver Kahn und Guido Westerwelle verabredet. Dazu sollte es nicht kommen. Trotz seines Diplomatenpasses wurde Kiener am 28. Oktober 2009 verhaftet und kam bis heute nicht mehr frei. Der afrikanische Diplomat wurde sogar vor Gericht gestellt. Das Landgericht Würzburg verurteilte Kiener am 22. Juni 2011 zu zehn Jahren und acht Monaten Haft ohne Bewährung, weil Kiener in neun Jahren 5.000 Kleinanleger und zwei Großbanken um 334 Millionen Euro geprellt hatte. Weder die Haftbeschwerde seines Münchner Anwalts Lutz Libbertz noch der Brief des Botschafters von Guinea-Bissau in Deutschland, Henrique da Silva, an die Würzburger Landgerichtspräsidentin konnten Kiener retten. Was hatte Kiener falsch gemacht? Kiener hat sich einfach das falsche Land ausgesucht. Um als Exterritorialer in Deutschland außerhalb der deutschen Gerichtsbarkeit zu stehen, müssen sich Diplomatenpassinhaber aus den meisten Ländern der Welt bei der deutschen Ausländerbehörde anmelden und einen Aufenthaltstitel (Akkreditierung) beim Auswärtigen Amt beantragen. Diesen Aufenthaltstitel hätte der mit Haftbefehl gesuchte Hedgefondsmanager natürlich nie bekommen. Wäre Kiener Attache eines anderen Landes gewesen, wäre er vor Strafverfolgung in Deutschland geschützt gewesen. Denn Kiener hätte gar nicht einen Aufenthaltstitel beantragen müssen, hätte Kiener als Diplomat ein Land vertreten, das auf der Ausnahmeliste für solche lästigen Formalitäten steht. Die Anlage B des Paragrafen 19 der deutschen Aufenthaltsverordnung sieht dafür folgende Länder vor: Bolivien, Ghana, Kolumbien, Philippinen, Thailand, Tschad, Türkei, Albanien, Algerien, Bosnien und Herzegowina, Indien, Jamaika, Kasachstan, Kenia, Malawi, Marokko, Mazedonien, ehemalige Jugoslawische Republik, Moldau, Montenegro, Namibia, Pakistan, Peru, Russische Föderation, Serbien, Südafrika, Tunesien, Ukraine und Vereinigte Arabische Emirate. Die westafrikanische Republik Guinea-Bissau, die Kiener vertrat, ist bei dieser Liste nicht dabei. Umgekehrt hätte sich Kiener auch mit einem deutschen Diplomatenpass, wie ihn das Referat 505-9 des Auswärtigen Amtes für Dienstreisen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsidenten Christian Wulff oder überhaupt für jeden Bundestagsabgeordneten und deren mitreisende Familienangehörige ausstellt, nicht straffrei in Deutschland bewegen dürfen. Die Immunität gilt nur fürs Ausland. Kann man einen gültigen deutschen Diplomatenpass erwerben?
Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net fragte den Schweizer Ruben Schnyders von der Firma Confidential Business aus Isle of Man, ob man auch ohne eine einjährige diplomatische Ausbildung an der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin Mitte oder ohne ein Mandat als Bundestagsabgeordneter oder ein Amt als Ministerpräsident oder Staatssekretär in den Besitz eines gültigen Diplomatenpasses mit Akkreditierung eines Landes gelangen könnte.
Ruben Schnyders: "Nein, einen gültigen deutschen Diplomatenpass können Sie nicht kaufen. Wer einen deutschen Diplomatenpass haben will, muss zum Beispiel in der Regierung, beim Bundeskriminalamt oder beim Bundesnachrichtendienst tätig sein. Den dunkelblauen deutschen Diplomatenpass gibt es nur vom Auswärtigen Amt." GoMoPa.net: Aber als deutscher Geschäftsmann, so wie Kiener, kann ich doch Sonderbeauftragter (Attache) eines ausländischen Landes werden oder eines völkerrechtlichen Subjekts oder einer internationalen Organisationen wie der UNO, dem Souveränen Malteserorden oder dem Internationalen Komitee des Deutschen Roten Kreuzes oder? Schnyders: "Ja, wenn ein deutscher Staatsbürger nun Sonderbeauftragter der Regierung von Venezuela ist, von dort auch einen Diplomatenpass erhält, kann er die Vorzüge eines Diplomatenpasses weltweit nutzen. Zum Beispiel auf seinen Reisen. Er unterliegt aber als Deutscher nur der diplomatischen Immunität in Deutschland, wenn er sich beim Auswärtigen Amt akkreditiert. Oder er hat einen Pass eines Landes, bei dem man sich in Deutschland nicht akkreditieren muss." GoMoPa.net: Die Confidential Business besorgt also für Geschäftsleute echte Diplomatenpässe als Sonderbeauftragter für verschiedene Länder, welche wären das? Schnyders: "So ist es. Wir bevorzugen einen Diplomatenstatus von ausgewählten Ländern in Lateinamerika und karibischen Staaten. Wir arbeiten mit Venezuela, Brasilien, Argentinien, Honduras, Dominica, den Bahamas oder auch den Britischen Jungferninseln zusammen." GoMoPa.net: Können Sie die Vorteile des Diplomatenpasses dieser Länder aufzählen? Schnyders: "Das sind diplomatische Immunität. Ein Diplomaten-Bankkonto. Diplomaten-KFZ-Kennzeichen. Nutzung der Diplomatenline an internationalen Flughäfen. Diplomaten-Gepäck. Keine Polizei-, Grenz- und Gepäckkontrollen. Verbilligte Flugreisen in der First-Class bei zahlreichen renommierten Fluggesellschaften. Repräsentationsaufgaben bei internationalen Regierungs- und Botschaftsempfängen. Zutritt zum elitären Kreis des Establishments." GoMoPa.net: Was muss ich als Geschäftsmann dafür tun und bezahlen? Schnyders: "Um einen Diplomatenpass zu erwerben, muss der Interessent auch bereit sein, gewisse Aufgaben zum Beispiel als Sonderbeauftragter der Regierung zu übernehmen. Das sind in der