GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 30.07.2012

Verhaftung von Ulrich Engler: FBI stellte 1.000 Gemälde sicher


 Liebte den Jet-Set:<br /> Ulrich Engler (51)<br />©Staatsanwaltschaft<br />Mannheim
Liebte den Jet-Set:
Ulrich Engler (51)
©Staatsanwaltschaft
Mannheim
Der seit fünf Jahren gesuchte Daytrader Ulrich Engler (51) aus Andelfingen in Baden-Württemberg wurde nicht nur am vergangenen Mittwoch (25. Juli 2012) in Las Vegas verhaftet, wo er unter falschen Namen wie Joseph Miller oder Joseph Walter gelebt hat. Sondern noch viel besser: Der einstige Sponsor der Galopprennen von Iffezheim bei Baden-Baden hat die ergaunerten Millionen Euro nicht beim Roulette in der Spieler-Metropole verzockt oder gar in waghalsige Daytradings gesteckt, sondern ganz brav und bieder in wertvolle Kunstwerke angelegt - die die Polizei beschlagnahmen konnte.

FBI-Agenten und lokale Polizisten in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada hoben nur zwei Tage nach der Identifizierung und Verhaftung Englers am vergangenen Freitag (27. Juli 2012) das Kunst-Versteck des mutmaßlichen Schneeballsystem-Betrügers aus.

Engler hatte 40 Kilometer östlich von Las Vegas in Boulder City (15.000 Einwohner), in der Glücksspiel offiziell verboten ist, unter falschem Namen eine große Lagerhalle angemietet und eine riesige Kunstsammlung darin eingelagert, die die Polizei nach der Enttarnung in kurzer Zeit fand.

Bei 40 Grad im Schatten schleppten die US-Beamten ein Kunstwerk nach dem anderen aus der Halle (siehe Ausriss aus Las Vegas Sun) und verluden diese auf Trucks. Insgesamt stellten die Beamten 1.000 dickgerahmte Gemälde, Grafiken, Ikonenmalereien, Aquarelle und teuer gearbeitete Lampen sicher.

Den genauen Wert der Engler-Kunstsammlung müssen Experten noch ermitteln. Aber FBI-Agent Patrick Turner in Las Vegas freute sich gegenüber örtlichen Reportern darüber, dass damit die mutmaßlichen Opfer von Engler entschädigt werden könnten.

Convent Betroffen sind rund 6.000 Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die von Juni 2003 bis Juli 2007 mindestens 130 Millionen Euro nach Cape Coral in Florida auf das Konto der dortigen PCO (Private Commercial Office) Incorporation von Ulrich Engler überwiesen haben und dann nach Englers Abtauchen vor fünf Jahren all ihr Geld verloren glaubten.

Von den Gewinnen gar nicht erst zu reden, die Engler den Anlegern all die Jahre auf dem Papier vorrechnete. Mit Daytrading (Tagesaktiengeschäfte) hätten die Geprellten bis zu 75 Prozent im Jahr Gewinn gemacht. Und mit Englers angeblichem zweiten Standbein, dem US-Land-Banking (Spekulation mit US-Bauland), hätte sich das Kapital bei einem Jahresgewinn von 25 Prozent in vier Jahren verdoppelt. Nichts davon hat gestimmt.

Der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net warnte seit Mitte 2006 als erster davor, dass Engler möglicherweise mit betrügerischen Geschäften in Verbindung stand. GoMoPa.net sollte Recht behalten. "Sobald das Geld in die USA transferiert war, hatten die Anleger keine Möglichkeit mehr, an das Geld zu kommen", schätzt nun auch die ermittelnde Polizei in Las Vegas ein.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ...

... Fortsetzung » lesen.

 



Um diese GoMoPa® - Meldung vollständig lesen zu können, müssen Sie mindestens registriertes GoMoPa® Mitglied sein. Jetzt registrieren.


Sollten Sie bereits registriert sein, loggen Sie sich bitte jetzt ein:

Benutzername:
Zugangsdaten vergessen?
Passwort:
Registrieren?
 



 

Pressemitteilungen zum Thema
» Vier Vermittler von Schneeballbetrüger Ulrich Engler angeklagt
» Abgetaucht
» Kopfgeld auf Aktienbetrüger Engler
» 1,1 Millionen Euro Kopfgeld auf Borussia Dortmund Ex-Aktionär
» Aus der Traum - Ulrich Engler - Millionenbetrug in dreistelliger Höhe

Beiträge zum Thema
» Ulrich Engler: Daytrader wehrt sich gegen Internetgerüchte
» "Holland Banking"
» Das Geschäftsmodell heißt Abzocke
» Global Swiss Capital AG Brunnen Schweiz überwies an Engler

Kategorien zum Thema
» Themen die für Wirbel sorgten
» Wer kennt, was meint Ihr dazu? - Hintergrundinformationen
» Kapitalanlagebetrug

 

Copyright 2000 - 2017 by Goldman, Morgenstern & Partners LLC - GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net)