11. Juli. 2005     

Liebe(r) <>,
für die Friedensmission in Afghanistan stellt Deutschland rund 2200 Soldaten. Das sind so viele wie keine andere Nation und jetzt wird der Einsatz deutlich ausgeweitet, der Verantwortungsbereich der Bundeswehr wird sich auf das gesamte Land erweitern und damit steigt auch das Personal. Demnächst sind ‚unsere Jungs’ mit 3000 Mann im Land der Taliban, dass nebenbei einer der größten Rauschgiftproduzenten der Welt ist.

Ob dieser Einsatz gut ist oder schlecht, dass zu beurteilen überlasse ich gerne Ihnen. Gut ist der Zustand bestimmt für einen unserer User. Der hörte von Brotproblemen der Truppe in Afghanistan und hat, so mir nichts dir nichts, eine gebrauchte Bäckereiausrüstung gekauft, diese nach Afghanistan transportiert, aufgebaut, zwei deutsche Bäckergesellen mitgenommen und mittlerweile beliefert er dort die deutsche Armee mit Brot und anderen Konditoreiprodukten. Wenn Sie etwas von ‚dezentraler Beschaffung’ in der Truppe verstehen, dann wissen Sie wie schnell sich die gebrauchten Geräte amortisiert haben werden – schnell, sehr schnell.

Und die Moral von der Geschicht? Eigentlich das, was ich Ihnen seit Monaten gebetsmühlenartig schreibe. Aus der gegebenen Situation das beste machen, die Lage beurteilen und eigene Aktivitäten daraus ableiten und sodann zum persönlichen Vorteil verbinden – und Sie sehen, selbst Afghanistan ist für eine gute Idee nicht das Ende der Welt. Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und verbleibe

Herzlichst Ihr

Klaus Maurischat
Goldman Morgenstern & Partners Llc
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