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money-baer Insider
Anmeldungsdatum: 28.02.2002 Beiträge: 779 Wohnort: /Mfr.
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Verfasst am: 26.Aug 2003 15:57 Titel: Wir leben länger - nur von was??? |
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+++ Rentenreform: Ohne Privatvorsorge geht nichts mehr +++
Die Deutschen werden immer älter und bekommen immer weniger Kinder, die
Rekordarbeitslosigkeit hält an, die Zahl der Frühverrentungen steigt
weiter - ohne drastische Einschnitte ist die gesetzliche Rente nicht mehr zu
retten. Viele Forderungen machen deshalb die Runde: Anhebung der
Altersgrenze auf 67 Jahre, Nullrunden bei der Rentenanpassung, Abschläge für
Frührentner, volle Rente erst nach 45 Beitragsjahren. Wie die reformierte
Altersversorgung genau aussehen wird, ist noch nicht klar - Experten gehen
jedoch davon aus, dass massive Leistungskürzungen unvermeidbar sind und die
gesetzliche Rente für viele bereits in wenigen Jahren nicht mehr ausreicht,
um den aus der Zeit ihrer Berufstätigkeit gewohnten Lebensstandard zu
erhalten. Weil ohne Eigeninitiative der Schritt in die Altersarmut
vorgezeichnet ist, führt schon jetzt kein Weg mehr an einer rechtzeitigen
Privatvorsorge vorbei. Wer Sicherheit für´s Alter und satte staatliche
Förderung bei gleichzeitig guter Rendite will, sollte sich schon jetzt für
eine private Zusatzvorsorge entscheiden. Will man die staatlichen Zuschüsse
für 2003 noch mitnehmen, muss man spätestens bis 31. Dezember einen Vertrag
unter Dach und Fach haben. Deshalb schon jetzt handeln. Extra-Vorteil: dank
der hohen öffentlichen Zulagen profitieren besonders Familien mit Kindern
von der staatlich geförderten Zusatzrente.
Quelle: MONEY-TIMES v. 26-08-03
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...ob das unbedingt die Riester-Rente sein muß bleibt im Einzelfall zu prüfen, aber tun muß jeder was !!! |
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4940 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 3.Aug 2005 11:56 Titel: Re: Wir leben länger - nur von was??? |
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| money-baer hat folgendes geschrieben:: |
+++ Rentenreform: Ohne Privatvorsorge geht nichts mehr +++
der Schritt in die Altersarmut vorgezeichnet ist, |
Jedem dritten Haushalt droht Altersarmut
| Zitat: |
Fast 60 Prozent aller deutschen Haushalte sorgen nicht genug für die Rente vor, fast jedem dritten Haushalt droht Altersarmut. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) am Dienstag in Berlin vorstellte. Der Grund dafür sei, daß die meisten Bürger ihre Lebenserwartung um fünf bis sieben Jahre unterschätzten. Sie könnten daher die Rentenlücke nicht schließen, die durch die Absenkung der gesetzlichen Rente entstehe. Im Schnitt fehlen den Deutschen laut DIA, zu dessen Gesellschaftern auch die Deutsche Bank gehört, im Alter 150 Euro pro Monat.
„Die Rentendauer wird insgesamt um etwa 40 Prozent unterschätzt”, sagte Axel Börsch-Supan vom Mannheimer Forschungsinstitut für Ökonomie und demografischen Wandel, der die Studie im Auftrag des DIA erstellt hatte. Weil die Lebenserwartung in den kommenden Jahrzehnten deutlich steige (auf 81,6 Jahre für Männer und 87,4 Jahre für Frauen) verlängere sich auch die durchschnittliche Rentendauer auf 17,4 Jahre für Männer und auf 24,2 Jahre für Frauen. Viele Bürger seien auf diese Entwicklung nicht vorbereitet.
Für knapp 60 Prozent reicht Vermögen nicht
In der Altersvorsorge klaffen deshalb große Löcher: Den heute 40 bis 49 Jahre alten Arbeitnehmern fehlen im Alter 215 Euro monatlich, so die Schätzung des DIA. Bei denjenigen, die heute 50 bis 59 Jahre alt sind, beträgt die Rentenlücke 112 Euro und bei denen, die älter als 60 sind, immerhin 61 Euro. Der Hintergrund dieser Entwicklung ist, daß mit den Rentenreformen von 2001 und 2004 das gesetzliche Rentenniveau um rund 18 Prozent gesunken ist.
