GoMoPa® - der Finanznachrichtendienst (www.gomopa.net) - Pressemeldung vom 08.04.2013

ABN AMRO Bank N.V.: Weiter kein Anspruch auf Goldbarren


Senior Presse Offizier<br /> Jeroen van<br /> Maarschalkerweerd<br /> © ABN AMRO Bank<br /> N.V. Amsterdam
Senior Presse Offizier
Jeroen van
Maarschalkerweerd
© ABN AMRO Bank
N.V. Amsterdam
Der Senior Presse Offizier der niederländischen Staatsbank ABN AMRO Bank N.V. aus Amsterdam, Jeroen van Maarschalkerweerd, versteht die Aufregung nicht, die deutsche Medien um einen Brief veranstalten, den die Bank Ende März all ihren Edelmetallkunden schickte.

Die Schlagzeilen reichten von "Niederländische ABN AMRO enteignet Goldkunden" bis "ABN stoppt Gold-Auslieferung".

In dem Schreiben wurde den Bankkunden mitgeteilt: "Mit dem Übergang zu einem neuen Aufbewahrer ändert sich ab dem 1. April 2013 folgendes: Sie können Ihre Edelmetalle, die Sie auf Ihrem Depotkonto investiert haben, nicht mehr physisch ausgeliefert bekommen." (siehe Ausriss)

Man hatte also in der Vergangenheit Grammweise Gold, Platin und Palladium mit Aufschlägen von 1,25 Prozent pro Order für Gold und 1,35 Prozent für Platin und Palladium sowie Kiloweise Silber (Aufschlag 4 Prozent pro Order) kaufen können und bekommt jetzt nur noch Papiergeld statt Gold zurück. Man investierte also in Papiergold.

"Ja, das Schreiben ist echt, aber wir sind wirklich überrascht, dass einige Leute einen solchen Flaum darüber schreiben", echauffierte sich ABN AMRO Banksprecher van Maarschalkerweerd gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net.

Van Maarschalkerweerd weiter: "Für uns sieht es so aus, dass nur ein paar verrückte Leute unseren Klientenbrief fehlinterpretieren und alle Arten von Verschwörungstheorien drumherumstricken. Unglaublich für uns!"

Convent Dann erklärt van Maarschalkerweerd am Telefon: "Wir haben zum 1. April 2013 den Anbieter gewechselt, das ist alles. Und das betrifft nur sehr wenige Kunden (ein paar hundert Kunden). Es handelt sich um holländische Kunden. Wir haben keine deutschen Kunden. Diese Art von Service wird nicht viel benutzt."

Das bestätigt auch Claudia Fleischer von der Bethmannbank in Frankfurt, die als Tochter der ABN AMRO Group seit 2004 zehn Filialen in Deutschland zur Vermögensverwaltung unterhält. Sie sagte gegenüber GoMoPa.net: "Wir haben keine Edelmetall-Depotbestände. Wenn Gold gewünscht wird, vermitteln wir an Drittanbieter."

"Sie müssen nichts tun", heißt es in dem Bankschreiben an die Edelmetallkunden. "Wir sorgen dafür, dass von nun an Ihre Investition in Edelmetalle in neuer Manier gehandelt und gemanagt wird."

Und bis auf die Tatsache, dass die ABN Kunden ab dem 1. April 2013 nur noch zum tagesaktuellen Kurs Gold ordern können und nicht mehr zum Durschnittspreis habe sich durch den Anbieterwechsel für die Edelmetall-Bankkunden nicht wirklich viel geändert. Alles sei nur etwas umständlicher geworden.

Bislang vewahrte das Gold, Silber, Platin und Palladium die Deutsche Bank Niederlande N.V. (NBN) in Rotterdam. Sie heißt erst seit dem Jahre 2009 so. Vorher hieß sie HBU (Hollandse Bank Unie). Eine kleine Bank, die mit Gold handelte. Sie gehörte der ABN AMRO Bank N.V. Doch als die im Jahre 2009 mit dem holländischen Allfinanzkonzern Fortis Bank Niederlande fusionierte, verlangte die EU-Kommission den Verkauf der HBU an die Deutsche Bank, die die HBU kaufte und in Deutsche Bank Niederlande N.V. umwandelte.

Für die Goldkunden der ABN AMRO Bank N.V. wurde eine Übergangslösung gefunden, die ABN-Sprecher van Maarschalkerweerd gegenüber GoMoPa.net wie folgt schildert:

Zitat:


Teil der Vereinbarung war, dass Clients, die der Deutschen Bank übertragen werden sollten, ihre Girokonten bei der ABN AMRO im Rahmen eines weichen Übergangs weiter nutzen können. Auch, weil es eine Weile dauerte, bis diese Kunden technisch von den ABN AMRO Systemen separiert und in die Deutsche Bank Systeme integriert werden können. Vice versa Deutsche Bank ANGEBOTE setzte die HBU ihre Dienstleistungen für die ABN AMRO Kunden fort.

Die Deutsche Bank kündigte Ende letzten Jahres an, dass sie die HBU Aktivitäten in den Niederlanden zum 1. April 2013 beendet, so auch für die ABN AMRO. Von nun an kann die ABN AMRO die HBU Einrichtungen nicht mehr nutzen.

ABN AMRO fand einen neuen Anbieter für seine Kunden für diese spezielle Dienstleistung, die UBS AG in Zürich.


Dieser Anbieterwechsel von der Deutschen Bank Niederlande N.V. (ehemals HBU) in Rotterdam zur UBS in die Schweiz ändert allerdings nichts an einem grundsätzlichen Problem der Edelmetallkunden der ABN AMRO Bank N.V., nämlich keinen Anspruch auf Goldbarren zu haben.

Das Schreiben an die Kunden brachte überdeutlich ans Licht, was in den AGBs für das Girokonto der ABN AMRO Bank N.V. (Kapitel 4: Zusätzliche Bedingungen für Investitionen in Edelmetalle) mit Stand vom November 2011 jeder hätte nachlesen können:

... Fortsetzung » lesen.

 



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