GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 15.11.2012

Immobilien steuerfrei verkaufen und Konten weiß waschen


Durch die Zwischenschaltung einer Holding in Liechtenstein können sich deutsche Anteilseigner ihre Dividenden aus einer Deutschen Kapitalgesellschaft nicht nur quellensteuerfrei auszahlen lassen und durch Übertragung von Management und Verwaltung nach Liechtenstein die Steuerlast der deutschen Firma von 30 Prozent auf 12,5 Prozent senken (der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net berichtete) - darüber hinaus kann man mit dieser Liechtenstein Holding auch noch ganz legal deutsche Immobilien verscherbeln und vererben, ohne dass der Verkäufer oder Erbe in Deutschland auch nur einen müden Euro Steuern zahlen muss.

Wissende könnten jetzt sagen: Das geht nicht wegen des Belegenheitsstaats-Prinzips nach OECD-Abkommen, nach dem Erträge aus Immobilien dort besteuert werden, wo diese ansässig sind, also ihren Standort haben, unabhängig davon, wer in welchem Land Eigner der Immobilie ist.

Das mag für natürliche Personen als Eigentümer gelten. Aber es gilt nicht, wenn eine Firma wie eine Holding im Grundbuch steht. Und das darf natürlich auch eine ausländische Firma sein.

Der ganz legale Steuertrick besteht nun in Folgendem:

Beim Verkauf oder beim Vererben wird nicht die Immobilie selbst übertragen, sondern lediglich die Anteile der ausländischen Kapitalgesellschaft. "In einem solchen Fall erfolgt die Besteuerung im Sitzstaat der Auslandsgesellschaft und nicht im Ansässigkeitsstaat der Immobilie", erläutert die in London und Hamburg ansässige Steuerkanzlei ETC.

Infrage komme eine Liechtensteiner AG als Holding oder eine vermögenshaltende Stiftung in Liechtenstein, ergänzend eine GesmbH in Österreich oder eine zyprische Limited. In allen Beispielen fällt keine Erbschaftssteuer an, bei Verkauf der Anteile in Liechtenstein und Österreich erfolgt keine Besteuerung, auf Zypern fallen maximal 10 Prozent Steuern an, wobei auch eine steuerfreie Gestaltung möglich sei. Holdings auf Zypern werden nicht besteuert.

Im deutschen Grundbuch ist keine Änderung erforderlich. Damit entfällt auch eine Meldung an den deutschen Fiskus.

Der steuerlich optimale Fall wäre, wenn im Vorfeld des Erwerbs eine Auslandsgesellschaft gegründet wird und als Eigner der Immobilie auftritt. Etwas komplizierter werde die Angelegenheit, so die ETC-Steuerberater, wenn eine bestehende Immobilie auf die Auslandsgesellschaft übertragen werden soll.

Die Gebühren bestehen aus den Gründungs- und Verwaltungskosten der jeweiligen Auslandsgesellschaft sowie die Maßnahmen zur Übertragung einer Immobilie. Besonderes Augenmerk müsse auf die Gestaltung der Auslandsgesellschaft gelegt werden, es müsse sich also um einen echten Geschäftsbetrieb handeln, um die Annahme des Gestaltungsmissbrauchs zu verhindern.

Und wie wäscht man ein Schwarzgeldkonto weiß?

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