Regel beratende Tätigkeiten im Finanz-, Gesundheits- oder im Militärbereich. Der Interessent muss an den Endsendestaat eine Spende leisten. Die Spenden beziffern sich auf 150.000 US-Dollar. Hinzu kommen die Kosten für Confidential Business. Unser Honorar beziffert sich auf 35.000 US-Dollar zuzüglich Reisekosten und Spesen. Grundsätzlich gilt: Je attraktiver der Staat, der Diplomatenpass, desto größer der finanzielle Einsatz, der Bewerbern abverlangt wird." GoMoPa.net: Auf dem Schwarzmarkt werden angeblich gültige Diplomatenpässe schon ab 1.000 US-Dollar angeboten, was sagen Sie dazu? Schnyders: "Der Handel mit Diplomatenpässen hat sich in den letzten Jahren zu einem eigenen Wirtschaftsbereich mit respektablen Umsätzen entwickelt, weil einige Staaten, so genannte Bananenrepubliken, solche Diplomatenpässe über zwielichtige Vermittler gegen ein Entgelt von 1.000 oder 5.000 US-Dollar vergeben. Dieses gilt nicht nur für Diplomatenpässe, sondern auch für Honorarkonsulate, die dem Besitzer diplomatische Immunität gewähren sollen. Die Diplomatenpässe werden in der Regel von korrupten Staatsbediensteten ausgestellt, sind für den zukünftigen Besitzer völlig wertlos und haben zudem noch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen zur Folge, falls der Inhaber versucht, sich mit diesem Dokument bei Polizei- oder Grenzkontrollen zu legitimieren." GoMoPa.net: Der K1-Hedgefonds-Gründer Helmut Kiener hatte einen afrikanischen Diplomatenpass, was halten Sie davon? Schnyders: "Ein Diplomatenpass aus Afrika sollte eigentlich genauso viel wert sein, wie ein Diplomatenpass aus der Schweiz, Österreich, Deutschland oder den USA, ist er aber nicht. Zöllner und Immigration in Europa und Nordamerika lassen sich reichlich wenig von einem afrikanischen Diplomatenpass beeindrucken, wenn es um Kontrollen des Reisegepäcks oder des Autos geht. Auch bei der Einreise werden diese Diplomaten oftmals genau kontrolliert. Wir raten daher von dem Erwerb eines Diplomatenpasses aus afrikanischen Ländern grundsätzlich ab, auch dann, wenn der Inhaber ordentlich akkreditiert wurde. Auch auf Diplomatenpässe und ebenso auf Staatsbürgerschaften der dominikanischen Republik sollte man tunlichst verzichten. Über 90 Prozent aller von der dominikanischen Republik verliehenen Pässe und Staatsbürgerschaften wurden für ungültig erklärt, obwohl sie für viel Geld ausgestellt worden waren, von korrupten Regierungsbeamten, Ministern und auch dem Staatspräsidenten." GoMoPa.net: Können Sie mal ein Beispiel nennen? Schnyders: "Mir ist ein belgischer Geschäftsmann bekannt, der dieser Regierung im Jahre 2010 drei neue Rettungswagen gekauft und geliefert hat. Als Dank erhielt die Position als Sonderberater der Regierung im Gesundheitswesen sowie einen dazu gehörigen Diplomatenpass. Mitte 2011 wurde ihm dieser Diplomatenpass entzogen, weil er den finanziellen Nachforderungen eines Ministers nicht nachkommen wollte. Ein durch und durch korruptes Systems in der dominikanischen Republik. Aber nicht nur da." GoMoPa.net: Herr Schnyders, wir danken für das Interview. Wer sich ganz normal als Diplomat beim Auswärtigen Amt bewerben möchte, das Alter spielt keine Rolle, man muss nur einen Magister (Fach- oder Hochschule) haben und Englisch und eine UN-Amtssprache wie Französisch, Arabisch, Chinesisch, Russisch oder Spanisch beherrschen, kann sich zu den nächsten Bewerbertagen für den höheren diplomatischen Dienst einfinden. Sie finden am Dienstag, 7. Februar 2012, ab 12.00 Uhr in der Dienststelle des Auswärtigen Amtes in Bonn (Eingang Tempelstraße 1-3) und am Donnerstag, 9. Februar, in der Zentrale des Auswärtigen Amtes in Berlin (Eingang Unterwasserstraße 10) statt. Aus Sicherheitsgründen ist eine Anmeldung erforderlich: Bis zum 2. Februar (für die Veranstaltung in Bonn), bis zum 6. Februar (für die Veranstaltung in Berlin) unter Auwärtiges Amt Bewerbertage. Motto: "Ihr Arbeitsplatz - die Welt". Für alle anderen gilt, es doch etwas schlauer als Häftling Kiener anzustellen. Nun denn ... Link zum Thema: » Confidential Business Weitere Links zum Thema » Aufenthaltsverordnung Deutschland » Anlage B: Ausnahmeländer » Aufenthaltsgesetz Deutschland » Gerichtsverfassungsgesetz Paragraphen 18 bis 20 Exterritoriale Pressemitteilungen zum Thema » Malteser-Orden: Ritter-Staat und Diplomatenpässe » Unzustellbar: Personalausweis ohne festen Wohnsitz? » K1-Direktor Frerichs: 300 Millionen versenkt, aber Haftverschonung » Des Ritters Wirtschaftskammer Beiträge zum Thema » Diplomatenstatus für Helmut Kiener? » Meinung zu diplomaticpassport.com » Diplomatische Immunität in Deutschland Kategorien zum Thema » Doktortitel, Adelstitel, Diplomatenpässe » Private |
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02. September 11 GRÜEZI - Schrottimmobilienverkäufer werden Aktienpusher![]()
Einige alte Immobilienhasen des Wohnungs-Handelshauses GRÜEZI Real Estate AG vom Berliner Kurfürstendamm 188 suchen ihr neues Heil in Erneuerbaren Energien. Und weil sie von diesem Geschäft als Immobilienmakler natürlich keine Ahnung haben, versuchen sie, sich mit dubiosen Aktientauschangeboten in bereits etablierte Solarfirmen hineinzuschmuggeln, um von steigenden oder fallenden Aktienkursen zu profitieren.
