GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 27.07.2012

Dr. Mayer & Cie.: Chefin heuerte Firmenbestatter aus Litauen an


Litauische Firmenbestatter sollten alle Spuren verschleiern und die Akten vernichten, damit die deutschen Gläubiger ins Leere laufen.

Doch das Konzept der ehemaligen Geschäftsführerin der inzwischen insolventen Dr. Mayer & Cie. GmbH aus Nideggen in Nordrhein-Westfalen, Christina Simon (39), ging nicht auf.

Die Staatsanwaltschaft Aachen hat jetzt gegen die Ex-Geschäftsführerin Christina Simon Anklage wegen Betruges bei der Wirtschaftskammer des Landgerichts Aachen eingereicht.

Vorgeworfen werden Christina Simon allerdings nur 520 Betrugsfälle mit einem Schaden von rund 2,3 Millionen Euro, obwohl 5.000 Geschädigte auf die Rückzahlung von rund 20 Millionen Euro warten, wie der WDR berichtete.

Christina Simon soll als Geschäftsführerin der Dr. Mayer & Cie. GmbH Versicherungskunden um die Rückzahlungen ihrer Lebensversicherungen betrogen haben, die diese der Firma abtraten, weil Christa Simon einen deutlich höheren Rückkaufswert als die Versicherung versprochen hatte.

60 bis 70 Prozent wurden sofort bar an die Kunden der Dr. Mayer & Cie. GmbH ausbezahlt, der Rest sollte in jährlichen Raten mit einer Mindestverzinsung von 3 Prozent zurückgezahlt werden. Im Februar 2009 stellte Dr. Mayer & Cie. plötzlich alle Auszahlungen ein, als keine neuen Verträge mehr angenommen wurden.

Schuld sei der Tod des Firmengründers Karl-Ulrich Simon im Jahre 2008 gewesen, wurde den Kunden mitgeteilt.

Der Vater von Geschäftsführerin Christina Simon habe ein seit Jahren überschuldetes Firmengeflecht der Simon Holding, zu der auch die Dr. Mayer & Cie. AG gehörte, und ein heilloses Aktenchaos hinterlassen.

Christina Simon wusste wohl keinen anderen Ausweg und wandte sich an halbseidene Firmenbestatter, die versprachen, das Firmengeflecht zu übernehmen und den guten Namen der gestandenen Versicherungsmaklerin für den Mittelstand Christina Simon aus einer Insolvenz herauszuhalten.

Der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Aachen, Oberstaatsanwalt Rober Deller, teilte dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net auf Anfrage mit:

Zitat:


Nach Einstellung der Ratenzahlungen an die Geschädigten soll die Angeschuldigte schließlich so genannte "Firmenbestatter", gegen die gesondert ermittelt wird, beauftragt haben, die seit Jahren überschuldete Firmengruppe zu "beerdigen" und die Geschäftsunterlagen beiseite zu schaffen.


Dass die Bestatter gar keine Retter waren, sondern einfach nur Firmenplünderer, musste Christina Simon spätestens im Oktober 2010 gemerkt haben.

Ihre kriminellen Helfer verlangten offenbar als Gegenleistung dafür, dass sie ihr die Gläubiger vom Hals hielten, einen kleinen Dienst. Sie solle mit ihrer Firma Simon Holding mal kurz eine andere marode Firma vor der Insolvenz retten und als Geschäftsführerin einspringen. Berater der Bestattungsfirma würden ihr zur Seite stehen.

So kam es, dass die eigentlich überschuldete Simon Holding aus Nideggen mit Geschäftszweck Lebensversicherungs-Policen-Ankauf plötzlich am 25. Oktober 2010 die branchenfremde, aber ebenfalls wirtschaftlich am Ende gewesene Ledertech GmbH von dem Münchner Finanzinvestor Mutares AG übernahm.

Schon im nächsten Monat ...

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