GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 19.02.2013

S&K Holding: Haftbefehle gegen Jonas Köller und Stephan Schäfer, 100 Millionen Euro arrestiert


Verhaftet: S&K-Vorstand<br /> Jonas Köller © Köller
Verhaftet: S&K-Vorstand
Jonas Köller © Köller
Wegen des Verdachts auf Untreue und Betreiben eines Schneeballsystems zum Schaden an Tausenden Anlegern in dreistelliger Millionenhöhe wurde heute an den beiden Gründern und Chefs der Frankfurter Immobilienfirma S&K Holding, Jonas Köller (31) und Stephan Schäfer (33), die anscheinend gern vor Lamborghinis und halbnackten Models posierten (siehe Wirtschaftswoche Titelbild vom 28. Januar 2013), Haftbefehle vollstreckt.

Köller und Schäfer und vier weitere Mitglieder des Managements befinden sich seit heute in Untersuchungshaft, wie die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu, dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net am Telefon sagte.

Gegen 10 Uhr nahmen Polizisten Köller in seinem Audi A8 in seinem Wohnort Erlenbach (Bayern) und Schäfer in seiner 2,6-Millionen-Euro-Villa in Offenbach (Hessen) fest. Sie sollen am 20. Februar 2013 einem Haftrichter vorgeführt werden.

1.200 Polizisten und 15 Staatsanwälte waren heute morgen zu 130 Wohnungen und Firmensitzen in sieben Bundesländern mit Schwerpunkten in Hessen, Bayern und Hamburg ausgerückt. Weitere Länder waren Baden-Wüttemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. 6 Haftbefehle wurden vollstreckt. Ermittelt wird gegen 50 Beschuldigte in Frankfurt, Hamburg und weiteren Orten. Der Verdacht lautet auf Untreue und Betrug.

100 Millionen Euro arrestiert

Oberstaatsanwältin Möller-Scheu führte aus:

Zitat:


Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen - führt zusammen mit dem Fachkommissariat Wirtschaftskriminalität beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main seit Mitte 2012 ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche einer Frankfurter Unternehmensgruppe sowie einer mit dieser als Partner agierenden Hamburger Unternehmensgruppe mit zusammen weit mehr als 100 verbundenen Gesellschaften wegen Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betruges mit Kapitalanlagen, der Untreue und weiterer Straftaten.

Durch die bisherigen umfangreichen Ermittlungen hat sich ein dringender Tatverdacht dahingehend ergeben, dass von den Hauptverantwortlichen der genannten beiden Firmengruppen in gemeinsam abgestimmter Vorgehensweise ein über Jahre planmäßig und groß angelegtes Betrugssystem installiert wurde. Dieses umfasste die betrügerische Erlangung und fortlaufende Veruntreuung von Anlegergeldern im Sinne eines so genannten Schneeballsystems. Hierbei zeichnet sich ein extrem hoher Schaden im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich mit tausenden geschädigter Anleger ab, welche im Zuge der Finanzkrise 2008 neue ertragreiche und vermeintlich sichere Formen der Kapitalanlage suchten. Gegenstand der Ermittlungen sind mehrere Anlagefonds im zusammen neunstelligen Euro-Bereich.

Die betrügerisch erlangten beziehungsweise veruntreuten Anlegergelder sollen hauptsächlich für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten, für die Anschubfinanzierung, den Aufbau und die hohen laufenden Kosten von eigenen und verbundenen Unternehmen sowie für zweckwidrige Objektfinanzierungen verwendet worden sein. Die Anlagegelder und -objekte sollen dabei in großem Stil in das Eigentum von verbundenen Unternehmen, beschuldigten Personen und deren Familienangehörigen verschoben worden sein und stehen mutmaßlich so den Anlegern und dem eigentlichen Geschäftszweck - zumindest weitestgehend - nicht mehr zur Verfügung.

Am heutigen Tag wurden gleichzeitig in sieben Bundesländern, insbesondere Hessen, Hamburg und Bayern, unter dem Großeinsatz von insgesamt zirka 1.200 Ermittlungsbeamten und 15 Staatsanwälten mehr als 130 Durchsuchungsbeschlüsse, dingliche Arreste zur Sicherung von Vermögensabschöpfungen im Gesamtvolumen von über 100 Millionen Euro sowie Haftbefehle gegen sechs Haupttäter im Alter von 31 bis 70 Jahren vollstreckt. Weitere Beschuldigte wurden zudem vorläufig festgenommen. Bisher wird gegen zirka 50 Beschuldigte ermittelt.