Dabei nutzen die Aktienpusher eine Gesetzeslücke aus. Denn, solange das Volumen der zum Tausch angebotenen Wertpapiere nicht die Grenze von 100.000 Euro überschreitet, fallen die entsprechenden Umtauschangebote nicht unter die Prospektpflicht nach dem Wertpapierprospektgesetz, erläutert die Bonner Finanzmarktaufsicht Bafin in einer Stellungnahme. Bei der 1999 gegründeten GRÜEZI Real Estate AG sind die goldenen Maklerzeiten offenbar vorbei. Nach Aussagen eines Vorsitzenden Richters am Berliner Landgericht laufen gegen das börsennotierte Unternehmen mehr als 117 Klagen von ruinierten Käufern, die mit falschen Versprechungen von Steuersparimmobilien, die sich angeblich durch Mietpool-Garantien ohne Eigenkapital von selbst tragen würden, getäuscht worden sind. Gegen den Vorstandsvorsitzenden, Bankkaufmann Klaus Bär (50), hat eine Gerichtsvollzieherin am 25. Mai 2011 einen Haftbefehl beantragt, weil sich die GRÜEZI Real Estate AG weigert, 103.000 Euro an zwei Frauen wegen einer Schrottwohnung in Köpenick zurückzuzahlen, obwohl das Landgericht Berlin die GRÜEZI dazu verurteilt hat. Die Führungsriege eines Vertriebes von GRÜEZI, der KK Royal Basement GmbH aus der Brandenburgischen Straße 39 in Berlin Wilmersdorf, sitzt in Untersuchungshaft. Der Chef, Kai Uwe Klug (30), und die Makler Christos Drame, Hartmut Siebrandt alias Dr. Lindemann und ein gewisser Herr Hon wurden am 16. Juni 2011 von einem Sondereinsatzkommando der Berliner Polizei überwältigt und wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges in Millionen Höhe verhaftet. KK Royal vermittelte Wohnungen für die Vito Handelsgesellschaft, die zur GRÜEZI Real Estate AG gehört. Die Aktien der GRÜEZI Real Estate AG sind mittlerweile zu einem Pennystock verkommen und werden zur Zeit für 41 Cent pro Aktie an der Börse gehandelt, dem tiefsten Stand seit Handelsbeginn der Aktie am 9. Mai 2007 (Grafik © Finanzen100). GRÜEZI Real Estate AG belegt von 286 an der deutschen Börse gelisteten Immobilienunternehmen mit Platz 281 den sechstvorletzten Platz. Wohl Gründe genug, dass sich einige GRÜEZI-Macher ein neues Betätigungsfeld gesucht haben: Den Tausch eigener gut klingender, aber wertloser Aktien gegen werthaltige Aktien oder Fondsanteile. Als Köder genügt eine Anzeige im elektronischen Bundesanzeiger. Die kostet gut 30 Euro. Dann geht alles automatisch. Denn die Banken verpflichten sich, alle Offerten an die Depotinhaber weiterzuleiten. Bei der Targo Bank heißt es etwa, man werde "insbesondere Informationen über freiwillige Kauf- und Umtauschangebote zur Kenntnis geben", schreibt Euro am Sonntag. So bekamen Aktionäre so renommierter Unternehmen wie Tonkens Agrar AG, KTG Agrar AG, Solar Millenium AG, Suntech Power und die solarhybrid AG plötzlich ein Angebot von einer Schweizer Firma namens iEnergy AG aus Zug, ihre Aktien gegen zweieinhalb Anteile der deutschen Tochter, der angeblich aufstrebenden Berliner Smart Grids AG, zu tauschen. Die Berliner Smart Grids AG ist aber in Wirklichkeit ein alter Firmenmantel einer BRG Vermögensverwaltung vom Kurfürstendamm 130, nur ein paar Schritte von der Kudammzentrale der GRÜEZI Real Estate AG entfernt, die mit Erneuerbaren Energien bislang nichts am Hut hatte. Verschiedene Verantwortliche der Smart Grids AG und iEnergy stammen aus dem Umfeld der GRÜEZI Invest AG aus Zug in der Schweiz und deren deutscher Tochter Grüezi Real Estate AG, die ja, wie schon erwähnt, zum Pennystock verkommen ist. So ist deren früherer Vorstandschef Roland Döbele laut dem Schweizer Wirtschaftsauskunftsdienst Moneyhouse zugleich Verwaltungsrat der iEnergy und der GRÜEZI Invest. Auch iEnergy-Direktor Roland Bacon ist bei der GRÜEZI Invest als Zeichnungsberechtigter aktiv, Smart-Grids-Aufsichtsrat Ulrich Alexander Setzermann (43) wiederum war ehemals Assistent des Vorstandes der GRÜEZI Real Estate AG und beim Börsengang der GRÜEZI Real Estate AG mit an Bord. "Alte Bekannte also", wie Euro am Sonntag urteilt. "Wir sind nicht GRÜEZI-verseucht", sagt dagegen Smart-Grids-Aufsichtsrat Patrick? Wittke, der wie Döbele und Setzermann aus der Immobilienwirtschaft kommt und bislang mit Erneuerbaren Energien weniger zu tun hatte. Dennoch verteidigt er die Umtauschangebote gegenüber der Zeitung: "Das ist fair." ![]()
Die iEnergie AG, die 50 Prozent an der Smart Grids AG hält (der Rest ist Streubesitz), kündigt die Umtauschangebote auch ganz offensiv auf ihrer Homepage an (siehe Ausriss © iEnergy AG) und schreibt:
Die von dem Angebot überrumpelte solarhybrid AG fand das allerdings gar nicht gut und warnte vor dem Umtausch ihrer Aktien in die Aktien der Smart Grids AG am 1. Juli 2011 wie folgt:
Die Smart Grids AG wird heute an der Frankfurter Börse mit 7 Euro gehandelt. Das sind 39 Cent weniger als gestern. 39 Cent hören sich nicht viel an. Aber hält der Trend wie im Augenblick an, wird die Firma schnell bei 0 Cent stehen. Wenn nicht ein Umtauschangebot gelingt ... Links zur Pressemitteilung: » Warnung der BaFin » iEnergy AG Handelsregisterauszug » iEngergy AG Bonitätsauskunft Pressemitteilungen zum Thema » KK Royal Nimmersatt Kai-Uwe Klug in U-Haft » Das Sündenregister des Berliner Immobilienmanagers Horst Bogatz » GRÜEZI Real Estate: Haftbefehl gegen Vorstand beantragt » Dr. Thomas Schulte: K.O.-Sieg gegen GRÜEZI Real Estate AG » Schrottimmobilien: Mitternachtsnotar gibt auf » T.K. Klinge Immobilien: Rette sich, wer kann » Schrottimmobilien-König Klinge: Wann schlägt die Justiz zu? » Berlin - Vom Strassenmusikanten zum Immobilienmillionär und zurück » Anlegerschutzgesetz: Kein Schutz im Grauen Kapitalmarkt » Dubioser Aktientausch an der BaFin vorbei Beiträge zum Thema » iEnergy AG - Roland Bacon - Dr. Roland Döbele » Solar Millennium AG » KTG Agrar AG » Tonkens Agrar AG » Smart Grids AG » Grueezi Unternehmensgruppe, Berlin » KK Royal Basement GmbH » Steuerfüchse / Steurschotten » Steuerschotten GmbH » Swisskontor GmbH » TK Immobilien Berlin » Notar 12.10.2009 Klinge-Renner » Etika Grundbesitz von Konstantin Renner Kategorien zum Thema » Schrottimmobilien » Wer kennt, was meint Ihr dazu? » Private: GEFÄHRLICH » Immobilie - Deutschland » Buschtrommel » Aktien |
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01. September 10 Fauler Kreditzauber aus ParaguayEinleitung: Mit fast 20% der Stimmen wurde die Story zum Top-Thema des Monats August gewählt. Aber lesen Sie selbst:
Geld scheint im südamerikanischen Paraguay nicht viel zu zählen. Banken müssen offenbar mit 25 Prozent Zinsen auf die Einlage locken, damit man die Paraguay Guarani (1 Euro sind rund 6.000 Guarani) überhaupt aufs Konto bringt. Ein Darlehen aus Kreditkarten kostet dann auch gleich 42,5 Prozent.
