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Jaga Newbie
Anmeldungsdatum: 25.03.2004 Beiträge: 27 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 10.Mai 2004 18:06 Titel: Re: Mutual Benefits Corp. bestreitet Vorwürfe |
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| Et hat folgendes geschrieben:: |
1.Die Mutual Benefits Corp. bestreitet die Vorwürfe der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und bekommt Rückendeckung vom State Senator Geller, der die Legislatur des Staates Florida für Viaticals geschrieben hat. Geller verlautbart, dass Mutual Benefits Corp. eine der Firmen war, die mithalf die Viatical- und Life Settlement Industrie zu reglementieren.
2.Mutual Benefits Corp. erklärt, dass die Prämien der überfälligen Aidspolizzen aus Unternehmensgewinnen bezahlt wurden und werden. Ausserdem soll Mutual Benefits Corp. schon vor längerem der Aufsichtsbehörde angeboten haben, alle 6 Monate die Bücher zu kontrollieren.
3.Geller informiert weiters, dass er von der SEC umgangen wurde. „Die SEC hätte einfach eine Beschwerde bei Gericht einbringen sollen,“ erklärt Geller gegenüber dem South Florida Sun-Sentinel. Die Anwälte von MBC werden von Richter Moreno bei einem Hearing am 17. Mai die Aufhebung der SEC-Verwaltung verlangen. Laut dem Sun-Artikel könnte in Florida eine Gesetzesänderung unmittelbar bevorstehen, die die Viatical- und Life Settlements eindeutig nicht als Wertpapier definiert. |
Ad1. Diese Rückendeckung ist ja wohl das mindeste, was der Herr Senator jetzt noch für MBC tun kann und seien seien seine Argumente noch so haarsträubend. Für die Millionenbeträge, die offiziell an die verschiedenen Lobbyisten gingen, dürfen sich die Steingers wohl eine Gegenleistung erwarten ( und erst für die möglicherweise in.....).
Ad2. Das stimmt, die Altverpflichtungen wurden aus dem Neugeschäft bezahlt - ein klassisches Ponzi-scheme eben. Die Behörden haben das "Angebot" zur Prüfung dankbar angenommen, 12 Monate geprüft und den Laden dann eben dicht gemacht.
Ad 3. Die SEC hat ja eben einfach eine Klage vor dem zuständigen Bundesgericht eingebracht, wegen Verstoss gegen die Antibetrugs- und Rgistrierungsbestimmungen des Bundeswertpapierrechts. Der Bundesrichter hat dann MBC unter Liqidationsverwaltung gestellt.
Diese Gesetzesänderung ist durch den Senat, aber von Govenor Bush nocht nicht unterschrieben. Diese Änderung wäre eine Aushöhlung des bestehenden Aufsichtsrechts und das Gegenteil der erforderlichen Verschärfung und eine reine lex MBC, von MBC initiiert und gelobbt.
O. |
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003 Beiträge: 459 Wohnort: Bad Homburg
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Verfasst am: 11.Mai 2004 16:57 Titel: Steuerliche Behandlung + Schließung von Mutual Benefits |
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Die Frage der steuerlichen Behandlung beschäftigt derzeit die Life-Settlement-Branche. So gibt es mündliche Äußerungen der Finanzverwaltung, dass geschlossene Fonds, die US-Lebensversicherungspolicen ankaufen, nunmehr entgegen der herrschenden Meinung der Beratungspraxis als gewerblich behandelt werden sollen, was eine steuerliche Belastung der Ausschüttungen zur Folge hätte. Allerdings sind sich die Branche sowie deren involvierte Steuerberater und Wirtschaftsprüfer einig, dass dieser Versuch im völligen Wiederspruch nicht nur zur bisherigen steuerlichen Praxis bei Private Equity Gesellschaften, sondern auch zum Private Equity Erlass vom 16. Dezember 2003 steht. Jedoch bleibt anzumerken: Wie auch einige andere Aktionen in den letzten Monaten gezeigt haben, wird der Steuersicherheit und Steuergerechtigkeit in Deutschland von der Regierung und den Finanzämtern keine große Bedeutung beigemessen. Berater sollten daher auf jeden Fall Ihre Anleger über das Risiko, dass diese Fonds als gewerblich eingestuft werden könnten, aufklären.
