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caligula Insider
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 884 Wohnort: Wien
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Verfasst am: 17.Apr 2004 19:39 Titel: Massenarmut in Deutschland steht bevor |
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Da vergeht sogar mir das Lachen:
Laut Wiener "Kurier" gibt es immer mehr Österreicher, die immer weniger verdienen. Und in Deutschland ist es noch ärger. Folge: Alleinerziehende
Mütter verteilen die ganze Nacht "Herbalife" - Zettel. MLM, Networking Marketing, "Hugo-Card" und Autofinanzierer wie die kriminelle "Klaro - Finanz" aus CH-Buchs haben Hochsaison:
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/tmw-forum.pl?ST=8203&F=MHON
Das ist die Neue Zeit, aber wir bewältigen sie.
Caligula |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 17.Apr 2004 19:55 Titel: Re: Massenarmut in Deutschland steht bevor |
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Werter Kaiser - und andere Interessierte...
das vermag ich so nicht stehen zu lassen, weil:
1) Die Wirtschaft wird nicht vorangebracht durch Herba-Life Vertreter/innen... Das sind Pseudo-Unternehmer/innen! Diese ganzen Strukki-Aktivitäten sind nichts anderes als Zeitvertreib für 99 %, nur 1 % verdient wirklich daran...
2) Immer mehr Unternehmen verlagern nach Osten - und immer mehr Arbeitslose gibt es im Westen... Ein Zeitspie!!l: Ich schrieb dieser Tage schon mal an anderer Stelle, daß die Erde rund sei und auch die Verlagerer irgendwann hier wieder (an-) rauskommen...
Gleiches Lohnniveau rund um die Erdkugel! - Das Problem wäre gelöst... Man hat mich "ausgelacht"...
Dazu wird es aber irgendwann kommen! Das hätte zur Foge, daß die betriebswirtschaftliche Definition des Unternehmertums (Gewinnmaximierung!!!) in dieser Form nicht mehr zu halten wäre...
In diesem Sinne...
Gruß Peter
| caligula hat folgendes geschrieben:: |
Da vergeht sogar mir das Lachen:
Laut Wiener "Kurier" gibt es immer mehr Österreicher, die immer weniger verdienen. Und in Deutschland ist es noch ärger. Folge: Alleinerziehende
Mütter verteilen die ganze Nacht "Herbalife" - Zettel. MLM, Networking Marketing, "Hugo-Card" und Autofinanzierer wie die kriminelle "Klaro - Finanz" aus CH-Buchs haben Hochsaison:
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/tmw-forum.pl?ST=8203&F=MHON
Das ist die Neue Zeit, aber wir bewältigen sie.
Caligula |
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Antares Specialist
Anmeldungsdatum: 05.11.2003 Beiträge: 161
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:01 Titel: |
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| Nun ja, wir haben hier für eine größere Versandaktion Aushilfen gesucht. Entlohnung wirklich nicht schlecht. Klar, auch über´s Arbeitsamt versucht. Jetzt beschäftigen wir rund 70 Aushilfen mit nicht deutschem Pass. Ist da nochwas dazu zu sagen? |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:10 Titel: Klar! |
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klar ist da was zu zu sagen:
Als Erstes:
Wie hoch war denn die von Ihnen proklamierte "Gute Entlohnung..."?
Sie dürfen davon ausgehen, daß Beträge von ca. € 7,--/Stunde für solche niederen Tätigkeiten akezeptabel erscheinen... Stundenlöhne < € 7,-- allenfalls als Ausbeutung empfunden werden...