Daraus resultiert, daß die Notwendigkeit zur privaten Vorsorge gestiegen ist. Allerdings haben sich bisher nur vergleichsweise wenige Bürger um ihre private Vorsorge gekümmert: Für 59,2 Prozent aller Haushalte reiche das gesparte Vermögen nicht, um im Alter die Versorgungslücke zu füllen, sagte Börsch-Supan. Ein Drittel verfüge über gar kein Finanzvermögen und spare auch nichts. Er kritisierte, daß die Riester-Rente zu langsam gestartet sei und die Förderung langfristiger gesichert werden müsse.
Psychologischer Anreiz zu sparen
Eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge lehnte er jedoch ab. Gerade diejenigen, die am wenigsten sparen, dürften auch am häufigsten unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse haben, sagte Börsch-Supan. Stattdessen schlägt das DIA zur Deckung der Versorgungslücke ein Alternativmodell zur so genannten Entgeltumwandlung vor, mit der Arbeitnehmer Teile ihres Gehalts sozialabgabenfrei in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen können.
Das DAI setzt auf einen psychologischen Anreiz: Danach sollen im Grundsatz alle Erwerbstätigen eine freiwillige betriebliche Altersvorsorge abschließen. Wer dies nicht will, soll sich explizit dagegen aussprechen. Heute müssen sich Erwerbstätige ausdrücklich für ein solches Modell entscheiden. Die Beteiligungsrate könne damit ähnlich wie in den USA auf rund 80 Prozent der Haushalte gesteigert werden, glaubt das DAI.
Bessere Aufklärung durch Politik
Zudem müsse die Politik die Menschen besser über die Lebenserwartung und die Rentenlücke aufklären, fordert das DAI: Es fehle eine wirklich inflationsbereinigte Realrechnung. Diese müsse unbedingt erstellt werden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi forderte unterdessen höhere Löhne, um die Rentenkassen zu füllen. Nur über einen Klimawandel in der Lohndiskussion könnten dauerhaft sichere Renten erreicht werden.
Die Dresdner Bank hat in einer Studie festgestellt, daß sich besonders Frauen und junge Menschen zu wenig um ihre private Altersvorsorge kümmern. Unter den Frauen bildeten fast 42 Prozent keine Rücklagen. Ähnlich war die Lage bei jungen Leuten zwischen 18 und 29 Jahren. Von ihnen betrieben fast 40 Prozent keine Vorsorge. Insgesamt haben laut Dresdner Bank 39,8 Prozent der Deutschen noch nicht damit begonnen, regelmäßig Geld für die Rente auf die Seite zu legen. Auch die Sparbeträge der Deutschen sind demnach gering: Im Schnitt legt jeder Bürger monatlich 114 Euro zurück. Mehr als jeder Zehnte legt aber weniger als 50 Euro zurück.
Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP und DPA |
| Zitat: |
Knapp zwei Drittel sparen nicht genug fürs Alter - Lebenserwartung unterschätzt -
Die Deutschen sind für die Zukunft schlecht gerüstet. Nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) werden die Folgen der steigenden Lebenserwartung und der sinkenden gesetzlichen Rente dramatisch unterschätzt. Denn die Tatsache, daß die Deutschen immer älter werden, führt dazu, daß die Dauer der Rentenbezüge zunimmt. Gleichzeitig gehen jedoch die Auszahlungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung stetig zurück.
Nach Berechnungen der Experten werden 59 Prozent aller Haushalte die so entstehende Rentenlücke mit ihrem heutigen Sparverhalten nicht füllen können. Einem Drittel droht sogar der Abstieg in die Altersarmut. Eine Rentenlücke entsteht immer dann, wenn die Einkünfte im Alter nicht ausreichen, um einen bestimmten Lebensstandard zu halten. Ist die Rente so niedrig, daß nicht einmal die nötigsten persönlichen Ausgaben bestritten werden können, spricht man von Altersarmut. Dann greift nur noch eine Grundversorgung in Form der Sozialhilfe.