Die Steuerberater des VCH Expert US-Life haben daher den Worst-Case-Effekt, den die Steuer im Falle der Gewerblichkeit für die Verzinsung des gebundenen Kapitals (IRR) hat, berechnet. Das Ergebnis wären 9% p.a. IRR (vor Agio).
Zusammenfassend kann man daher sagen, dass das Chance/Risiko-Profil dieser Anlageklasse auch bei einer eventuellen steuerlichen Verschlechterung weiterhin als hochinteressant einzustufen wäre, insbesondere wegen der absoluten Unabhängigkeit von den Immobilien-, Aktien- und Anleihenmärkten. Gerade in schwierigen Börsenzeiten wie den aktuellen eignet sich ein alternatives, nicht korrelierendes Produkt wie der VCH Expert US-Life zur optimalen Portfoliodiversifikation.
Neben der steuerlichen Frage bewegt zudem die Schließung von Mutual Benefits die Gemüter.
Wie die amerikanische Börsenaufsicht SEC Anfang Mai mitteilte, wurde der Mutual Benefits Corp., einer der größten Settlement Gesellschaften in den USA, das weitere Betreiben des Life Settlement Geschäftes untersagt. Als Gründe werden u.a. Betrug und Täuschung der Anleger angegeben. Schon seit längerem kursieren Gerüchte, die Mutual Benefits Corp. arbeite mit unseriösen „Drückermethoden“ und würde mit geschönten Lebenserwartungen auf Investorensuche gehen. Leider haben auch einige Policenanbieter in Deutschland und Österreich mit Mutual zusammengearbeitet – insbesondere im Direktpolicengeschäft.
VCH hat von Anfang an wurde vor dem hochriskanten Geschäft mit Einzelpolicen und aggressiven Settlement Companies gewarnt.
So handelt es sich bei dem Life Settlement Geschäft um ein chancenreiches, aber nicht einfaches Geschäft, das eines umfassenden Markt Know Hows bedarf. Aus genau diesem Grund wird das Asset Management beim VCH Expert US-Life nicht der Settlement Company oder den medizinischen Gutachtern überlassen, sondern einem „Experten-Manager“. Das mehrköpfige Managementteam verfügt über langjährige Markterfahrung und Know How in den Bereichen Medizin, Biologie, Finanzmathematik und Versicherungswirtschaft und baut auf den wissenschaftlichen Arbeiten und Datenbanken von Prof. Dr. Finsinger auf.
Gleichzeitig ist ebenso wie bei jeder anderen Investition eine genaue Prüfung und Bewertung der auszuwählenden Policen nach finanzmathemathischen Methoden unerlässlich. VCH war daher die erste Gesellschaft, die das Thema Policen-Picking thematisiert und gezeigt hat, dass dies möglich ist – allerdings nur mit dem entsprechendem Spezialwissen.
Zudem war es nie die Strategie von VCH, aus Marketinggründen mit Settlement-Companies zusammenzuarbeiten, die auf dem Papier groß aussehen (wie die Mutual Benefits Corp.), sondern mit Settlement-Companies, die durch ihre Qualität überzeugen. Der langjährige Track-Record besonders im Bereich der kurzläufigen Policen, die guten Verträge und nicht zuletzt die reibungslose Zusammenarbeit haben das Managementteam des VCH Expert US-Life zur Zusammenarbeit mit der Universal Settlements Inc. (USI) bewegt. |
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003 Beiträge: 459 Wohnort: Bad Homburg
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Verfasst am: 13.Mai 2004 15:20 Titel: Gebrauchte US Risikopolicen: Gefahr für Renditen … |
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Nachstehende Nachricht eines Anbieters von CMI (britische Lebenebsversicherer) ereichte mich heute - besonders interessant ist der Link am Ende der Nachricht:
Das Department of Financial Services von Florida hat dem größten Gebrauchtpolicenanbieter, der Mutual Benefits Corporation, kurz auch MBC, ihre Lizenz gekündigt und das Unternehmen geschlossen. Der Gerichtshof in Florida hat der Aufsichtsbehörde eine Beschlagnahmung und eine Übertragung aller Vermögenswerte der MBC auf den Staat gebilligt.
