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Krisenmetall: Gold oder Silber?

23. Juni 16, 12:34:02

Was soll man als Krisenmetall kaufen: Gold oder Silber? Goldreporter Jürgen Fröhlich aus Zirndorf in Bayern plädiert für Gold, weil man es besser aufbewahren und transportieren könne. Der Diplomkaufmann rechnet vor: Für eine Unze Gold muss man derzeit 73 Unzen Silber zahlen, diese Woche kostete eine Unze Gold 1.130 Euro, während die Silberunze am Spotmarkt bei 15,40 Euro notierte.

Ausgehend vom gleichen Materialwert benötigt man beim Verstauen von Silber gut 30 Mal mehr Lagerraum. Außerdem ist Silber im Endeffekt etwa 64 Mal so schwer wie Gold. Das bedeutet, so der Goldreporter: "Während der Goldwert von 10.000 Euro also etwa dem Volumen zweier Streichholzschachteln entspricht, benötigt man zur Unterbringung des gleichen Silberwerts in etwa das Volumen eines Schuhkartons. Logische Konsequenz: Werte in Gold lassen sich auch deutlich leichter transportieren." Wir haben mal aufgeschrieben, was man beim Goldkauf beachten muss, um nicht auf die Nase zu fallen ... » Mehr

Magellan-Insolvenz: Container und Mieteinnahmen gehören nicht zur Insolvenzmasse

21. Juni 16, 11:46:51

Offenbar versucht Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt gerade die 10.000 Direktinvestoren über den Tisch zu ziehen, die für rund 400 Millionen Euro Schiffscontainer von der Magellan Maritime Service GmbH (MMS) aus Hamburg kauften, die seit 1. Juni 2016 insolvent ist. In einer Pressemitteilung spricht Borchardt davon, dass die MMS die Container von den Käufern "zurückmieten" würde. Damit würden die Einnahmen der Container im Chinesischen Meer zur Insolvenzmasse gehören und könnten auch zur Befriedigung von Gläubigern wie Banken oder Containerherstellern genutzt werden.

Das ist aber falsch, meint der Düsseldorfer Branchendienst k-mi und verweist auf den Verwaltungsvertrag zwischen Anlegern und MMS. Darin heißt es: "Sämtliche Rechte und Pflichten aus dem Miet- oder Verwaltungsverhältnis gehen gleichzeitig mit der Eigentumsübertragung auf den Investor über, MMS zieht die Mieten für den Investor ein." Wie die Container stehen also auch die Mieteinnahmen der Container außerhalb der Insolvenzmasse der Servicegesellschaft MMS, die lediglich das Inkasso für die Investoren übernahm. Wir haben Anfang Juni 2016 veröffentlicht, welche Optionen die Direktanleger haben ... » Mehr

Christian Wahi - der Lügner!

16. Juni 16, 10:04:03

Christian Wahi, 34, der Ex-Geschäftsführer der Deutschen Immobilienkasse GmbH in Düsseldorf, verbreitet offenbar gerne Gerüchte. Über den Vertriebsdirektor und Inhaber Daniel Forstmann behauptete Wahi gegenüber GoMoPa unter anderem, dass Forstmann und dessen Bruder von Hartz4 leben würden und dass Forstmanns Frau eine Escort-Dame sei. In einem Dokument, das er "Betrug per Schneeballsystem an alten Leuten" nannte, schrieb Wahi, dass sein Ex-Arbeitgeber Rentner mit zu geringen Beträgen für eine Verrentung von deren Häusern abspeisen würde. Forstmann weist das als Versuch einer Rufschädigung zurück, man habe sich im Streit getrennt.

Gegen GoMoPa.net wurde Wahi gar kriminell. Als GoMoPa.net aufdeckte, dass Wahi einen Nebenjob in einer mutmaßlichen kriminellen Bande haben soll, die junge Firmen mit falschen Registereintragungen um 6 Millionen Euro betrogen haben soll, erstattete Wahi am 21. Dezember 2015 eine Falsch-Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, GoMoPa.net würde ihn erpressen. Die will er im März 2016 zurückgezogen haben und es tue ihm leid. Schon wieder gelogen! Denn am 9. Mai 2016 wies die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Strafanzeige Wahis gegen GoMoPa.net zurück und teilte Wahi mit: "Ihrem Vorbringen vermag ich keinen Hinweis auf irgendwelche tauglichen Beweismittel zu entnehmen; solche sind auch sonst nicht ersichtlich."