Für ihre Analyse haben die DIA-Experten 2500 Deutsche nach ihren gesetzlichen und privaten Rentenansprüchen befragt und daraus die Rentenlücke berechnet. Dem wurden dann die Ersparnisse gegenübergestellt. Um die monatliche Deckungslücke zu ermitteln, rechneten die Experten die persönlichen Rücklagen in eine Leibrente um. Denn jeder Deutsche kann sich sein Vermögen bei einer Versicherung in lebenslange monatliche Auszahlungen (Leibrente) umwandeln lassen.
Ergebnis: Im Schnitt muß der Deutsche ein Rentenloch von 125 Euro stopfen. Rein rechnerisch schaffen dies bei gleichbleibender Lebenserwartung 54 Prozent der Bundesbürger. Das Finanzvermögen der Deutschen abzüglich Schulden beträgt 21.315 Euro - in eine Leibrente umgerechnet sind 133 Euro. Der Durchschnittsrenter mehr als genug, um die Rentenlücke auszufüllen. Das Dumme nur: In diesem Szenario wird unterstellt, daß die Lebenserwartung auf dem jetzigen Niveau verharrt. Legt man die realistischen Projektionen zugrunde, ist die Lebenserwartung späterer Rentnergenerationen fünf bis sieben Jahre höher. Damit verlängert sich die Zeit nach Ende des Berufslebens um 40 Prozent. Die Ersparnisse des Durchschnittsrenters reichen wegen der längeren Lebenszeit nur noch für eine Leibrente von 87 Euro. Sprich: Es gibt eine Unterdeckung von 28 Prozent. Demzufolge betreiben 60 Prozent der Deutschen aktuell zu wenig Vorsorge.
Eine private Zwangsvorsorge lehnt das lehnt das Institut als Lösung des Problems ab. Dies würde unweigerlich zu Verzerrungen auf den Kapitalmärkten führen. Denn bei Schieflagen einzelner Versicherer müßte der Staat dann eine Ausfallgarantie leisten. "Eine Zwangsvorsorge hätte den negativen Nebenaspekt, daß die Finanzmarktakteure zu risikoreich das Geld der Vorsorgesparer anlegen, weil im Zweifelsfall der Staat einspringen müßte", sagt Axel Börsch-Supan vom Mannheimer Institut Ökonomie und demographischer Wandel. "Und da am Markt für Altersvorsorge ein großes Anlagevolumen bewegt wird, wäre dies an den Börsen deutlich spürbar."
Das Institut schlägt vielmehr ein Alternativmodell zur sogenannten Entgeltumwandlung vor, mit der Arbeitnehmer Teile ihres Gehalts aus dem Brutto in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen können. Das DIA setzt auf einen psychologischen Anreiz: Danach sollen im Grundsatz alle Erwerbstätigen ähnlich der Mitgliedschaft in der Kirche eine freiwillige betriebliche Altersvorsorge erhalten. Wer dies nicht will, soll sich explizit dagegen aussprechen. Heute müssen sich Erwerbstätige ausdrücklich für ein solches Modell entscheiden. Die Beteiligungsrate könne damit ähnlich wie in den USA auf rund 80 Prozent der Haushalte gesteigert werden, glaubt das DIA.
Zudem müsse die Politik die Menschen besser über die Lebenserwartung und die Rentenlücke aufklären, forderte DIA-Sprecher Bernd Katzenstein: "Es fehlt eine wirklich inflationsbereinigte Realrechnung. Das muß unbedingt erfolgen, damit die Leute das auch verstehen."
Quelle: Welt - Daniel Eckert und Holger Zschäpitz |
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bernis Newbie
Anmeldungsdatum: 18.12.2004 Beiträge: 3
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Verfasst am: 5.Aug 2005 12:45 Titel: Re: Wir leben länger - nur von was??? |
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Sicher ist Altersvorsorge wichtig. Nur ich frag mich manchmal, wenn in beispielsweise 30 Jahre, auf einen Rentner ein halber Berufstätiger kommt. Weil, mit einem Spruch hatten die Urgrünen recht, Geld kann man nicht fressen.