Für anfragende Anleger, Bevollmächtigte, Angehörige, Hinweisgeber oder sonstige Berechtigte ist im Benehmen mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ab Mittwoch, den 20. Februar 2013, von 08.00 Uhr bis 22.00 Uhr bei dem Polizeipräsidium Frankfurt am Main ein Kontakttelefon eingerichtet. Durch dieses sollen die Anfragen kanalisiert und die auskunftssuchenden Personen auf weitergehende Verhaltensmaßregeln wie die Möglichkeit der Anzeigenerstattung über Onlinesysteme und zusätzliche Informationsmöglichkeiten hingewiesen werden.

Die Nummer dieses Kontakttelefons lautet: 069 / 7555 7555.

Informationen auch im Internet unter www.polizei.hessen.de.


Verhaftet: S&K-Vorstand Stephan Schäfer, hier<br /> posiert er neben Franz Beckenbauer als<br /> Sponsor des Charity Golf Turniers in Baden-Baden
Verhaftet: S&K-Vorstand Stephan Schäfer, hier
posiert er neben Franz Beckenbauer als
Sponsor des Charity Golf Turniers in Baden-Baden
Die S&K Holding betreibt eigenen Angaben zufolge Immobilienhandel und verwaltet angeblich bereits einen Immobilienbestand mit einem Volumen von über 1,7 Milliarden Euro und sponsert seit zwei Jahren Charity Golf Turnier von Baden-Baden.

Zudem werden laut Website Beteiligungen an Finanzdienstleistern mit Provisionserlösen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr gehalten, heißt es.

GoMoPa.net hatte bereits am 31. Juli 2012 unter der Überschrift "Protz auf Pump und den Staatsanwalt im Nacken" vor S&K gewarnt. Am 6. August 2012 veröffentlichte GoMoPa.net ein Interview mit dem ehemaligen Vertriebschef der S&K, Petros Demos (49) aus Hessen, der seinen Verdacht auf ein Schneeballsystem mit persönlichen Erlebnissen und Fakten vertrat.

GoMoPa.net wird seitdem von Klagen überzogen. Im Augenblick laufen gegen GoMoPa.net drei Klagen am Landgericht Köln und gegen den GoMoPa.net-Präsidenten, Klaus Maurischat (56), persönlich gar 9 S&K-Klagen an den Landgerichten Stuttgart, Köln, Berlin und Frankfurt am Main mit einem Streitwert von jeweils 250.000 Euro auf Löschung der GoMoPa.net-Artikel und Schadensersatz. S&K versucht also, GoMoPa.net aktuell mit 12 Klagen und einem Streitwert in Gesamthöhe von 3 Millionen Euro in die Knie zu zwingen. Erfolglos.

Convent Dasselbe erfährt gerade die Wirtschaftswoche aus Düsseldorf. Auch sie wird von S&K auf 2 Millionen Euro verklagt, weil sie angeblich Quellenmaterial von GoMoPa.net verwendet haben soll.

Die Wirtschaftswoche bemängelte in ihrer Titelblatt-Story am 28. Januar 2013, dass Anlegergelder gar nicht direkt in Immobilien, sondern als Kredite an verbundene Unternehmen ausgereicht werden, die allerdings zuerst einmal aufgekaufte Lebensversicherungen zu bedienen hätten, ehe die kreditgebenden Anleger dran wären, und überschrieb ihren Bericht gar mit: "Finger weg! Wo Sie besser nicht investieren sollten". Die Wirtschaftswoche berichtete auch über den Verdacht, dass S&K Immobilien, die das Unternehmen in seinem Referenzkatalog aufführt, tatsächlich nicht besitzt.

Das Managermagazin hatte am 2. November 2012 die gutachterliche Bewertung der S&K Immobilien unter der Überschrift "Dubiose Wertgutachten" bemängelt.

Bei den jetzigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt scheint die 1. Razzia wegen des Tragens eines falschen Doktortitels im Geschäftsverkehr in den Frankfurter Geschäftsräumen und am Privatwohnsitz von Jonas Köller am 4. Juni 2012 in Erlenbach im Kreis Aschaffenburg nur das Vorspiel gewesen zu sein.

Bei weiteren Anfragen von GoMoPa.net an die Frankfurter Staatsanwaltschaft verwies diese an die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg, die eine Nachrichtensperre verhing. Nun denn ...

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