GoMoPa.net wird gegen Wahi Strafanzeige wegen Verleumdung stellen. Denn wegen solcher Typen wie Wahi kamen Erpressungsbehauptungen im Internet auf. Dann kommt raus, dass es doch keine solchen Gespräche gab und unsere Redakteure letztendlich nur die Wahrheit zu Papier brachten ... » Mehr

Wo sind die 60 Millionen Euro der BWF-Falschgold-Stiftung?

14. Juni 16, 11:44:03

Am 9. Juni 2016 begann in Berlin der BWF-Falschgoldprozess (6.500 Anleger zahlten von 2011 bis 2015 rund 57 Millionen Euro ein) gegen die seit 2. September 2015 inhaftierten Berliner Goldhändler Gerald Saik (56) und dessen Frau Marion Moldovan-Saik (68), den am 1. April 2016 aus der U-Haft entlassenen Steuerberater Oliver Over (45) aus Frechen bei Köln und drei von der Haft verschonte Männer wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges. Bis zum 5. Januar 2017 sind 50 Verhandlungstage im Saal 806 des Kriminalgerichts Moabit angesetzt.

Prozessbeobachter Anwalt Jochen Resch aus Berlin machte gegenüber Capital darauf aufmerksam, dass auf die beschlagnahmten 11 Millionen Euro und die beiden Villen der Saiks nicht nur die Anleger der Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung (BWF) Anspruch erheben. Auch die Gläubiger der Europäischen Vereinigung vereidigter Edelmetallberater (EVVE) erheben einen Anspruch. "Die EVVE ist quasi der Vorgänger der BWF-Stiftung", sagte Resch. Bis 2011 hätte Gerald Saik in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit dem gleichen Modell rund 30 Millionen Euro eingesammelt. Auch dieses Geld hätte in dem Berliner Tresor liegen sollen.

"Es geht insgesamt um knapp 100 Millionen Euro, von denen mindestens 60 Millionen Euro verschwunden sind", sagte Resch. Wem das echte Gold im Tresor zuzuordnen ist, sei schwer zu ermitteln. Die Insolvenzverwalter der BWF, der EVVE und des BDT e.V. (Kölner Trägerverein der BWF) haben jeweils Ansprüche angemeldet. Eine zentrale Rolle spielt zudem die TMS Dienstleistungs GmbH, die wie die BWF im Königsweg 5 registriert war. TMS steht für Team Moldovan-Saik. Unter diesem Namen firmierte das Unternehmen bis 2004 in Geesthacht. Als Saik in die Privatinsolvenz rutschte, zog er sich aktiv aus der Firma zurück, benannte sie um ... » Mehr

IDB UG Berlin: Immer noch Grundstücksreservierungen ohne Unterlagen?

09. Juni 16, 11:02:12

Vor einem Jahr warnten wir vor der Berliner Firma IDB UG des Ingenieurs Christian Heeschen und seiner Partner Romy Oesterreich aus Berlin und Harry Wanski aus Oranienburg, weil sie Bauwilligen wertlose "uneingeschränkte Reservierungen" für Baugrundstücke über Immobilienscout24 verkauft haben sollen. Mutmaßlicher Schaden: 80.000 Euro. Das IDB-Team beklagte daraufhin in einem Kommentar am 4. November 2015: "Ihr Artikel" ist zu "ungunsten der Mehrheit der Allgemeinheit."

Doch die Masche des Trios scheint noch immer zu laufen. Am 21. Mai 2016 schrieb ein Leser unter den Artikel: "Achtung. Der treibt jetzt bei ebay Kleinanzeigen sein Spiel. Inseriert Grundstücke, die er angeblich vermarktet und will Reservierungsgebühren." Heute ergänzte ein Leser: "Ich kann den letzten Kommentar nur bestätigen!!!! Auf Kleinanzeigen inseriert er Grundstücke, für die er bei Beratungsgesprächen keine Unterlagen vorweisen kann, aber sofort eine Reservierungsgebühr abzocken will. Ich zitiere: 'Wie viel wollen Sie denn zahlen für die Reservierung?' Welcher professionelle Verkäufer fragt, wie viel man anzahlen will?! Jeder Makler hat bei solchen Reservierungen einen festen Satz und vor allem Unterlagen des Grundstückes. FINGER WEG VON IDB! INKOMPETENT, UNPÜNKTLICH, ABZOCKE!!!!" ... » Mehr