Wenn jeder Rentner ne Million dann hätte, wäre sie nichts wert. Die Lösung muss also woanders gesucht werden |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 6.Aug 2005 9:16 Titel: |
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ftd.de; 03.08.2005
Trägheit für die Rente
Die Deutschen sorgen zu wenig für ihr Alter vor. Experten beklagen es, Politiker mahnen eindringlich, die Bürger nicken zustimmend - aber mit schlechtem Gewissen. Obwohl jeder weiß, wie notwendig ein Polster fürs Alter ist, lässt kaum jemand der eigenen Einsicht auch eigene Taten folgen.
In grauer Vorzeit, 1999, versuchte der damalige Sozialminister der rot-grünen Regierung, Walter Riester, das Problem mit einer obligatorischen Versicherung zu lösen. "Riester will Zwangsrente für alle", titelte die "Bild"-Zeitung, und das Vorhaben war gestorben. Nun scheint die Union eine klügere Idee zu haben, um die Sparneigung des Volkes zu befördern: sanfter Druck statt harten Zwangs.
Wer sich bisher für eine Zusatzvorsorge entschloss, dem wurde Eigeninitiative abverlangt. Er musste ein Produkt am Markt auswählen oder seinen Arbeitgeber zur Entgeltumwandlung auffordern. So lockte nicht einmal die staatlich subventionierte Riester-Rente massenhaft Arbeitnehmer, sie gilt als zu kompliziert, das schreckt ab.
In der Union gibt es deshalb Überlegungen, das Verfahren umzukehren: Wer nichts tut, ist automatisch versichert. Ein Teil des Einkommens fließt in die Vorsorge, solange der Beschäftigte nicht widerspricht. Die menschliche Trägheit könnte so ein Volk von Sparern hervorbringen.
Diese Lösung ist sehr geschickt. Die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen bleibt gewahrt, und eine solche Betriebsrente wäre ohne großen bürokratischen Aufwand zu organisieren. Vielleicht ließe sich davon sogar die "Bild"-Zeitung überzeugen. Altersvorsorge muss sein, weiß doch jeder.
provided by GENIOS... |
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 6.Aug 2005 9:18 Titel: |
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Handelsblatt Nr. 146 vom 01.08.05 Seite 4
Den Schweizer Senioren geht das Geld nicht aus
Mischung aus Kapitaldeckungs- und Umlageverfahren. Wenn ein Eidgenosse wissen will, wie hoch seine Rente heute ausfallen würde, schickt er eine E-Mail an die landesweite Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV). Die Antwort kommt, wenn alles gut geht, nach einigen Tagen. Die Summe reicht in den meisten Fällen allerdings weder zum Leben noch zum Sterben. Die AHV ist umlagefinanziert - sie krankt genau wie das deutsche System daran, dass die Menschen zu wenig Kinder bekommen.
Zwischen den Parteien im Berner Parlament tobt ein Streit um die Entlastung der Kasse. So soll das Rentenalter für Frauen von 64 auf 65 Jahre erhöht, die Witwenrente gekappt oder der automatische Inflationsausgleich gestrichen werden.
Bauchschmerzen bekommen die Eidgenossen wegen dieses Streits jedoch nicht, denn die AHV ist nur eine von drei Säulen, auf denen die Altersabsicherung steht. Wichtigste Einnahmequellen der AHV sind die Beiträge der Arbeitgeber und Versicherten sowie des Bundes und der Kantone. Seit 1999 fließt zudem ein Teil der Mehrwertsteuer in die AHV. Sie verfügt über einen Ausgleichsfonds, der kurzfristige Einnahmenschwankungen ausgleichen soll. Der Fonds ist im Gegensatz zur eisernen Reserve in Deutschland gut gepolstert. Der Gesetzgeber verlangt, dass er mindestens über die Summe verfügt, die es braucht, um ein Jahr lang alle AHV-Leistungen zu erbringen.