Nach sorgfältiger Prüfung eines zertifizierten unabhängigen Wirtschaftprüfungsunternehmens wurde festgestellt, dass das Beitragskonto für ungefähr 6000 Policen ein geschätztes Defizit von etwa 3,4 Millionen USD im September 2004 aufzeigen wird. Weiterhin zeigen 74% aller 7368 Policen keinen Wert oder sogar einen negativen Wert auf.
Die Behörden versuchen zur Zeit zu retten, was noch zu retten ist.
Genauere Angaben finden Sie auf der Website der Financial Services of Florida unter
http://www.fldfs.com/Pressoffice/ViewMediaRelease.htm?ID=533&Source=http%3a%2f%2fwww%2efldfs%2ecom%2fPressoffice%2f |
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003 Beiträge: 459 Wohnort: Bad Homburg
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Verfasst am: 22.Mai 2004 17:45 Titel: Zweitmarkt für amerikanische Todesfallversicherungen - Chanc |
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| Ein allgemein interessanter Vortrag von Herrn Dr. Jochen Rußs vom ifa - Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften Ges. für Finanz- und Aktuarwissenschaften mbH von auf der Frühjahrstagung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), Dresden, 29.04.2004, ist unter http://www.ifaulm.de/sonstiges/Vortraege/Zweitmarkt_US_Todesfallversicherungen.pdf als PowerPoint-Dateizu finden. |
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4936 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 7.Jun 2004 12:32 Titel: |
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BCA warnt vor Vertrieb von US-Gebrauchtpolicenfonds
Hände weg von US-Gebrauchtpolicenfonds, warnt Deutschlands größter Maklerpool, die BCA AG in Oberursel in einer ihrer letzten Aussendung. Die Idee sei zwar auf den ersten Blick hochinteressant, aber es seien erhebliche Zweifel an den Angeboten angebracht.
Mit einem geschlossenen Fonds, der in US-Risiko-Lebensversicherungen investiert, kauft der Anleger ein Produkt, das eine hohe, von den Kapitalmärkten völlig unabhängige Rendite verspricht. Einige Emittenten bieten jetzt solche US-Gebrauchtpolicenfonds für deutsche Investoren an und prognostizieren Gewinne von bis zu 15 Prozent pro Jahr, die durch die angebliche Ineffizienz des Marktes bei geringem Risiko möglich sein sollen.
Überzogene Renditeprognosen
Ob diese Renditen erreicht werden ist aus Sicht der BCA allerdings mehr als zweifelhaft. Bei den am deutschen Markt angebotenen Produkten, werden aufgrund der hohen Kostenbelastung nur rund 80% der Kundengelder über so genannte amerikanische Settlement-Companies investiert. Da diese den eigentlichen Ankauf der Policen, inklusive der notwendigen medizinischen Gutachten vornehmen, entstehen hierbei nochmals erhebliche Kosten. Um die Prognosen der Anbieter zu erreichen, müssten die Erträge vor Kosten bei weit über 20% p.a. liegen. „Ein effizienter Kapitalmarkt wie der amerikanische lässt solche Renditen – wenn überhaupt - nur bei extrem hohen Risiken für den Anleger zu.“, gibt BCA-Vorstand Harald Dehn zu bedenken.
