GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 21.12.2012

Fonds-Eldorado Luxemburg


Seit das Großherzogtum Luxemburg im Jahre 2006 die Vermögenssteuer abgeschafft hat, ist Luxemburg eine Steueroase für alle, die Erträge aus Aktieninvestments und Aktienfonds einfahren. Mit einer Investmentgesellschaft für Investitionen in Risikokapital (Societe d investissement en capital a risque - SICAR) kann man Kapital zur Förderung einer oder mehrerer Unternehmen an den Märkten der Welt anlegen, hebt das Geld nach 6 Monaten wieder ab und kann dann die dabei entstandenen Zinsen auf das Kapital steuerfrei vereinnahmen.

Auf diese Art wird die im Jahre 2006 eingeführte Zinsabgeltungssteuer in Höhe von 10 Prozent elegant umgangen. Die Erträge bleiben bei Einhaltung einer 6monatigen Haltefrist steuerfrei.

Wer nur von Kapitalerträgen lebt, braucht in Luxemburg nicht einmal eine Steuerklärung abgeben. Das gilt auch für Rentner und Pensionäre.

Man kann in Luxemburg auch eine normale Aktiengesellschaft gründen und die Ergebnisse vieler Geschäfte buchhalterisch in einen Kursgewinn umwandeln und umgeht so völlig den ansonsten üblichen Unternehmenssteuersatz von 28,8 Prozent. Steuerberater wie die Ficel Group aus der Stadt Luxemburg mit Angeboten auf Englisch oder die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Diplom-Betriebswirtin Petra Salm von der Salcon S.a.r.l. mit Angeboten auf Deutsch in Grevenmacher und Diplom-Betriebswirt Günther Sprunck von Domolux.lu ebenfalls mit Angeboten auf Deutsch in Remerschen helfen dabei.

In Luxemburg zugelassene Investmentfonds haben automatisch einen EU-Pass, die deutsche Aufsichtsbehörde BaFin in Bonn muss ihnen den Schlagbaum für den Vertrieb in Deutschland öffnen.

Von den 9.500 Investmentfonds, die in Deutschland verkauft werden, stammt mehr als die Hälfte aus dem Großherzogtum - leicht erkennbar am Kürzel LU am Anfang der Fondsnummer ISIN. Der Zwergstaat mit nur 511.000 Einwohnern ist der größte Fondsstandort Europas und weltweit nach den USA die Nummer 2. Mehr als 3.500 Investmentfonds (OPC, organismes de placement cellectif) verwalten 2 Billionen Euro.

Deutsche Branchenriesen wie DWS (Deutsche Bank) oder Deka (Sparkassen) sind in dem Großherzogtum mit Tochtergesellschaften ansässig, ebenso die US-Fondskolosse BlackRock oder Fidelity sowie britische und französische Anbieter. Den größten Marktanteil haben Fondsanbieter aus den USA, aus Deutschland und der Schweiz.

Und Luxemburg muss nett sein zu den Fondsanbietern. Es herrscht eine große Abhängigkeit der luxemburgischen Wirtschaft von ihnen. Ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts kommt aus der Finanzwirtschaft.

Seit Februar 2007 hat Luxemburg die günstigen Anlagemöglichkeiten aus dem Spezialfonds-Gesetz von 1991 für professionelle Fondsanlegern auf Privatinvestoren erweitert. Von da an kann jedermann in Luxemburg seinen persönlichen Investmentfonds betreiben; das Gesetz über Spezialfonds sieht ausdrücklich vor, dass selbst Ein-Anleger-Fonds zulässig sind. Und das macht sich in barer Münze bemerkbar.

Wer zum Beispiel auf seinem Depotwert von 1 Million Euro durchschnittlich 15 Prozent Gewinn erzielt, kann ...

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