Nun Sie...! Und - bevor Sie antworten: Gehen Sie bitte davon aus, daß ich die Strukturen der Stundenlöhne für Hilfstätigkeiten kenne...
| Antares hat folgendes geschrieben:: |
| Nun ja, wir haben hier für eine größere Versandaktion Aushilfen gesucht. Entlohnung wirklich nicht schlecht. Klar, auch über´s Arbeitsamt versucht. Jetzt beschäftigen wir rund 70 Aushilfen mit nicht deutschem Pass. Ist da nochwas dazu zu sagen? |
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Recognizer Specialist
Anmeldungsdatum: 06.04.2004 Beiträge: 161 Wohnort: München
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:13 Titel: |
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@ antares
Sehr geehrter User Antares,
die von Ihnen angeführte Information kann ich so LEIDER nur bestätigen. Selbst in Technologiebranchen wird es immer schwerer gute deutsche Leute zu finden.
Viele die einmal einen PC aufgeschraubt haben sagen das sie ein Administrator sind und viele die in Projekt mitgearbeitet haben sind auf einmal Projektleitrer
Wenn die deutschen Arbeiter nicht bald von Ihrem "hohen Ross" runterkommen, dann wird es ziemlich schnell dunkel in D.
Nach einem Bericht auf N24 heute abend haben nur etwa 10! Prozent der deutschen Schulabgänger die Qualifikation, um in das Arbeitsleben zu starten. Des weiteren hat eine Sprecherin der IHK in Hamburg mitgeteilt, dass es bei den Bewerbern zu Ausbildungsplätzen an lesen, schreiben und rechnen hapert.
Na dann - PISA lässt grüssen.
Gruss RECOGNIZER |
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Antares Specialist
Anmeldungsdatum: 05.11.2003 Beiträge: 161
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:13 Titel: |
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@ Peter Wilhelm
Wir zahlen 8,00 € auf "Kralle", also netto. Am Samstag gibt es 9,00 €. Und alle sind offiziell beschäftigt. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:15 Titel: und noch vieles mehr ist dazu zu sagen... |
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Siebzig Beschäftige mit nicht deutschem Pass bedeutet gleichzeitig siebzig Arbeitslose mehr in Deutschland...
Sie verstehen...?
Nicht nur Sie machen das so; auch viele andere Unternehmen...
Das treibt die Sozialkosten in die Höhe, die Sie ja alle so beklagen...
Aber Sie können ja letztlich nichts dafür... machen ja alle so...
Kein weiterer Kommentar! |
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Antares Specialist
Anmeldungsdatum: 05.11.2003 Beiträge: 161
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:16 Titel: |
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| Anfangs hatten wir auch "Eingeborene" zur Probe. Na ja, diese arbeiteten halt leider nach dem Motto: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Ich find´s auch schlimm. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:18 Titel: |
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Antares, das ist aktzeptabel!
Gruß
Nachrichten haben sich überschnitten - sorry!
| Antares hat folgendes geschrieben:: |
@ Peter Wilhelm
Wir zahlen 8,00 € auf "Kralle", also netto. Am Samstag gibt es 9,00 €. Und alle sind offiziell beschäftigt. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:32 Titel: kopfschüttel... |
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| Recognizer hat folgendes geschrieben:: |
@ antares
Sehr geehrter User Antares,
die von Ihnen angeführte Information kann ich so LEIDER nur bestätigen. Selbst in Technologiebranchen wird es immer schwerer gute deutsche Leute zu finden.
Viele die einmal einen PC aufgeschraubt haben sagen das sie ein Administrator sind und viele die in Projekt mitgearbeitet haben sind auf einmal Projektleitrer
Wenn die deutschen Arbeiter nicht bald von Ihrem "hohen Ross" runterkommen, dann wird es ziemlich schnell dunkel in D.
Nach einem Bericht auf N24 heute abend haben nur etwa 10! Prozent der deutschen Schulabgänger die Qualifikation, um in das Arbeitsleben zu starten. Des weiteren hat eine Sprecherin der IHK in Hamburg mitgeteilt, dass es bei den Bewerbern zu Ausbildungsplätzen an lesen, schreiben und rechnen hapert.
Na dann - PISA lässt grüssen.
