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Umfrage - Deutsche Anleger meiden Hedge-Fonds

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Goodman
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Anmeldungsdatum: 16.01.2002
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BeitragVerfasst am: 2.Jul 2005 5:58    Titel: Umfrage - Deutsche Anleger meiden Hedge-Fonds Antworten mit Zitat

FTD

Umfrage - Deutsche Anleger meiden Hedge-Fonds

Deutsche Profianleger machen einen Bogen um Hedge-Fonds. Die Mehrzahl hat anderthalb Jahre nach dem Start kein Geld in diese Anlageklasse gesteckt und will sich auch künftig nicht engagieren. Das hat die zwölfte monatliche Umfrage von Feri Institutional Management und der FTD ergeben. 94 Altersversorger, Genossenschaftsbanken und Sparkassen, Industrieunternehmen sowie Versicherer beteiligten sich daran. Sie entscheiden über ein Vermögen von 590 Mrd. Euro.

Fast 75 Prozent der Befragten meiden Hedge-Fonds. Rund 17 Prozent steckten höchstens zwei Prozent des Vermögens in die umstrittenen Produkte. Acht Prozent gaben an, dass Hedge-Fonds-Positionen mehr als zwei Prozent des Vermögens ausmachen. Auch mit Blick auf die nahe Zukunft überwiegt die Abneigung: 79 Prozent der Befragten wollen in den kommenden zwölf Monaten kein oder kein weiteres Geld mehr in Hedge-Fonds anlegen.

Der Start von Hedge-Fonds in Deutschland Anfang 2004 hat dieser Anlageklasse nicht den erhofften Absatzschub verschafft. Deutsche institutionelle Investoren dürften rund 10 Mrd. Euro in Hedge-Fonds gesteckt haben, das meiste über seit langem erlaubte Zertifikate. Sie hinken damit Profianlegern aus anderen Ländern hinterher. Ähnlich sieht es bei außerbörslichem Beteiligungskapital aus. Branche verliert an Wert

Hedge-Fonds waren weltweit vor allem während der Baisse an den Aktienmärkten erfolgreich. Sie wetten sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse und engagieren sich auf nahezu allen Finanzmärkten. Seit Anfang dieses Jahres aber hat die Branche im Schnitt an Wert verloren.

"Ernüchterung hat sich breit gemacht", sagte Hans Wilhelm Korfmacher, Geschäftsführer des Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer in Nordrhein-Westfalen. Er rechnet damit, dass es noch dauern wird, bis sich die Anlageklasse in Deutschland etabliert. Für viele Investoren seien zudem die Berichtspflichten abschreckend, sagte Dieter Lehmann, Leiter der Vermögensverwaltung der Volkswagenstiftung. Die deutsche Finanzaufsicht verlangt ein umfangreiches Risikomanagement für Anlagen in Hedge-Fonds.

Unter den Befragten meiden Sparkassen und Genossenschaftsbanken Hedge-Fonds am stärksten. Fast 90 Prozent von ihnen verzichten auf sie, kein Institut investiert dort mehr als zwei Prozent. Große Privatbanken dürften hingegen teils in großem Umfang Geld in Hedge-Fonds angelegt haben. Unter den Befragten wagen sich Versicherer am ehesten an Hedge-Fonds heran. 46 Prozent von ihnen haben diese Finanzprodukte bereits im Portfolio, meist aber nur in geringem Umfang.

