Bankgarantien
Achtung: Angebote zu betrügerischen Bankgarantiegeschäften gibt es immer wieder, geworben wird dafür in den Anzeigenteilen der großen Zeitungen und im Internet.
Mögliche andere Bezeichnungen der Bankgarantien:
» Standby Letters of Credit (SLC)
» Prime Bank Notes (PBN)
» Prime Bank Guarantees (PBG)
Derartige Dokumente gibt es, sie haben in den Staaten die Aufgabe Garantien für Banken, innerhalb der Absicherung von Handelsgeschäften, zu schaffen. Wegen der Internationalität, der geringen Bekanntheit und vielen selbst gestrickten und geheimnisvollen Angaben zur FED eignen sie sich hervorragend zu Betrügereien, deren Opfer vielfach prominent und deren Schadenssummen immer exorbitant sind. Und niemand ist davor gefeit. Opfer wurde z.B. auch die britische Heilsarmee: Schaden 9.0 Mio USD. Die späteren Ermittlungen in Großbritannien, Belgien, Luxemburg, Brasilien und den Vereinigten Staaten führten nicht zum Erfolg ...
Es gibt mehrere Varianten dieses Betrugsmodells:
Vielfach wird behauptet, man könne derlei Garantien gegen Anzahlung eines kleinen Prozentsatzes als Sicherheit für eine Kreditaufnahme nutzen und auf diese Weise die regelmäßig erheblichen "Renditen" erzielen. Ein anderer Teil der Initiatoren solcher Spiele gaukelt vor, man könne mit diesen Dokumenten regelrecht Handel treiben und diese, selbstverständlich unter Erzielung erheblicher Gewinne, ankaufen und verkaufen. Diese Geschäfte seien der breiten Masse nicht zugänglich und würden selbst in Bankenkreisen nur einer auserlesenen Schar von "Spezialisten" offen stehen. Die Anbieter verweisen zum Beweis ihrer Seriosität auf Rechtsvorschriften, Richtlinien und Publikationen der Internationalen Handelskammer (ICC).
Derartig abenteuerliche Konstruktionen werden oft als Argumentation verwandt, um gezielt solches Klientel anzusprechen, welches Publizität scheut, weil es etwa Schwarzgelder anlegen möchte. Derartige Kunden sind den Betrügern schon deshalb lieb, weil sie es sich regelmäßig nicht leisten können, Strafanzeige zu erstatten. Bei den Recherchen zu diesem Thema wurde uns auch zugetragen, dass in der Vergangenheit sogar Banken, Regierungen und professionell verwaltete Vermögen, Opfer derartiger Betrügereien worden.
Wenn Ihnen Referenzadressen genannt werden, seien Sie vorsichtig, häufig ist die Referenz der Komplize. Obwohl die meist zu unterzeichnenden Verschwiegenheitsverpflichtungen, die häufig mit hohen Vertragsstrafen gekoppelt sind, rechtlich bedeutungslos und nicht haltbar sind, sollten Sie stets daran denken, dass jemand der sich solcher Methoden bedient, mit Sicherheit etwas zu verbergen hat.
» Bankgarantien in der beschriebenen Form sind völlig ungeeignet für Anlagegeschäfte.
» Grundsätzlich sind sie nicht übertragbar.
» Behauptungen, es handle sich um so genannte "Interbanken-Geschäfte", die diesen erhebliche Erträge einbringen, ist genauso unwahr wie die Aussage, dass diese Dokumente frei handelbar seien.
» Zudem sind die "Banken" und Gesellschaften die sich als Vertragspartner ausgeben häufig äußerst dubios.
» Die Spuren führen in vielen Fällen in die Karibik, wo sie sich regelmäßig verlieren.
» Eines haben alle derartigen Bankgarantien gemein: Sie sind wertlos.
Tipp: Vertrauen Sie nie einem schwer nachvollziehbaren Angebot, nur weil Rechtsanwälte, Steuerberater oder Notare eine scheinbare Gewähr übernehmen. Diese haben häufig nur die Funktion, Geldmittel weiterzuleiten und vom eigentlichen Geschäft überhaupt keine Ahnung - sie werden benutzt.
Befragen Sie einen versierten Anwalt oder Steuerberater. Hierfür ein paar Euro zu investieren macht mehr Sinn, als später zu versuchen entstandenen Schaden zu realisieren. Informieren Sie sich im Internet, schildern Sie Ihr Problem auf speziellen Foren, wie z.B. www.gomopa.net
Suchwort: Bankgarantie
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