Gruss RECOGNIZER |
Recognizer...
ein durchschnittlicher deutscher Arbeiter verdient in der Regel wie fogt:
€ 15,--/Std. x 167 Std./Monat = € 2.505,--
Dazu kommt üblicherweise noch Urlaubsgeld nach der Formel
30 Tage TU x 7,6 Std./Tag x € 15,--/Std. x 50% = € 1.710,--
Zusätzlich ein Weihnachtsgeld von in der Regel max. 60 % eines Monatslohnes, somit € 1.503,--
Das macht auf das Jahr bezogen € 33.273,--
Das ist ein Hungerlohn!
Wenn die Ehefrau nicht gleichzeitig noch mitarbeitet, ist kein Urlaub drin und kein sonstiges Extra! Und - glauben Sie mir bitte: Ich sehe in meiner Tätigkeit als Selbständiger genug Lohnabrechnungen pro Monat...!
Und Sie sind also der Meinung, daß der deutsche Arbeiter von seinem hohen Roß herunterkommen muß...?
Sorry... aber der deutsche Arbeiter kann nicht dafür, daß er
a) in Deutschland lebt und
b) hier die Lebenshaltungskosten so hoch sind...
Nun wieder (bitte fundiert!) Sie...!
Freundliche Grüße |
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Recognizer Specialist
Anmeldungsdatum: 06.04.2004 Beiträge: 161 Wohnort: München
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Verfasst am: 17.Apr 2004 20:51 Titel: |
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@ Peter Wilhelm
Ich schätze Sie ziehen Ihre Daten aus allgemeinen Statistiken oder aus den Zahlen Ihrer Mandanten.
Ich spreche von unserer Branche und da sind die Löhne zwar gefallen, aber rd. 33.000 verdient hier zum Teil immer noch ein Techniker - und das ist die "unterste Ebene" in der Informationstechnologie.
In einer Zeit in der Unternehmen immer mehr in den Osten auswandern und z.B in unserer Branche in Polen programmieren muss man als AN froh sein, wenn man überhaupt noch einen Job mit HUNGERLOHN hat.
Wir arbeiten mit zwei polnischen Unternehmen zusammen, die zu Stundensätzen arbeiten die beim Aushilfesatz liegen. Die Qualität steht trotzdem der "deutschen" nichts nach.
Selbst Grosskonzerne wie die Siemens und LH-Systems lassen so viel wie möglich mittlerweile im Ausland abarbeiten.
Der von Ihnen angesprochene "weltweite" Lohnansatz ist schon gar nicht möglich.
Jetzt sind Sie mal dran hier zu definieren wie das funktionieren soll....
Nu darf ich den Kopf schütteln, da Sie scheinbar nicht viel Erfahrung haben mit wirtsaftlichen gepflogenheiten innerhalb der EU - trotz 25 Jahren Buchhaltererfahrung.
Gruss RECOGNIZER
Gruss
RECOGNIZER |
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Antares Specialist
Anmeldungsdatum: 05.11.2003 Beiträge: 161
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Verfasst am: 17.Apr 2004 21:02 Titel: |
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| Also, ich find schon, daß man mit 33.000 € recht komfortabel auskommen kann als einzelne Person. Frage: Meinten Sie brutto oder netto? Gruß |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 17.Apr 2004 21:21 Titel: ... |
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| Antares hat folgendes geschrieben:: |
| Also, ich find schon, daß man mit 33.000 € recht komfortabel auskommen kann als einzelne Person. Frage: Meinten Sie brutto oder netto? Gruß |
Also Antares...
wenn ich vorher schrieb vom durchschnittlichen Arbeitnehmer, dann meinte ich natürlich einen Haushalt, bestehend aus Mann, Frau und 2 Kindern.
Rede ich chinesisch...?
Ich schrieb doch unter anderem davon, daß die Ehefrau dann mitverdienen muß...
Und wie bitte verdient ein durchschnittlicher deutscher Arbeiter - Brutto oder Netto???