Ohne Fortune

Fehlender Mut und bewusste Anlagebeschränkung sind die wichtigsten Gründe für die Diskrepanz zwischen Erwartungen und geplanten Investitionen. Seit Start der Umfrage im Juli 2004 zeigt sich, dass die Investoren zwar mit steigenden Kursen im europäischen Auswahlindex Stoxx 50 rechnen, ihre Aktienbestände aber nur leicht aufstockten. Im Juni erreicht der Umschichtungsindikator, der sich aus geplanten und realisierten Käufen und Verkäufen zusammensetzt, mit 29 zwar den höchsten Stand. Der Wert resultiert aber maßgeblich aus bereits getätigten Aktienkäufen. Die Ankündigung von Neuwahlen wird von den Anlegern weitgehend ignoriert. Der Erwartungsindikator für Aktien fällt im Juni auf 70 von 72 im Mai. 73 Prozent der Befragten rechnen mit steigenden, drei Prozent mit fallenden Börsenkursen. Auch Erwartungen an die europäischen Anleihekurse und Investitionen stimmen nicht überein. Die meisten Investoren erwarten, dass der Anleiheindex RexP nachgeben wird. Im Juni beträgt der Erwartungsindikator minus 38 und rangiert damit seit Start der Umfrage im Mittelfeld. Dennoch erhöhten die Anleger im Schnitt ihre Bondbestände. Insgesamt liegt der Juni-Umschichtungsindikator mit sechs klar unter dem Durchschnitt.

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Goodman
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Anmeldungsdatum: 16.01.2002
Beiträge: 5416

BeitragVerfasst am: 16.Jul 2005 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Handelsblatt

Hedge-Fonds: EU gegen Regulierung

Die EU-Kommission erteilt der Forderung des deutschen Bundeskanzlers und der SPD nach einer stärkeren Regulierung von Hedge-Fonds eine deutliche Absage. "Ich bin sehr zögerlich, weil eine Überregulierung schädlichen Einfluss haben könnte", sagte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy dem Handelsblatt.

HANDELSBLATT, 15.7.2005 sce BRÜSSEL. Man müsse sich die Frage stellen, ob von Hedge-Fonds wirklich eine Gefahr für die Kapitalmärkte ausgeht. "Ich gehöre nicht zu denen, die dieses Anlageinstrument kritisieren", so McCreevy. Hedge-Fonds spielten als Investmentform "eine sehr wichtige Rolle". Er glaube an die "Selbstregulierungskraft der Märkte". Mögliche Fehlentwicklungen würden von den Märkten selbst korrigiert. Kanzler Schröder hatte sich mehrfach für mehr Transparenz auf dem Hedge-Fonds-Markt ausgesprochen.

McCreevy ließ gestern erkennen, dass er lediglich zu kleineren Eingriffen in den Markt der europäischen Fondsindustrie bereit ist. Dazu legte der aus Irland stammende Kommissar in Brüssel ein Grünbuch zur kollektiven Vermögensverwaltung vor. Zwar will McCreevy den aus dem Jahr 1985 stammenden Rechtsrahmen für das Asset-Management (Ucits-Richtlinie) modernisieren. Dazu sollen sich jetzt die Marktteilnehmer äußern. Klar sei aber schon jetzt, dass es keine grundlegenden Änderungen geben werde.

Auf dem Investmentfondsmarkt werden nach Angaben der Kommission in der EU derzeit 5 Mrd. Euro verwaltet. 70 Prozent der Fondswerte stellen laut McCreevy so genannte OGAW (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren) dar. Bei der möglichen Änderung der Rechtsvorschriften gilt als eine der Prioritäten, die grenzüberschreitende Zulassung von Fondsprodukten zu vereinfachen.

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Goodman
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Anmeldungsdatum: 16.01.2002
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BeitragVerfasst am: 24.Jul 2005 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Handelsblatt 21.07.2005

Hedge-Fonds machen Private Equity Konkurrenz Beide Branchen treten bei Übernahmen gegeneinander an

Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds rücken näher zusammen. An den Rändern beider Märkte kann es daher zu Konkurrenzsituationen kommen.