Insolvenz des amerikanischen Markführers
Anfang Mai wurde die größte amerikanische Settlement Company Mutual Benefits Corp. unter vorläufige Zwangsverwaltung gestellt. Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge wurde bei rund 18% der „Senior-Settlement-Policen“ die beim Ankauf prognostizierte Lebenserwartung der Inhaber überschritten. „Anscheinend hat nicht mal der amerikanische Marktführer die Risiken dieses Geschäfts im Griff“, so Harald Dehn, „für die meist unerfahrenen deutschen Anbieter sehe ich hier schwarz.“ Solche Fehleinschätzungen führen zu verzögerten und geringeren Ausschüttungen und damit zu deutlich niedrigeren Renditen.
Unklare Steuersituation
Bisher gingen die Anbieter von US-Gebrauchtpolicenfonds davon aus, dass die Gesellschaften vermögensverwaltend tätig sind, weshalb keine Gewerbesteuer anfällt und die Anleger steuerfrei bleiben. Laut BCA plant das Bundesfinanzministerium einem internen Papier zufolge aber, die Fonds als gewerblich einzustufen. „Die Auswirkungen wären dramatisch“, erklärt Dehn. „Mindestens ein Drittel der Rendite fiele dann der Steuer zum Opfer.“ Aber anstatt die Vermittler unmissverständlich auf diese Gefahr hinzuweisen und die Renditeprognosen in der deutlich schlechteren gewerblichen Variante nachzureichen, betreiben einige Anbieter nach wie vor eine Art „Vogel-Straus-Politik“.
Fazit
„Bei US-Gebrauchtpolicenfonds locken unerfahrene Produktanbieter mit überzogenen Renditeversprechungen. Die Risken sind derzeit kaum abschätzbar. Hinzukommt die unklare Steuersituation. Aus diesen Gründen raten wir unseren angeschlossenen Partnern dringen von diesen Produkten ab.“, so das Fazit von Harald Dehn.
Quelle: FONDS professionell
http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=969217&nlc=DE |
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4936 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 18.Jun 2004 15:30 Titel: |
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Das Geschäft mit dem Tod
Der Handel mit gebrauchten US-Policen floriert.
Doch ein Betrugsfall in den USA alarmiert Anleger und Anbieter gleichermaßen.
In den USA sorgt ein Skandal um die Fondsgesellschaft Mutual Benefits Corporation (MBC) für Unruhe. Sie hatte in gebrauchte amerikanische Lebensversicherungen investiert und Anleger mit gefälschten Gutachten über die Lebenserwartung der Versicherten getäuscht. Die US-Börsenaufsicht SEC und die Versicherungsaufsicht des Staates Florida haben der Gesellschaft wegen des dringenden Verdachts auf Anlagebetrug die Lizenz für den Geschäftsbetrieb entzogen. Insgesamt soll MBC mehr als 1 Mrd. $ von 29.000 Investoren eingesammelt haben.
Der amerikanische Markt für Second-Hand-Lebensversicherungen hat zwei Segmente: die so genannten Viaticals, Verträge von schwer Erkrankten, und die so genannten Senior Settlements, Verträge von Versicherten ab 65 Jahren. Investmentgesellschaften kaufen amerikanische Lebensversicherungen, finanzieren das über Fonds und verkaufen Anteile an Anleger. Der Fonds zahlt die Prämien für den ursprünglichen Kunden weiter und erhält bei dessen Tod oder nach Ablauf der Vertragslaufzeit die vereinbarte Summe vom Versicherungsunternehmen. Ob tatsächlich Gewinne anfallen und wie hoch sie sind, hängt davon ab, wann die Versicherungen ausgezahlt werden. "Je länger der Auszahlungszeitpunkt in der Zukunft liegt, je geringer ist die Rendite", erläutert der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jörg Weidinger, Mitglied im Beirat des Bundesverbands Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL). Im Klartext: Sterben die Versicherungsnehmer direkt nach dem Kauf der Police durch den Fonds, ist der Gewinn sehr hoch. Sterben sie nicht vor Ablauf des Vertrags, ist die Rendite niedrig oder hinfällig, weil die Prämien bis zum Ende des Vertrags gezahlt werden müssen. Im schlimmsten Fall kann ein Fonds die Prämien für die Versicherungen nicht mehr zahlen, in die er investiert hat. Genau das ist bei der amerikanischen Gesellschaft Mutual Benefits geschehen.