Ich glaube, ich bin im falschen Film - kann das sein...?
Selbstverständlich Brutto - oder wie bezeichnet man eine Vollbeschäftigung bei Thyssen Krupp, SaP, Aldi oder Lidl...
Möglicherweise erübrigt sich durch diese Erklärung aber auch eine Antwort an Ihren Vorredner Recognizer...
Immer noch ungläubig mit dem Kopf schüttelnd über soviel Berufsfremdheit... |
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Antares Specialist
Anmeldungsdatum: 05.11.2003 Beiträge: 161
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Verfasst am: 17.Apr 2004 21:30 Titel: |
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@ Peter Wilhelm
Leider bin ich nicht so klug wie Sie. Abgesehen davon mißfällt mir Ihr oberlehrerhafter Ton, aus dem Alter bin ich schlicht raus. Keine weiteren Beiträge mehr von mir in diesem Forum zu Ihnen zu diesem Thema. Alles Gute und einen schönen Abend. |
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P.Wilhelm * Consulter *
Anmeldungsdatum: 23.08.2003 Beiträge: 2277 Wohnort: 58730 Fröndenberg
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Verfasst am: 17.Apr 2004 21:48 Titel: jaja... |
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Schade...
Das mögen Sie sehen oder werten, wie Sie wollen...
Fakt ist, das meine Nachricht keine sachliche Unrichtigkeit enthielt. Schade, daß Sie das anders sehen wollen...
Freundliche Grüße
| Antares hat folgendes geschrieben:: |
@ Peter Wilhelm
Leider bin ich nicht so klug wie Sie. Abgesehen davon mißfällt mir Ihr oberlehrerhafter Ton, aus dem Alter bin ich schlicht raus. Keine weiteren Beiträge mehr von mir in diesem Forum zu Ihnen zu diesem Thema. Alles Gute und einen schönen Abend. |
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Recognizer Specialist
Anmeldungsdatum: 06.04.2004 Beiträge: 161 Wohnort: München
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Verfasst am: 17.Apr 2004 23:57 Titel: Na na na.... |
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@ Peter Wilhelm
Sehr geehrter Herr Wilhelm,
| Zitat: |
| Immer noch ungläubig mit dem Kopf schüttelnd über soviel Berufsfremdheit... |
wie soll man das verstehen??? Können Sie mir bitte erläutern was Sie unter Berufsfremdheit hier verstehen wollen?
Sie sind hier in keinem Steuerberaterforum, also wenn Antares nicht gleich an Anhieb versteht ob Sie brutto oder netto meinen, dann schreiben Sie doch von Anfang an gleich so, dass es jeder versteht - auch ein Laie.
Ausserdem finde ich auch genauso wie Antares, dass Sie Ihren Ton ein wenig freundlicher gestalten. In anderen Beiträgen geben Sie sich doch auch nicht so energisch
Gruss RECOGNIZER |
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KLRSUWS Newbie
Anmeldungsdatum: 08.02.2004 Beiträge: 27 Wohnort: München
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Verfasst am: 18.Apr 2004 11:01 Titel: |
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Es ist in Deutschland üblich, einen Bruttolohn zu vereinbaren. Ich habe von anderen Ländern gehört, daß es einen Netto-Vertrag gibt, von dem aus die Zuschläge draufgerechnet werden.
Das wäre ein Wahnsinn in Deutschland. Diverse Steuerklassen mit Freibeträgen, Kindern, Kirchensteuer, der Arbeitgeber wäre immer aufs Neue überrascht, was ihn der neue Mann / Frau kostet. Dann wäre es echt einmal ein Vorteil, daß man verheiratet ist ...
@ Antares
Mit Brutto / Netto haben ganz andere Leute ihre Schwierigkeiten. Und diese regieren unser Land.