Hedge-Fonds verfolgen traditionell kurzfristige Strategien, Private-Equity-Häuser stellen dagegen langfristig Eigenkapital zur Verfügung. Doch die Grenzen verschwimmen. Führende Vertreter aus dem Bereich Private Equity (PE) wie David M. Rubenstein, Gründer und geschäftsführender Direktor des Private-Equity-Unternehmens Carlyle Group, hatten jüngst auf die Gefahr für ihre Branche hingewiesen: Immer mehr Hedge-Fonds fischten in fremden Gewässern und würden zu einer Konkurrenz für PE-Fonds. "Sicher ist, dass Hedge-Fonds und Private-Equity-Fonds in Randbereichen zusammenwachsen", sagt Jäger, dessen Schweizer Unternehmen in beiden Segmenten aktiv ist. Ein Aufeinandertreffen dieser beiden Finanzierungsformen sei vor allem im Bereich Merger& Acquisitionen bzw. Buyouts - also Fusionen und Übernahmen - der Fall.

Tatsächlich haben Hedge-Fonds ihre Investmentstrategien jüngst geändert, wie Lawrence C. Salameno von der Permal-Group in New York berichtet. Hedge-Fonds hätten so genannte Lockup-Vereinbarungen eingeführt, die Investoren für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren mit ihren Anteilen binden; die typische Laufzeit von PE-Fonds liegt bei fünf Jahren.

Hedge-Fonds generieren global immer stärkere Kapitalzuflüsse. Ein Teil der Gelder fließt in PE-ähnliche Strategien. So haben sie die Möglichkeit, ihre an den Aktienmärkten bislang vor allem kurzfristig angelegten Strategien stärker mittelfristig auszurichten. Für Akteure, die sich in der PE-Branche auf Buyouts spezialisiert haben, ist dies eine große Herausforderung. Für Kapitalanleger hat die zunehmende Konkurrenz insofern einen Vorteil, als die Aktienkurse bei Übernahmen in die Höhe getrieben werden.

Der Fall Deutsche Börse zeigte zuletzt auf, dass Hedge-Fonds stärker in die Domäne von PE-Häusern eindringen und versuchen, einen stärkeren Einfluss auf die Geschäftspolitik von Unternehmen zu nehmen, in die sie ihr Geld investieren. Ein weiteres Beispiel für das Zusammenwachsen dieser beiden Anlageklassen ist im Engagement des Hedge-Fonds Highfields Capital Management zu sehen, der gegen die Konkurrenz von PE-Unternehmen nicht nur den Aktionären von Circuit City Stores Inc. eine Übernahmeofferte unterbreitete, sondern sich auch eine 6,1-prozentige Beteiligung an der Fast-Food-Kette Wendy's International aufbaute.

Experten wie Iain Jenkins von Hedge Fund Intelligence glauben, dies sei erst der Beginn in der Neuausrichtung einiger Hedge-Fonds. "Mehr und mehr Hedge-Fonds werden in den nächsten Monaten auf diesem Gebiet aktiv werden", sagt auch Gavin Rankin von der Citibank Private Bank.

Jenkins schränkt aber ein: Meist würden solche Strategien nur sehr opportunistisch genützt, sagt der Experte. Sobald die Gelegenheit verschwunden sei, würden sich die Hedge-Fonds relativ rasch wieder zurückziehen. Auch Jäger und Zatlukal betonen, dass trotz der Konkurrenz in Randbereichen beide Finanzierungsformen nebeneinander existieren könnten.

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Goodman
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Anmeldungsdatum: 16.01.2002
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BeitragVerfasst am: 6.Aug 2005 9:31    Titel: Antworten mit Zitat

Süddeutsche Zeitung vom 04.08.2005

Deutsche Hedge-Fonds-Anbieter mit Startschwierigkeiten

Investoren haben bislang 1,6 Milliarden Euro in die seit 2004 zugelassenen Produkte gezahlt / Renditen meist sehr mager. Die Bürde der hohen Erwartungen.

München - Deutsche Hedge-Fonds haben in den ersten eineinhalb Jahren seit ihrer Zulassung weit weniger Geld eingesammelt als erhofft. Weil die Erträge dieser Fonds zuletzt weltweit gering ausfielen, hielten sich Anleger hierzulande zurück. Experten sehen Anbieter und Investoren noch in einem Reifeprozess.