Dennoch bietet derzeit eine Ahorros & Prestamos AP Finanz S.A. (übersetzt Spargeld & Kredite) aus der paraguayischen Hauptstadt Asuncion per Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) einen Spezialkredit mit Fondsbeteiligung an, bei dem man lediglich ein Startkapital in Höhe von 2.000 Euro via Western Union auf die Banco Continental Asuncion überweist und sich schon nach vier Monaten auf einen Geldrückfluss von 350.000 Euro und nach 15 Jahren noch einmal von 600.000 Euro freuen darf. Und der Clou: Beide Summen bräuchten laut Angebot nicht zurückgezahlt zu werden. Ein Wunder oder Vorkostenbetrug? Die Firma stellt neben der Bargeldanweisung nur eine Bedingung: Man müsse den beiden Geschäftsführern in Asuncion, Jose Luis Benitez Roja und Rolf Michael Schwarz, eine Generalvollmacht erteilen, dass diese auf die Namen der Kunden Kredite aufnehmen und Fondsbeteiligungen kaufen dürfen. Insgesamt würden pro Kunde von der AP Finanz S.A. rund eine Million Euro an Kredit aufgenommen werden, mit denen die AP Finanz S.A. arbeiten. Wie das mit nur 2.000 Euro Startkapital gehen soll, erläutert Exekutive Manager Schwarz auf Kundenanfrage so: "Das Finanzierungsmodell ist simpel, aber äußerst effektiv". Man habe es gerade in der Schweiz erfolgreich erprobt und wolle "nun den deutschen Kapitalmarkt erobern." Es ist ein 4-Kredit-Modell, bei dem man sich in vier Stufen zum Millionenkredit hangeln würde. Für 2.000 Euro bekäme man einen privaten Kleinkredit von 8.000 Euro. Das ergibt ein Eigenkapital von 10.000 Euro. Darauf bekäme man einen Kredit von 40.000 Euro. Schon hätte man ein Eigenkapital von 50.000 Euro. Darauf gibt es einen Kredit von 200.000 Euro. So hat man dann ein Kapital von 250.000 Euro auf dem Konto. Darauf bekäme man einen Kredit von 1 Million Euro für eine Laufzeit von 15 Jahren mit einem Zins von 3,95 Prozent pro Jahr und hätte somit 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bank zahle davon als Sicherheit 600.000 Euro in einen Fonds, angeblich staatlich geförderte Projekte in Argentinien, Brasilien, Karibik und den USA. "Die garantierte Mindestrendite beträgt 15 Prozent pro Jahr", heißt es im Angebot. Die drei ersten Kredite (rund 250.000 Euro) werden abgelöst. Von den verbleibenden 400.000 Euro gehen 50.000 Euro für Kosten ab. 350.000 Euro würden nach vier Monaten ausgezahlt und bräuchten nicht zurückgegeben werden. Nach 15 Jahren folgen dann die 600.000 Euro Kapitalrückfluss aus den Fonds bei getilgtem Kredit. Der Finanznachrichtendienst GoMopPa.net stellte die Angebotsunterlagen einem Kaufmann und einem Fondsprospektierer vor und bat um eine Einschätzung. Beide Wirtschaftsexperten raten von einer Kreditanfrage ab. Lesen Sie, warum. Der Kaufmann schrieb: "Es geht hier in erster Linie um das Dokument AP Finanz 7 - Zahlung Inititalbetrag, also um die 2.000 Euro über Western Union an einen Herrn Frank Irrling als Emfpänger. Falls dieser Betrag gezahlt ist, werden mit Sicherheit weitere Kostenforderungen erfolgen, da das Opfer schon einmal am Haken zappelt und dieses Geld nicht abschreiben will. Eventuell passiert auch gar nichts mehr, wenn der Intitiator sich mit den 2.000 Euro zufrieden gibt, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Das Spiel wird so lange gespielt, wie das Opfer bereit ist, weitere Gelder für irgendwelche Kosten oder denEigenkapitalnachweis nachzuschießen. Das Ganze ist eine Variante der beliebten Vorkostenabzocke. Sobald der Geldfluss aufhört, passiert nichts mehr. Kredite für Investitionen, insbesondere Sich-selbst-zurückzahlende-Kredite und Anlagen mit garantierter jährlicher Rendite von 15 Prozent wird es niemals geben, insofern wird man auch keinen Millionenkredit an der Backe haben, soviel kann ich Sie beruhigen." Der Fondsprospektierer schrieb: "Das Angebot ist wirklich selten skuril und hat prinzipiell gleich mehrere Pferdefüsse, wobei der eine den anderen nicht ausschließt:"
GoMoPa.net schickte an die AP-Finanz-Geschäftsführer folgende Fragen:
Rolf Schwarz schickte GoMoPa.net daraufhin ein paar Links zu Internetseiten, auf denen GoMoPa.net verleumdet wurde, und schrieb: "Gerne würde ich Ihre Fragen beantworten, aber folgende Links lassen mich befürchten, dass dabei nichts Gutes herauskommt. MfG Rolf Schwarz." GoMoPa.net versucht seit zehn Jahren, einen einzigen erfolgreich vermittelten Kredit aus Paraguay nach Deutschland aufzuspüren. Bislang hat es einen solchen Kredit nie gegeben und wird es auch mit großer Sicherheit nicht geben. Dokumente zum Thema » AP Finanz Angebot » AP Finanz Aufrechnung » AP Finanz Selbstauskunft Beiträge zum Thema » Van Dyken aus Paraguay Consult wegen Kredite » Van Dyken aus Paraguay » Nepper, Schlepper, Bauernfänger » Darlehen » mal wieder - Kredite aus Paraguay » Darlehn 24 - seriös oder abzocke? » Kredite/Darlehen/stille Beteiligungen/Venture Capital HIER?! » Kredite aus Paraguay - Auszahlung noch dieses Jahr » Wer kennt La Plata? » Auslieferung von Straftätern und Steuerhinterziehern Kategorien zum Thema » Wer kennt, was meint Ihr dazu? - Hintergrundinformationen » Dubios » Betrug - Sonstiges » Kapitalbeschaffung » Kapital & Kreditangebote » Kapitalanlage |
