Anmeldungsdatum: 03.03.2004 Beiträge: 360 Wohnort: where money lives..........
Verfasst am: 22.Apr 2004 20:53 Titel: Steueroasen auf See - eine Alternative?
Zahlreiche mehr oder weniger ernstgemeinte Bauvorhaben in Sachen Steueroasen auf See sind derzeit in der Planungs- bzw. Realisierungsphase. Untenstehend zwei Beispiele als Diskussionsgrundlage.
Das Angebot des Schiffs: Wohnsitze für Käufer mit nachweisbaren Assets von mindestens 5 Mio. US-$, die den harten Steuerrealitäten an Land entfliehen wollen.
Steuervorteile:
Steuerhoheit der Bahamas
Leider kann man nur so tatsächlich Steuern sparen:
- man müsste mind. 183 Tage nachweislich pro Jahr an Bord verbringen
- Aufgabe des Wohnsitz in Deutschland
- Verkauf von Immobilien und Betriebsbeteiligungen
Anmeldungsdatum: 18.03.2004 Beiträge: 59 Wohnort: Deutschland / Schweiz
Verfasst am: 23.Apr 2004 23:23 Titel:
@anacott schreibt: ...
Leider kann man nur so tatsächlich Steuern sparen:
- man müsste mind. 183 Tage nachweislich pro Jahr an Bord verbringen
- Aufgabe des Wohnsitz in Deutschland
- Verkauf von Immobilien und Betriebsbeteiligungen
Das mit den 183 Tagen Aufenthalt trifft nicht zu!
- vorausg. der deutsche Wohnsitz wird tatsächlich aufgegeben.
Dies betrifft übrigens alle sog. Steueroasen.
Doch mal ehrlich: wer will schon auf so einem Dampfer wirklich leben???
(ausser den Ami´s - aber die kaufen ja eh´ allen Mist!)
Im übrigen sollte man schon mindestens über 100 Mio. Kapital verfügen
- damit sich das überhaupt rechnet.
Selbst dann gibt es (seeeehhr viel) günstigere Varianten (legale!),
bei denen ich mir mein Wohnsitz so gestalte, wie es mir gefällt -
und zwar weltweit.
Alles eine Frage des "Gehirnschmalzes".
Aber manche scheinen ja nach der Devise zu leben:
"Erst handeln - dann denken" anstatt das Gegenteil zu tun.
Also viel Spass mit den "Luxussuiten", bei denen ich am nächsten
Morgen nicht weiss in welchen int. Gewässern ich mich befinde.
Anmeldungsdatum: 06.12.2003 Beiträge: 884 Wohnort: Wien
Verfasst am: 29.Apr 2004 3:07 Titel:
Fasziniert mich immer wieder.
Was war das für eine Aufbruchstimmung, als mein alter Freund "Fürst Ralph I." seine Ölbohrplattform "Sealand" ausrief. Etwa gleichzeitig gründeten Gangster aus dem texanischen Austin die virtuelle Steueroase "Melchizedek". Ältere Semester wie Klaus Maurischat werden sich noch gut erinnern ...
Derzeit steht der Labuan - Schmäh noch etwas im Vordergrund, aber das ist bald vorbei. Insider versuchen derzeit, die bettelarme Inselrepublik Sao Tomé y Principe so in den Griff zu kriegen wie seinerzeit IOS - Retter Robert Vesco "sein" Costa Rica.
Man könnte auch auf Nauru putschen oder Nauru aufkaufen:
In den Neunzigern war Nauru berüchtigte Geldwaschanlage für die russische Mafia. Angeblich sind 70 Milliarden amerikanische Dollar aus dunklen Quellen über Konten von 400 in Nauru registrierten Banken geflossen, die alle dieselbe Adresse hatten - ein Regierungspostfach. Diese Einnahmen sind inzwischen versiegt, auf internationalen Druck hin hat Nauru die unlauteren Geschäfte gestoppt. Zuletzt kamen Devisen nur noch aus Australien, das Nauru fürstlich dafür entlohnte, Flüchtlinge in Lagern unterzubringen, die man auf dem fünften Kontinent nicht haben will. Aber selbst das hält die Krise nicht auf: Aus diesem Paradies haben sich die Menschen selbst vertrieben.
(Quelle: Financial Times)
Freunde von mir wollten das 1999/2000 auf den Kapverdischen Inseln hochziehen (Cabo Verde). Leider haben die blöden Regierungsfunktionäre Schiss bekommen.
@anacott , wie weise ich die 183 Tage an Bord denn nach? Reicht das Logbuch ? Welche Adresse geb ich dem deutschn Meldeamt bei der Abmeldung denn an ? - ein passendes Schiff hab ich schon . Ist zwar kein Flugzeugträger sondern *nur* 12,5m lang und hochseetauglich.
Also wenn es ein Konzept gibt nach dem ich eine eigene Steueroase einrichten kann, dann her damit. *g (gomopa User bekommen auch 5% Rabatt wenn Sie bei mir buchen. Das Angebot befriste ich mal bis zum 1.April 2005. Wären sind so etwa 25€ pro Tag angenehm ? Ich habe aber maximal 7 Schlafplätze . Der Rest muss Stehplätze buchen zu 20€/ Tag
Aber mal ganz im Ernst - ohne Querdenker und Spinner wäre es doch eintönig. Wie sieht das ganze denn von der rechtlichen und steuerlichen Seite aus ? Das ist doch wirkliches reales Offshore. Vielleicht eine Bank gründen . Firmensitz Offshore . Oder nur Wohnsitz Offshore, die 183 Tage Regelung nutzen und während dieser Zeit Provisionen Tantiemen Beraterhonorare steuerfrei kassieren.
Sorry PN geht noch nicht, da aus irgendwelchen Gründen deaktiviert, habe aber um Freischaltung gebeten. Ist aber eher im Sinne des Forums das ganze öffentlich zu diskutieren, damit auch alle etwas davon haben.
Da ich in diesem Thread ja doch der Alleinunterhalter bin ---
hab Antwort erhalten auf meinen Einbürgerungsantrag in New Sealand.
ID Card mit Staatsangehörigkeit 295 ?? ich glaub das soll € bedeuten
Laufzeit ist nicht angegeben , mal nachfragen was so jährlich noch anfällt.
Reisepass 10 Jahre Laufzeit soll 695 ?? wahrscheinlich € kosten.
Mal schaun was sonst noch so kommt. Ich werd mal ganz interessiert weiterfragen . Die Idee an sich ist ja grandios, nur die internationale Anerkennung lässt noch auf sich warten. Und ob das gezeigte Schiff wirklich existiert konnte ich noch nicht verifizieren. Aber ich bleib mal da dran.
Hab per E-Mail die Nutzung meines Ships mal als Reservestaatsgebiet angeboten, falls das Staatsgebiet mal zur Reperatur muss. g*
Wer nicht vom Weg abkommt -- bleibt auf der Strecke
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