Wenn Hedge-Fonds in diesem Jahr in Deutschland große Aufmerksamkeit erregt haben, dann nicht etwa, weil sie als Anlageprodukte rauschende Erfolge gefeiert hätten. Schlagzeilen machten die Fonds, weil sie sich in großem Stil in deutsche Unternehmen einkauften und Firmen wie die Deutsche Börse und IWKA mit ihren Forderungen in Aufruhr versetzten.

Dagegen verläuft das Geschäft für Hedge-Fonds-Anbieter in Deutschland nach wie vor schleppend. Seit Anfang 2004 sind die flexiblen, aber teils sehr riskanten Anlageprodukte hier zum öffentlichen Vertrieb zugelassen, wenn sie bestimmte Auflagen erfüllen. So dürfen beispielsweise nur Dachfonds dem breiten Publikum angeboten werden, die ihr Geld wiederum in mehrere Einzelfonds verteilen und so das Risiko reduzieren. Zudem stellt der Gesetzgeber im internationalen Vergleich hohe Anforderungen an die Transparenz der Hedge-Fonds. Anfang 2004 hofften Branchenvertreter, bereits im ersten Jahr zehn Milliarden Euro einsammeln zu können. Nach neuesten Zahlen des Fachmagazins Absolut Report flossen bis zum 20. Juli 1,61 Milliarden Euro in deutsche Hedge-Fonds. Zehn Einzelfonds sammelten insgesamt 604 Millionen Euro ein, 18 Dach-Hedge-Fonds kamen auf 1,02 Milliarden Euro.

Konkurrenz durch Zertifikate

"Es hat eine Weile gedauert, bis sich die Anbieter mit den Transparenzanforderungen angefreundet haben, zudem wurden wichtige steuerliche Fragen erst vor kurzem abschließend geklärt", erklärt Werner Goricki, Hedge-Fonds-Experte bei der Fondsanalysefirma Feri Trust. Hinzu kommt, dass die Hedge-Fonds nach deutschem Recht weiterhin mit Zertifikaten konkurrieren, die bereits länger am Markt sind und nach Schätzungen des Informationsdienstes Financial Webworks etwa zwölf Milliarden Euro angezogen haben. Sie sind eine Art Verpackung für Hedge-Fonds, unterliegen aber keinen Transparenzregeln und können daher in eine breitere Auswahl an Zielfonds investieren. Nach Ansicht von Michael Busack, Herausgeber von Absolut Report, macht die Branche zudem einen Reifeprozess durch. "Wir haben in Deutschland noch zu wenig Hedge-Fonds-Expertise", meint Busack. Es sei außerdem nicht leicht, das Thema für Privatanleger interessant zu machen, ohne Risiken zu verniedlichen und stark mit der Wertentwicklung zu werben. Zudem verhindere das Verbot für den öffentlichen Vertrieb von Einzel-Hedge-Fonds, dass eine große Öffentlichkeit auf die Produkte aufmerksam werde.

Der geringe Mittelzufluss könnte für deutsche Dach-Hedge-Fonds zu einem Problem werden. "Wenn ein Fonds zu klein wird, ist die Gefahr gegeben, dass er seine Anlagepolitik nicht umsetzen kann", sagt Busack. Alle Produkte, die er kenne, hätten jedoch eine ausreichende Streuung. Lars Jaeger, Partner der Schweizer Partners Group, die mit Union Investment Dach-Hedge-Fonds in Deutschland anbietet, verweist auf ein zweites Problem. "Ein Dachfonds, der nur 20 Millionen Euro einsammelt und dieses Geld auf mehrere Zielfonds verteilen muss, tut sich möglicherweise schwer, die Kosten wieder reinzuholen, die durch die Konstruktion eines Dachfonds entstehen", meint Jaeger. Bislang hätten deutsche Dach-Hedge-Fonds im Durchschnitt etwa ein bis zwei Prozent Verlust erwirtschaftet. Damit schneiden sie allerdings nicht schlechter ab als internationale Dach-Hedge-Fonds.