Allerdings ist es tatsächlich so, dass sich in Deutschland kaum noch jemand zuständig für das Gemeinwohl fühlt. Da fragt der Kunde (Automobilbauer) seinen Lieferanten, was er unternommen hat bzw. zu unternehmen gedenkt, um seine Produkte durch Auslandsverlagerung günstiger zu machen.
Angestellte Manager (das ist die Mehrzahl) bei diesem Zulieferer ist nur zu gern bereit, diesem Wink Folge zu leisten. Da wird der niedrigere Stundensatz in die Kalkulation eingesetzt, schon kann den Anteilseignern präsentiert werden, daß Einsparungen in gigantischer Höhe durch eine Verlagerung möglich sind.
Verschwiegen wird, daß diese Verlagerung auch Kosten verursacht, da vorab sehr schwer zu quantifizieren sind. Da müssen Manager mit viel Geld an vorübergehend an den neuen Standort gelockt werden, die Arbeitsproduktivität beträgt nur 1/7 der deutschen, Informationsverluste durch zusätzlichen Standort, Qualitätsmanagement muss erst aufgebaut werden, u.v.m.
Wenn dere Laden läuft, sind die Arbeitskosten bereits gestiegen.
Dies alles hofft der angestellte Manager nicht mehr verantworten zu müssen. Aufgrund der präsentierten Zahlen lässt er sich befördern oder kündigt sich hoch.
Anders sehen das manche Manager, denen das Unternehmen auch gehört. Hier habe ich es erlebt, dass sich strikt geweigert wurde, diesen Weg mitzugehen. Grund dafür ist, dass diese Firmen häufig seit Generationen an ihrem Standort verwurzelt sind. Hier wird der Bürgermeister zu jedem Betriebsfest eingeladen und die Firma ist trotz dreier Weltkonzerne am Ort der grösste Gewerbesteuerzahler.
Diese Leute rechnen zu Ende, es geht um ihr Geld. Da wird jeder "Feuerwehr"-Flug an den neuen Standort mitgerechnet, jeder Sprachkurs für die neuen Mitarbeiter. Häufig sieht dann das Ergebnis nicht mehr so aus, daß das Risiko (das ja besteht) gerechtfertigt ist.
In Deutschland sind die Grossunternehmen die Hauptempfänger der Wirtschaftsförderung. Das sollte sich auch in deren Handeln niederschlagen (gutes Beispiel Porsche / BMW Leipzig).
Aber es gab Zeiten in Deutschland, da haben die Arbeiter mechanisierte Webstühle zerstört, weil diese ihnen die Arbeit weggenommen haben. Was wir hier schon für industrielle Revolutionen mitgemacht haben, Roboter, Computer, vieles mehr. Es gibt bei uns eine Reihe von Industriezweigen nicht mehr, keine Leichtindustrie (Textilien, Schuhe, usw), Schwerindustrie zähle ich dazu (Kohle, Stahl), normalerweise dürften es nicht nur 4,5 Mio Arbeitslose sein. Es sind andere Jobs hinzugekommen, bei diesen dürfen wir den Anschluss nicht verlieren.
Unsere schlecht qualifizierten Arbeitnehmer tun besser daran, die Jobs für schlecht qualifizierte auch anzunehmen, sie stehen hier in unmittelbarem Wettbewerb mit dem Rest der Welt.
Da dies mein erster Beitrag im Forum ist, kurze Vorstellung:
Weder Freiberufler noch Selbständiger, sondern angestellt in der Materialwirtschaft eines Grossbetriebs, stelle gerade alles in Frage, was ich jemals mit meinem Leben angefangen habe und lese im Forum mit Vorliebe Caligulas Beiträge zum Thema Bodenständiges Handwerk.