BGH: Solaranlagen auf Dächern unterliegen Baurecht - also 5 Jahre Garantie

07. Juni 16, 09:21:54

Viele Käufer von Solaranlagen zum Beispiel auf Schuldächern waren von dem Lübecker Verkäufer Frank Rahlf und seiner Deutschen Umweltberatung so überzeugt, dass sie dafür sogar einen Kredit aufnahmen, wie wir berichteten. Frank Rahlf versprach: Die Einspeisevergütung tilge praktisch den Kredit für die Anlage und die Dachmiete, die für 20 Jahre im Voraus zu entrichten war. Doch die Anlagen gingen entweder verspätet ans Netz oder lieferten weniger Strom als in der Prognose. Viele Anleger gerieten in ein Kreditdesaster.

Eine Mängelbeseitigung oder Teilrückzahlung des Kaufpreises nach Jahren wurde von den Verkäufern solcher Anlagen mit dem Argument abgelehnt, die Photovoltaikanlage auf dem Dach sei keine Immobilie und unterliege daher nicht der längeren Verjährungsfrist von 5 Jahren für Mängel am Bau. Falsch, urteilte am 2. Juni 2016 der für das Baurecht zuständige VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (Az. VII ZR 348/13) am Beispiel einer Tennishalle in Bayern. Bei Photovoltaikanlagen auf Dächern gelte sehr wohl die für Arbeiten "bei Bauwerken" geltende lange Verjährungsfrist für Nacherfüllungsansprüche von fünf Jahren, § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB.

Zur Begründung teilte uns die BGH-Pressestelle mit: "Die Photovoltaikanlage wurde durch die Vielzahl der verbauten Komponenten so mit der Tennishalle verbunden, dass eine Trennung von dem Gebäude nur mit einem erheblichen Aufwand möglich ist. Darin liegt zugleich eine grundlegende Erneuerung der Tennishalle, die einer Neuerrichtung gleich zu achten ist. Schließlich dient die Photovoltaikanlage dem weiteren Zweck der Tennishalle, Trägerobjekt einer solchen Anlage zu sein." Ist das Werk mangelhaft, kann der Besteller nach § 635 BGB Nacherfüllung verlangen ... » Mehr

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01. Juni 16

MIG-Fonds: Die Geldverbrennungsmaschine des Alfred Wieder


Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach<br /> bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,<br /> Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Gründeten 2007 die HMW Emssionshaus AG aus Pullach
bei München, von links: Dr. Matthias Hallweger,
Alfred Wieder und Michael Motschmann © HMW
Mehr als eine Milliarde Euro haben Anleger in die Venture Capital Fonds der MIG-Gruppe investiert. Das Versprechen des MIG-Vertriebs lautet hohe Renditen durch Investments in Start-Up-Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Gesundheit. Doch eine unveröffentlichte Studie des renommierten Fonds-Analysten Stephan Appel kommt zu einem schockierenden Ergebnis: Die Chancen auf Renditen oder auch nur die Rückzahlung des investierten Kapitals tendieren gegen Null - hohe Verluste sind vorprogrammiert. Die Profiteure sind eine Gruppe von Initiatoren und Managern rund um den Vertriebsprofi Alfred Wieder und den "Graumarkt-Paten" Markus Fischer.

Ab 10.000 Euro zuzüglich eines Agios von 5,5 Prozent können Anleger in das aktuelle Venture Capital Produkt der HMW AG aus Pullach, die MIG GmbH & Co. Fonds 15, investieren. Das Geld der Anleger soll in aussichtsreiche Start-Up-Unternehmen investiert werden und bei den angestrebten Exits zweistellige Jahresrenditen für die Kapitalanleger erzielen, so das Versprechen des Vertriebs. Die MIG Verwaltungs AG erklärt das Beteiligungskonzept auf ihrer Webseite:

Zitat:


Die Fondsgesellschaft möchte somit zwei Interessen zusammenführen: Jungen, innovativen Unternehmen wird einerseits dringend benötigtes Eigenkapital zur Verfügung gestellt und andererseits erhält eine Vielzahl von Anlegern ...
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