Neben der AHV kommt kein Schweizer Arbeitnehmer, der mehr als 12 500 Euro im Jahr verdient, um die zweite Säule herum: die betrieblichen Pensionskassen. Diese Versicherungen werden von privaten Anbietern organisiert und bieten eine Kombination von Spar- und Risikoelementen. Sie haben die Aufgabe, den Versicherten annähernd die Fortsetzung ihres bisherigen Lebensstils zu ermöglichen. Bescheidenes Ziel: Mit der ersten Säule zusammen sollen die Rentner ein Einkommen von mindestens 60 Prozent des letzten Lohnes zur Verfügung haben. Jeder Versicherte hat bei seiner Pensionskasse ein eigenes Konto. Wer das Rentenalter erreicht, erhält jährlich 7,15 Prozent des Guthabens ausgezahlt, für Frauen sind es 7,2 Prozent.
Erst kürzlich haben Experten im Auftrag der Schweizer Regierung die demographischen, wirtschaftlichen und finanziellen Risiken der Kombination von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren untersucht. Ergebnis: Die Methode sei dem System anderer Länder, die nur auf das eine oder andere Verfahren setzen, überlegen. Das magere Wachstum der letzten Jahren hat zumindest das Umlageverfahren stark geschwächt.
Die dritte Säule besteht aus individuellen Versicherungen, die jeder für sich abschließt. Die Versicherer bieten eine Vielzahl spezialisierter Verträge an - und der Staat setzt einen zusätzlichen Anreiz: Beiträge bis 4 000 Euro im Jahr können von der Steuer abgesetzt werden.
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Goodman *** Consulter ***
Anmeldungsdatum: 16.01.2002 Beiträge: 5416
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Verfasst am: 6.Aug 2005 9:21 Titel: |
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Süddeutsche Zeitung vom 05.08.2005
Pflicht zur Rente weiter umstritten
Angesichts der Finanzprobleme der Rentenkassen streiten Experten weiter über einen Zwang zur private Altersvorsorge. Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) hält eine solche Verpflichtung für problematisch. "Es wird einen enormen Aufwand verursachen", sagte Geschäftsführer Franz Ruland am Donnerstag im Südwestrundfunk.
Berlin (dpa/AP) - Sehr viele Versicherte hätten bereits eine zusätzliche Altersvorsorge und müssten von der Pflicht befreit werden. Auch machten Geringverdiener von betrieblicher Altersvorsorge meist keinen Gebrauch. Dagegen forderte der Sozialverband VdK, die private Altersvorsorge zwingend vorzuschreiben. "Wir müssen die Riester-Rente zu einer obligatorischen Altersversorgung weiterentwickeln", sagte VdK-Präsident Walter Hirrlinger der Passauer Neuen Presse. Dies sei "im Interesse der später Betroffenen" dringend notwendig. Ruland erwartet für die kommende Legislaturperiode weitere Rentenreformen. Dabei müsse sich die Politik auch über die künftige Altersgrenze angesichts steigender Lebenserwartung und längerer Rentenlaufzeiten Gedanken machen. Der Bundesverband Investment und Asset Management forderte, die Akzeptanz der Riester-Rente durch Vereinfachung zu steigern. Unionspolitiker hatten eine automatische Betriebsrente mit Antrag auf Befreiung vorgeschlagen. Ähnlich hatte sich Familienministerin Renate Schmidt (SPD) am Mittwoch geäußert.
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GoMoPa .

Anmeldungsdatum: 25.01.2002 Beiträge: 2414
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Verfasst am: 18.Mai 2006 11:31 Titel: |
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Gefahr Altersarmut
Einkommen im Alter kaum noch kalkulierbar!
Wie hoch wird später meine Rente sein? Über diese Frage zerbrechen sich immer mehr Deutsche den Kopf, denn das Einkommen im Alter ist für viele kaum noch kalkulierbar. Fest steht: Die gesetzliche Rente allein wird nicht ausreichen, um den Lebensstandard im Alter halten zu können. Wer nicht zusätzlich privat vorsorgt, dem kann sogar die Altersarmut drohen, warnen Experten.
Tatsächlich halten 41 Prozent aller Berufstätigen ihre heutige Altersvorsorge für unzureichend. 64 Prozent gehen zudem davon aus, im Alter über weniger Geld als bisher zu verfügen - und zwar im Schnitt rund ein Drittel. Das geht aus einer Studie des Allensbach-Instituts für Demoskopie im Auftrag der Postbank hervor.