Der Skandal alarmiert die deutschen Investmentgesellschaften, die gut laufende Fonds mit amerikanischen Lebensversicherungen aufgelegt haben. Lothar Trummer, Sprecher des Münchner Unternehmens Life Bond Management fürchtet, dass der Skandal um MBC Kunden verunsichern könnte und sie eine Besonderheit der Gesellschaft übersehen: Die Anleger kauften bei MBC einzelne Lebensversicherungen, ihr Risiko war also nicht gestreut. Das ist bei deutschen Investmentgesellschaften völlig anders. "Der Kunde erwirbt Fondsanteile", so Trummer.
Und die Renditeversprechungen sind hoch. "Nach unseren Planrechnungen liegen die Renditen zwischen 11 und 13 Prozent", sagt Trummer. Die Laufzeiten der Fonds liegen bei zehn Jahren. Etwa drei Jahre nach der Investition sollen die Anleger die ersten Ausschüttungen erhalten. "Im fünften Jahr fließt das Kapital komplett zurück", so Trummer. Aber das setzt voraus, dass genug Versicherte gewissermaßen nach Plan sterben.
"Die ersten Rückflüsse werden genutzt, um Liquiditätsreserven aufzubauen, mit denen die Prämien gezahlt werden", sagt BVZL-Beirat Weidinger. Abgezogen werden auch die Verwaltungskosten, die bei ein bis zwei Prozent des Investments liegen. Anleger sollten sich vor einer Entscheidung für eine Fondsgesellschaft ansehen, nach welchen Regeln und in welche Produkte das Unternehmen investiert, rät Weidinger. "Risiken bestehen immer. Aber wenn sauber gearbeitet wird, ist das Risiko minimierbar."
Zweitmarkt Lebensversicherung: Starke Nachfrage in Deutschland
In Deutschland boomt der Markt für "gebrauchte" amerikanische Kapitallebensversicherungen als Investmentprodukt. Das Konzept entstand in den 80er Jahren in den USA. Damals kauften Gesellschaften die Policen von Versicherten, die an Aids erkrankt waren. Investmentgesellschaften erwerben heute nicht nur Policen von schwer Erkrankten, sondern auch von Senioren. Die Beiträge für die Verträge werden über einen Fonds finanziert. Dabei gilt: Je früher der Versicherte stirbt, desto höher ist die Rendite für den Fonds.
In Deutschland führten Emissionshäuser diese Anlageform im Jahr 2002 ein. Das Geschäft expandiert. Acht Investmentgesellschaften haben sogar einen eigenen Verband gegründet, den Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL). Die Gründungsunternehmen managen nach eigenen Angaben zusammen für etwa 40.000 Investoren mehr als 1 Mrd. $. Gründungsmitglied Life Bond Management zum Beispiel hat gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft BVT vier Fonds mit zusammen rund 400 amerikanischen Lebensversicherungen aufgelegt und dafür knapp 400 Mio. $ bei Investoren eingesammelt.
Neben den Gründungsmitgliedern des BVZL gibt es in Deutschland weitere sieben Investmentgesellschaften für gebrauchte Lebensversicherungen.
In der Branche für Unruhe gesorgt haben Überlegungen im Bundesfinanzministerium, Fondsgesellschaften, die in amerikanische Lebensversicherungspolicen investieren, als gewerblich einzustufen. Gegen solche Pläne wehren sich die Unternehmen erheblich, denn das hätte zur Folge, dass die Ausschüttungen der Fonds steuerpflichtig wären. Die Gesellschaften definieren sich als reine Vermögensverwaltungen und gehen deshalb davon aus, dass sie Erträge an die Investoren steuerfrei weitergeben können. Wie die deutschen Finanzbehörden in Zukunft entscheiden werden, ist offen.