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02. September 09 Heinz Gerlach & Co: Ratings, die keiner brauchtDer Steuergehilfe Heinz Gerlach (64) aus Oberursel in Hessen ist so sehr von sich überzeugt, dass er seine Anlegerschutz-Postillen sogar direkt an Staatsanwaltschaften verschickt. Dabei erfahren die Staatsanwälte in den Gerlach-E-Mails nichts, was sie nicht selbst öffentlich nachlesen könnten. Gerlachs "journalistische" Leistung besteht eigentlich nur darin, dass er aus 50 Seiten eines Emissionsprospektes die Fakten auf zwei Seiten herausfiltert. Also nichts weiter bietet als einen Zusammenfassungs- und Abheftservice, der mit einer inhaltlichen Bewertung überhaupt nichts zu tun hat. Sein für Laien auf den ersten Blick beeindruckender Doppelhaken am Ende eines "Beitrages" bedeutet nicht wirklich eine Rating-Einschätzung. Die Häkchen bedeuten nur: Es haben alle Unterlagen vollständig vorgelegen. Mehr nicht. So steht es auch bei Heinz Gerlach im Kleingedruckten, damit Heinz Gerlach für nichts haften muss. OLG Düsseldorf: Gerlach ist kein Anlegeschützer Dass Gerlach kein Anlegeschützer ist, stellte bereits das Oberlandesgericht Düsseldorf am 19. März 1996 fest (AZ 20 U76/95): "Zumindest insoweit ist der Klägerin Recht zu geben, was der Beklagte (Gerlach) mache, sei überhaupt kein Anlegerschutz." Bei der Begründung gaben die Düsseldorfer Richter Gerlach eine schallende Ohrfeige: "Von einem Unternehmen, das sich selbst als Die Anlegerschutzadresse bezeichnet, wird jedoch mehr erwartet als diese angeblich einzigartige Systematisierung zum Fragenbereich der Aufklärungspflichten im Verkaufsprospekten über Kapitalanlagen. Der angesprochene Verkehr erwartet nicht in erster Linie diese Aufarbeitung rechtlicher Fragen, sondern - zumindest auch - die (kritische) Berichterstattung über aktuelle und konkrete Kapitalanlage-Projekte. Die Anleger sollen - jedenfalls in erster Linie - geschützt werden durch eine kritische wirtschaftliche Analyse derjenigen Kapitalmarktprodukte, die aktuell am Markt angeboten werden. Wenn der Beklagte (Gerlach) in seinen Anlegerschutz-Publikationen gerade solche Informationen ausklammert, kann er auf diesem Gebiet keine Spitzenstellung für sich in Anspruch nehmen. Durch eine solche Behauptung werden die Kapitalanleger, zumindest ein ganz erheblicher Teil von ihnen irregeführt, weil sie von einem Anlegerschutz gerade das erwarten, was der Beklagte nicht anbietet." LG Frankfurt: Gerlach diskriminiert und behindert den Wettbewerb Das Landgericht Frankfurt am Main setzte am 10. August 2007 noch eins drauf und untersagt Gerlach ?generell? dessen Geschäftsmethoden (AZ 3.1102/07). Es spricht von ?diskriminierender Wettbewerbshandlung? und ?gezielter Behinderung?. Gerlach droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder bis zu sechs Monaten Haft, sollte er einem Emissionshaus, das die Zusammenarbeit mit Gerlach verweigert, mit seinem Anlegerschutz-Transparenz-Ratings drohen. Im Fall einer Komplementärin von Medienfonds-Kommanditgesellschaften entschied das Landgericht Frankfurt am Main am 22. Juni 2005, dass Gerlach für Verleumdungen haften muss (AZ 3-08012/05). Bei Wiederholung seiner Schmähkritik (so das Gericht wörtlich) gegen das Emissionshaus muss Gerlach 250.000 Euro zahlen oder für sechs Monate hinter Gitter. Gerlach zeigt nicht zahlende Häuser an und berichtet, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt Gern zeigt Gerlach auch mal ein Emissionshaus, das ihm nicht die mindestens 12.500 Euro "Prospekt-Vorprüfungsgebühr" bezahlt, bei der Staatsanwaltschaft an. Der Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren natürlich wegen haltloser Vorwürfe ein. Doch Gerlach verbreitet in der Zwischenzeit marktschreierisch, dass gegen das Emissionshaus seitens der Staatsanwaltschaft ermittelt wird. Dass Gerlach mit Veröffentlichung der Ermittlungsakte Geld verdient, erzürnte einen Kölner Staatsanwaltschaft so sehr, dass er Gerlach am 15. Oktober 1999 eine Rüge erteilte (AZ 110 Js 752/99). Staatsanwalt Wolfgang Hartung schrieb dem Anwalt eines Gerlach-Opfers: "In dem Verfahren hat der Unterzeichner (Staatsanwalt) erstaunt zur Kennnis nehmen müssen, dass der Anzeigenerstatter (Gerlach) anscheindend durch Publikationen der in der Ermittlungsakte geführten Korrespondenz Geld verdient, indem er diese durch Verbreitung auf CD-Rom gegen Entgelt veröffentlicht. Besonders bedenklich aber stimmt den Unterzeichner (Staatsanwalt), dass Ihr Mandant (Gerlach-Opfer) sein Prospektierungs-Know-How in Form einer Prospekt-Vorprüfung entgeltlich für 25.000 D-Mark angedient hatte, was in der Strafanzeige allerdings noch nicht einmal erwähnt wurde. Vor diesem Hintergrund kann man sich des Verdachts nicht erwehren, dass die Motivation für die Strafanzeige nur darin liegt, dem Beschuldigten (Gerlach-Opfer) durch diese Strafaktion vor Augen zu führen, dass er besser das diesmal vergeblich angediente Prospektierungs-Know-How des Anzeigenerstatters (Gerlach) natürlich gegen Entgelt angenommen hätte." Gerlachs Netzwerk vernichtete in zehn Jahren 4 Milliarden Euro Ein Prospektanwalt schätzt gegenüber dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net Gerlachs Schaden für die Anleger wie folgt ein: "Gerlach steht nicht für sich allein. Da Gerlach in einem Netzwerk einer Interessengruppe agiert, ist es gerechtfertigt, im Falle Gerlachs vom größten deutschen Finanzskandal nach dem 2. Weltkrieg zu sprechen. Die Interessengruppe, für die Gerlach die Schmutzarbeit macht, hat sich vor langer Zeit das Ziel gesetzt, neue Produkte mit unlauteren Mitteln aus dem Markt zu drängen, damit sie selbst davon profitiert. Es geht dabei um schätzungsweise 3,5 bis 4 Milliarden Euro. