GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 09.11.2012

Der EBIT-Trick in der Bilanz


KMPG-Chefprüfer Gerhard<br /> Bischof beim Berliner<br />Journalistenseminar © GoMoPa
KMPG-Chefprüfer Gerhard
Bischof beim Berliner
Journalistenseminar © GoMoPa
Gerhard Bischof von der Grundsatzabteilung für Rechnungsfragen der Berliner Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft KMPG AG kann sich nur darüber wundern, dass die Wirtschaftspresse regelmäßig das EBIT (das Einkommen vor Schulden und Steuern) eines Unternehmens veröffentlicht, um zu zeigen, wie erfolgreich es doch ist. Aber es ist ein Einkommen, das so tut, als gebe es keine Banken oder keinen Staat.

"Das macht doch keinen Sinn", gab Bischof diese Woche in einem Journalistenseminar in der Firmenzentrale in Berlin Tiergarten (Klingelhöferstraße 18) zum Besten, an dem auch der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net teilnahm. In sieben Jahren habe Bischof schon 1.700 Fachjournalisten in ganz Deutschland geschult. Die Kennzahl EBIT (Earnings Before Interest and Taxes, Einkommen vor Schulden und Steuern) wird dennoch weiter veröffentlicht, weil sie so toll klingt und in den Pressemappen der Unternehmen gern dick herausgestellt wird.

"Mit dieser Kennzahl kann man machen, was man will. Sie ist nicht geprüft", urteilt Wirtschaftsprüfer Bischof, der den Erfolg eines Unternehmens stets am Jahresüberschuss und am Mittelzu- und -abfluss aus betrieblicher Tätigkeit (Was kam an Geld rein, was ging raus?) bemisst.

Aber doch bitteschön niemals am EBIT. Auch nicht an einem operativen oder bereinigten EBIT, was gern von Unternehmen in der Außendarstellung kommuniziert wird, ohne zu definieren, wovon genau was bereinigt wurde.

Erste Steigerung: EBITA

Um die scheinbare Erfolgskennzahl EBIT für das Betriebsergebnis noch mehr aufzublähen, wird das EBIT noch um den Buchstaben A für Amortisation ergänzt. EBITA steht dann für ein Betriebsergebnis vor Schulden, Steuern und zusätzlich noch vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögen (gekaufte Lizenzen oder eigene Produktentwicklungen).

Aber dieses EBITA ist noch nicht das Ende der Fahnenstange ...

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