Gruss, klrsuws |
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Recognizer Specialist
Anmeldungsdatum: 06.04.2004 Beiträge: 161 Wohnort: München
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Verfasst am: 18.Apr 2004 11:31 Titel: |
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@ KLRSUWS
Hallo User,
ich stimme Ihnen 100 %ig zu. Genau das ist die Sachlage in Deutschland
Applaudierende Grüsse
RECOGNIZER |
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rotoflex Specialist
Anmeldungsdatum: 13.09.2003 Beiträge: 215 Wohnort: Sachsen
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Verfasst am: 18.Apr 2004 17:50 Titel: |
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Ihr wohnt alle zu weit im Westen,kommt in den Osten Deutschlands
In den Grenzgebieten zu Polen und Tschechien sind die Löhne in der freien Wirtschaft oft nicht viel höher als in den Beitrittsgebieten im Mai.
Immobilien sind günstig oft wird bei Versteigerungen nicht mal das Einstiegsgebot erreicht.
Nicht wenige versuchen ihr Glück als Pendler in die alten Länder, oder siedeln ganz um,dort machen sie den Türken die Arbeit streitig und drücken damit den Preis.
Dass ,das nun so ist hat die Treuhand verbockt es war zwar viel aber nicht alles Schrott im Osten..
Nicht selten wurde potentielle Konkurrenz aufgekauft oft für eine Mark im ungünstigsten Fall ausgeräumt und fertig.
Und nun wird die Tütenmilch und anderer Kram durch ganz Deutschland gekarrt,im besten Fall bis an die Russische Grenze....da bleibt wenigstens die Arbeit in Deutschland.
Ich war heute in meiner Oase im Tschechland nach dem rechten sehn,hab wieder ne Stange Zigaretten mitgebracht sowie eine Kiste Bier,und tanken war ich auch, wie immer...dann werkle ich noch etwas und solange wie ich noch nen Euro in der Tasche habe fühle ich mich gut,und kann so manche Aufregung auch hier nicht verstehen....
Ich glaube macher müsste mal wieder richtig körperlich ran,ich meine jetzt nicht das vögeln....Arbeit hätte ich genug und wenn es Trockenmauer bauen ist.
Dort zwischen Felsen und Wald werden die selbstgemachten Probleme ganz klein,dann klappst auch wieder mit dem Nachbarn...
Also wer demnächst hier wieder nörgelt den lade ich persöhnlich zu mir nach Tschechland ein...
Wanderschuhe,Boot oder Kletterausrüstung ist kein Fehler sind erwünscht und können mitgebracht werden...
Ich höre jetzt besser auf denn ich habe jetzt meine Euros verschrieben,grins. |
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tifinaa * Consulter *
Anmeldungsdatum: 19.11.2003 Beiträge: 1176
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Verfasst am: 18.Apr 2004 20:41 Titel: |
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| Zitat: |
Gen Osten - den hiesigen Jobs zuliebe
Von Patrick Welter
18. April 2004 Als vaterlandslose Gesellen kanzeln Sozialdemokraten gerne die Unternehmen ab, die Produktionsstätten außerhalb Deutschlands aufbauen. Der Kanzler greift mit dieser Pauschalverurteilung die Ängste auf, daß mit der Erweiterung der Europäischen Union immer mehr Arbeitsplätze gen Osten verlorengingen. Gut ausgebildete Arbeitskräfte zu niedrigen Löhnen - gegen dieses Erfolgsrezept scheint Deutschland schließlich machtlos.
Darin gründen die populistischen Attacken, die alle volkswirtschaftliche Erkenntnis auf den Kopf stellen. Denn daß Freihandel und die Integration der Märkte für Kapital und Arbeit den Wohlstand aller erhöhen, ist unter Ökonomen Allgemeingut.
Fakten könnten überzeugen
Wie aber deutlich machen, daß die Ost-Erweiterung nicht den Untergang der deutschen Wirtschaft bedeutet? Fakten könnten überzeugen. Zahlen über den "Export von Arbeitsplätzen" liegen nicht vor, heißt es. Das stimmt nicht ganz. Man frage die Ökonomin Dalia Marin von der Universität München. Diese hat 2200 Investitionsprojekte von 660 deutschen und österreichischen Unternehmen untersucht, die zwischen 1990 und 2001 in Osteuropa getätigt wurden. Gemessen am Wert, deckt die Umfrage 80 Prozent aller deutschen und 100 Prozent aller österreichischen Direktinvestitionen in Osteuropa ab.