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein Kölner Prospektanwalt, für den Gerlach Mandanten besorgt. Als Finanzberater warne ich vor der Heinz Gerlach Medien e.K. Ich kann viele wirklich gute Fonds nicht verkaufen, weil Gerlach sie grundlos äußerst negativ bewertet. Grundlos heißt, dass es für seine Negativ-Ratings keine objektiven Gründe gibt. Die Emittenden sind solvent und die Renditen realistisch und über dem Marktnivau. Natürlich hat er Gründe für sein Verhalten, und zwar sehr subjektive. Ich kenne viele Unternehmen, den er einen Beratervertrag abverlangt hat mit der Garantie, dann gute Bewertungen in seiner Zeitung Direkter Anlegerschutz zu schreiben. Lehnt ein Unternehmen dieses Angebot ab, dann schreibt er selbst die besten Produkte in Grund und Boden. Das kann nicht im Sinne des Anlegerschutzes sein, den Heinz Gerlach vorgibt zu vertreten. Denn mit vielen von Heinz Gerlach schlecht gerateten Fonds lässt sich auch für Kleinanleger gutes Geld sicher verdienen. Fatal ist, dass wir als Finanzberater auch Gerlachs unfundierte Berichte an die potenziellen Anleger weiter geben müssen. Dabei hat er diese nur aus reinem eigenen finanziellen Interesse verfasst. Betroffen sind viele von Gerlachs Erpressungsversuchen. Doch an die Öffentlichkeit trauen sich nur wenige - aus Angst, weiteren geschäftlichen Schaden davon zu tragen. Denn erfahrungsgemäß schießt Gerlach in einem solchen Fall gnadenlos seine mit Unwahrheiten vergifteten Pfeile ab." Die Anleger, die Gerlach für voll nehmen, stehen am Ende im Regen Beispiel 1: Gerlach beriet die Dubai-Fonds Business Bay der Trend Capital AG, die jetzt in Schieflage sind Gerlach lobte zum Beispiel die Dubai-Fonds Business Bay II und III KG der Trend Capital AG (Fondsvolumen: 51,5 Millionen Euro, Firmen-Motto: "Trends erkennen") aus Mainz in Rheinland-Pfalz. Beide Fonds sind laut Pressemitteilung der Trend Capital vom 18. Februar 2009 in Schieflage. Die Prospekte erstellte die Kanzlei seines Kölner Anwalts. Gerlach "beriet" das Emissionshaus, indem er beiden Fonds einen Doppelhaken verpasste, die erst jetzt verschwanden, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war. Beispiel 2: Gerlach verlinkte Vertriebe auf die Immovation AG, gegen die die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt Gerlach lobte und verlinkte auch die Immovation AG in Kassel (Hessen). Gegen das Emissionshaus ermittelt seit 21. August 2009 die Staatsanwaltschaft Kassel wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges und Kapitalanlagenbetruges sowie Gründung einer kriminellen Vereinigung. Der Immovation (eingesammeltes Anlegergeld: 112 Millionen Euro) wird darin vorgeworfen, ein Schneeballsystem mit immer neuen Kleinanlegern aufgrund falscher Fernseh-Versprechungen wie "garantierte Zusatzrente" zu betreiben und sich mit Renditen von 20 Prozent zu schmücken, die kein unabhängiger Wirtschaftsprüfer, sondern der eigene Steuerberater wissentlich falsch bescheinigt haben soll. Ein Vertriebsmitarbeiter: "Wir werden angehalten, riskante Geldanlagen ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Risikohinweise an unbedarfte, normale Menschen zu verkaufen, seit zwei Jahren sogar intensiv an Rentner, die garantierte Zusatzrenten aufgeschwatzt bekommen, und an Kleinanleger, die mit Raten ansparen sollen." Und darin bestehe die Gemeinheit, so der Vertriebsmitarbeiter weiter: "Das Geld geht in Firmen, die den Vorständen als GbR gehören und deshalb in keiner Bilanz auftauchen, oder wird für die Befriedigung von alten Anlegern verwendet, die Auszahlungen und Gewinne fordern. Ein verbotenes Schneeballsystem also." Die Immovation AG weist zwar die Vorwürfe als aus der Luft gegriffen zurück. Aber ein unabhängiger Fondsemissionär schätzte gegenüber GoMoPa ein: "Der involvierte Wirtschaftsprüfer Wolfgang Annecke hat offenbar allzu sorglos Gutachten für Verkaufsprospekte von Vermögensanlagen mit beanstandungsfreien Ergebnissen erstellt, testiert und ebenso Leistungsbilanzen des Unternehmens unterzeichnet. Allerdings ohne zu erwähnen, dass er als sonstiger Berater der Unternehmensgruppe zumindest nicht als unbefangen gelten kann. Die erstellten Gutachten dienen auch dazu, mit dem Verkauf der Kapitalanlage beauftragte Vertriebe von möglichen Haftungen freizustellen. Sollten sich die massiven Vorwürfe während der Ermittlungen erhärten, dürfte der Haftungsschutz für den Vertrieb damit wohl hinfällig sein." Hinsichtlich der Rolle Gerlachs & Co schätzte der Insider ein: "Zu prüfen sei die Rolle verschiedener Analysten, welche die Kapitalanlage geprüft haben wollen. Fachzeitungen sollen gegen Geldzahlung oder Werbeverträge den Vertrieb mit positiver Berichterstattung unterstützt haben. So hat der branchenbekannt- und berüchtigte Heinz Gerlach mit seinem Direkten Anlegerschutz zum Beispiel nicht nur volle Transparenz bescheinigt, sondern gewillte Vertriebler über die eigene Internetpräsenz gleich mit Immovation verlinkt. Möglicherweise droht hier ein ähnliches Versagen der vermeintlichen Kontrollinstanzen wie bei der Pleite der US-Bank Lehman-Brothers, bei der die Rating-Agenturen gegen Entgelte involviert waren." Gerlach ist offiziell pleite, aber sein Anderkonto bei einem Kölner Anwalt ist gut gefüllt Aber was geht es Heinz Gerlach überhaupt an, was Fondshäuser in ihre Prospekte schreiben, zumal er laut eigener Einschätzung inhaltlich gar nichts zu sagen hat? Gerlach ist zum Kampf für mehr Transparenz bei den Emissionshäusern angetreten. Sein Lieblingsdrohsatz zur Verschreckung von Vertrieben und zum Gefügigmachen von Fondshäusern lautet: "Bei Nichtaufklärung (drohen) weitere extrem hohe Haftungsrisiken im Vertrieb."In eigener Sache schloss sich Gerlach im vergangenen Jahr einer Verfassungsklage gegen die Offenlegungspflicht von Unternehmerbilanzen an. Damit meinte er offenbar seine eigene Bilanz. Diese blieb er laut einem Spiegel-Bericht im Jahre 2008 dem Finanzamt seit mehreren Jahren schuldig. Dazu hat er wohl auch allen Grund. Denn wie sollte er der Behörde erklären, dass er einerseits offiziell pleite sein muss, seine Heinz Gerlach Medien AG hat im Januar 2009 ihren offiziellen