GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 16.10.2012

Aktien-Manipulation: Dunmorr-Bosse von Interpol gejagt


Convent Die Tarnung für die großangelegte Aktien-Manipulation der Call-Center-Firma Dunmorr Group aus Zürich am First Quotation Board der Frankfurter Börse, das nun am 15. Dezember 2012 geschlossen wird, war nahezu perfekt.

Dennoch konnte die Spur zu den Hintermännern aus dem Balkan zurückverfolgt werden. Am 16. Juli 2012 hob die Bundespolizei von Bosnien und Herzegowina (BiH) eine ganze Kette von illegalen Callcentern in Sarajewo, Banja Luka (siehe Ausriss aus www.cin.ba) und Bihac aus und nahm 84 von insgesamt 160 Dunmorr-Mitarbeitern fest.

Der Vorwurf lautet: Verdacht auf betrügerischen Aktienhandel, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Die drei Bosse waren nicht vor Ort.

Der Mehrheitseigentümer der Dunmorr Group, Goran Samardzija (36) aus Neu-Belgrad in Serbien, sein Bruder Zoran Samardzija (32) aus Düsseldorf, mit Staatsbürgerschaft Bosnien und Herzegowina (BiH) und von 2009 bis zur Razzia im Juli 2012 Verwaltungsrat der Dunmorr Group, sowie der Gebietsdirektor der Dunmorr Group in Bosnien und Herzegowina, Jeljko Nikolic aus Belgrad, werden nun von Interpol gejagt.

Vor Dunmorr war Goran Samardzija der Inhaber oder Geschäftsführer von fünf Firmen in Serbien und Deutschland. Zu seinen Unternehmen, die nicht mehr existieren, gehörte auch die serbische Beteiligungsgesellschaft Stonehard Consulting D.o.o. aus Beograd/Srbija, ein im Jahre 2006 gegründetes Unternehmen, vor dem die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA im November 2009 warnte, weil es nicht über die erforderlichen Genehmigungen für Finanzgeschäfte in der Schweiz verfügte.

In Deutschland fungierte Goran Samardzija als Geschäftsführer der Aquisa24 GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Und auch bei der Conexio AG aus Düsseldorf hatte er seine Finger im Spiel.

Aktien-Insidergeschäfte per Kaltanruf

Die Samardzija-Brüder und Direktor Nikolic sollen mit der Dunmorr Group Deutsche, Österreicher und Schweizer per Kaltanrufe zu einem Insiderhandel eingeladen haben, bei denen nach Erkenntnissen der bosnischen Ermittler die Käufer von wertlosen Aktien von Juli 2011 bis Juli 2012 mindestens 2,4 Millionen Euro verloren haben sollen.

Convent Für die angepriesenen Firmen Ultimaxus PLC, Titan Invest PLC oder Finata PLC mit Sitzen in Zürich, Esher oder New York wurden gefälschte Papiere erstellt. Das Versprechen, sie stünden in Kürze vor einer Übernahme des großen französischen Energie-Unternehmens GDF Suez S.A. und der Aktienkurs würde sich dann mindestens verdreifachen, entpuppte sich als Ente.

Um zu den Geschäftsführern der deutschen Firmen durchgestellt zu werden, erzählte man ...

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