Von Anja Krüger
http://www.ftd.de/bm/ga/1087023473433.html?nv=nl |
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Anmeldungsdatum: 28.02.2003 Beiträge: 459 Wohnort: Bad Homburg
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Verfasst am: 2.Jul 2004 7:04 Titel: Hände weg von US-Policenfonds? |
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Interview mit Bryan Freeman, Präsident des US-amerikanischen Verbandes der im Zweitmarkt für Lebensversicherungen tätigen Unternehmen (VLSAA) Quelle: wmd-brockercannel
30.06.2004 Mit einer Pressemitteilung warnte der größte Maklerpool BCA vor dem Vertrieb von US-Gebrauchtpolicenfonds. So sei nicht einmal die größte amerikanische Settlement Gesellschaft Mutual Benefits Corp. in der Lage gewesen, die Risiken des Marktes zu handhaben. Kritik wurde auch an den möglichen Renditeerwartungen geäußert.
Franz-Philippe Przybyl, Vorstand der Berlin Atlantic Capital AG, griff die dahinter stehenden Fragen auf und stellte sie dem Präsidenten des US-amerikanischen Verbandes der im Zweitmarkt für Lebensversicherungen tätigen Unternehmen (VLSAA), Bryan Freeman, anlässlich dessen Europareise.
Franz-Philippe Przybyl:
Wie konnte so etwas wie bei Mutual Benefits Corporation geschehen?
Bryan Freeman:
Mutual Benefits verfolgte ein veraltetes und fragwürdiges Business Modell mit Direktinvestitionen, internen medizinischen Gutachtern und laufender Verwaltung der Policen direkt durch den Provider. Dadurch waren Unregelmäßigkeiten nicht ausgeschlossen. Die VLSAA hat sich in diesem Zusammenhang während der letzten Jahre für die Erstellung und Durchsetzung von „Best-Practice"-Standards konsequent eingesetzt. Durch diese Standards sind solche Vorkommnisse wie bei Mutual strukturell ausgeschlossen. Investoren werden über einen eigenen Trust direkt Eigentümer der Police, nicht der Provider. Dadurch erhält der Provider keinen Zugriff auf die Gelder der Investoren. Diese werden durch einen durchgängigen Mittelverwendungs- und Treuhandkreislauf geschützt. Außerdem werden nur externe medizinische Gutachter zur Bestimmung der Lebenserwartung eingesetzt und keinesfalls eigene Mitarbeiter des Providers.
Franz-Philippe Przybyl:
Bei dem Businessmodell der US-Policenfonds ist die genaue Bestimmung der Lebenserwartung von zentraler Bedeutung. Wie können Abweichungen vermieden werden?
Bryan Freeman:
Zunächst einmal ist es wichtig, renommierte und anerkannte medizinische Gutachter zu nutzen, die auf umfangreiches Datenmaterial und auch zukünftige medizinische Entwicklungen zugreifen können. Bei allen Prognosegenauigkeiten gibt es aber immer Abweichungen, die deshalb auch in der Prognoseberechnung berücksichtigt werden. Häufig wird von einer Gauß’schen Normalverteilung ausgegangen. Auf einen konkreten Fall angewandt bedeutet dies Folgendes: Ein Fonds investiert in 10 Policen mit einer geschätzten Lebenserwartung von 6 Jahren. In der Prognoserechnung werden 5 Policen VOR 6 Jahren fällig und 5 Policen Nach 6 Jahren fällig. Wenn also 8 Policen vor oder genau mit 6 Jahren fällig werden und 2 Policen (entspricht 20 %) erst nach einer Zeit von mehr als 6 Jahren fällig werden, so bedeutet dies, dass der Fonds sein Prognoseergebnis wahrscheinlich übertreffen wird.