Betrieb eingestellt, damit die von ihm in Misskredit gebrachten Emissionshäuser ihn nicht in Regress nehmen können (Gerlach wurde mehrfach einschlägig verurteilt und dürfte unter Androhung von Bußgeldern seinen Anlegerschutz gar nicht ausführen). Andererseits ist sein Provisions-Anderkonto bei eine Kölner Kanzlei gut gefüllt, weil Gerlach gute Prospekte für schlecht erklärt und dann von seinem Anwalt noch einmal neu schreiben lässt. Der Prospektanwalt verlangt aber nicht nur die normale Prospektgebühr von bis zu 150.000 Euro, sondern obendrauf noch für sich und Gerlach je ein Prozent vom Fondsvolumen. Im jüngsten Fall kassiert jeder der beiden von einem Emissionshaus 1 Million Euro. Aber eigentlich zahlt das Geld nicht das Emissionshaus, sondern in Wahrheit die Anleger, die Gerlach vorgibt zu schützen. Gerlachs neuestes geplantes Anlegerschutz-Projekt heißt Leistungs-Rating im Internet. Doch wer soll dieses Gerlach-Rating brauchen oder gar fürchten? Gerlach, den viele Fondsanbieter vor ein paar Jahren tatsächlich unterschätzt hatten und die dafür jeweils Verluste von bis zu 10 Millionen Euro erlitten, hat nun für immer seinen Schrecken verloren, nachdem seine sogannten Berater-Verträge zum Nachteil der Anleger auch auf GoMoPa transparent geworden sind. Ob Heinz Gerlach künftig einen Haken oder zwei oder gar keinen macht, das interessiert bestenfalls noch Gerlachs Freundin Lenka Sychrova (46) aus Sumprek. Die tschechische Kosmetikern sitzt als Finanzexpertin im Aufsichtsrat der Heinz Gerlach Medien AG. Bäcker Markus Frick gab Börsentipps zum eigenen Vorteil Heinz Gerlach steht als Symbol für eine ganze Schar von Anlegerschützern, die den Grauen, vom Staat nicht kontrollierten Markt zur Verunsicherung oder Irreführung der Anleger und zum eigenen finanziellen Vorteil nutzen. Der gelernte Bäcker Markus Frick zum Beispiel schwor im schneeweißen Anzug auf dem Fernsehsender N 24 Tausende Anleger auf Aktien ein, die tatsächlich gar nichts wert waren. Vom An- und Abverkauf sollen Frick und seine Geschäftspartner profitiert haben. Erhebungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn ergaben, dass mehr als 20.000 Anleger in einem Umfang von insgesamt über 760 Millionen Euro Aktien dieser drei Unternehmen erwarben. Durch den anschließenden rapiden Kursverfall erlitten insbesondere viele Kleinanleger, die den Empfehlungen des Angeschuldigten gefolgt waren, einen Totalverlust. 10.000 Anleger nahmen Schaden. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen den in Berlin lebenden Frick, der ungehemmt weiter im Börsentipps verbreitet, Anklage erhoben. Bund der Verbraucher wirbt wieder mal für die rauchlose Zigarette Nicstic Auf andere Art schlimm ist es, wenn ein eigens gegründer Bund der Verbraucher in München (Bayern) von seinem Gründer und jetzigen Ehrenpräsidenten, dem gelernten Starkstromtechniker Heinz Köller (60), zur Eigenwerbung für einen Fonds genutzt wird, der lediglich die Kassen des Vereins und der Privatfirmen des Ehrenpräsidenten füllen soll. Vorgekaukelt wird den Anlegern zum wiederholten Mal die Marktreife einer rauchlosen Zigarette. Dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart gerade gegen die bisherigen Geldeinsammler für eine solche Zigarette wegen Betruges ermittelt, scheint Köller mit seiner neuen Firma Serve Advance Incorporation mit Sitz in Oregon (USA), die nichts weiter als ein leerer Mantel ist, dabei nicht zu stören. SdK und DSW werden für Eigenprofite missbraucht Als Rettungsanker im Kampf gegen Falschberatung und für Mitbestimmungsrecht zahlen viele Kleinanleger monatliche Beiträge an die beiden Schutzorganisationen für Kleinanleger, der Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger e.V aus München (SdK, 12.000 Mitglieder, 65 Euro Jahresbeitrag, 500 kontrollierte Aktionsärsversammlungen im Jahr) und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz aus Düsseldorf (DSW, 28.000 Mitglieder, 95 Euro Jahresbeitrag, 800 Hauptversammlunsbesuche im Jahr). Aber auch diese eigentlich sehr nützlichen Organisationen sind zum Tummelplatz für Eigenprofiteure geworden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch immer gegen den Ex-Vizechef der SdK, Markus Straub, der 2008 zurücktreten musste, nachdem bekannt wurde, dass er privat auf sinkende Kurse beim Internet-Bezahldienst Wirecard AG aus Grasbrunn bei München gesetzt hatte. Das Unternehmen war von der SdK, wie sich hinterher herausstellte, zu Unrecht kritisiert worden. Die Kurse sanken, Straub soll in nur sieben Wochen 3,3 Millionen Euro Gewinn gemacht haben. Wirecard hat sich bis heute nicht wieder vollständig erholt. Deutschlands größte und älteste Aktionärsvereinigung, die DSW, geht nicht wirklich auf Distanz. Neue Regeln, wonach Anlegerschützer künftig keine Aktien mehr halten dürfen, lehnt Geschäftsführer Marc Tüngler ab: ?Wir dürfen alles sein, nur keine Trockenschwimmer?, sagte er dem Handelsblatt. Auch die Mandate, die die Funktionäre der DSW in 18 Aufsichtsräten etwa bei Eon, der Deutschen Telekom, Tui und Volkswagen halten, sorgen immer wieder für Diskussionen. Der Spiegel schrieb dazu: "So trat Daniela Bergdolt einst als Sprecherin der DSW beim Aktionärstreffen von EM.TV auf, um später 55 Kleinanleger bei einer Schadensersatzklage gegen das Unternehmen zu vertreten. Bergdolt fungiert bis heute als Chefin des DSW-Landesverbandes Bayern. Ebenfalls ein umstrittener Vertreter der DSW ist der Rechtsanwalt Klaus Nieding. Standardisierte Massenverfahren sind seine lukrative Spezialität. Großpleiten wie beim Finanzdienstleister Phoenix, der 600 Millionen Euro Anlegergelder verbrannte, machen Nieding reich." 