Deutsche Unternehmen haben danach in den elf Jahren durch den Aufbau von Produktionsstätten im Osten 460.000 Stellen geschaffen. Dem stehen 90.000 Arbeitsplätze entgegen, die in Deutschland verlorengingen. Österreichische Firmen schufen 202.000 Stellen in Osteuropa, bei einem Verlust von 22.000 Stellen in Österreich. Diese Rechnung ist einfach, sie berücksichtigt nicht die Anpassungsreaktionen auf den Arbeitsmärkten. Insoweit gibt sie eine Obergrenze wieder - die überraschend niedrig ist.
Die Arbeitsplatzverluste durch die Verlagerung von Produktionsstätten addierten sich über elf Jahre auf 0,3 Prozent der beschäftigten Arbeitnehmer in Deutschland und auf 0,7 Prozent in Österreich. Solche Zahlen sind kein Anlaß, wegen der EU-Erweiterung in Panik zu verfallen. Das zeigt auch ein Blick auf die Beschäftigungsentwicklung. Von 1997 bis 2001 wurden in Deutschland 1.543.000 neue Stellen geschaffen. 2002, im Jahr nach dem Internet-Boom und im Jahr der einbrechenden Konjunktur, wurden allein 254.000 Stellen gestrichen. Ein Minus von 90.000 Stellen über elf Jahre nimmt sich da bescheiden aus.
Deutsches Problem liegt anderswo
Sicher ist: Das Problem des deutschen Arbeitsmarktes liegt nicht im Jobexport gen Osten, sondern anderswo: im schwachen Wirtschaftswachstum und in der Vermachtung des Arbeitsmarktes durch Arbeitgeber und Gewerkschaften.
Für die geringen Arbeitsplatzverluste durch die Integration Osteuropas in die westeuropäische Wirtschaft gibt es einen Grund: Dank der niedrigeren Lohnkosten bleiben hiesige Unternehmen wettbewerbsfähig. Marin berechnet, daß eine Senkung der Löhne um weitere zehn Prozent in den osteuropäischen Werkstätten nicht dazu führt, daß im Westen mehr Stellen abgebaut werden. Im Gegenteil: Die Arbeitsnachfrage der hiesigen Unternehmen steigt sogar um 1,6 Prozent.
Deutlich wird so, daß der Jobexport dazu beiträgt, Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. Mit der Verlagerung von Produktionsstufen in die Beitrittsländer können die Unternehmen zwischen 65 und 80 Prozent der Arbeitskosten einsparen.
Ein drittes überraschendes Ergebnis
Die Studie zeigt ein drittes überraschendes Ergebnis. Die deutschen Direktinvestoren in Osteuropa beschäftigen dort überdurchschnittlich viele gut ausgebildete Mitarbeiter. Sie verlagern hochqualifizierte Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung nach außen. Das läßt nur einen Schluß zu. Die Ausstattung der deutschen Volkswirtschaft mit hochqualifiziertem Personal läßt zu wünschen übrig. Die Unternehmen gehen gen Osten, weil sie gut ausgebildete Menschen hierzulande nicht mehr in hinreichender Zahl finden. Das wirft ein Schlaglicht auf die Debatte über die Freizügigkeit der künftigen EU-Osteuropäer: Wer die Forschungslabore weiterhin aus Deutschland vertreiben will, der muß den hochqualifizierten Arbeitnehmern aus dem Osten nur verbieten, hierzulande zu arbeiten.
Dalia Marin: A Nation of Poets and Thinkers - Less so with Easter Enlargement? Austria and Germany. Centre for Economic Policy Research (CEPR), Diskussionspapier Nr. 4358.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.04.2004, Nr. 16 / Seite 36 |
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