Franz-Philippe Przybyl:
Greifen wir noch einen Vorwurf auf, wonach ein effizienter Kapitalmarkt wie der amerikanische Renditen im zweistelligen Bereich nicht zuließe.
Bryan Freeman:
Hier ist eindeutig zwischen dem Kapitalmarkt mit Aktien und dem Lebensversicherungsmarkt zu unterscheiden. Ersterer mag effizient sein, aber ich glaube nicht, dass der Zweitmarkt für Lebensversicherungen jemals effizient sein wird. Wenn, dann frühestens in 10 Jahren. Es gibt in den USA weit mehr als 1.500 Versicherungs-Gesellschaften, die alle 20 oder 25 verschiedene Lebensversicherungspolicen anbieten. Die Vielzahl der angebotenen Variationen erfordert eine genaue Überprüfung und Berechnung jedes einzelnen Falles. Und jeder Fall ist einzigartig. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass nicht mal ein Versicherungsagent alles versteht, wie soll da ein effizienter Zweitmarkt entstehen? Derjenige mit mehr Wissen kann dies immer zu seinem Vorteil ausnutzen und damit sehr hohe Renditen erzielen.
Franz-Philippe Przybyl:
Wie kann die Arbeit der VLSAA zu sichereren und transparenteren Marktbedingungen für Investoren beitragen?
Bryan Freeman:
Durch die Arbeit der VLSAA werden strenge Richtlinien sowie berufsethische Grundsätze identifiziert und zum Marktstandard erhoben. Um die gesetzliche Verankerung dieser Prinzipien durch den Gesetzgeber bemühen wir uns im Rahmen unserer Lobbyarbeit. Dies ist für die Marktteilnehmer nicht immer einfach, aber dieser stark von mir forcierte Weg ist der richtige. Ich bin nun zum 3. Mal in Folge zum Präsidenten der VLSAA gewählt worden; also scheint dies auch die Meinung der Mehrheit der Marktteilnehmer zu sein.
Franz-Philippe Przybyl:
Wie schätzen Sie die mittelfristige Entwicklung des US-Zweitmarkts für Lebensversicherungen ein?
Bryan Freeman:
Der Markt wird zunehmend professionalisiert. Damit geht die stetige Erschließung neuer Marktanteile und weiterer Kapitalzufluss durch nationale und internationale Investoren einher. Während Investitionen in den Zweitmarkt zunächst nur Großinvestoren vorbehalten war, werden wir zunehmend Einzelanleger sehen, die diese Assetklasse als echte Alternative zu anderen Finanzprodukten entdecken. Der Zweitmarkt für US-Lebensversicherungen wird künftig nicht mehr wegzudenken sein.
Franz-Philippe Przybyl:
Vielen Dank für das interessante und aufschlussreiche Gespräch. |
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A. Henneberg ** Consulter **
Anmeldungsdatum: 28.08.2002 Beiträge: 4936 Wohnort: Osten
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Verfasst am: 13.Jul 2004 19:09 Titel: |
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Amerikanisches Roulette
Seit knapp zwei Jahren werden bei uns amerikanische Secondhand-Policen als ebenso profitable wie sichere Geldanlage vertrieben – allem Anschein nach sind diese aber deutlich riskanter als bisher angenommen.