25.000 Euro für eine Auszeichnung vom falschen Ritter und seiner erfundenen Europäischen Wirtschafskammer und Europäischen Verbraucherzentrale Schillernste Figur im Anlegerschutz ist Ritter Vejpustik aus dem Wiener Wald in Österreich. Heinz Helmut Vejpustek (73) ist gar kein echter Ritter, sondern nur ein pensionierter Mitarbeiter der Wirtschaftskammer Österreichs, der nun seine eigene Kammer gegründet hat. Nämlich eine Europäische Wirtschaftskammer, die in Brüssel eine Briefkastenadresse hat. Über diese Kammer und eine Europäische Verbraucherzentrale seines bayerischen Geschäftspartners Dr. Stefan Kletsch (50) aus Regensburg verkauft Ritter Vejpustek Professoren- und Doktorentitel und Zertifikate für Beste Hotels oder Finanzberatungsgesellschaften. Die Preise reichen von 500 bis 25.000 Euro. Ein Presseausweis kostet 150 Euro. Titel, Auszeichnungen oder Presseausweise haben in Deutschland keine Gültigkeit oder Bedeutung. Aber sie klinen gut und füllen die Kasse des ritterlichen Verbraucherschützers. Gibt es Ratings, denen man trauen kann? Die Antwort gab das Oberlandesgericht Dresden, als es dem falschen Ritter Vejpustek untersagte, mit seiner Schein-Wirtschaftskammer zu werben. Zu den Ratings führte das Gericht am 29. Februar 2000 aus (AZ: 14 U 3716/99): "Die Werbung für die Vergabe einer Auszeichnung der Europäischen Wirtschaftskammer Brüssel ist irreführend, wenn ein solches Gütesiegel nicht auf anerkannten und veröffentlichten Gütebedingungen beruht." Das Geheimnis ist also die Transparenz. Die fordert zwar Heinz Gerlach in seinem Direkten Anlegerschutz von den Emissionshäusern. Aber in seine Unternehmerberater-Verträge mit den Häusern lässt er stets eine Verschwiegenheitsklausel einarbeiten. Dokumentation zum Thema » Die Akte Heinz Gerlach » Beratervertrag und Honorare ICC/Aufina » Gerlach gegen SHB-Fonds » Gerlachs Millionenkredit » LG Frankfurt am 10.8.07 gegen Anlegerschutz-Transparent-Ratings von Gerlach » Spiegel über Gerlach » Strafanzeige gegen Immovation » Strafanzeige gegen Immovation-Vertriebe » Immovation Verkaufsprospekt » Das sagt die Immovation Pressemitteilungen zum Thema » BGH: Heinz Gerlachs Meinung unwichtig » Heinz Gerlachs Schwarzgeld-Spionin » Heinz Gerlach: Direkt falscher Anlegerschutz » Heinz Gerlach: Treibjagd im Anlegerschutzwald » Kaufte Schreinemakers Ex Heinz Gerlach frei? » Heinz Gerlach: Wo ist die Million geblieben? » Verfahren gegen Immovation AG eingestellt » Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Emissionshaus Immovation » Markus Frick: Börsentipps verbrannten 760 Millionen Euro » Abzocke an Frankfurter Börse » Ausweg kostenlose ETFs, Exchange Trade Funds » Transparenz im Immobilienvertrieb » Anlegerkanzlei Resch: Mandantenfang über Vereine? » Anlegerschützer verunsichern Eigentümer mit Nonsens-Briefen » Überteuerte Immobilien in Schmargendorf? » Bund der Verbraucher: Ehrenpräsident auf Abwegen » Hausdurchsuchungen bei Nicstic, James Denverson & Co. » Volkssolarzelle: Genial oder Abzocke? » NicStic und kein Ende » Scheinfirmen: Neues vom Graumarkt » Die Gier der Aktionärsschützer » Des Ritters Wirtschaftskammer » Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Emissionshaus Immovation » Heinz Gerlach: Treibjagd im Anlegerschutzwald » Kaufte Schreinemakers Ex Heinz Gerlach frei? » Heinz Gerlach: Wo ist die Million geblieben? » Markus Frick: Börsentipps verbrannten 760 Millionen Euro » Abzocke an Frankfurter Börse » Ausweg kostenlose ETFs, Exchange Trade Funds » Transparenz im Immobilienvertrieb » Anlegerkanzlei Resch: Mandantenfang über Vereine? » Anlegerschützer verunsichern Eigentümer mit Nonsens-Briefen » Überteuerte Immobilien in Schmargendorf? » Bund der Verbraucher: Ehrenpräsident auf Abwegen » Hausdurchsuchungen bei Nicstic, James Denverson & Co. » Volkssolarzelle: Genial oder Abzocke? » NicStic und kein Ende » Scheinfirmen: Neues vom Graumarkt » Die Gier der Aktionärsschützer » Des Ritters Wirtschaftskammer Beiträge zum Thema » Immovation Immobilien Handels AG » Deutsche Senioren Treuhand e.K., Herr Oliver Eike Helms » Heinz Gerlach: Direkter Anlegerschutz » Lars Bergmann: Immobilienmakler aus Kassel » Immovation Immobilien Handels AG Hintergründe » [url=http://www.gomopa.net/Finanzforum/aktien/n24-boersen-moderator-markus-frick-im-zwielicht-120019.html]N24-Börsenmoderator Markus Frick |
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01. September 09 Globale FinanzkriseDie Finanzkrise hat die Autobauer fest im Griff. Ohnehin durch den starken Euro und den schwachen US-Markt unter Druck gesetzt fegte sie das Verbrauchervertrauen weg! Wer gibt schon Geld für Neufahrzeuge aus wenn er nicht weiß was morgen ist? Verständlich! Die Autokonzerne reagieren. Prognosen werden zurückgeschraubt, Produktionen gedrosselt und Entlassungen im großen Stil vorbereitet!
Daimler hat angesichts schwacher Verkaufszahlen seine Gewinnerwartungen von 7 auf 6 Milliarden Euro gesenkt und auch bei VW stöhnt man unter den "beinharten" Rahmenbedingungen. Der Konzern leitete die Drosselung der Produktion bei Seat, Skoda und seiner Nutzfahrzeuge ein und will sich offenbar von einem großen Teil der 25.000 Leiharbeiter trennen, möglicherweise sogar von allen! Auch BMW hat in seinen Werken Kurzarbeit angekündigt oder bereits eingeführt. Die Krise soll in der deutschen Autoindustrie bis 2015 einen massiven Stellenabbau von rund 10 bis 15 % auslösen. Dies beträfe bis zu 115.000 der derzeit rund 763.000 Beschäftigten der deutschen Autoindustrie. Was diese Tatsachen für die deutsche Wirtschaft bedeuten ist noch nicht auszurechen! |




Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net fragte den Schweizer Ruben Schnyders von der Firma 