Rechtzeitige Vorsorge
Trotzdem ist den meisten noch nicht bewusst, insbesondere den jüngeren Menschen, dass sie für einen sorgenfreien Ruhestand frühzeitig anfangen müssen, zumindest kleinere Beträge zurückzulegen. Zudem beklagen sich viele über mangelnde Information zum Thema Altersvorsorge.
Zwar hat die Riester-Rente im Vergleich zum Vorjahr an Popularität gewonnen: Sie wird von 25 Prozent der Befragten als ideale Form der Altersvorsorge genannt. Doch die große Mehrheit der Bevölkerung kann sich immer noch nicht mit dieser staatlich bezuschussten Geldanlage anfreunden, so das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).
Geringe Nachfrage bei Riester-Rente
Besonders Geringverdiener haben offenbar das Geld nicht übrig, um sich in die Förderung einzukaufen. Dabei lohnt sich gerade für sie das so genannte "Riestern" fürs Alter. Ein Rechenbeispiel: Legt eine Familie mit zwei Kindern monatlich nur fünf Euro dafür zurück, also 60 Euro im Jahr, erhält sie dafür eine staatliche Zulage von jährlich 504 Euro. Und trotzdem bleibt die Nachfrage nach der Riester-Rente laut DIA-Umfrage gering und gefährdet die künftige Altersvorsorge weiter Teile der Bevölkerung. |
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Moderator GM&P .

Anmeldungsdatum: 21.01.2006 Beiträge: 7236
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Verfasst am: 5.Aug 2007 6:42 Titel: |
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Die Rentenreformen der vergangenen Jahre haben zu einem drastischen Rückgang der ausgezahlten Altersgelder für Neu-Rentner geführt. Zum Teil beträgt das Minus mehr als 14 Prozent. Zwar relativierte die Deutsche Rentenversicherung die Zahlen, es bleibt aber dabei: Wer in den Ruhestand geht, bekommt statistisch weniger Rente.
Ein männlicher Rentner, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen ist, verfügt heute über eine durchschnittliche Netto-Rente von 790 Euro, im Osten von 836 Euro. Noch vor sieben Jahren habe ein Neu-Rentner dagegen im Schnitt 883 Euro in Ost und West erhalten. Dies entspreche einem Rückgang von 10,5 Prozent im Westen und 5,3 Prozent im Osten. Entsprechende Zahlen bestätigte der Sprecher der Deutschen Rentenversicherung, Dirk von der Heide, am Samstag in Berlin.
Noch drastischer fiel der Rückgang bei den Erwerbsminderungsrenten aus. Wer 2006 erstmals diese Rente bezog, erhielt im Schnitt 667 Euro (Ost: 601 Euro). Im Jahr 2000 seien es noch 789 Euro (Ost 687 Euro) gewesen. In diesem Segment beträgt der Rückgang 14,5 Prozent (Ost 12,5 Prozent). Bei Frauen wirken sich die Minderungen sowohl bei der normalen wie auch bei der Erwerbsminderungsrente deutlich geringer aus.
Von der Heide sagte, immer mehr Menschen machten von der Möglichkeit eines vorzeitigen Rentenbeginns Gebrauch, der jedoch mit Abschlägen verbunden sei. So seien im vergangenen Jahr 50 Prozent der Renten mit Abschlägen belegt gewesen. Dies mindere die Zahlbeträge der Renten. Darüber hinaus seien die Auszahlungen an die Senioren durch die hohen Krankenkassen- und Pflegebeiträge belastet gewesen. Nicht zuletzt hätten die Menschen immer mehr Brüche in ihrer Erwerbsbiographie. Zeiten der Arbeitslosigkeit etwa minderten die Zahlbeträge.
Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sprach von statistischen Mittelwerten, die in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht sehr aussagekräftig seien. Die Rentenzahlbeträge seien nicht mit dem tatsächlichen Alterseinkommen gleichzusetzen, da viele Senioren mit kleiner Rente noch über eine betriebliche Absicherung, über eine Beamtenpension oder angespartes Vermögen verfügten.
Zudem gälten die Vereinbarungen zur Sicherung des Netto-Rentenniveaus. Laut Beschluss der Bundesregierung darf es bis 2020 nicht unter 46 Prozent und bis 2030 nicht unter 43 Prozent des Bruttolohns vor Steuern sinken.
Quelle: HB |
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