| Zitat: |
| Dorothy und Gerald Yarnell aus Versailles, Montana, übernahmen auf Anraten ihres Beraters um 10.000 US-Dollar die Lebensversicherungspolice einer AIDS-kranken Frau. Als Ertrag wurden ihnen zwölf Prozent binnen zwölf Monaten in Aussicht gestellt. Zuerst erschien ihnen das zwar etwas ungewöhnlich, als ihnen ihr Berater dann aber erklärte, dass die Policenverkäuferin mit diesem Geld ihr letztes Lebensjahr finanzieren könne, fanden sie das Geschäft akzeptabel. Das war 1997. Im März dieses Jahres berichtete die US-Zeitung „Kansas City Star“ vom traurigen Schicksal der Yarnells, die inzwischen selbst 75 und 82 Jahre alt sind, von Sozialhilfe leben und das vor sieben Jahren investierte Geld dringend benötigen würden. Bekommen werden sie es aber erst, wenn die AIDS-Patientin tatsächlich eines Tages verstirbt, allerdings auch nur dann, wenn sie bis dahin weiterhin die Versicherungsprämien bezahlen. Ein trauriger Einzelfall? Keineswegs, allem Anschein nach ist diese Geschichte eher der Prototyp des unglücklich verlaufenden Viatical Investments. |
hier gehts weiter >>>> klick |
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Jaga Newbie
Anmeldungsdatum: 25.03.2004 Beiträge: 27 Wohnort: Österreich
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Verfasst am: 12.Aug 2004 13:00 Titel: Re: Hände weg von US-Policenfonds? |
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| Et hat folgendes geschrieben:: |
Interview mit Bryan Freeman, Präsident des US-amerikanischen Verbandes der im Zweitmarkt für Lebensversicherungen tätigen Unternehmen (VLSAA) Quelle: wmd-brockercannel
30.06.2004 Mit einer Pressemitteilung warnte der größte Maklerpool BCA vor dem Vertrieb von US-Gebrauchtpolicenfonds. So sei nicht einmal die größte amerikanische Settlement Gesellschaft Mutual Benefits Corp. in der Lage gewesen, die Risiken des Marktes zu handhaben. Kritik wurde auch an den möglichen Renditeerwartungen geäußert.
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Da hat aber BCA etwas verschlafen reagiert. Ich hab die zwar nur um 3 Monate geschlagen, aber immerhin.
Wenn man sich die reports des MutualBenefits receiver durchliest, wird die Sache noch sehr spannend. Der Anteil der schon abgelaufenen Aids-Policen is gewaltig, der der viel jüngeren life settlements noch immer erstaunlich hoch.
Die Gretchenfrage bleibt, was macht das Gericht mit den vorhandenen $ 200 Mio macht. Welche Prämien werden damit bezahlt, fallen die deutschen Deutschen Investoren zu erwartenderweise völlig durch den Rost der US-Anlegerschutzbestimmungen?
Da wäre an sich ja Eile geboten, da die 200 Mio nur für 3-4 Jahre reichen dürften.
Der Herr Et is ja mittlerweile ziemlich ruhig geworden. Geht das Geschäft mit dem VCH-Produkt oder so schlecht?
Nur zur Erinnerung VCH bezieht seine Produkte von Universal Settlements International ( USI)in Kanada. einem Provider, der weder in Kanada noch sonst wo auf der Welt eine entsprechende Zulassung hat und in Kanada Gegenstand einer Untersuchung der Wertpapieraufsicht in Ontario ist.
USI ist üpbrigens der, der so schöne Garantien anbietet, aber schamhaft den Garantiegeber verschweigt.
Man wird sehen, die Mühlen mahlen langsam dafür aber stetig.
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Et GoMo&Pa Werbepartner

Anmeldungsdatum: 28.02.2003 Beiträge: 459 Wohnort: Bad Homburg
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Verfasst am: 14.Aug 2004 11:16 Titel: Wie läuft das Geschäft? |
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Hallo Herr Jaga.
zu ihrer Frage ob das Geschäft mit dem VCH-Produkt oder so schlecht geht, hier meine Antwort.
Ich beobachte diesen Markt mit Interesse und bin, auch dank ihrer Beiträge, meiner jahrzehtelangen Erfahrung aus Banktätigkeit und einer eher konservativen Einstelllung zu Geldangelegenheiten, sowie meiner überwiegenden Ausrichtig auf Immobilienfinanzierung, vorerst weiterhin bei VCH & Co. zurückhaltend.
Mit freundlichen Grüßen
Et. |
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