"Wir haben einige Produkte mit einer ansprechenden Entwicklung gesehen", bestätigt der Hedge-Fonds-Experte Busack. "Allerdings fallen die deutschen Fonds alle in eine für die Gesamtbranche schwierige Zeit." Nach Angaben des Datenanbieters CSFB Tremont warfen Einzel-Hedge-Fonds im ersten Halbjahr durchschnittlich 1,3 Prozent ab. Berücksichtigt man, dass Dachfonds bei ihren Investoren zusätzliche Gebühren verlangen, landet man etwa bei den in Deutschland erzielten Renditen.

Generell litten Hedge-Fonds in diesem Jahr darunter, dass es an den Märkten geringe Schwankungen gab, von denen die Fonds sonst profitieren. Zweitens ist so viel Geld in fast alle Anlageklassen geflossen, dass es selbst für das Eingehen größerer Risiken nur geringe Prämien gibt. Firmenanleihen etwa bieten nur noch sehr kleine Zinsaufschläge im Vergleich zu Staatsanleihen. "Anders als von Anbietern teilweise suggeriert wird, erzielen Hedge-Fonds ihre Überschussrenditen, indem sie systematische Risiken eingehen, denen entsprechende Risikoprämien gegenüberstehen", sagt Jaeger. Sänken die Risikoprämien, litten darunter die Hedge-Fonds-Gewinne. Mit den steigenden Börsen im Juni und Juli hellte sich das Bild allerdings auch für Hedge-Fonds auf. Jäger hält mittelfristig sieben bis zehn Prozent für eine realistische Rendite bei Dach-Hedge-Fonds.

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JB777
Specialist


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 55
Wohnort: Zürich

BeitragVerfasst am: 10.Aug 2005 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Wie in diesem Artikel richtig erwähnt wird, ist tatsächlich der Grossteil der Anlangen (12 mrd) in Zertifikaten auf Hedge funds. Wieso dass diese jeweils nicht mit eingerechnet werde ist mir schleierhaft. Da dem Deutschen Gesetzgeber offenbar das wichtigste Kriterium für einen hedge Fund die Steuertransparenz ist, reduziert sich das Universum der HedgeFunds in die ein "offizieller" deutscher Dachfonds investieren kann. Welcher erfolgreiche internationale Hedge Fund will sich schon die gesamte Administration für diese "steuertransparenz" antun, wenn ihm weltweit grosse Vermögen zufliessen und er sich darum kümmern muss diese gut zu verwalten und im Markt zu plazieren. Die Zertifikate sind nicht an solche Restriktionen gebunden und können deshalb in die besseren Produkte investieren und besser Performance erwirtschaften. Und nun wird diese Totgeburt der "offiziellen" deutschen Hedge Funds auch noch benutzt um diese Asset Class in Deutschland schlecht zu reden. Schade.
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Anmeldungsdatum: 25.01.2002
Beiträge: 2367

BeitragVerfasst am: 21.Aug 2005 9:34    Titel: Antworten mit Zitat

Deutsche scheuen Risiko

Die Deutschen bleiben laut einer Umfrage konservativ bei der Geldanlage. "Auch drei Jahre nach dem großen Börsencrash sind nur 47 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen bereit, das Ersparte mit gewisser Risikofreude anzulegen", berichtete die Westdeutsche Landesbausparkasse.

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest hatte im Auftrag mehrerer Finanzdienstleister im April und Mai bundesweit rund 2500 Männer und Frauen befragt. Tendenziell wagten jüngere Menschen etwas mehr, als die älteren. Die LBS erklärte, Wohneigentum bleibe nach der Umfrage der Spitzenreiter bei der Geldanlage.

Quelle: Süddeutsche Zeitung
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